Zum Inhalt springen

Offene Kirche (Württemberg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Offene Kirche ist ein kirchenpolitischer Zusammenschluss innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Schwerpunkte

Der Verein vertritt bewusst eine liberale Theologie und sieht sich insbesondere als Gegensatz zur missionarisch-evangelistisch orientierten Gruppierung Lebendige Gemeinde. Sie ist basisdemokratisch organisiert. Sie betont den gesellschaftlichen Auftrag der Kirche und den diakonischen Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung in Zusammenarbeit mit der ökumenischen Gemeinschaft. Unter anderem setzt sie sich ein für die Gleichberechtigung Homosexueller in der Kirche.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Selbstdarstellung Offene Kirche (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. Mai 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.elk-wue.de</ref>

Geschichte

Die Vereinigung wurde 1972 gegründet<ref>Offene Kirche:Geschichte (PDF-Dokument; 132 kB)</ref> und hat mittlerweile mehr als 1000 Mitglieder.<ref>Offene Kirche:Wir über uns </ref> Gründungsinitiator und erster Geschäftsführer war der damalige Gemeinde- und Studierendenpfarrer in Stuttgart-Hohenheim/Steckfeld, Manfred Fischer.

Der Verein mit Sitz in Stuttgart<ref>Satzung (PDF)</ref> steht als eine von vier Gruppierungen in der württembergischen Landeskirche bei den Kirchenwahlen zur Landessynode mit ihren Kandidaten zur Wahl und wird deshalb auch oft als eine Art Kirchenpartei bezeichnet. In der Landessynode bilden die gewählten Synodalen den Gesprächskreis Offene Kirche. Die Offene Kirche war seit ihrer Gründung bis 2019 stets die zweitstärkste Fraktion in der Landessynode.<ref>Offene Kirche: Geschichte (PDF; 132 kB)</ref> Seit 2019 sind die Offene Kirche und die Lebendige Gemeinde in gleicher Stärke in der Landessynode vertreten.<ref name=":0">Evangelische Landeskirche in Württemberg: Synode: Neue Mehrheiten machen's spannend, 2. Dezember 2019, abgerufen am 29. März 2026.</ref>

Organe

Organe des nicht eingetragenen Vereins sind der Vorstand, der Leitungskreis, die Mitgliederversammlung und die Revisoren.<ref>§ 6 der Satzung der Offenen Kirche (PDF; 54 kB)</ref>

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Er besteht aus der oder dem Vorsitzenden und der oder dem stellvertretenden Vorsitzenden. Diese Ämter müssen geschlechtlich quotiert besetzt sein.<ref>§ 7 der Satzung der Offenen Kirche (PDF; 54 kB)</ref> Zwischen 2015 und 2021 waren Erika Schlatter-Ernst erste Vorsitzende und Dieter Hödl stellvertretender Vorsitzender. Seit 2021 wird die Offene Kirche durch eine Doppelspitze aus Miriam Bauer und Hans-Ulrich Probst vertreten.<ref>Vorstandswahl und Votum für das Friedenspfarramt. Abgerufen am 10. November 2021.</ref> Kassierer ist Johannes Dürr.

AMOS-Preis

Alle zwei Jahre verleiht der Verein den Amos-Preis für Zivilcourage in Religion, Kirche und Gesellschaft.<ref>AMOS-Preis</ref> Der Amos-Preis wird von der Amos-Preis-Stiftung getragen.<ref>AMOS-Preis-Stiftung</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise und Anmerkungen

<references/>