Mochau (Döbeln)
Mochau Stadt Döbeln
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(425)&title=Mochau 51° 8′ N, 13° 11′ O
{{#coordinates:51,135277777778|13,186944444444|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Mochau | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 248 m | |||||
| Fläche: | 4,53 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Mochau, Stadt Döbeln. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2026.</ref> | |||||
| Einwohner: | ca. 425 (15. Mai 2022) HW<ref name="EZ2022">Mochau: Ortsteil von Döbeln. (Aus 100 Meter-Gitter sowie Geometrien für "Ortslagen" berechnet). In: www.citypopulation.de - Population Statistics. Online-Dienst für Statistiken, abgerufen im Februar 2026.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 94 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2016 | |||||
| Postleitzahl: | 04720 | |||||
| Vorwahlen: | 03431, 034325 | |||||
Lage von Mochau in Sachsen
| ||||||
Mochau ist ein Ortsteil der Stadt Döbeln im sächsischen Landkreis Mittelsachsen und gleichzeitig der Name der Ortschaft Mochau. Die Ortschaft besteht aus den Ortsteilen Mochau selbst, Beicha, Choren, Dreißig, Geleitshäuser, Gertitzsch, Gödelitz, Großsteinbach, Juchhöh, Kleinmockritz, Leschen, Lüttewitz, Maltitz, Markritz, Meila, Nelkanitz, Petersberg, Präbschütz, Prüfern, Schallhausen, Schweimnitz, Simselwitz und Theeschütz.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 135 kB) § 1. In: Webauftritt. Stadt Döbeln, abgerufen im Februar 2026.</ref> Als Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung hat sie gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher. Ortschaft Mochau hat eine Fläche von 38,8 km³.
Geographie
Das Ortsgebiet liegt etwa fünf Kilometer nordöstlich der Kernstadt von Döbeln und 20 Kilometer westlich von Meißen im höchsten Teil der Lommatzscher Pflege (ca. 300 m über NN). Hier befindet sich die Wasserscheide zwischen dem Flüsschen Jahna und dem Ketzerbach.
Geschichte
Mochau wurde im Jahr 1090 in einer Schenkungsurkunde des Markgrafen Heinrich I. von Eilenburg erstmals urkundlich erwähnt. Dort befand sich zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert der Sitz eines Burgwardes, der mit vier urkundlichen Erwähnungen nach 1100 einer der meistdokumentierten Burgwardbezirke in Mittelsachsen darstellt.<ref>Gerhard Billig: Die Burgwardorganisation im obersächsisch-meißnischen Raum: archäologisch-archivalisch vergleichende Untersuchungen. Veröffentlichungen des Landesmuseums für Vorgeschichte Dresden 20, Dt. Verl. der Wiss, Berlin 1989, ISBN 3-326-00489-3. S. 119–121</ref>
Mochau gehörte, wie seine heutigen Ortsteile Lüttewitz, Prüfern (anteilig) und Theeschütz, später zum kursächsischen Amt Nossen. Dabei war nur Theeschütz keine Nossener Exklave im Kreisamt Meißen.
Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Präbschütz eingegliedert.
Am 1. Januar 1996 erfolgte der Zusammenschluss mit den vormaligen Gemeinden Beicha, Choren, Lüttewitz und Mochau zur Großgemeinde Mochau. Ortsteile waren Beicha, Choren, Dreißig, Geleitshäuser, Gertitzsch, Gödelitz, Großsteinbach, Juchhöh, Kleinmockritz, Leschen, Lüttewitz, Maltitz, Markritz, Meila, Mochau, Nelkanitz, Petersberg, Präbschütz, Prüfern, Schallhausen, Simselwitz, Schweimnitz und Theeschütz.
Zum 1. Januar 2016 wurde die Gemeinde in die Nachbarstadt Döbeln eingegliedert.<ref>StBA: Gebietsänderungen im Jahr 2016</ref>
Eingemeindungen
| Ehemalige Gemeinde | Datum | Anmerkung |
|---|---|---|
| Beicha<ref name=Statistisches-Landesamt-Sachsen>Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Gebietsänderungen</ref> | 01.01.1996 | |
| Choren<ref name=Gemeindeverzeichnis-1904>Gemeinde- und Ortsverzeichnis für das Königreich Sachsen, 1904, Herausgeber: Statistische Bureau des königlichen Ministeriums des Inneren</ref><ref name=Sachsenbuch>Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943</ref><ref name=Statistisches-Landesamt-Sachsen /> | 01.01.1877 01.01.1937 01.07.1993 |
Zusammenschluss mit Niedertoppschädel zu Choren-Toppschädel, Umbenennung von Choren-Toppschädel in Choren, Zusammenschluss mit Lüttewitz-Dreißig zu Lüttewitz |
| Choren-Toppschädel<ref name="Sachsenbuch" /> | 01.01.1937 | Umbenennung in Choren |
| Dreißig<ref name=Metzler-Poeschel /> | 10.10.1965 | Zusammenschluss mit Lüttewitz zu Lüttewitz-Dreißig |
| Gertitzsch<ref name="Metzler-Poeschel">Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt</ref><ref name=Verzeichnisse-eingemeindeten-Gemeinden>Verzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden und Nachweis über die Aufgliederung der selbständigen Gutsbezirke und Staatsforstreviere, 1952, Herausgeber: Ministerium des Innern des Landes Sachsen</ref> | 01.07.1950 01.01.1974 |
Eingemeindung nach Theeschütz, Umgliederung von Lüttewitz, OT Theeschütz nach Choren |
| Gödelitz, Gutsbezirk | um 1922 | Eingemeindung nach Beicha |
| Großsteinbach (Nieder-)<ref name=Metzler-Poeschel /> | 01.01.1969 | |
| Kleinmockritz<ref name=Metzler-Poeschel /><ref name=Verzeichnisse-eingemeindeten-Gemeinden /> | 01.07.1950 | Eingemeindung nach Dreißig |
| Leschen<ref name=Band-450-1933 /><ref name=Sachsenbuch /> | 01.11.1935 | Eingemeindung nach Lüttewitz |
| Lüttewitz<ref name=Metzler-Poeschel /><ref name=Statistisches-Landesamt-Sachsen /> | 10.10.1965 01.07.1993 01.01.1996 |
Zusammenschluss mit Dreißig zu Lüttewitz-Dreißig, Zusammenschluss von Lüttewitz-Dreißig und Choren zu Lüttewitz |
| Lüttewitz-Dreißig<ref name=Statistisches-Landesamt-Sachsen /> | 01.07.1993 | Zusammenschluss mit Choren zu Lüttewitz |
| Maltitz<ref name=Band-450-1933 /><ref name=Sachsenbuch /> | 01.11.1935 | Eingemeindung nach Lüttewitz |
| Markritz<ref name=Band-450-1933 /><ref name=Sachsenbuch /> | 01.11.1935 | Eingemeindung nach Lüttewitz |
| Meila<ref name=Band-450-1933>Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, 3. Auflage, Verlag für Sozialpolitik, Wirtschaft und Statistik GmbH, Berlin, 1936, Herausgeber Statistisches Reichsamt</ref> | 01.11.1935 | Eingemeindung nach Beicha |
| Nelkanitz<ref name=Band-450-1933 /> | 01.11.1935 | Eingemeindung nach Beicha |
| Niedertoppschädel<ref name=Gemeindeverzeichnis-1904 /> | 01.01.1877 | Zusammenschluss mit Choren zu Choren-Toppschädel |
| Obersteinbach<ref name=Sachsenbuch /> | 01.04.1936 | Eingemeindung nach Großsteinbach |
| Obertoppschädel<ref name=Gemeindeverzeichnis-1904 /> | vor 1875 | Eingemeindung nach Choren |
| Petersberg<ref name=Band-450-1933 /><ref name=Sachsenbuch /> | 01.11.1935 | Eingemeindung nach Lüttewitz |
| Präbschütz<ref name=Metzler-Poeschel /><ref name=Verzeichnisse-eingemeindeten-Gemeinden /> | 01.07.1950 | |
| Prüfern<ref name=Metzler-Poeschel /><ref name=Verzeichnisse-eingemeindeten-Gemeinden /> | 01.07.1950 | Eingemeindung nach Dreißig |
| Schallhausen<ref name=Metzler-Poeschel /><ref name=Verzeichnisse-eingemeindeten-Gemeinden /> | 01.01.1952 | Eingemeindung nach Simselwitz |
| Schweimnitz<ref name=Band-450-1933 /> | 01.11.1935 | Eingemeindung nach Beicha |
| Simselwitz<ref name=Metzler-Poeschel /> | 01.01.1968 | |
| Theeschütz<ref name=Metzler-Poeschel /> | 01.01.1960 | Eingemeindung nach Lüttewitz |
Politik
Im letzten Stadtrat seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilten sich die 14 Sitze folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen (in Klammern die prozentuale Stimmenverteilung bei der Wahl):
Letzter Bürgermeister war Gunter Weber.
Sehenswürdigkeiten
- Heimatstube Choren
- Schloss Schleinitz
- Ruine der Sommerkirche in Mochau
- Schloss Choren
Wirtschaft und Infrastruktur
Höchste Priorität hatte in der Gemeinde die Entwicklung eines neuen Gewerbegebietes „Am Fuchsloch“. Am 15. Juni 2007 war hier der erste Spatenstich für das europäische Entwicklungszentrum von „Signet Solar“, das ab Mitte 2008 ca. 130 Mitarbeiter beschäftigte. Am 4. Juni 2010 stellte Signet Solar einen Insolvenzantrag, derzeit ist der Geschäftsbetrieb eingestellt.
Verkehr
Durch die Ortsteile Choren und Juchhöh im Süden führte die B 175. Die Gemeinde war auch über die A 14 Anschluss Döbeln-Ost (etwa fünf Kilometer) zu erreichen. Bis 1969 bestanden im Ort und den Ortsteilen Simselwitz, Kleinmockritz und Beicha Stationen der ehemaligen Schmalspurbahn Wilsdruff–Gärtitz. Diese Stationen waren bedeutungsvoll während der Rübenkampagne für den Transport zur Zuckerfabrik Döbeln. Die umfangreichen Nebengebäude der Bahn sind noch gut erhalten, wie in Simselwitz das Stations- bzw. Empfangsgebäude. In Beicha befindet sich eine Schauanlage am ehemaligen Bahnhof.
Kommunale und kulturelle Einrichtungen
- Sportanlage Lüttewitz
- Turnhallen – Grundschule Mochau
- Kulturhaus Choren
- Sporthalle Choren
- Haus der Sachsenjugend, Mochau
Ansässige Unternehmen
- Solar Wagner in Choren
- Musikhaus Dassler in Choren
- Cotesa GmbH
Persönlichkeiten
- Wilhelm Oehmichen (1808–1884), Rittergutsbesitzer in Choren und Politiker, MdR, MdL
- August Hermann Kreyssig (1811–1889), über 44 Jahre Pastor in Beicha
Literatur
- Cornelius Gurlitt: Mochau. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 25. Heft: Amtshauptmannschaft Döbeln. C. C. Meinhold, Dresden 1903, S. 159.
Weblinks
- Atlas Mittelsachsen
- Mochau im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum
- Website der Stadt Döbeln.
Einzelnachweise
<references />
Stadtteile: Döbeln-Ost | Döbeln-Nord | Gärtitz | Großbauchlitz | Keuern | Kleinbauchlitz | Masten | Pommlitz | Sörmitz | Zschackwitz
Ortsteile: Döbeln mit Bormitz | Hermsdorf | Oberranschütz | Zschäschütz
Ortschaft Ebersbach mit Mannsdorf | Neudorf | Neugreußnig
Ortschaft Technitz mit Bischofswiese | Miera | Möckwitz | Nöthschütz
Ortschaft Ziegra mit Forchheim | Kleinlimmritz | Limmritz | Pischwitz | Schweta | Stockhausen | Töpeln | Wöllsdorf
Ortschaft Mochau mit Beicha | Choren | Dreißig | Geleitshäuser | Gertitzsch | Gödelitz | Großsteinbach mit Obersteinbach | Juchhöh | Kleinmockritz | Leschen | Lüttewitz | Maltitz | Markritz | Meila | Nelkanitz | Petersberg | Präbschütz | Prüfern | Schallhausen | Simselwitz | Schweimnitz | Theeschütz