Niedernstöcken
Niedernstöcken Stadt Neustadt am Rübenberge
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| Höhe: | 27 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 9,09 km²<ref name="Niedernstöcken" /> | |||||
| Einwohner: | 451 (1. Apr. 2024)<ref name="Einwohner2024" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 50 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. März 1974 | |||||
| Postleitzahl: | 31535 | |||||
| Vorwahl: | 05073 | |||||
Lage von Niedernstöcken in Niedersachsen
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Die Ortschaft Niedernstöcken ist ein Stadtteil von Neustadt am Rübenberge in der niedersächsischen Region Hannover.
Geographie
Niedernstöcken liegt ca. 20 km nördlich der Kernstadt von Neustadt am Rande des Aller-Leine-Tals im nördlichsten „Zipfel“ des Neustädter Landes. Einzig die Ortschaft Stöckendrebber liegt noch nördlicher. Im Osten wird der Ort von der Leine begrenzt und die nächste Ortschaft ist Esperke. Über die Regionsgrenze hinaus gelangt man in westlicher Richtung in den Ort Rodewald, welcher selbst bis zur Gebietsreform von 1974 zum Landkreis Neustadt am Rübenberge gehörte. Südlich von Niedernstöcken liegt Mandelsloh.
Geschichte
In der Gegend lebten bereits in der Jungsteinzeit um 5300–5100 v. Chr. Menschen, was durch die 2015 entdeckte linienbandkeramische Siedlung Niedernstöcken belegt ist. Es handelt sich um die erste bekannte Siedlung dieser Kultur in Niedersachsen, die in der norddeutschen Tiefebene liegt.
Am 2. Juli 1033 wurde Stöcken (frühere Bezeichnung der Ortschaft) in einer Schenkungsurkunde Kaiser Konrads an das Martinikloster in Minden unter dem Namen Stocheim erstmals erwähnt.<ref name="Kochheim" /> Vor wahrscheinlich 1200 Jahren haben fränkische Siedler hier eine Niederlassung gegründet und ihre Äcker in den Wald vorgetrieben. Auf eine solche Rodung – vielleicht auf dem Gelände des Hofes eines sächsischen Edelings – deutet der Ortsname, der von den Baumstuken abgeleitet ist, die bei der Rodetätigkeit zurückblieben.
Eingemeindungen
Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen verlor die Gemeinde Niedernstöcken am 1. März 1974 ihre politische Selbständigkeit und wurde ein Stadtteil der Stadt Neustadt am Rübenberge.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />
Einwohnerentwicklung
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¹ Volkszählungsergebnis vom 6. Juni
² Volkszählungsergebnis vom 27. Mai
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Politik
Ortsrat
Der gemeinsame Ortsrat von Mandelsloh, Amedorf, Brase/Dinstorf, Evensen, Lutter, Niedernstöcken, Stöckendrebber und Welze setzt sich aus drei Ratsfrauen und acht Ratsherren zusammen. Im Ortsrat befinden sich zusätzlich 19 beratende Mitglieder.<ref name="Rat" /><ref name="Mandat" />
Sitzverteilung:
(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)
Ortsbürgermeister
Der Ortsbürgermeister ist Günter Hahn (UWG NRÜ). Sein Stellvertreter ist Tillmann Zietz (CDU).<ref name="Rat" /><ref name="Mandat" />
Wappen
Der Entwurf des Kommunalwappens von Niedernstöcken stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der zahlreiche Wappen in der Region Hannover erschaffen hat. Die Genehmigung des Wappens wurde durch den Regierungspräsidenten in Hannover am 29. März 1967 erteilt.<ref name="Wappen" />
| [[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Niedernstöcken]] | Blasonierung: „In Grün ein silberner Wellenbalken, oben ein silberner Stucken, unten ein einfacher, nach rechts gewendeter, goldener Pflugsterz mit silberner Pflugschar und Voreisen.“<ref name="Wappen">Landkreis Hannover (Hrsg.): Wappenbuch des Landkreises Hannover: 100 Jahre Landkreis Hannover. Selbstverlag, Hannover 1985, OCLC 256065728, S. 286–287 (543 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 28. Februar 2022]).</ref> |
| Wappenbegründung: Die Gemeinde liegt unmittelbar am Unterlauf des Leineflusses und ist bis heute eine rein landwirtschaftliche Ansiedlung geblieben. Das Leinetal, früher von großen Eichenwäldern bedeckt, wurde nach und nach durch Rodungen urbar gemacht. Bekannt ist, dass die letzten Eichen um das Jahr 1800 gefällt wurden. Der alte Ortsname Stockem, in Urkunden so erwähnt, deutet auf Waldreichtum und Rodung hin und wurde erst um 1600 in Niedernstöcken umbenannt. In dem Wappen wird die vorerwähnte Lage und Entwicklung des Ortes sowie die Deutung des Ortsnamens zum Ausdruck gebracht. |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Die St.-Gorgonius-Kirche, 1843 erbaut, ist eine klassizistische Hallenkirche. Der Konsistorialbaumeister Ludwig Hellner schuf sie als Saalkirche in dem für ihn charakteristischen Stil. Der Kirchturm aus Raseneisenstein stammt schon von der Vorgängerkirche aus dem 13. Jahrhundert. Im Innern befindet sich hinter einem älteren Gehäuse von 1843 eine fast gänzlich original erhaltene, pneumatische Furtwängler & Hammer - Orgel aus dem Jahr 1912.
Baudenkmäler
Literatur
- Hans Ehlich: Niedernstöcken 1033–1983. Dorf an der Leine. Eigenverlag, Niedernstöcken 1983 (558 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 6. Juli 2020]).
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="Einwohner2024">Einwohner Neustadt a. Rbge. mit Haupt- und Nebenwohnung. (PDF) In: Webseite Stadt Neustadt am Rübenberge. 1. April 2024, abgerufen am 23. Mai 2024. </ref> <ref name="destatis1973">
Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 24, Landkreis Neustadt am Rübenberge (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 6. Juli 2020]).
</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis">
Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Neustadt am Rübenberge. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 5. Januar 2020, archiviert vom Vorlage:Referrer am 8. Juni 2023; abgerufen am 5. Juli 2020.
</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1956">
Vorlage:Gemeindeverzeichnis Deutschland 1956
</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"> </ref> <ref name="Kochheim">
Heinz Kochheim: Kirchen-Klöster-Kapellen im Landkreis Hannover von Helershausen bis Hase. 1991, S. 57.
</ref> <ref name="Mandat">
Mandatsträger der Stadt. In: Ratsinformationssystem der Stadt Neustadt a. Rbge. Abgerufen am 12. November 2017.
</ref> <ref name="Mandelsloh">
Komitee 1000 Jahre Mandelsloh (Hrsg.): Mandelsloh 985–1985. 1985, S. 341.
</ref> <ref name="Neustadt2020"> Einwohner je Ort laut Melderegister. (PDF; 86 kB) In: Webseite Stadt Neustadt am Rübenberge. 31. März 2020, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 20. Mai 2020; abgerufen am 6. Juli 2020.
</ref>
<ref name="Neustadt2023">Einwohner Neustadt a. Rbge. (PDF) In: Webseite Stadt Neustadt am Rübenberge. 1. Januar 2023, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 24. Februar 2023; abgerufen am 24. Februar 2023.</ref> <ref name="Niedernstöcken">
Unsere Ortschaften stellen sich vor – Mandelsloh (mit Niedernstöcken). In: Webseite Stadt Neustadt a. Rbge. 2016, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 11. September 2018; abgerufen am 13. Oktober 2017.
</ref>
<ref name="Rademacher">
Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de
</ref> <ref name="Rat">
Ortsrat Mandelsloh/Niedernstöcken. In: Ratsinformationssystem Stadt Neustadt a. Rbge. Abgerufen am 12. November 2017.
</ref> </references>
Bevensen (mit Büren und Laderholz) | Bordenau | Eilvese | Helstorf (mit Esperke/Warmeloh, Luttmersen und Vesbeck) | Mandelsloh (mit Amedorf, Brase/Dinstorf, Evensen, Lutter, Niedernstöcken, Stöckendrebber und Welze) | Mardorf | Mariensee (mit Empede/Himmelreich und Wulfelade) | Mühlenfelder Land (mit Borstel, Dudensen, Hagen und Nöpke) | Neustadt | Otternhagen (mit Averhoy, Basse, Metel und Scharrel) | Poggenhagen | Schneeren | Suttorf
