Müncherlbach
Müncherlbach Stadt Heilsbronn
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(256)&title=M%C3%BCncherlbach 49° 21′ N, 10° 51′ O
{{#coordinates:49,351944444444|10,846388888889|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Müncherlbach | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 376 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 4,88 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 256 (31. Dez. 2020)<ref name="Heilsbronn">Stadt > Stadtprotrait > Zahlen & Fakten. In: heilsbronn.de. Abgerufen am 15. Mai 2023.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 52 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 91560 | |||||
| Vorwahl: | 09872 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Müncherlbach (fränkisch: Erlba<ref name="Fechter">E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 135.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Heilsbronn im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Müncherlbach hat eine Fläche von 4,879 km². Die Gemarkung ist in 403 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 12.106,47 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Müncherlbach (093191). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 17. September 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Durch das Dorf fließt der Erlbach, der ein linker Zufluss der Schwabach ist. Der Ort ist von den Fluren Im Flecken und Winterleite (südlich), Herbstwiesenfeld (nördlich), Tollbuck (nordöstlich), Hundsgraben und Rohrer Grund (südöstlich) umgeben. 1,5 km nordwestlich des Ortes entlang der Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim befindet sich eine der größten Photovoltaikanlagen des Landkreises Ansbach.
Der Ort liegt an der B 14 zwischen Heilsbronn (4 km südwestlich) und Buchschwabach (3 km nordöstlich). Die Staatsstraße 2239 verläuft nach Rohr (3,5 km südöstlich). Die Kreisstraße FÜ 22/Kreisstraße AN 25 verläuft nach Raitersaich (1,9 km nördlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Gottmannsdorf (1,8 km nordwestlich) und nach Göddeldorf zur Kreisstraße AN 29 (1,7 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort als „Erelbach“ im Jahr 1300. Der Ortsname leitet sich vom gleichlautenden Gewässernamen ab, dessen Bestimmungswort die Erle ist. Die meisten Höfe gehörten zu dieser Zeit dem Kloster Heilsbronn, weswegen der Ort zur besseren Unterscheidung von Orten gleichen Namens den Zusatz „monachorum“ (1505) bzw. „Münch-“ (ab 1568 bezeugt) erhielt.<ref name="Fechter" />
Im 16-Punkte-Bericht des Klosteramts Heilsbronn aus dem Jahr 1608 wurden für Müncherlbach nur die 3 Mannschaften verzeichnet, die das Kastenamt Bonnhof als Grundherrn hatten (3 Bauern). Die Mannschaften anderer Grundherren wurden nicht aufgelistet. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 43/2, 11. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 738.</ref> Im Dreißigjährigen Krieg gingen die meisten Anwesen in Flammen auf.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 239.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Müncherlbach 19 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Bonnhof, wurde aber vom Spitalamt Nürnberg strittig gemacht. Grundherren waren das Kastenamt Bonnhof (5 Anwesen), das Fürstentum Ansbach (Kastenamt Cadolzburg: 1 Hof, 2 Häuser; Kastenamt Schwabach: 2 Höfe, 2 Halbhöfe), Nürnberger Eigenherrn (von Holzschuher: 1 Hof, von Stromer: 1 Hof, von Haller: 1 Hof) und die Reichsstadt Nürnberg (Spitalamt Heilig Geist: 2 Höfe, 1 Gut; Landesalmosenamt: 1 Hof).<ref name="HistAtlasFI4">Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 141 f. (Digitalisat).</ref> Es gab zu dieser Zeit 17 Untertansfamilien, von denen 6 ansbachisch waren.<ref>Johann Bernhard Fischer: Müncherlbach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 77 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 679.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg.<ref name="J1002"/>
Im Jahre 1806 kam Müncherlbach an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Müncherlbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Weißenbronn und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Weißenbronn zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Müncherlbach.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 44 (Digitalisat).</ref> Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Heilsbronn zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Windsbach. Von 1862 bis 1879 gehörte Müncherlbach zum Bezirksamt Heilsbronn, ab 1880 zum Bezirksamt Ansbach (1939 in Landkreis Ansbach umbenannt) und zum Rentamt Heilsbronn (1919–1929: Finanzamt Heilsbronn, seit 1929: Finanzamt Ansbach). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Heilsbronn (1879 in Amtsgericht Heilsbronn umbenannt), seit 1956 ist das Amtsgericht Ansbach zuständig.<ref name="J1002">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1002.</ref> Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,876 km².<ref name="OV 1961" /> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Müncherlbach am 1. Januar 1972 nach Heilsbronn eingemeindet.<ref> </ref><ref>Heilsbronn > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. Juli 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Haus Nr. 1 (Gastwirtschaft zum goldenen Hirschen): zweigeschossiger Bau, bezeichnet „1753“, mit zweigeschossigem Giebel und Satteldach sowie geohrtem Portalrahmen; Anbau bezeichnet 1808<ref>G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 128. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Haus Nr. 9: dazugehörige Scheune<ref>Denkmalliste für Heilsbronn (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung
Religion
Müncherlbach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Emmeram (Rohr) gepfarrt.<ref name="HistAtlasFI4"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 12. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Müncherlbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 679 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 135–136.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 128.
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 141 f. (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 162 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
- Konrad Rosenhauer u. a. (Hrsg.): Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf 1964, DNB 450093387, OCLC 17146040, S. 175.
Weblinks
- Stadt > Stadtprotrait > Ortsteile > Müncherlbach. In: heilsbronn.de. Abgerufen am 15. Mai 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Müncherlbach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Müncherlbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Betzendorf |
Betzmannsdorf |
Böllingsdorf |
Bonnhof |
Bürglein |
Butzenhof |
Göddeldorf |
Gottmannsdorf |
Höfstetten |
Ketteldorf |
Markttriebendorf |
Müncherlbach |
Neuhöflein |
Seitendorf |
Trachenhöfstatt |
Triebendorf |
Weißenbronn |
Weiterndorf
Sonstiger Wohnplatz: Berghof
Wüstungen: Schönbühl | Ziegelhütte