Nadine Schön
Nadine Schön (* 5. Juni 1983 in Lebach als Nadine Müller) ist eine deutsche Politikerin (CDU). Sie war von 2009 bis 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages und ab 2014 stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Leben und Beruf
Nach dem Abitur 2002 am Arnold-Janssen-Gymnasium St. Wendel studierte Nadine Müller Rechtswissenschaften an den Universitäten in Heidelberg und Saarbrücken.<ref name=":0">Deutscher Bundestag: Nadine Schön, CDU. Abgerufen am 2. Januar 2025.</ref> 2006 schloss sie ihr Studium mit der ersten juristischen Prüfung als Diplom-Juristin ab. Studienbegleitend machte sie 2002 bis 2008 eine journalistische Ausbildung im Rahmen eines Stipendiums der Konrad-Adenauer-Stiftung. Seit ihrer Heirat am 31. Juli 2010 heißt sie Nadine Schön.<ref>Nadine Müller heißt jetzt Schön. Saarbrücker Zeitung, 2. August 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. Oktober 2013; abgerufen am 24. September 2013.</ref>
Partei
Nadine Schön ist Mitglied der Jungen Union, der Frauen-Union und der CDU.<ref name=":0" /> Bei der Jungen Union waren soziale Themen ihr Schwerpunkt. Kurz nach ihrem Einzug in den Bundestag (nach der Bundestagswahl 2009) wurde sie in der CDU/CSU-Fraktion zur stellvertretenden Vorsitzenden der Gruppe der Frauen gewählt.<ref>Nadine Schön. In: CDU Saar. Abgerufen am 6. Januar 2025.</ref>
Abgeordnete
Sie zog nach der Landtagswahl im Saarland 2004 am 5. September 2004 in den Landtag des Saarlandes ein<ref name=":0" /> und war eine der 51 Abgeordneten des 13. Landtages. Das Saarland wurde zu dieser Zeit von einer CDU-Alleinregierung (Kabinett Müller II unter Peter Müller) regiert.
Sie war in den Landtagsausschüssen Wirtschaft und Wissenschaft, Innen und Sport, Verfassung und Recht sowie Europa tätig. Außerdem war sie hochschul- und wissenschaftspolitische Sprecherin.
Nadine Schön war Abgeordnete im
- 17. Deutschen Bundestag (2009–2013)
- 18. Deutschen Bundestag (2013–2017)
- 19. Deutschen Bundestag (2017–2021)
- 20. Deutschen Bundestag (2021–2025)
Sie wurde 2009 erstmals über ein Direktmandat des Bundestagswahlkreises St. Wendel in den Deutschen Bundestag gewählt. 2013 und 2017 wurde sie erneut direkt in den Deutschen Bundestag gewählt.<ref>Unions-Spitzenposten: Mißfelder und Spahn gehen leer aus. spiegel online, 19. Dezember 2013, abgerufen am 19. Dezember 2013.</ref>
Im 19. Deutschen Bundestag war sie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (seit 2009), Ausschuss Digitale Agenda (seit 2013),<ref name=":0" /> Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung,<ref>Deutscher Bundestag - Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Abgerufen am 2. Januar 2025.</ref> und der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz – gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche soziale und ökologische Potenziale“.<ref>Deutscher Bundestag - Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“. Abgerufen am 2. Januar 2025.</ref> Seit dem 13. Januar 2014 gehört sie dem geschäftsführenden Fraktionsvorstand der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag an. Sie ist eine von mehreren Vize-Fraktionsvorsitzenden und zuständig für die Themen „Digitales“ und „Bildung und Forschung“.<ref>https://www.nadine-schoen.de/#1472071954272-6e373410-7292</ref>
Ab dem Sommer 2012 setzte sich Schön zusammen mit zwölf weiteren Unions-Bundestagsabgeordneten öffentlich für die einkommenssteuerliche Gleichstellung von Eingetragenen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften mit der Ehe ein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein., Westfälische Nachrichten vom 9. August 2012.</ref>
Bei der Bundestagswahl 2021 verlor Schön ihren Wahlkreis an Christian Petry (SPD); aufgrund ihres Platzes auf der Landesliste zog sie zunächst nicht in den 20. Deutschen Bundestag ein. Sie erklärte daraufhin, auch bei der Landtagswahl am 27. März 2022 im Saarland kein Mandat anzustreben und sich aus der aktiven Politik zurückzuziehen.<ref>„Politik ist nicht alles“ – CDU-Abgeordnete Nadine Schön zieht sich aus der Politik zurück, Saarbrücker Zeitung, abgerufen am 1. Oktober 2021</ref> Durch den Verzicht der über die CDU-Landesliste gewählten Bundesminister Annegret Kramp-Karrenbauer und Peter Altmaier auf ihre Abgeordnetenmandate zog Schön als Nachrückerin gemeinsam mit Markus Uhl doch in den 20. Bundestag ein.<ref>Kramp-Karrenbauer und Altmaier verzichten auf Bundestagsmandate. In: t-online.de. 9. Oktober 2021, abgerufen am 9. Oktober 2021.</ref><ref>FAZ.net vom 9. Oktober 2021: Zwei aus dem Saarland lassen Taten sprechen</ref>
Bei der Bundestagswahl 2025 kandidierte Schön gemäß ihrer entsprechenden Ankündigung aus dem Juli 2024 nicht erneut.<ref>CDU-Abgeordnete Schön zieht sich 2025 aus der Bundespolitik zurück. In: SR.de. 8. Juli 2024, abgerufen am 8. Juli 2024.</ref>
Gesellschaftliche Ämter
Nadine Schön ist Vorsitzende der 2006 gegründeten Initiative Sicherer Landkreis St. Wendel e. V., die sich um Fragen der Sauberkeit und Sicherheit des Kreises kümmert.<ref>Initiative Sicherer Landkreis legt Rechenschaftsbericht vor, auf saarbruecker-zeitung.de, abgerufen am 20. Dezember 2020</ref>
Sie ist auch seit 2006 stellvertretende Vorsitzende des Jochen-Rausch-Zentrum St. Wendel e. V., einer christlichen Initiative, die Entwicklungshilfearbeit in Indien genauso fördert wie ein lokales Präventionsprogramm mit jugendlicher Zielgruppe.<ref>Nadine Schön – für Sie im Bundestag, auf cduhasborn.de, abgerufen am 20. Dezember 2020</ref>
Schön ist außerdem Kuratoriumsmitglied der Stefan-Morsch-Stiftung. Sie unterstützt die Stiftung bei ihrer Arbeit im Kampf gegen Leukämie.<ref>Team. Abgerufen am 20. Dezember 2020., auf stefan-morsch-stiftung.com</ref>
Im September 2025 übernahm sie zusammen mit dem Bildungsforscher Olaf Köller den Vorsitz der Kommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ des Bundesbildungsministeriums.<ref>Janek Böffel: Nach Ausscheiden aus dem Bundestag: Neue Aufgabe für CDU-Politikerin Schön. In: Saarbrücker Zeitung. 4. September 2025, abgerufen am 4. Februar 2026.</ref>
Veröffentlichungen
- mit Thomas Heilmann: NEUSTAAT: Politik und Staat müssen sich ändern. 64 Abgeordnete & Experten fangen bei sich selbst an – mit 103 Vorschlägen. FinanzBuch Verlag, München 2020, ISBN 3-95972-376-8.
Weblinks
- Website von Nadine Schön
- Biografie beim Deutschen Bundestag
- Lebenslauf bei der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
- Nadine Schön auf abgeordnetenwatch.de
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schön, Nadine |
| ALTERNATIVNAMEN | Müller, Nadine (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikerin (CDU), MdL, MdB |
| GEBURTSDATUM | 5. Juni 1983 |
| GEBURTSORT | Lebach |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Deutscher
- Bundestagsabgeordneter (Saarland)
- Landtagsabgeordneter (Saarland)
- Person (Lebach)
- CDU-Mitglied
- Geboren 1983
- Frau
- Politiker (21. Jahrhundert)
- Person (Konrad-Adenauer-Stiftung)