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Moller Skycar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Skycar poster.jpg
Moller Skycar M400

Das Moller Skycar ist ein „fliegendes Auto“ des Entwicklers Paul Moller, das nach dem Wunsch seines Entwicklers eines Tages den Pkw als Mittel des Individualverkehrs ablösen soll.

Paul Moller arbeitet seit den 1960er Jahren an VTOL-Flugzeugen (Vertical take-off and landing) und baute mehrere Funktionsprototypen.<ref name="FAQ"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zur Entwicklungshistorie des Skycar auf der Internetpräsenz des Herstellers Moller International (Memento vom 27. April 2013 im Internet Archive) (englisch); abgerufen am 24. April 2013.</ref> Die ersten Schwebeflüge mit dem zweisitzigen M200 Neuera fanden 2003 statt. Keiner der Prototypen kann außerhalb der Wirkkraft des Bodeneffekts fliegen.

Varianten

Neuera

Datei:Moller M200X.jpg
Das Moller Neuera


Das Moller Neuera (auch M200X Neuera genannt)<ref name="Neuera" /> ist ein 1989 konstruiertes fliegendes Auto in Form einer Flugscheibe. Der Durchmesser der Scheibe beträgt 10 ft (3,05 m).<ref name="Neuera"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zum Moller Neuera auf der Internetseite des Herstellers Moller International (Memento vom 6. Mai 2013 im Internet Archive) (englisch); abgerufen am 25. April 2012.</ref> Auf- und Vortrieb werden durch acht Mantelpropeller sichergestellt. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 100 mph (161 km/h) angegeben.<ref name="Neuera" />

Die Technologie des Neuera bildet die Grundlage für das Skycar.

Skycar 100 LS

Das Skycar 100 LS ist eine einsitzige Version des Skycar.<ref name="Skycar100LS"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zum Moller Skycar 100 LS auf der Internetseite des Herstellers Moller International (Memento vom 14. April 2013 im Internet Archive) (englisch); abgerufen am 25. April 2012.</ref> Es wird von zwei Mantelpropellern bewegt, die von je einem Rotapower Wankelmotor und einem Elektromotor angetrieben werden.<ref name="Skycar100LS" /> Die Gesamtleistung der Motoren wird mit 170 PS (125 kW) angegeben.<ref name="Skycar100LS" /> Es soll eine Höchstgeschwindigkeit von 280 mph (451 km/h) erreichen.<ref name="Skycar100LS" />

Skycar 200 LS

Datei:Moller Skycar M200M.jpg
Das Moller Skycar M200M

Das Skycar 200 LS ist eine zweisitzige Version des Skycar.<ref name="Skycar200LS"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zum Moller Skycar 200 LS auf der Internetseite des Herstellers Moller International (Memento vom 8. Mai 2013 im Internet Archive) (englisch); abgerufen am 19. April 2020.</ref> Es wird von zwei Mantelpropellern, die von je einem Rotapower Wankelmotor und einem Elektromotor angetrieben werden und einer weiteren Auftriebsdüse, angetrieben von zwei Elektromotoren, bewegt.<ref name="Skycar200LS" /> Die Gesamtleistung der Motoren wird mit 170 PS (125 kW) angegeben.<ref name="Skycar200LS" /> Es soll eine Höchstgeschwindigkeit von 242 mph (389 km/h) erreichen.<ref name="Skycar200LS" />

Skycar 400

Datei:Moller Skycar M400.jpg
Das Moller Skycar M400

Das viersitzige Modell M400 befand sich 2013 noch in der Entwicklungsphase. Eine von der FAA abgenommene Version bis 2017 angestrebt.<ref name="FAQ"/>

Ziel war ein Transportmittel, das ohne Zutun der Insassen senkrecht startet und landet und vollautomatisch zu jedem gewünschten in den Bordcomputer einprogrammierten Ort fliegt, so dass keine Privatpilotenlizenz und kein Führerschein notwendig wäre.<ref name="FAQ"/> Das Problem einer Zulassung als selbstfliegendes Fluggerät war 2013 noch ungelöst, so dass noch ein Pilotenschein benötigt wird.<ref name="FAQ"/>

Angestrebt war, dass die M400 in eine Garage passen, über ein Gesamtrettungssystem verfügen und zum vertiport genannten Startplatz rollen können soll. Acht Wankelmotoren sollten bei einer Reiseflughöhe von knapp 11.000 m eine Reisegeschwindigkeit von 496 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 533 km/h ermöglichen.<ref name="Datenblatt"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Datenblatt der M400 bei Moller International (Memento vom 20. April 2013 im Internet Archive) (englisch); abgerufen am 23. April 2013.</ref> Unter 3000 m darf nach geltenden Luftfahrtbestimmungen allerdings nicht schneller als 450 km/h geflogen werden. Als Benzinverbrauch wurde mit etwa 10 bis 14 l / 100 km, ein Wert im Bereich normaler Autos angestrebt. Der Verkaufspreis sollte zur Markteinführung 2017 bei etwa 500.000 US-Dollar (512.733 Euro; 392.668 Schweizer Franken) liegen, mittelfristig mit höheren Stückzahlen aber auf einen Preis vergleichbar mit normalen Autos, 60.000 bis 80.000 US-Dollar (51.273 bis 68.364 Euro; 47.120 bis 62.827 Schweizer Franken) sinken.<ref name="FAQ"/>

Autovolantor

Neben dem M400 arbeitet Moller unter dem Titel Autovolantor an einem Fluggerät, welches auf Basis eines Ferrari 599 GTB im Prinzip ein Pkw mit Flügeln ist.<ref name="Autovolantor"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Über den Autovolator auf der Internetpräsenz des Herstellers Moller International (Memento vom 11. April 2013 im Internet Archive) (englisch); abgerufen am 24. April 2013.</ref> Neben den Flügeln sorgen auch beim Autovolantor acht Mantelpropeller für Auf- und Vortrieb.<ref name="Autovolantor" />

Motorisierung

Moller stellt mit der Firma Freedom Motors unter dem Namen Rotapower selbstentwickelte preisgünstige Wankelmotoren her.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Über den Rotapower auf der Internetpräsenz von Moller International (Memento vom 12. Mai 2013 im Internet Archive) (englisch); abgerufen am 23. April 2013.</ref><ref name="FAQ"/> Sie erfüllen allerdings momentan noch nicht alle Anforderungen des Projekts M400. Die Hauptprobleme liegen im Benzinverbrauch und in der Geräuschentwicklung.

Kritik

In den USA wurden zuletzt zunehmend Stimmen laut, welche die Seriosität des Unternehmens in Frage stellen, das u. a. eine Verurteilung wegen Anlagebetrugs nur durch einen Vergleich über 50.000 US-Dollar (42.727,7 Euro; 39.266,8 Schweizer Franken) vermeiden konnte.<ref>Die US-amerikanische Börsenaufsicht zur Ermittlung gegen Moller International (englisch); abgerufen am 23. April 2013.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />