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Münchehofe

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:Wappen Muenchehofe.png
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 9′ N, 13° 50′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|12061344}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 9′ N, 13° 50′ O
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Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Amt: Schenkenländchen
Höhe: 45 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|12061344}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 15748
Vorwahl: 033760
Kfz-Kennzeichen: LDS, KW, LC, LN
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 344
Gemeindegliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der Amtsverwaltung: Markt 9
15755 Teupitz
Website: www.muenchehofe.info
Bürgermeister: Ralf Irmscher
Lage der Gemeinde Münchehofe im Landkreis Dahme-Spreewald
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Bild:Münchehofe in LDS.png|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte

poly 197 227 199 224 196 219 195 205 191 202 183 206 173 210 174 221 Alt Zauche-Wußwerk poly 110 222 120 219 128 210 126 201 113 193 108 185 100 191 103 204 107 203 114 201 116 205 Bersteland poly 78 91 71 77 75 64 81 72 94 66 94 82 93 88 93 90 Bestensee poly 225 237 237 229 239 218 236 204 223 203 221 213 212 222 206 232 Byhleguhre-Byhlen poly 61 222 58 212 50 211 51 205 68 198 72 202 77 219 Drahnsdorf poly 76 19 86 18 80 13 71 14 Eichwalde poly 81 208 78 207 73 199 50 193 45 193 65 180 83 169 93 190 104 199 Golßen poly 85 122 90 116 82 109 68 110 69 105 69 95 86 91 96 96 104 94 117 99 116 119 110 125 104 116 98 130 Groß Köris poly 99 166 89 153 85 155 83 146 77 144 80 132 81 131 87 120 99 125 103 122 103 139 121 145 118 163 108 168 Halbe poly 101 288 107 275 115 266 112 259 105 257 105 246 89 252 89 238 65 248 65 240 71 240 71 227 61 222 57 242 57 250 63 260 47 269 58 285 89 286 95 296 Heideblick poly 122 100 103 92 99 98 91 92 100 81 90 65 102 59 112 52 110 40 138 43 134 53 140 66 133 75 137 79 139 93 131 94 Heidesee poly 276 183 276 169 289 168 296 163 290 159 281 159 281 149 265 141 268 157 265 163 258 159 256 176 Jamlitz poly 110 214 113 207 114 200 105 205 92 203 81 210 74 212 74 220 Kasel-Golzig poly 84 68 102 59 107 56 110 39 116 28 105 18 108 12 100 8 94 26 83 32 83 47 78 47 69 42 63 54 73 56 Königs Wusterhausen poly 135 185 140 163 143 161 144 154 135 150 120 153 117 159 104 168 106 174 122 172 Krausnick-Groß Wasserburg poly 262 201 259 185 252 190 241 174 233 171 235 161 242 159 251 154 264 141 268 153 262 162 259 157 254 179 264 176 277 186 284 203 Lieberose poly 173 220 181 205 171 201 165 189 159 189 140 185 130 183 124 193 127 210 139 227 162 220 Lübben poly 137 288 144 276 132 275 132 266 139 242 136 238 142 226 131 211 117 221 109 221 109 216 98 215 67 222 75 239 65 239 66 246 84 238 92 247 106 245 110 259 117 270 107 277 119 289 Luckau poly 132 138 118 115 114 120 107 117 105 141 121 145 124 153 141 147 Märkisch Buchholz poly 172 197 165 187 161 185 162 157 157 148 149 141 151 134 160 122 163 117 178 125 201 130 216 147 206 159 206 172 208 180 204 182 203 195 194 189 179 185 Märkische Heide poly 59 116 66 115 72 104 69 98 77 91 71 71 75 65 80 65 76 56 64 51 68 42 51 45 56 37 44 29 38 52 44 48 40 53 52 57 36 64 38 74 56 77 66 83 67 92 61 93 Mittenwalde poly 137 143 142 137 147 128 137 122 143 116 142 103 148 103 148 99 134 93 123 98 117 103 119 120 Münchehofe poly 197 226 207 209 213 204 202 191 180 186 167 199 176 206 188 202 198 206 Neu Zauche poly 88 180 81 168 83 157 86 155 103 165 109 173 95 172 Rietzneuendorf-Staakow poly 156 186 159 165 163 155 149 164 139 163 137 173 137 184 Schlepzig poly 67 43 62 29 74 12 56 11 49 6 33 8 37 0 28 3 26 21 39 30 Schönefeld poly 124 196 124 190 132 182 121 171 93 180 84 186 98 197 99 184 107 185 115 197 Schönwald poly 68 33 74 27 74 22 78 15 75 11 64 16 59 30 Schulzendorf poly 83 125 90 113 86 108 68 107 67 113 Schwerin poly 238 214 261 206 267 203 260 188 250 190 239 174 231 168 244 160 232 154 226 146 214 149 214 141 206 156 205 175 211 183 Schwielochsee poly 224 206 209 205 206 196 201 190 203 183 210 181 220 193 229 203 Spreewaldheide poly 48 207 37 207 22 205 24 198 24 186 42 192 60 195 65 198 Steinreich poly 209 229 212 220 222 207 212 207 197 227 Straupitz (Spreewald) poly 77 143 82 130 84 122 72 112 60 114 58 134 Teupitz poly 147 167 163 154 162 145 148 141 154 134 162 120 145 125 142 137 136 151 Unterspreewald poly 82 45 85 42 83 35 72 36 68 43 Wildau poly 82 35 84 28 85 15 73 23 75 31 58 33 68 41 Zeuthen poly 195 99 196 0 297 0 297 97 297 99 Brandenburg

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Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Münchehofe ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))<ref>Kemjel. Sorbisches Institut, abgerufen am 26. Februar 2026.</ref> ist eine Gemeinde am östlichen Rand des Landkreises Dahme-Spreewald in Brandenburg. Sie wird vom Amt Schenkenländchen verwaltet.

Geografie

Datei:Hermsdorfer Schleuse01.jpg
Schleuse Prieros Hermsdorfer Mühle an der Dahme bei Münchehofe

Die Gemeinde liegt an der Grenze zum Landkreis Oder-Spree, etwa 25 Kilometer nördlich der Kreisstadt Lübben (Spreewald) und etwa 20 Kilometer südöstlich von Königs Wusterhausen.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Münchehofe besteht aus dem Hauptort Münchehofe sowie den bewohnten Gemeindeteilen Birkholz, Hermsdorf, Hermsdorf Mühle und Klein Wasserburg.<ref>Münchehofe | Service Brandenburg. Abgerufen am 1. Mai 2024.</ref>

Datei:Birkholz-Sammlung Duncker (5417966).jpg
Rittergut Birkholz um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Birkholz und Hermsdorf waren am 1. April 1974 in Münchehofe eingegliedert worden.<ref>Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald. S. 41</ref>

Geschichte

Frühzeit

Das Gebiet um den heutigen Ort Münchehofe war zur Zeit der Germanen von einigen Sueben bevölkert, wie einige wenige Funde aus einem ehemaligen Jagdlager dieses Stammes anzeigen. Erste Siedlungsspuren fand man – wie in der gesamten Region – von Wenden und Sorben, d. h. von slawischen Volksstämmen, die Ackerbau und Viehzucht betrieben. Sie lebten über mehrere Jahrhunderte mit den verbliebenen Germanen friedlich im selben Siedlungsgebiet. Durch Gebietserweiterungen kam es jedoch ab dem 9. bis in das 12. Jahrhundert zu vermehrten kriegerischen Auseinandersetzungen. Deutsche Feudalherren eroberten das Gebiet und siedelten Handwerker und Kaufleute aus ihren Heimatregionen westlich der Elbe an. Vermutet wird, dass es so zur Gründung des Dorfs Münchehofe kam.<ref name="Chronik">Münchehofe ein kurzer Abriss der Geschichte unseres Dorfes, seit Anno 1346. (PDF) Abgerufen am 5. Juli 2019.</ref>

14. bis 17. Jahrhundert

Eine der ersten urkundlichen Erwähnungen des Ortes findet sich in den Meißner Bistumsmatrikeln von 1346. Zisterzienser aus dem Kloster Dobrilugk im heutigen Doberlug-Kirchhain nutzten das Gebiet als Gutshof und betrieben dort Landwirtschaft und Fischzucht. Sie waren es vermutlich auch, die den Grundstock für den Bau der Kirche legten. In dieser Zeit wurde in dem Ort erstmals eine Familie von Langen erwähnt: 1328 kaufte Günther von Langen einige Ländereien in der Gegend. In einer weiteren Urkunde aus dem Jahr 1462 wird die Siedlung „Monchhoffe“ genannt und spielt damit auf den klösterlichen Ursprung an. Aus dem Jahr 1464 ist bekannt, dass die Familie die Rechte an Münchehofe erwarb. Diese gingen 1507 an die Gebrüder Nickel und Georg von Langen über. 1518 ist im Erbregister von Storkow erstmals ein „Möller zu Mönchofe“ erwähnt. Man kann daher davon ausgehen, dass bereits zu dieser Zeit Getreide in der Gemeinde gemahlen wurde. Weitere Erwähnungen finden sich in den Jahren 1600, 1692 und 1695. Danach betrieben die Bewohner Ackerbau, Schafzucht und gewannen Brennholz. In geringem Umfang wurde auch Weinanbau betrieben. 1575 werden 11 Bauern und 15 Kossäten erwähnt. Im Jahr 1518 ist ein weiterer Bewohner der Familie von Langen, Georg von Langen überliefert; 1599 ein Nickel von Langen. Von ihm ist heute noch ein Epitaph an der Münchehofer Dorfkirche erhalten. Aufgrund ihres aufwendigen Lebensstils konnte die Familie das Gut jedoch nicht halten und musste es 1692 an Ulrich Gottfried von Woltersdorf abtreten. Dieser verkaufte Münchehofe 1698 an Georg Rudolf Freiherr von Schwinitz, den Domherrn zu Magdeburg, der es wiederum an einen Herrn von Walther und Croneck veräußerte.

Direkte Einwirkungen aus dem Dreißigjährigen Krieg sind für Münchehofe nicht bekannt, doch hatte die Gemeinde mit den Auswirkungen der Pest in den Jahren 1626, 1631, 1637 und 1643 zu kämpfen.

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstand das zweigeschossige Herrenhaus, das heute noch erhalten ist. Als Eigentümer ist Hartwig von Platen im Jahr 1716 überliefert.<ref>Brandenburgische Genealogische Gesellschaft „Roter Adler“ e. V. (Hrsg.): Brandenburgisches Genealogisches Jahrbuch 2008. Potsdam 2008, S. 25–29 (bggroteradler.de [PDF; abgerufen am 17. April 2025]). ISBN 978-3-9811997-2-7</ref> Der Kammergerichtsrat erweiterte den Ziegelbau 1723 um zwei Seitenflügel, die als Wirtschaftsgebäude genutzt wurden. Weitere Umbauten wurden im 19. Jahrhundert vorgenommen, so eine spätgotische Kapelle mit einem zweijochigen Sterngewölbe.

18. bis 19. Jahrhundert

Im Jahr 1701 gelangte Münchehofe in den Besitz von Heinrich Wilhelm von Goertz, einem Oberst eines schwedischen Dragonerregiments. Er überschrieb es an Friedrich Kühlwein zur Leibgedinge, um dessen Tochter Johanna Auguste nach der Eheschließung abzusichern. Nach und nach erwarb er weitere Ländereien wie etwa das benachbarte Hermsdorf sowie von der Familie Langen die Ortschaft Birkholz. Mit der Erweiterung der Gemeinde ging auch der Ausbau der Kirche im Jahr 1707 einher. In dieser Zeit entstand auch die erste Dorfschule, die sich im Haus des Küfers Robert Becker befunden haben soll. Von Goertz fehlten für den Kauf zwar die erforderlichen finanziellen Mittel, doch hoffte er, diese in den anstehenden Feldzügen zu erbeuten. Er bat daher den preußischen Hof um einen Kredit für den Kauf der Ländereien. Überliefert ist, dass von Goertz mit großer Härte gegen die Bevölkerung vorging. Er wurde daher vom Schwedenkönig Karl XII. verhaftet und starb durch Gewalteinwirkung bei der anschließenden Vernehmung durch den König.<ref name="Chronik" /> Der „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. übernahm aufgrund der offenen Schuldverschreibung Münchehofe. So gelangte die Gemeinde in den Besitz des preußischen Staates. Bei Ausgrabungen in der Kirche wurden 1988 unter anderem auch einige Gebeine gefunden, die man dem Oberst von Goertz zurechnet. Ein Gedenkstein erinnert heute auf dem Friedhof an ihn. In den darauf folgenden Jahrzehnten arbeiteten in dem Gut bis 1945 Pächter, die Abgaben an den preußischen Staat zahlten.

1745 ist eine Ziegelscheune nachgewiesen. In den Jahren 1745 und 1755 ist eine Windmühle auf dem Mühlenberg erwähnt. In dieser Zeit stürzte der Kirchturm ein und musste abgetragen werden. Zum Ende des 18. Jahrhunderts führte man die Destillation ein.

Während der Schlesischen Kriege kam die Gemeinde unter sächsische Herrschaft. Sowohl der Erste Schlesische Krieg als auch der Siebenjährige Krieg belasteten den Ort schwer: Es kam zu Belagerungen und Plünderungen durch österreichische und russische Truppen, die erst mit dem Frieden von Hubertusburg im Jahr 1763 beendet wurden. Weitere Opfer musste die Gemeinde in den Befreiungskriegen hinnehmen, in denen 11 Soldaten aus dem Kirchspiel starben. Im Deutsch-Französischen Krieg fielen weitere drei Soldaten der Gemeinde.

20. Jahrhundert bis zur Gegenwart

1911 entstand ein Neubau des Schulgebäudes, welches 1913 eingeweiht wurde. Der Erste Weltkrieg brachte zunächst nur wenige Beeinträchtigungen für die Gemeinde. Mit der Ausweitung der Kampfhandlungen war aber auch Münchehofe zunehmend betroffen; insgesamt fielen 21 Soldaten der Gemeinde. Ein 1998 aufgestelltes Denkmal erinnert an die Opfer dieses Krieges. 1926 erhielt die Kirche eine neue Glocke. 1927 entstand ein Neubau des Feuerwehrhauses an der Schweriner Straße. Zwei Jahre später gründete sich die Freiwillige Feuerwehr unter der Leitung des Kreisbrandmeisters Weber.<ref name="Chronik" /> Das Ehrenmal dokumentiert die Namen von 30 Gefallenen im Zweiten Weltkrieg.

Siehe auch Kessel von Halbe

Nach dem Ende des Krieges siedelten Flüchtlinge im Gemeindegebiet, was zu einer Erweiterung der Gemeinde führte. Auf Anordnung des sowjetischen Kommandanten produzierte man bis 1953 erneut Kartoffelschnaps. Pro Quartal sollten bis zu 500 hl hergestellt werden. 1948 wurde der Schulbetrieb wieder aufgenommen. Zwei Jahre später wurde der Kindergarten im nunmehr nicht mehr genutzten Herrenhaus eingerichtet. Im Jahr 1968 wurde die Kirche grundlegend renoviert, dabei baute man auch einen elektrischen Antrieb für den Blasebalg der Orgel ein. Ein Jahr später wurden die Dorfschulen geschlossen.

Im Jahr 1974 wurden die Gemeinden Birkholz und Hermsdorf nach Münchehofe eingemeindet. 1974 wurde die Sportgemeinschaft Münchehofe gegründet und fünf Jahre später der Dorfclub Münchehofe. Die Dorfbibliothek entstand im Jahr 1981. Diese wurde im Jahr 1990 von einer Fahrbibliothek des Landkreises ersetzt. Eine Ortsgruppe des Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter wurde im Jahr 1984 gegründet. Ein Jahr später wurde mit dem Bau eines Jugendclubs begonnen, der 1986 eingeweiht wurde. Vom 23. bis 25. August 1996 beging die Gemeinde ihre 650-Jahr-Feier. Anlässlich der 660-Jahr-Feier entstand eine umfangreiche Chronik der Gemeinde.<ref name="Chronik" />

Verwaltungsgeschichte

Münchehofe gehörte seit 1836 zum Kreis Beeskow-Storkow in der Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Königs Wusterhausen im DDR-Bezirk Potsdam. Seit 1993 liegt die Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1875 477
1890 424
1910 414
1925 407
1933 371
1939 350
Jahr Einwohner
1946 516
1950 510
1964 382
1971 374
1981 655
1985 622
Jahr Einwohner
1990 582
1995 569
2000 576
2005 535
2010 492
2015 469
Jahr Einwohner
2020 476
2021 478
2022 428
2023 429
2024 428

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)<ref>Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald, S. 26–30</ref><ref>Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7</ref><ref>Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)</ref>, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Die Zunahme der Bevölkerungszahl zwischen 1971 und 1981 ist auf die Eingemeindung von Birkholz und Hermsdorf im Jahr 1974 zurückzuführen.

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung von Münchehofe besteht aus acht Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Ergebnis:<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024</ref>

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil Sitze
Kultur- und Heimatverein Münchehofe 42,8 % 3
Feuerwehrverein Birkholz 25,0 % 2
Freiwillige Feuerwehr Hermsdorf 20,0 % 2
SPD 12,2 % 1

Bürgermeister

Irmscher wurde in der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 mit 60,9 % der gültigen Stimmen direkt für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren<ref>Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)</ref> wiedergewählt.<ref>Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024</ref>

Wappen

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Münchehofe]] Blasonierung: „In Grün ein spitzgiebeliger, oben mit einem Kreuz besteckter silberner Glockenturm, darin über einer Dreipassrosette eine rundbogige Öffnung mit einer goldene Glocke am schwarzen Glockenstuhl; oben rechts beseitet von einem goldenen Birkenblatt und links von einem goldenen Mühlrad.“<ref name="Wappen">Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg</ref>

Das Wappen wurde vom Heraldiker Frank Diemar gestaltet und am 19. Februar 1999 genehmigt.

Gemeindepartnerschaft

Partnerort von Münchehofe ist Münchehof am Harz in Niedersachsen.

Sehenswürdigkeiten

Datei:Münchehofe Dorfkirche.jpg
Münchehofer Dorfkirche

In der Liste der Baudenkmale in Münchehofe und in der Liste der Bodendenkmale in Münchehofe stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale.

  • Kirche Münchehofe, ihr exaktes Baujahr ist nicht überliefert. Vermutet wird, dass Zisterzienser einen kleinen Vorgängerbau aus Feldsteinen erbauten. Dieser wurde im Jahr 1707 auf Initiative des neuen Besitzers der Gemeinde, Oberst Heinrich Wilhelm von Görtz, durch einen angebauten Chor sowie einen Turm erweitert. 1850 ließ König Friedrich Wilhelm IV. das Bauwerk renovieren und übernahm das Patronat. Aus seiner Hand stammen die Entwürfe für den Dachreiter mit dem darin sichtbaren Geläut, das heute im Wappen zu sehen ist. An der Ostwand der Kirche befinden sich einige Epitaphe der Adelsfamilien von Langen und von Stutternheim.
  • Herrenhaus mit Park, denkmalgeschützter zweigeschossiger Backsteinbau, der vermutlich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts errichtet wurde. Im rechten Giebel befindet sich als Besonderheit eine Kapelle mit einem Sterngewölbe.
  • Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges am Abzweig der Neuendorfer Straße von der Hauptstraße, das mit einer zusätzlichen Tafel für die Opfer des Zweiten Weltkrieges ergänzt wurde.
  • Dehmel-Denkmal, erinnert an Richard Dehmel, einen bedeutenden Sohn der Gemeinde
  • Findling, der als Blutstein bezeichnet wird, nördlich der Gemeinde. Angeblich sollen zur Zeit der Germanen dort Menschenopfer gebracht worden sein. Vermutlich stammt die deutlich sichtbare Rinne von dem gescheiterten Versuch einiger Bauern, den Stein zu durchtrennen, um daraus Baumaterial zu gewinnen.
  • Museum NO 31, Private Motorradsammlung der Fabrikate DKW und MZ (Motorradwerk Zschopau) aus den Baujahren 1936 bis 1989. Hof mit Fachwerkhaus von 1825, ehemaliger Tischlerei von 1876 und renovierter Scheune. Aus der über 100-jährigen Vergangenheit des Handwerksbetriebes sind Werkzeuge und Maschinen ausgestellt. Die Geschichte des Hofes lässt sich anhand eines umfangreichen Dokumenten- und Fotobestands bis ins Jahr 1825 zurückverfolgen.

Wirtschaft und Umwelt

Die Wirtschaft von Münchehofe ist durch Landwirtschaft und kleinere Betriebe im Handwerk geprägt. Das wohl bekannteste Unternehmen aus Münchehofe ist die Gläserne Molkerei, welche 2010 in Münchehofe den neuen Standort eröffnete.<ref>Münchehofe: Gläserne Bio-Molkerei eröffnet. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 24. Juni 2024]).</ref>

Dadurch, dass Münchehofe am nördlichen Rand des Spreewaldes und im Naturpark Dahme-Heideseen gelegen ist, bemüht sich die Gemeinde seit Jahren um die Förderung des „sanften“ Tourismus vor Ort. Dieses Ziel sowie weitere Ziele legte die Gemeinde bereits 2012 in den Leitsätzen der Gemeinde Münchehofe fest.<ref>Leitsätze der Gemeinde Münchehofe. (PDF) Gemeinde Münchehofe, März 2012, abgerufen am 24. Juni 2024.</ref> Münchehofe ist demnach bestrebt, den Titel der „Ökogemeinde“ zu führen und listet ein breites Spektrum an Maßnahmen auf, um diesen Titel zu verwirklichen.

Kontrovers wurden und werden verschiedene Baumaßnahmen im Bereich der Energiewirtschaft diskutiert. Trotz in Aussicht stehender Gewerbesteuermehreinnahmen bildete sich Gemeindeübergreifend die Initiative „Bürger in Bewegung“ 2015, welche die Einstellung von Baumaßnahmen zur Errichtung dreier Erdgasförderstätten in Märkisch Buchholz und Münchehofe forderte.<ref>Bürger in Bewegung - buerger-in-bewegungs Webseite! 26. April 2015, abgerufen am 24. Juni 2024.</ref> Die Proteste führten zu Erfolg; 2018 erklärte die Gasförderfirma den Rückzug<ref>Märkische Allgemeine Zeitung: Bürgerinitiative feiert Rückzug von Gasförderfirma. 22. April 2018, abgerufen am 24. Juni 2024.</ref> und 2019 wurden die drei Förderstätten letztlich verfüllt.<ref>Silke Benders: Verfüllung ehemaliger Erdgassonden im Feld Märkisch Buchholz. In: Neptune Energy Deutschland. 8. August 2019, abgerufen am 24. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2023 wurde bekannt, dass auf dem Gemeindegebiet Windkrafträder gebaut werden könnten, wobei die Gemeinde wenig Mitspracherecht gehabt hätte.<ref>Ein Ort stimmt gegen Windräder - und bekommt vielleicht trotzdem welche. 6. September 2023, abgerufen am 24. Juni 2024.</ref> Am 3. September 2023 stimmten die Wahlberechtigten der Gemeinde dennoch darüber ab, ob Windkraft und Photovoltaikanlagen auf Gemeindegebiet errichtet werden sollen, wobei 64 % der Wahlberechtigten gegen die Errichtung von Windkraftanlagen auf Gemeindegebiet gestimmt haben.<ref>Einwohner von Münchehofe stimmen gegen Bau von Wind- und Solarpark. 4. September 2023, abgerufen am 24. Juni 2024.</ref> Anstelle von Windkraft und Photovoltaik wird im Rahmen der „Zukunftswerkstatt Ökogemeinde Münchehofe“ (ZÖM) der Einsatz von Geothermie diskutiert.<ref>Frank Pechhold: Erdwärme und Energiewende: In Birkhof fand Kickoff der Zukunftswerkstatt Ökogemeinde Münchehofe statt. 24. Juni 2024, abgerufen am 24. Juni 2024.</ref>

Verkehr

Münchehofe liegt an der Landesstraße L 74 zwischen Märkisch Buchholz und Groß Eichholz.

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Münchehofe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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