Nicolaus-Copernicus-Planetarium
Das Nicolaus-Copernicus-Planetarium in Nürnberg am innerstädtischen Verkehrsknotenpunkt Plärrer ist das einzige Großplanetarium in Bayern. Gemeinsam mit dem Bildungszentrum Nürnberg (Volkshochschule) und der Stadtbibliothek Nürnberg bildet es den Bildungscampus Nürnberg. Im Jahr 2017 wurden 78.000 Besucher,<ref>Rockshows und Klassik-Klänge. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref> im Jahr 2025 noch rund 72.000 Besucher verzeichnet.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Stadt Nürnberg ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref>
Geschichte
Erstes Planetarium
Am 12. Februar 1925 wurde der Kaufvertrag für den ersten Planetariumprojektor in Nürnberg unterschrieben. Der Projektor Zeiss Modell II wurde in der 23-Meter-Kuppel des Planetariums, dessen feierliche Eröffnung am 10. April 1927 stattfand, aufgestellt. Das Planetarium wurde vom Architekten Otto Ernst Schweizer entworfen und befand sich am Rathenauplatz im eingeebneten Stadtgraben nahe dem Wöhrder Tor. Die antisemitische Ideologie der Nationalsozialisten besiegelte das Ende des ersten Nürnberger Planetariums. Es wurde auf Bestreben von Gauleiter Julius Streicher aufgrund seines angeblich „synagogen-ähnlichen“ Baustils abgerissen. Der Projektor überstand den Krieg auseinandergebaut im sogenannten Kunstbunker unter der Kaiserburg. Zur Erinnerung an das erste Planetarium hat die Nürnberger Astronomische Gesellschaft e. V. (seit 2021 umbenannt in Astronomische Gesellschaft in der Metropolregion Nürnberg e. V. (AGN)) am 10. April 2013 an der Umspannanlage der N-ERGIE am Rathenauplatz eine Gedenktafel angebracht.
Wiedereröffnung
Im Jahre 1961 wurde der Projektor in den Zeiss-Werken in Oberkochen renoviert und zu einem Modell III erweitert. Am 11. Dezember 1961 erfolgte die Wiedereröffnung im neuen Kuppelsaal, nun am Plärrer gelegen. Anlässlich des 500. Geburtstages von Nikolaus Kopernikus wurde das Planetarium 1973 in Nicolaus-Copernicus-Planetarium Nürnberg umbenannt. Im Jahre 1977 wurde das Modell III durch ein Zeiss Modell V ersetzt, das sich noch in Betrieb befindet. Das Gebäude wurde 2000 renoviert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. ( vom 25. Februar 2007 im Internet Archive)</ref> Im Jahre 2010 folgte die Ausstattung mit einem digitalen Projektionssystem Definiti 4K System der Firma Sky-Skan inc.<ref>Nürnberger Nachrichten Online, 24. September 2010, 18:03 Uhr.</ref><ref>Nürnberger Nachrichten Online, 3. Oktober 2010, 23:10 Uhr.</ref>
Seit diesem Zeitpunkt wird der Spielplan ständig erweitert und auch nichtastronomische Themen nehmen einen größeren Platz ein. Dies zeigt sich z. B. durch die in Nürnberg selbst erstellte Full-Dome-Show Vom Adler zum Spaceshuttle, die 175 Jahre Mobilität zum Thema hat.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. www.doppelpunkt.de, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref>Nürnberger Nachrichten Online, 4. Oktober 2010, 19:30 Uhr.</ref>
Auch bisher mit klassischer Technik gezeigte Produktionen werden nach und nach auf die Full-Dome-Technik umgestellt. Hier machte Peterchens Mondfahrt den Anfang. Die Realisierung erfolgte im Sommer 2015.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. www.nordbayern.de, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Technik
- Digitale Fulldome-Projektion mit Definiti 4K System der Firma Sky-Skan (2 Sony SXRD 4K Projektoren und DigitalSky 2 in Verbindung mit Digital Universe)
- 5.1 Surround-Sound
- Planetariumsprojektor Zeiss Modell V
- Multivision mit ca. 40 Diaprojektoren und ca. 50 Effektprojektoren, Videoprojektion mit zwei Barco CRT-Projektoren
- Professionelle A/V-Computersteuerung
- Durchmesser der Projektionskuppel: 18 m
- Sitzkapazität: ca. 200 Plätze
Programm
Normalerweise wird jeden ersten Mittwoch im Monat unter dem Titel Der aktuelle Sternenhimmel<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. ( vom 24. Februar 2007 im Internet Archive)</ref> der aktuelle Sternenhimmel über Nürnberg in einem Live-Vortrag ausführlich erläutert. Auch hier wird inzwischen die klassische Planetariumstechnik durch das digitale System ergänzt. Aktuelle Stellungen von Mond und Planeten werden dargestellt und auf bevorstehende Himmelsereignisse hingewiesen. Sternfreunde erhalten Anregungen für die eigene Beobachtung und für den Besuch auf der Sternwarte.
Neben den regulären Planetariumsveranstaltungen bietet das Planetarium Nürnberg ein umfassendes Programm für Schulen. Wissenschaftliche Vorträge und kulturelle Veranstaltungen runden das Angebot ab.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref> In der regelmäßig gezeigten Vorführung Reise durch das Universum<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. ( vom 18. November 2010 im Internet Archive)</ref> wird eine Reise quer durch das Weltall unternommen.
Siehe auch
Literatur
- Richard Woditsch (Hrsg.): Architekturführer Nürnberg. DOM publischeres, Berlin 2021, ISBN 978-3-86922-276-9, S. 90.
Weblinks
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Einzelnachweise
<references />
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Koordinaten: 49° 26′ 52″ N, 11° 3′ 46″ O
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- Seiten mit Skriptfehlern
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- Planetarium in Deutschland
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