James Bond 007 – Moonraker – Streng geheim
| Produktionsland | Vereinigtes Königreich, Frankreich |
|---|---|
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1979 |
| Länge | 126 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | |
| Stab | |
| Regie | Lewis Gilbert |
| Drehbuch | Christopher Wood |
| Produktion | Albert R. Broccoli |
| Musik |
|
| Kamera | Jean Tournier |
| Schnitt | John Glen |
| → Besetzung und Synchronisation | |
| Chronologie | |
Moonraker – Streng geheim (englischer Originaltitel Moonraker) ist der elfte Film in Eons James-Bond-Reihe. Zum vierten Mal spielt Roger Moore die Hauptrolle als Geheimagent im Auftrag Ihrer Majestät.
Die Handlung lehnt sehr frei an Ian Flemings gleichnamigen Roman an: Das Verschwinden eines Raumgleiters bringt Bond auf die Spur des französisch-deutschen Großindustriellen Hugo Drax (Michael Lonsdale). Gemeinsam mit der CIA-Agentin Holly Goodhead (Lois Chiles) reist er rund um die Welt und sogar in den Weltraum, um dessen Pläne einer Herrenrasse zu verhindern.
Der Film war die erste James-Bond-Koproduktion zwischen den britischen und französischen United-Artists-Studios. Er startete am 26. Juli 1979 in den österreichischen Kinos und am 31. August 1979 in den bundesdeutschen Kinos.
Handlung
Der Raumgleiter Moonraker wird entführt, während er gerade auf dem Rücken einer Boeing 747 transportiert wird. Das Transportflugzeug wird zerstört. Bond erhält den Auftrag, in den Produktionsstätten des Shuttle-Bauers Drax Industries in Kalifornien nach Ursachen für die Entführung zu suchen. Dort trifft er auf die NASA-Wissenschaftlerin Dr. Holly Goodhead, die ihm die Shuttle-Produktion und Teile der Astronautenausbildung zeigt. Er entgeht einem von Drax’ Leibwächter Chang inszenierten Mordanschlag in der Humanzentrifuge und entdeckt bei einem nächtlichen Besuch von Drax’ Büro Hinweise auf eine Glasmanufaktur in Venedig. Am nächsten Tag entgeht er einem fingierten Jagdunfall.
In Venedig angekommen, trifft er zu seinem Erstaunen Holly Goodhead wieder, die vorgibt, einen Vortrag bei der ESA halten zu wollen, und die Bonds Annäherungsversuche brüsk zurückweist. Während der Fahrt in seiner Gondel wird er durch die Kanäle Venedigs verfolgt, woraufhin er nach einer wilden Jagd die Gondel per Knopfdruck in ein Luftkissenfahrzeug verwandelt und über den Markusplatz entkommen kann.
Nachts dringt Bond in die Glasbläserei ein und findet ein geheimes Laboratorium vor, in dem zwei Mitarbeiter Behälter mit Phiolen bestücken, in die zuvor eine Flüssigkeit gefüllt wurde. Bond entwendet eine der Phiolen. Als er sich zurückzieht, zerbricht eine weitere Phiole und ein Gas wird freigesetzt. Daraufhin wird hinter Bond das Labor automatisch versiegelt und die beiden Mitarbeiter sterben durch das giftige Gas, doch die Laborratten überleben den Vorfall. Er entdeckt, dass die Giftbehälter nach Rio de Janeiro transportiert werden sollen. Kurz darauf wird er von Chang angegriffen und kann ihn aus dem Uhrturm in die Tiefe stoßen. Er besucht Holly und stellt fest, dass diese für die CIA arbeitet und ebenfalls die Entführung des Moonrakers untersuchen soll.
Am nächsten Tag will Bond seinem Vorgesetzten M und dem britischen Verteidigungsminister das Labor zeigen. Dies gerät jedoch zur Blamage, da das Labor über Nacht in ein Büro umgebaut worden ist und alle Spuren des Vorfalls vom Vortag beseitigt sind. Als Bond und seine Begleiter mit Gasmasken eintreten, empfängt sie ein sich überrascht gebender Drax. Bond wird offiziell vom Fall abgezogen. Als er M zum Beweis die Phiole mit der Flüssigkeit aus dem Labor überreicht, schickt dieser ihn inoffiziell nach Rio.
Im Karnevalstrubel von Rio wird Bond von Drax’ neuem Leibwächter Beißer angegriffen, kann jedoch mit seiner Begleiterin Manuela entkommen. Auf der Aussichtsplattform des Zuckerhuts trifft er Holly wieder. Sie entdecken, dass vom Flughafen Frachtmaschinen der Drax Corporation abheben und Drax offensichtlich seine Lagerhäuser leerräumen lässt. Bei der Rückfahrt mit der Seilbahn kommt es erneut zum Kampf mit Beißer. Bond und Holly rutschen an einer über das Stahlseil geschlungenen Kette in Richtung Talstation und springen rechtzeitig ab, während hinter ihnen Beißers Gondel in das Gebäude kracht. Als Beißer sich aus den Trümmern erhebt, trifft er eine kleine blonde Frau, Dolly, in die er sich augenblicklich verliebt. Kurz darauf wird Holly von Drax’ Schergen entführt, Bond hingegen kann fliehen.
Bond erreicht das brasilianische Ausbildungslager des MI6, wo Q die Analyseergebnisse der Laborprobe präsentiert. Es handelt sich um das Extrakt einer Pflanze, das nur Menschen tötet, auf Tiere und Pflanzen jedoch keine Wirkung hat. M beauftragt Bond, sich im unteren Amazonasgebiet umzusehen, aus dem die Pflanze stammt.
Mit einem Schnellboot durchkämmt er den Flusslauf des Amazonas. Dabei wird er angegriffen und entkommt nach einer Verfolgungsjagd mit einem Hängegleiter, während sein Boot und seine Verfolger einen Wasserfall hinunterstürzen. Er findet die Basis von Drax, in die Holly verschleppt worden ist. Er wird gefangen genommen, jedoch kann er sich und Holly befreien. Drax lässt seine Moonraker-Raumfähren nacheinander starten. Dabei können Bond und Holly, als Piloten verkleidet, in die letzte Raumfähre steigen. Zusammen mit den anderen Raumfähren steuern sie auf Drax’ geheime Raumstation zu. Dort eröffnet Drax seinen Plan, mit dem in Venedig abgefüllten Giftgas die Menschheit auszurotten. Anschließend will er mit dem Personal der Raumstation, das ihm zufolge ausschließlich aus geistig und körperlich herausragenden Menschen besteht, eine neue Menschheit mit sich selbst an der Spitze gründen. Bond kann nicht verhindern, dass Drax drei der Giftgasbehälter in Richtung Erde aussetzt. Er macht die Radar-Tarnvorrichtung unbrauchbar, sodass die Raumstation von der Erde aus sichtbar ist. Die Amerikaner starten daraufhin eine Raumfähre mit einer Einheit der US-Marines an Bord.
Nach umfangreichen Kampfhandlungen zwischen der Besatzung der Station und den Marines, in deren Verlauf Beißer sich auf Bonds Seite schlägt, nachdem er verstanden hat, dass er und seine Freundin Dolly beseitigt werden sollen, da sie nicht den Vorstellungen von Drax‘ perfekter Menschenrasse entsprechen können, wird Bond von Drax gestellt. Bond schießt auf Drax mit einem Giftpfeil aus seiner Armbandwaffe und befördert ihn in den Weltraum. Die Station bricht nach und nach auseinander, weshalb sich die Marines zurückziehen. Beißer ermöglicht Bond und Holly, mit einer intakten Raumfähre zu entkommen, die mit einem Laser ausgerüstet ist. Er und Dolly werden von den Marines gerettet, während Bond und Holly die Giftgasbehälter verfolgen. Im letzten Moment können sie die Behälter abschießen, bevor sie die Erde vergiften können. Abschließend kommen sich die beiden in der Schwerelosigkeit der Raumfähre näher. Als ihre Vorgesetzten sich per Videokonferenz zuschalten, unterbricht Bond die Verbindung.
Inszenierung
Gadgets
- Armband mit versteckter Abschussfunktion für Gift- und Explosivpfeile (jeweils fünf Stück im Magazin enthalten) – durch Nervenimpulse der Hand auslösbar (Seiko SFX003)
- Safe-Knack-Gerät mit Röntgenfunktion im Zigarettenetui
- Armbanduhr, die Mini-Sprengstoff und einen Zünder enthält (Seiko M354)
- Minikamera mit „007“-Gravur
- Luftkissengondel, genannt Bondola
- Laserwaffen
- Ein mit Wasserminen, Torpedos und einem Drachengleiter ausgestattetes Motorboot (Typ Carlson CV23HT der Firma Glastron)
- Kugelschreiber mit versteckter Giftspritze
- Parfumflakon mit Flammenwerfer
- Notiz-/Tagebuch mit Pfeilschussfunktion
- Damenhandtasche mit Kommunikationsgerät und ausfahrender Antenne
Fahrzeuge
- Gondel (mit Motor und Luftkissenboot-Funktion)
- Seilbahn am Zuckerhut in Rio de Janeiro
- Q-Spezialboot mit eingebautem, abtrennbarem Segelgleiter
- Moonraker (Space Shuttle)
Musik
Die Filmmusik wurde wieder von John Barry komponiert.<ref name="mjnewton" />
Das gleichnamige Titellied wurde von Barry komponiert, von Hal David getextet und von Shirley Bassey interpretiert. Es erreichte Platz 139 in den US-amerikanischen Charts. Während des Abspanns ist eine Disco-Fassung mit höherem Tempo zu hören.<ref name="mjnewton"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Moonraker ( des Vorlage:IconExternal vom 5. September 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. Auf: mjnewton.demon.co.uk (englisch). Abgerufen am 8. Januar 2013.</ref>
Der Film enthält auch einige akustische Anspielungen auf verschiedene Sci-Fi-Filme. So nutzt Bond zum Beispiel, um in Venedig in das geheime Laboratorium zu gelangen, die Fünf-Ton-Sequenz (Leitmotiv) aus Steven Spielbergs Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977). Während der Zentrifugensequenz ertönt kurz ein Computersound aus Alien, und ein Mitarbeiter Drax’ spielt die ersten drei Töne von Also sprach Zarathustra (aus Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum) auf einem Jagdhorn. Beim Ritt zum „MI6-Kloster“ in Brasilien erklingt das Motiv aus John Sturges’ Western Die glorreichen Sieben.<ref name="mjnewton" />
Als Beißer und seine Freundin einander erstmals sehen, ertönt ein Ausschnitt aus der Ouvertüre Romeo und Julia von Pjotr Iljitsch Tschaikowski.
Zusätzlich zu diesen offensichtlichen Anspielungen und unüberhörbar nimmt der Komponist während der in Venedig spielenden Szenen Anleihen bei Gustav Mahlers Adagietto aus der 5. Sinfonie. Dieser 4. Satz erklingt immer wieder in Viscontis Tod in Venedig (1971).
Während einer Bootsverfolgungsjagd auf dem Rio Tapirapé erklingt zum fünften und Stand 2025 letzten Mal Barrys „007 Theme“.
Dieser James-Bond-Soundtrack erschien im Jahr 1979 bei United Artists Records als letzter auf LP. In den 1980er Jahren brachte EMI eine erste CD-Pressung heraus. Nach dem 40. James-Bond-Jubiläum veröffentlichte Capitol Records im Jahr 2003 eine überarbeitete Fassung.
Titelliste der Originalauflage
- Main Title – Moonraker (03:11) gesungen von Shirley Bassey
- Space Lazer Battle (02:49)
- Miss Goodhead Meets Bond (02:49)
- Cable Car and Snake Fight (03:09)
- Bond Lured to Pyramid (02:07)
- Flight Into Space (06:31)
- Bond Arrives in Rio and Boat Chase (02:39)
- Centrifuge and Corrinne Put Down (02:37)
- Bond Smells a Rat (02:25)
- End Title – Moonraker (02:28) gesungen von Shirley Bassey
Produktion
Vorproduktion
Im Abspann des Vorgängers Der Spion, der mich liebte wurde der nächste Film als For Your Eyes Only angekündigt, ein Titel aus den Kurzgeschichten-Sammlungen Flemings. Nachdem im Jahr 1977 die Filme Krieg der Sterne und Unheimliche Begegnung der dritten Art sehr erfolgreich waren, entschlossen sich jedoch die Produzenten dazu, James Bond ins Weltall vorstoßen zu lassen. Der Titel wurde daraufhin von Ian Flemings drittem James-Bond-Roman Moonraker übernommen. Im Film tragen Drax’ Space Shuttles diesen Namen. For Your Eyes Only wurde später der auf Moonraker folgende Bond-Film.<ref name="tesche155">Steve Rubin, Siegfried Tesche: Die Hintergrund-Story zu 25 Jahre Bond. Kino Verlag, Hamburg 1987, ISBN 3-89324-026-8, S. 155.</ref>
Man entschied sich dazu, mit einer französischen Produktionsgesellschaft zusammenzuarbeiten, Moonraker wurde damit zur ersten Co-Produktion in der James-Bond-Reihe.<ref name="tesche155" />
Drehbuch
Tom Mankiewicz wurde wieder ausgewählt, um gemeinsam mit dem als Regisseur vorgesehenen Lewis Gilbert eine Handlung für den Film zu entwickeln. Mankiewicz übernahm den Auftrag, wollte jedoch namentlich nicht mehr mit dem Bond-Filmfranchise in Verbindung gebracht werden, da er seine Karriere als unabhängiger Autor und Produzent vorantreiben wollte. Wie bereits üblich übernahm man auch für Moonraker lediglich den Titel des Buchs und erdachte dazu eine neue Handlung. Auch die Figur des Hugo Drax wurde übernommen, aber ebenfalls mit einem völlig neuen Hintergrund ausgestattet. Nachdem die Handlung entwickelt war, wurde Christopher Wood der Auftrag für ein darauf basierendes Drehbuch gegeben.<ref name="tesche155" />
Einem frühen Drehbuchentwurf zufolge waren ursprünglich noch einige weitere Szenen geplant, die jedoch verworfen wurden. Einige dieser Szenen wurden jedoch in späteren Filmen in abgewandelter Form aufgegriffen und umgesetzt.<ref name="Inside Moonraker">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Vorspann
Die Titelsequenz wird von dem wiederkehrenden Bild des Mondes bestimmt, zu dem Silhouetten von Frauen schwerelos über den Bildschirm schweben. Diesen Effekt erzielte Maurice Binder dadurch, dass er die Frauen während der Aufnahmen auf einem Trampolin springen ließ.<ref>James Bond: 50 Years of Main Title Design. Auf: artofthetitle.com (englisch). Abgerufen am 6. Januar 2013.</ref> Laut Albert R. Broccoli kostete allein die Filmtitelsequenz dieses Films mehr als der gesamte erste Spielfilm der Serie, Dr. No.<ref name="trivia" />
Besetzung
| James Bond | Roger Moore | Niels Clausnitzer |
| Dr. Holly Goodhead | Lois Chiles | Viktoria Brams |
| Sir Hugo Drax | Michael Lonsdale | Heinz Petruo |
| Beißer | Richard Kiel | Hartmut Neugebauer |
| Corinne Dufour | Corinne Cléry (Stimme: Nikki van der Zyl) |
Heidi Fischer |
| M | Bernard Lee | Wolf Ackva |
| Sir Frederick Gray | Geoffrey Keen | Harry Kalenberg |
| Q | Desmond Llewelyn | Manfred Schmidt |
| Miss Moneypenny | Lois Maxwell | Emely Reuer |
| Manuela | Emily Bolton | Ursula Wolff |
| Rezeptionistin Venini Glass | Irka Bochenko | |
| General Anatol Gogol | Walter Gotell | Walter Reichelt |
| Drax’ Radartechniker | Georges Beller | Willi Röbke |
| Privatjet-Hostess | Leila Shenna | Heidi Treutler |
| Privatjet-Pilot | Jean-Pierre Castaldi | Werner Abrolat |
| Chang | Toshiro Suga | Tonio von der Meden |
| Dolly | Blanche Ravalec | stumm |
| Colonel Scott | Mike Marshall | |
| Gondoliere | Claude Carliez |
Lois Chiles spielt die Rolle der als attraktiv und intelligent geltenden CIA-Agentin Dr. Holly Goodhead. Sie arbeitet verdeckt als von der NASA ausgeliehene Wissenschaftlerin und ausgebildete Astronautin bei Drax-Industries und hilft Bond nach einigem Zögern.
Bonds Gegenspieler Hugo Drax wird von Michael Lonsdale gespielt. Da es sich um eine englisch-französische Co-Produktion handelt, wurde ein französischer Schauspieler in dieser zentralen Rolle besetzt.
Zum letzten Mal ist Bernard Lee in der Rolle des M zu sehen. Er erkrankte im Jahr 1980 schwer und starb im Januar 1981 noch während der Dreharbeiten des zwölften Bondfilmes In tödlicher Mission, in dem er daher nicht mehr mitspielte.
Emily Bolton spielt die Agentin Manuela, die Bond in Rio de Janeiro ein Lagerhaus von Drax zeigt und dabei fast vom Beißer getötet wird.
Corinne Cléry spielt Drax’ attraktive Helikopterpilotin Corinne Dufour. Sie wurde im englischsprachigen Original von Nikki van der Zyl synchronisiert<ref name="trivia">Trivia – Moonraker. Auf: mi6-hq.com (englisch). Abgerufen am 8. Januar 2013.</ref>, die damit nach neun James-Bond-Filmen ihren Abschied von der Reihe nahm.
Richard Kiel tritt erneut als Beißer auf. Dieser furchterregende, nahezu unverwundbare Riese mit übermenschlicher Körperkraft kann mit seinem Edelstahl-Gebiss ohne Weiteres Stahlseile, Ketten oder Eisenstangen durchbeißen. Die Figur kam im Vorgänger Der Spion, der mich liebte so gut beim Publikum an, dass er ein zweites Mal auftreten durfte – als einziger Gehilfe eines Bond-Gegenspielers. Diese Rollen haben grundsätzlich keinen Text, am Ende von Moonraker spricht Beißer jedoch zum ersten Mal. Angeblich entsprach es dem Wunsch vieler Bond-Fans, vor allem von Kindern, dass Beißer zu einem der Guten werden sollte.
Die weiblichen Angestellten in Drax’ Imperium sind ausgesucht schöne und intelligente junge Frauen unterschiedlicher Herkunft, die Drax auf seine geheime Raumstation begleiten, um nach der Vernichtung der Menschheit die Erde neu zu besiedeln. Sie werden u. a. von Chichinou Kaeppler, Christina Hui, Françoise Gayat, Nicaise Jean Louis, Catherine Serre, Béatrice Libert (einer 1956 geborenen<ref>Béatrice Libert Life story. In: XWhos.com. Abgerufen am 6. Juni 2024.</ref> früheren Miss Belgien<ref>The Bond Bombshells. (jpg) In: The007Dossier.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 6. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>), Anne Lonnberg (als Museumsführerin) und Irka Bochenko (als Rezeptionistin bei Venini Glass) verkörpert. Ein weiteres dieser Mädchen wird von der damals 22-jährigen Tochter der Moneypenny-Darstellerin Lois Maxwell, Melinda, gespielt.<ref name="trivia" /><ref>Biografie von Melinda Maxwell. In: Internet Movie Database. Abgerufen am 6. Juni 2024.</ref> Die Auswahl der Damen wurde im Rahmen einer durch eine französische Modelagentur durchgeführten Vorauswahl von über 250 Frauen getroffen.<ref name="warren29" />
Bevor Beißer die Rechte Hand von Drax wird, verkörpert Toshirō Suga diese Rolle als Chang.
Dreharbeiten
-
Drehort Schloss Vaux-le-Vicomte
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Drehort Hotel Danieli in Venedig
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Largo do Boticário, wo Bond einreitet, um Moneypenny zu treffen (erscheint ländlich, liegt aber in Rio)
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Ein weiterer Drehort war die Copacabana
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Der Fußgängertunnel des Centre Pompidou, in dem Bond zu Dr. Goodhead gebracht wird
Die Dreharbeiten dauerten vom 14. August 1978 bis zum 27. Februar 1979<ref name="business">Budget und Einspielergebnisse. Auf: imdb.de. Abgerufen am 8. Januar 2013.</ref> und fanden in folgenden Ländern statt:<ref>Siegfried Tesche: Der große James Bond-Atlas. Wissen Media Verlag, Gütersloh/München 2008, ISBN 978-3-577-07305-9, S. 68–69</ref>
<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />
- Brasilien
- Flughafen Rio de Janeiro – Galeão
- Avenida Atlântica, Copacabana, Rio
- Avenida Carioca, Zentrum von Rio de Janeiro
- Zuckerhut, Rio de Janeiro, mit Ausblicken auf
- Wasserfälle von Iguaçu
- Guatemala
- Frankreich
- Untergrundsystem Livry-Gargan
- Flughafen Charles de Gaulle
- Centre Georges-Pompidou (5. Etage)
- Bolougne Studios, Paris
- Billancourt Studios, Paris
- Château de Vaux le Vicomte, Melun
- Vereinigte Staaten
- Rockwell International Assembly Facility, Palmdale
- Vandenberg Air Force Base
- Los Angeles International Airport, Los Angeles
- St. Loucie County
- Kennedy Space Center, Florida
- Italien
- Markusplatz, Venedig
- Die Filiale des Glasherstellers Venini am Markusplatz schloss 2020.<ref>Piazza San Marco “crumbling” – historic stores Venini and Pagan close, Campaign For A Living Venice, 1. Oktober 2020</ref><ref>Hidden Corners of Piazza San Marco, Hunting Bond 28. Januar 2024</ref>
- Canal Grande, Venedig
- Ponte Fascarini, Venedig
- Galeria Ca’ Rezzonico, Venedig
- Rio di Santa Caterina, Venedig
- Torre dell’Orologio, Venedig
- Hotel Danieli, Venedig
- Piazzetta dei Leoni 314, Venedig
- Markusplatz, Venedig
- Vereinigtes Königreich
Ein Teil der Kulissen und Requisiten stammt ursprünglich aus der einige Jahre zuvor abgedrehten Science-Fiction-Serie Mondbasis Alpha 1. So waren beispielsweise die Instrumentenkonsolen (mit der weißen „Pilz-Schreibtischlampe“) im Anti-Radar-Kontrollraum der Raumstation, an denen sich Bond zu schaffen macht, ursprünglich die Steuerpulte in der Zentrale von Alpha.
Der Abgasstrahl der Shuttles wurde durch einfaches Salz realisiert, welches in die Modelle gefüllt wurde.
Die wissenschaftlichen Aussagen Dr. Goodheads haben zum Teil einen wahren Hintergrund. So erreichte zum Beispiel auch das Space-Shuttle der NASA eine maximale Beschleunigung von „nur“ 3 g, damit jeder gesunde Mensch (zum Beispiel Wissenschaftler) und nicht nur an hohe Beschleunigungen gewöhnte Berufsastronauten mitfliegen konnten.
Für seine enormen Bühnenbilder nutzte Ken Adam die drei größten Filmstudios Frankreichs: Die Kulissen für das Innere von Drax’ Raumstation entstanden im französischen Studios d'Épinay und kosteten insgesamt 500.000 US-Dollar.<ref name="warren29">The Officially Authorized Magazine Of Ian Fleming’s Moonraker. (PDF) James Warren, 1979, S. 29, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Januar 2014; abgerufen am 6. Januar 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ihr Aufbau benötigte insgesamt 222.000 Arbeitsstunden, die über 200 Crewmitgliedern in acht Wochen leisteten. Der Kommandosatellit hatte einen Durchmesser von ca. 33 Metern und benötigte etwa 100 Tonnen Metall und 2 Tonnen an Nägeln. Für die Explosionen im Film wurde Sprengstoff im Wert von 20.000 US-Dollar eingesetzt.<ref name="warren32">The Officially Authorized Magazine Of Ian Fleming’s Moonraker. (PDF) James Warren, 1979, S. 32, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Januar 2014; abgerufen am 6. Januar 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Die „007 Stage“ in den Pinewood Studios wurde mit schwarzem Samt im Wert von 60.000 US-Dollar ausgekleidet, um die im Weltall spielenden Szenen aufzunehmen.<ref name="warren33">The Officially Authorized Magazine Of Ian Fleming’s Moonraker. (PDF) James Warren, 1979, S. 33, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Januar 2014; abgerufen am 6. Januar 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Der Jungfernflug des echten Spaceshuttles der NASA fand erst über zwei Jahre nach Ende der Dreharbeiten im Jahr 1981 statt.
Deutsche Fassung
Die Synchronisation führte die Ultra-Film Synchron in München durch.<ref>James Bond 007 – Moonraker – Streng geheim. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 17. April 2019.</ref> Das Dialogbuch schrieb John Pauls-Harding. Von diesem Film an bis zu Desmond Llewelyns Tod 1999 war Manfred Schmidt dessen Stammsprecher. Schmidts Stimme wurde später bei einigen Medien (Werbung, Spiele) für Q ebenfalls genutzt.
Als Drax’ Shuttle abhebt und Bond zusammen mit Goodhead in dem Lüftungsschacht vor dem Feuer flieht, gibt es eine Synchronisationslücke: Bond ruft Goodhead „Straight on!“ zu, was so viel wie „Weiter!“ oder „Geradeaus!“ bedeutet.
Veröffentlichung und Adaptionen
Die Premiere des Films fand am 26. Juni 1979 in Gegenwart von Prinz Philip im Odeon Leicester Square in London statt. Von den Schauspielern und dem Stab waren u. a. Roger Moore, Richard Kiel, Michael Lonsdale, Corinne Cléry, Blanche Ravalec, Bernard Lee, Toshiro Suga, Albert R. Broccoli, Lewis Gilbert und Ken Adam anwesend.<ref name="premiere">Moonraker – Premiere & Press. Auf mi6-hq.com (englisch). Abgerufen am 8. Januar 2013</ref>
Das Einspielergebnis von über 210 Mio. US-Dollar<ref name="business" /> machte Moonraker zum weltweit größten Kinoerfolg des Jahres 1979.<ref>WorldwideBoxoffice. Auf: worldwideboxoffice.com. Abgerufen am 19. März 2013.</ref> Er war außerdem der bis dahin finanziell erfolgreichste Bond-Film und blieb es auch bis zur Veröffentlichung von GoldenEye im Jahr 1995.<ref name="premiere" /> Inflationsbereinigt entspricht dies inzwischen Gesamteinnahmen von etwa 909 Mio. US-Dollar, womit der Film 2025 auf Platz 9 der umsatzstärksten Filme der Reihe stand.
In den bundesdeutschen Kinos startete der Film am 31. August 1979.<ref name="release">Starttermine. Auf: imdb.de. Abgerufen am 8. Januar 2013</ref> Für 3 Millionen deutsche Kinobesucher in 18 Monaten erhielt der Film 1980 die Goldene Leinwand, insgesamt erreichte er 5 Millionen Zuschauer.<ref>Einspielergebnisse weltweit In: Stern-Edition 2/2012, S. 72–73.</ref> Der Film wurde am 3. Juni 1990 durch die ARD erstmals im deutschen Fernsehen ausgestrahlt.<ref>JAHRGANG 1980–2000. Abgerufen am 18. Februar 2018.</ref>
Zeitgleich zum Film erschien auch ein auf seinem Drehbuch basierender Roman von Christopher Wood unter dem Titel James Bond and Moonraker, um Verwechslungen mit dem Roman Moonraker von Ian Fleming zu vermeiden. In Deutschland erschien er als Moonraker streng geheim. 007 erobert den Weltraum. Das Label Europa veröffentlichte die überarbeitete Tonspur des Films als Hörspiel auf Musikkassette. Den im Film nicht vorhandenen Erzähler spricht Norbert Langer.<ref>Moonraker – Streng geheim. James-Bond-Hörspiele. In: jamesbondfilme.de. Abgerufen am 24. August 2019.</ref> In dem 2012 erschienenen Ego-Shooter 007 Legends basiert eine der Missionen auf dem Film Moonraker, es kommen auch die Charaktere Hugo Drax, Holly Goodhead und Beißer vor. Im N64-Spiel GoldenEye 007 von 1997 basiert ebenfalls eine Mission auf dem Film Moonraker.
Rezeption
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="rotten tomatoes">James Bond 007 – Moonraker – Streng geheim. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref> |
| Metacritic (Metascore) | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="metacritic">James Bond 007 – Moonraker – Streng geheim. In: Metacritic. Abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref> |
| AllMovie | SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref>Vorlage:AllMovie</ref> |
| James Berardinelli | SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref name="reelviews" /> |
| Roger Ebert | SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref name="ebert" /> |
| Stern | SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref name="Manöverkritik" /> |
Bei Veröffentlichung
Bei Veröffentlichung erhielt der Film überwiegend positive Kritiken.
Der Filmkritiker der New York Times Vincent Canby nannte Moonraker einen der „lebhaftesten aller Bond-Filme. Beinahe jeder der am Film Beteiligten ist in Topform, sogar Herr Moore.“<ref name="Canby (1979)">Vincent Canby: Moonraker. In: The New York Times. 29. Juni 1979. Online abrufbar.</ref> Für Jay Scott, Kritiker von The Globe and Mail, war Moonraker der zweitbeste Film nach Goldfinger. Er schrieb: „In den ersten paar Minuten – vor der Filmtitelsequenz – bietet er mehr Nervenkitzel als die meisten […] Filme in zwei Stunden.“<ref name="Scott (1979)">Jay Scott: MOONRAKER:007 in space as good as ever. In: The Globe and Mail. 30. Juni 1979, S. 29.</ref> Frank Rich von Time meinte, „das Resultat ist ein Film, so unwiderstehlich unterhaltsam wie nur wahrlich unbekümmertes Spektakel sein kann.“<ref name="Rich (1979)">Frank Rich: Agent 007 Goes into Orbit. In: Time. 2. Juli 1979.</ref> Roger Ebert fand in der Chicago Sun-Times auch kritische Töne. Er empfand den Film „so vollgepackt mit exotischen Schauplätzen und Science-Fiction-Spezialeffekten, dass Bond sich beeilen muss, es in alle Szenen zu schaffen.“<ref name="ebert">[[Roger Ebert|Vorlage:Cite book/Name]]Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Moonraker.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 3. Oktober 2008 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Die deutschsprachigen Kritiker erkannten Abnutzungserscheinungen an der stets ähnlich aufgebauten Bond-Serie. Wolfgang Limmer nannte Moonraker im Spiegel eine „Parodie und Leinwandmärchen zugleich“ und ergänzte, „daß sich die betagte Bond-Serie heute nur noch durch eine perfekte Mischung aus makelloser Action und gewitzter Selbstpersiflage in den schwarzen Zahlen halten kann. […] Das wahre Geheimnis der erfolgreichsten Serie der Filmgeschichte liegt wohl in der Sturheit, mit der ihre Formel wiederholt wird.“ Roger Moore in der Hauptrolle verströme „den Sex-Appeal eines Edeka-Filialleiters“, so dass Produktionsdesigner Ken Adam der „wahre Meister“ des Films sei.<ref>Wolfgang Limmer: James Bond – ab ins All. In: Der Spiegel Nr. 35. 27. August 1979, abgerufen am 18. März 2013.</ref> Auch Helmut W. Banz kritisierte in der Zeit, dass die Bond-Filme auf „stets gleicher Mixtur“ basierten. Dennoch lobte er die technischen Spielereien als „noch ausgefallener als zuvor, die Dekors sind noch extravaganter, die Stunts und Spezialeffekte noch spektakulärer“.<ref>Helmut W. Banz: Verschüttelt. In: Die Zeit. 7. September 1979, abgerufen am 18. März 2013: „Bei stets gleicher Mixtur kommt es aufs Schütteln an, im Mixerjargon „Bonding“ genannt. […] Das Arsenal absurd-ingeniöser Pseudo-Erfindungen ist noch ausgefallener als zuvor, die Dekors sind noch extravaganter, die Stunts und Spezialeffekte noch spektakulärer.“</ref>
Im Rückblick
Vorlage:James-Bond-Bestenlisten Inzwischen wird der Film sehr unterschiedlich bewertet, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes ähnlich viele positive wie negative Besprechungen und ordnet den Film dementsprechend als „Gammelig“ ein.<ref name="rotten tomatoes" /> Laut Metacritic fallen die Bewertungen trotzdem im Mittel „Grundsätzlich Wohlwollend“ aus.<ref name="metacritic" />
„Die Mischung aus eskapistischer Action und Weltall-Schusswechseln […] hält diesen Film unter Moores besseren Teilen als britischer Superspion.“
Zu den Kritiken, die ihn sogar als den besten Bond-Film bezeichnen,<ref name="monaco" /> mischten sich in den 1980er Jahren Stimmen, die ihn als den schlechtesten Film bezeichnen.<ref name="peary" /> Rückblickend wird er häufig als unterdurchschnittlicher Beitrag zur James-Bond-Reihe betrachtet, was auch zahlreiche Ranglisten belegen. Bemängelt wird dabei stets die Handlung, die Bond in den Weltraum führt, und der als übertrieben empfundene Humor.
Vincent Canby, der den Film bereits bei dessen Erscheinen gelobt hatte, hielt allerdings auch zwei Jahre später noch an seiner Meinung fest und nannte den Film gemeinsam mit Goldfinger den besten der Serie.<ref name="Canby (1981)">Vincent Canby: For Your Eyes Only. In: The New York Times. 26. Juni 1981. Available online.</ref>
Doch bereits fünf Jahre nach Veröffentlichung des Films schrieb Raymond Benson in seinem 1984 erschienenen Standardwerk The James Bond Bedside Companion, Moonraker würde „den Rang des künstlerisch am wenigsten erfolgreichen Films in der Serie einnehmen“.<ref name="benson">Benson, Raymond: The James Bond Bedside Companion (Kindle-Edition), Crossroad Press, 2012.</ref> 1985 nannte ihn der Filmwissenschaftler James Monaco jedoch ein „kleines Meisterwerk“ und erklärte ihn zum besten Bond-Film aller Zeiten.<ref name="monaco">James Monaco: The Connoisseur’s Guide to the Movies. Facts on File, 1985, ISBN 0-87196-964-5.</ref> Der Filmkritiker Danny Peary nannte Moonraker 1986 wiederum den „bis jetzt schlechtesten James-Bond-Film“.<ref name="peary">Danny Peary: Guide for the Film Fanatic, Simon & Schuster, 1986, S. 281.</ref>
Im Jahr 2006, 27 Jahre nach der Veröffentlichung von Moonraker, nannte ihn die Zeitschrift Entertainment Weekly den „bei weitem kitschigsten 007-Film“,<ref name="EW-06" /> während die TV Movie weiter eine Empfehlung aussprach für „Spritzige Gags und Super-Stunts“.<ref>TV Movie 25/05 (Spaß: 1/3; Action: 3/3; Erotik: 1/3; Spannung: 2/3; Anspruch: 0/3)</ref> Im 2012 erschienenen Stern-Sonderheft 50 Jahre James Bond wird er als „in seiner Gigantomanie völlig irrwitzig[,] [a]ber extrem kurzweilig, unterhaltsam und definitiv besser als sein Ruf“ bezeichnet.<ref name="Manöverkritik">Volltreffer und Rohrkrepierer: sämtliche Bond-Missionen in der Manöverkritik In: Stern-Edition 2/2012 50 Jahre James Bond, S. 64–71.</ref>
Auszeichnungen
- Nominierung in der Kategorie „Beste visuelle Effekte“ für Derek Meddings, Paul Wilson, John Evans
- Nominierung in der Kategorie „Bester Science-Fiction-Film“
- Nominierung in der Kategorie „Beste Spezialeffekte“ für John Evans & John Richardson
- Nominierung in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ für Richard Kiel
Weiterführende Informationen
Literatur
- Ian Fleming: James Bond 007: Moonraker. Roman (Originaltitel: Moonraker). Deutsch von M. F. Arnemann. (Vollständig überarbeitete Taschenbuchausgabe.) Heyne, München 2003, ISBN 3-453-87037-9.
- Christopher Wood: Moonraker streng geheim. 007 erobert den Weltraum (Originaltitel: James Bond and Moonraker). Goldmann-Filmbuch. Deutsch von Tony Westermayr. Goldmann, München 1979, ISBN 3-442-03888-X.
Weblinks
- Vorlage:IMDb/1
- James Bond 007 – Moonraker – Streng geheim bei 007.com (englisch)
- James Bond 007 – Moonraker – Streng geheim in der Online-Filmdatenbank
- James Bond 007 – Moonraker – Streng geheim in der Deutschen Synchronkartei
Belege
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