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Silvrettastraße

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Die Silvrettastraße ist eine ehemalige Bundesstraße in Österreich. Sie ist heute in Tirol als Landesstraße Paznauntalstraße (B 188), in Vorarlberg Montafoner Straße (L 188) benannt.

Sie verläuft auf einer Länge von 63,6 km von Pians (B 171) im Tiroler Inntal über das Paznaun (Ischgl, Galtür), über die Bielerhöhe durch die Silvretta in das Montafon (Schruns) nach Bludenz (L 190) in Vorarlberg.

Die Silvretta-Hochalpenstraße verbindet Tirol mit Vorarlberg von Galtür bis Partenen und ist mautpflichtig. Die Bielerhöhe auf Vorlage:Höhe liegt etwa 300 Meter westlich der Landesgrenze zwischen Tirol und Vorarlberg.<ref name="BEV" /> Die Straße ist eine beliebte Aussichtsstraße der Alpen und führt über mehrere Kehren an Stauseen vorbei. In den Wintermonaten und für Fahrzeuge mit Anhängern generell ist sie gesperrt.

Geschichte

Der westliche Streckenabschnitt zwischen Bludenz und Schruns wurde durch das Landesgesetz vom 3. Februar 1873 zur Konkurrenzstraße erklärt. In der österreichischen Rechtssprache bezeichnet Konkurrenz die gemeinsame Finanzierung eines Projektes durch verschiedene Institutionen, von denen jede einen gesetzlich festgelegten Prozentsatz der Instandhaltungskosten übernimmt. In diesem Fall übernahm

derjenigen Bau- und Unterhaltskosten, die nicht durch Mauteinnahmen gedeckt wurden.<ref>Gesetz vom 3. Februar 1873, womit die von Bludenz nach Schruns im Montafon führende Vizinalstraße in die Kategorie der Conkurrenzstraßen eingereiht wird. LGBl. Nr. 20/1873.</ref>

Der anschließende Streckenabschnitt zwischen Schruns und Partenen wurde ab 1901 im Rahmen eines staatlichen Straßenbauprogramms ausgebaut. An den geplanten Baukosten in Höhe von 248.300 Gulden beteiligten sich

Ab 1913 sollte auch der weiterführende Streckenabschnitt von Partenen bis zum Zeinisjoch ausgebaut werden, dessen Baukosten in Höhe von 132.000 Gulden zu 70 % aus dem Staatshaushalt, zu 25 % aus dem Landeshaushalt und zu 5 % von den angrenzenden Gemeinden finanziert werden sollten.<ref>Gesetz vom 29. November 1899, wirksam für das Land Vorarlberg, betreffend die Herstellung von Concurrenzstraßen in Vorarlberg. LGBl. Nr. 9/1900.</ref> 1925 wurde dann die Silvretta-Hochalpenstraße von den Vorarlberger Illwerken gebaut, vorerst als reine Bau- und Wartungsstraße der Kraftwerksgruppe im Vermunt (Silvrettasee/Vermuntsee/Vermuntwerk). Erst 1954 wurde die Baustraße für den öffentlichen Verkehr freigegeben und Silvretta-Hochalpenstraße genannt. Sie wurde 1961 auf ihrer gesamten Länge zweispurig ausgebaut.

Die Paznauntal Straße bis Galtür gehörte seit dem 1. Jänner 1950 zum Netz der Bundesstraßen in Österreich,<ref>Bundesstraßengesetz vom 18. Februar 1948, Verzeichnis C.</ref> der westliche Streckenabschnitt der Paznauntal Straße gehörte erst seit dem 1. September 1971 zum Netz der Bundesstraßen in Österreich.<ref>Kundmachung des Bundesministers für Bauten und Technik vom 7. Jänner 1974 gemäß § 33 Abs. 4 des Bundesstraßengesetzes 1971 hinsichtlich des Landes Vorarlberg, BGBl. Nr. 49/1974.</ref> Am 15. Mai 2002 wurde der Name vom Tiroler Landtag in Silvrettastraße geändert,<ref>Beschluss des Tiroler Landtages vom 15. Mai 2002, veröffentlicht im Landesgesetzblatt Nr. 68/2002</ref> womit die Straße eine durchgehende Bezeichnung hatte.

Mit der Auflösung des Bundesstraßensystems wurden folgende Umbenennungen wirksam:

Damit besteht der Straßenzug wieder aus drei Straßen.

Abbildungen

Weblinks

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Einzelnachweise

<references> <ref name="BEV">Lage & Höhe auf AMap (BEV)</ref> </references>

Vorlage:Landesstraße L Vorlage:Navigationsleiste ehemalige Bundesstraßen in Österreich