Naturschutzgebiet Der Loben
Naturschutzgebiet Der Loben
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Der Loben | ||||||
| Lage | Brandenburg, Deutschland | |||||
| Fläche | 6,7 km² | |||||
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| Natura-2000-ID | {{#property:p3425}} | |||||
| Geographische Lage | 51° 31′ N, 13° 36′ O
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| Einrichtungsdatum | {{#property:p571}} | |||||
Der Loben ist ein Moorgebiet nahe der südbrandenburgischen Gemeinde Hohenleipisch im Landkreis Elbe-Elster. Das Gebiet befindet sich in der einstigen Liebenwerdaer Heide etwa sechzig Kilometer nördlich der sächsischen Landeshauptstadt Dresden im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft.
Es ist eines der letzten großen, noch weitgehend intakten Moore in Südbrandenburg. Etwa 670 Hektar des Lobens stehen unter Naturschutz. Eine Erweiterung auf 1.700 Hektar Schutzfläche ist vorgesehen.
Schutzzweck des Naturschutzgebietes
„Der Schutzzweck besteht in der Erhaltung und Entwicklung der für die Wälder und Heiden der Altpleistozänstandorte des Lausitzer Tieflandes charakteristischen Vegetationseinheiten im Mosaik von Kiefernwäldern, Fichten-Kiefernwäldern, Moorwäldern, bodensauren Laubmischwäldern, zwergstrauchreicher Feuchtheiden, Torfmoorgesellschaften, Kleinseggenriedern, Pfeifengraswiesen und alter Grabungsgewässer.“<ref name="PDF NSG Loben">Naturschutzgebiet Loben (Online als PDF-Datei; 11 kB)</ref>
Geschichte
Die Landschaft des Flachmoors entstand hier während der letzten Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren, als die ablaufenden Schmelzwässer in diesem Gebiet Seen bildeten, die schließlich verlandeten. Die Anlage des Elsterwerda-Gohraer Floßgrabens von 1740 bis 1744 durch Johann Müller, welcher der Holzversorgung im Raum Dresden und Meißen diente, beschleunigte die Verlandung im Loben, in deren Folge unter anderem der südlich bei Döllingen gelegene zur Fischwirtschaft genutzte Döllinger See austrocknete.<ref>Luise Grundmann, Dietrich Hanspach (Verf.): Der Schraden. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Elsterwerda, Lauchhammer, Hirschfeld und Ortrand. Hrsg.: Institut für Länderkunde Leipzig und der Sächsischen Akad. der Wissenschaften zu Leipzig. Böhlau Verlag, Köln, Weimar, Wien 2005, ISBN 3-412-10900-2, S. 137.</ref>
Um 1765 wurde der Loben auch als Lohmlachen und Morast bezeichnet. Sein Name stammt vermutlich vom slawischen Wort lom und bedeutet Waldbruch.
Der Torf, welcher in diesem Gebiet bereits seit mehreren Jahrhunderten abgebaut wird, findet in den medizinischen Einrichtungen von Bad Liebenwerda, etwa in der dortigen Rheumaklinik, bereits seit 1904 Verwendung. Anfänglich wurde er noch mit Pferde-Fuhrwerken transportiert.
Außerdem wurden von hier Kurbetriebe unter anderem in Bad Gottleuba, Bad Schmiedeberg und Bad Düben mit Badetorf versorgt.<ref>Uwe Lewandowski: „Moorlandschaften um Hohenleipisch und ihre Nutzung“ in „Heimatkalender-Für das Land zwischen Elbe und Elster. Nr.54“. Hrsg.: Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde e. V. Bad Liebenwerda. Gräser Verlag Großenhain OHG, Bad Liebenwerda 1999, S. 190–199.</ref>
1981 wurde das Gebiet des Lobens unter Naturschutz gestellt<ref>Liste der Naturschutzgebiete im Land Brandenburg als PDF-Datei. (PDF; 166 kB) Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. März 2013; abgerufen am 1. Juni 2009.</ref> und am 8. Juni 2010 eine 5,60 m hohe Aussichtsplattform eröffnet, von der man weite Teile des Naturschutzgebietes gut überblicken kann.<ref>Antje Posern: „Waldgeist weist Weg zum Lobenturm“ in Lausitzer Rundschau, Regionalausgabe Elsterwerda, 10. Juni 2010</ref>
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Am 29. Mai 2020 brach im Moorgebiet ein Großbrand aus, der sich schnell auf etwa 30 Hektar ausbreitete<ref>Waldbrand im Moorgebiet "Loben" auf 30 Hektar ausgebreitet. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. Juni 2020; abgerufen am 29. Mai 2020.</ref> und sich am darauffolgenden Tag auf 100 Hektar vergrößerte.<ref name=":0">Großeinsatz der Feuerwehren: Lage bei Großbrand im Moorgebiet „Loben“ entspannt sich. In: Nordkurier. 30. Mai 2020, abgerufen am 30. Mai 2020.</ref> Da das Gebiet in weiten Teilen weder für schwere Löschtechnik noch für Feuerwehrleute zu Fuß zugänglich ist, gestalteten sich die Löscharbeiten des Moorbrandes nach Angaben der zuständigen Einsatzleitstelle sehr schwierig. Die Feuerwehr, die mit etwa 170<ref name=":0" /> Einsatzkräften vor Ort war, prognostizierte einen Einsatz über mehrere Wochen, auch deshalb, weil der torfige Boden eine schnelle Brandausbreitung unter der Erde begünstigt.
Flora
Im Moorgebiet ansässige Pflanzen sind unter anderem Keulenbärlapp, Königsfarn, Einblütiges Moosauge, Natternzunge sowie die Glockenheide. Außerdem kommen hier die Gemeine Moosbeere, der Lungenenzian, der Sonnentau und die Sumpfporst vor. Autochthone Vorkommen gibt es von der Gemeinen Fichte in Begleitung mit der Langblättrigen Sternmiere.
Weitere typische Vegetationseinheiten im Gebiet sind Kiefern-Fichtenwald und Birken-Stieleichenwald.<ref name="PDF NSG Loben" />
Fauna
Der Loben ist Lebensraum für Laubfrosch, Kreuzotter und Schlingnatter. Er hat eine wichtige Bedeutung als Brut-, Schlaf- und Sammelplatz des Kranichs.
Weitere erwähnenswerte Brutvogelarten im Gebiet sind Sperber, Baumfalke, Rotmilan, Schwarzmilan, Wasserralle, Waldschnepfe, Bekassine, Ziegenmelker, Ortolan sowie der Raufußkauz. Weiterhin kommen hier Rotwild, Fischotter, Mauswiesel und Baummarder vor.<ref name="PDF NSG Loben" />
Weblinks
- Naturschutzgebiete im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
- Der Loben bei natur-brandenburg.de
Fußnoten und Einzelnachweise
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Vorlage:Klappleiste/Anfang Alte Röder bei Prieschka | Buchwald | Kleine Wiesen | Der Loben | Forsthaus Prösa | Hohenleipisch | Hohe Warte | Grünhaus | Schadewitz | Seewald | Suden | Welkteich Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang
Alte Elster und Rieke • Alte Röder bei Prieschka • Bergbaufolgelandschaft Grünhaus • Buchwald • Der Loben • Drehnaer Weinberg und Stiebsdorfer See • Forsthaus Prösa • Friedersdorfer Tiergarten • Gahroer Buchheide • Gohrische Heide • Hohenleipisch • Hohe Warte • Hölle • Kleine Röder • Kleine Wiesen – An den Horsten bei Kahla • Lauschika • Lehmannsteich • Lönnewitzer Heide • Lugkteichgebiet • Oelsiger Luch • Schadewitz • Schadewitzer Feuchtbiotop • Schweinert • Suden bei Gorden • Tanneberger Sumpf - Gröbitzer Busch • Untere Pulsnitzniederung
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang
Alteno-Radden • Bergbaufolgelandschaft Grünhaus • Calauer Schweiz • Der Loben • Erikasee bei Großkoschen • Innerer Oberspreewald • Insel im Senftenberger See • Mloder Teichgebiet • Peickwitzer Teiche und Schwarzbacher Heide • Pulsnitz • Reptener Teiche • Rohatsch zwischen Guteborn und Hohenbocka • Schlabendorfer Bergbaufolgelandschaft – Lichtenauer See • Schwarzwasser bei Lipsa • Seeser Bergbaufolgelandschaft • Seewald • Sorgenteich • Sorno-Rosendorfer-Buchten • Stöbritzer See • Sukzessionslandschaft Nebendorf • Tannenbusch und Teichlandschaft Groß Mehßow • Teichlandschaft Buchwäldchen-Muckwar • Tornower Niederung • Weißer Berg bei Bahnsdorf • Welkteich • Westmarkscheide - Mariensumpf • Wuppen
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- Schutzgebiet der IUCN-Kategorie IV
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- Naturschutzgebiet im Landkreis Elbe-Elster
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- Naturschutzgebiet im Landkreis Oberspreewald-Lausitz
- Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa
- Schutzgebietsgründung 1981