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Nikolaus-Kapelle (Köln)

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Datei:Nikolaus-Kapelle Westhoven.jpg
Nikolaus-Kapelle und ehemaliger Friedhof
Datei:Nikolauskapelle (Köln-Westhoven) (1).jpg
Nikolaus-Kapelle von Westen
Datei:Nikolauskapelle Köln 235.jpg
In der Kapelle

Die in Rheinnähe liegende römisch-katholische Nikolaus-Kapelle in Köln-Westhoven wurde um 1100 erbaut und ist dem Schutzpatron der Schiffer, Nikolaus von Myra, geweiht. Sie ist die kleinste der noch erhaltenen ehemaligen romanischen Dorfkirchen in Köln, ist von einem alten Friedhof umgeben und wird vom Förderverein Romanische Kirchen Köln betreut.

Geschichte

Datei:Kulturpfad Porz, 2.2, Westhoven, Nikolaus-Kapelle.jpg
Infotafel des Kulturpfads Porz

Ursprünglich gehörte diese um 1100 erbaute Kapelle zur Abtei St. Heribert in Deutz. Bauzweck war es, den Gläubigen aus Westhoven den Weg nach Deutz zur Abtei zu ersparen. Sie wurde dem heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Schiffer und Seeleute, geweiht. 1128 wurde die Kapelle mit dem Begräbnisrecht versehen. Die Gottesdienste in der Kapelle wurden auch von durchreisenden Kaufleuten und Rheinschiffern besucht, verstärkt als das von der Stadt Köln 1259 eingeführte Stapelrecht durch viele Händler umgangen wurde, indem sie ihre Waren im rechtsrheinischen Zündorf entluden, auf dem Landweg nach Mülheim weiterbeförderten und unterwegs in der Nikolaus-Kapelle segnen ließen. Französische Besatzungstruppen rissen von 1794 bis 1814 den Ort Westhoven bis auf die Kapelle ab, um einen freien Blick auf den Rhein zu haben. Im Jahr 1802 endete vor dem Hintergrund der Säkularisation die Zugehörigkeit zur Deutzer Abtei, als alle Klöster und Stife in Köln aufgehoben wurden.<ref name="Gassen220">Richard W. Gassen: Nikolauskapelle in Porz-Westhoven. In: Mittelalterliche Kirchen in Köln. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2010, ISBN 978-3-86568-539-1, S. 220.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bernd Imgrund: 111 Kölner Orte. Nikolaus-Kapelle (Auszug) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. April 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.koeln.de 29. Juli 2009 auf koeln.de – Das Stadtportal für Köln. Gelesen am 20. März 2011.</ref>

Die von 1959 bis 1964 und in den 1990er<ref name="Gassen220" /> Jahren restaurierte Kapelle liegt inmitten eines Friedhofs, der bis 1929 genutzt und 1987 ebenfalls restauriert wurde.<ref>Angabe gemäß Infotafel Kulturpfad Porz</ref>

Bauwerk

Die romanische Saalkirche hat eine Grundfläche von 8 × 13 m, besteht aus Tuff-, Grauwacke- und Rheinkieselmauerwerk und verfügt über einen eingezogenen Rechteckchor. Während mehrerer Renovierungsmaßnahmen in den 1960er und 1990er Jahren wurde die Nikolauskapelle weiß verputzt. Der Saalbau schließt im Osten mit einem eingezogenen Chorquadrat ab. Das weiß getünchte Mauerwerk ist kompakt und ungegliedert und hat einige wenige rundbogige Fensteröffnungen. Im Osten und Westen bilden dreieckige Fachwerkgiebel die Abschlüsse. Auf dem schiefergedeckten Satteldach sitzt ein Dachreiter mit spitzem Helm. Saal und Chor haben eine flache Holzdecke. Ein Rundbogen, der auf zwei Kämpferplatten aufliegt, bildet den Durchgang zum Altarraum, dessen Altartisch mit einer Weinranke geschmückt ist. Links und rechts dieses Rundbogens sind barocke Skulpturen der Muttergottes und des heiligen Nikolaus angebracht.<ref>Richard W. Gassen: Nikolauskapelle in Porz-Westhoven. In: Mittelalterliche Kirchen in Köln. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2010, ISBN 978-3-86568-539-1, S. 220–221.</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Richard W. Gassen: Nikolauskapelle in Porz-Westhoven. In: Mittelalterliche Kirchen in Köln. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2010, ISBN 978-3-86568-539-1, S. 220–221.
  • Geschichts- und Heimatverein Rechtsrheinisches Köln (Hrsg.): Rechtsrheinisches Köln – Jahrbuch für Geschichte und Landeskunde. Band 20. Eigenverlag, 1994, ISSN 0179-2938, S. 1–37.
  • Anita Wiedenau-Michalski: St. Nikolaus in Porz-Westhoven. Lage und Erhaltung. In: Colonia Romanica. Jahrbuch des Fördervereins Romanische Kirchen Köln e. V. 9 (1994), S. 149–152.

Weblinks

Commons: Nikolauskapelle (Köln-Westhoven) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Die zwölf großen
romanischen
Kirchen in Köln

St. Andreas | St. Aposteln | St. Cäcilien | St. Georg | St. Gereon | St. Kunibert | St. Maria im Kapitol | St. Maria in Lyskirchen | Groß St. Martin | St. Pantaleon | St. Severin | St. Ursula 

Die dreizehn kleinen
romanischen Kirchen

Deutz, Alt St. Heribert | Dünnwald, St. Nikolaus | Esch, St. Martinus | Flittard, St. Hubertus | Heumar, Alt St. Cornelius (Alter Turm) | Lindenthal, Krieler Dömchen (Alt St. Stephan) | Lövenich, St. Severin | Merkenich, St. Brictius | Niederzündorf, St. Michael | Niehl, Alt St. Katharina | Oberzündorf, St. Martin | Rheinkassel, St. Amandus | Rodenkirchen, Alt St. Maternus (Kapellchen) | Westhoven, Nikolaus-Kapelle

Die vier ehemaligen
romanischen Pfarrkirchen

St. Johann Baptist | St. Peter (Kirchturm) | Alt St. Alban, integriert in den Gürzenich | St. Kolumba, integriert in das Kolumba-Museum

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Koordinaten: 50° 53′ 48,8″ N, 7° 0′ 58″ O

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