Zum Inhalt springen

Mochau (Döbeln)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Mochau
Stadt Döbeln
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(425)&title=Mochau 51° 8′ N, 13° 11′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(425) 51° 8′ 7″ N, 13° 11′ 13″ O
 {{#coordinates:51,135277777778|13,186944444444|primary
dim=10000 globe= name=Mochau region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 248 m
Fläche: 4,53 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Mochau, Stadt Döbeln. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2026.</ref>
Einwohner: ca. 425 (15. Mai 2022) HW<ref name="EZ2022">Mochau: Ortsteil von Döbeln. (Aus 100 Meter-Gitter sowie Geometrien für "Ortslagen" berechnet). In: www.citypopulation.de - Population Statistics. Online-Dienst für Statistiken, abgerufen im Februar 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2016
Postleitzahl: 04720
Vorwahlen: 03431, 034325
Lage von Mochau in Sachsen
Datei:MochauKirche1.JPG
Sommerkirche Mochau
Datei:Bahnhofsareal Mochau.JPG
Ehemaliges Bahnhofsareal der Kleinbahn Wilsdruff-Gärtitz
Datei:Schauanlage Bahnhof Beicha 2015.JPG
Schauanlage im ehemaligen Bahnhofsbereich von Beicha der Schmalspurbahn Wilsdruff–Gärtitz

Mochau ist ein Ortsteil der Stadt Döbeln im sächsischen Landkreis Mittelsachsen und gleichzeitig der Name der Ortschaft Mochau. Die Ortschaft besteht aus den Ortsteilen Mochau selbst, Beicha, Choren, Dreißig, Geleitshäuser, Gertitzsch, Gödelitz, Großsteinbach, Juchhöh, Kleinmockritz, Leschen, Lüttewitz, Maltitz, Markritz, Meila, Nelkanitz, Petersberg, Präbschütz, Prüfern, Schallhausen, Schweimnitz, Simselwitz und Theeschütz.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 135 kB) § 1. In: Webauftritt. Stadt Döbeln, abgerufen im Februar 2026.</ref> Als Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung hat sie gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher. Ortschaft Mochau hat eine Fläche von 38,8 km³.

Geographie

Das Ortsgebiet liegt etwa fünf Kilometer nordöstlich der Kernstadt von Döbeln und 20 Kilometer westlich von Meißen im höchsten Teil der Lommatzscher Pflege (ca. 300 m über NN). Hier befindet sich die Wasserscheide zwischen dem Flüsschen Jahna und dem Ketzerbach.

Geschichte

Datei:20100330060DR Mochau (Döbeln) Dorfgemeinschaftshaus.jpg
Dorfgemeinschaftshaus Mochau

Mochau wurde im Jahr 1090 in einer Schenkungsurkunde des Markgrafen Heinrich I. von Eilenburg erstmals urkundlich erwähnt. Dort befand sich zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert der Sitz eines Burgwardes, der mit vier urkundlichen Erwähnungen nach 1100 einer der meistdokumentierten Burgwardbezirke in Mittelsachsen darstellt.<ref>Gerhard Billig: Die Burgwardorganisation im obersächsisch-meißnischen Raum: archäologisch-archivalisch vergleichende Untersuchungen. Veröffentlichungen des Landesmuseums für Vorgeschichte Dresden 20, Dt. Verl. der Wiss, Berlin 1989, ISBN 3-326-00489-3. S. 119–121</ref>

Mochau gehörte, wie seine heutigen Ortsteile Lüttewitz, Prüfern (anteilig) und Theeschütz, später zum kursächsischen Amt Nossen. Dabei war nur Theeschütz keine Nossener Exklave im Kreisamt Meißen.

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Präbschütz eingegliedert.

Am 1. Januar 1996 erfolgte der Zusammenschluss mit den vormaligen Gemeinden Beicha, Choren, Lüttewitz und Mochau zur Großgemeinde Mochau. Ortsteile waren Beicha, Choren, Dreißig, Geleitshäuser, Gertitzsch, Gödelitz, Großsteinbach, Juchhöh, Kleinmockritz, Leschen, Lüttewitz, Maltitz, Markritz, Meila, Mochau, Nelkanitz, Petersberg, Präbschütz, Prüfern, Schallhausen, Simselwitz, Schweimnitz und Theeschütz.

Zum 1. Januar 2016 wurde die Gemeinde in die Nachbarstadt Döbeln eingegliedert.<ref>StBA: Gebietsänderungen im Jahr 2016</ref>

Eingemeindungen

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Beicha<ref name=Statistisches-Landesamt-Sachsen>Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Gebietsänderungen</ref> 01.01.1996
Choren<ref name=Gemeindeverzeichnis-1904>Gemeinde- und Ortsverzeichnis für das Königreich Sachsen, 1904, Herausgeber: Statistische Bureau des königlichen Ministeriums des Inneren</ref><ref name=Sachsenbuch>Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943</ref><ref name=Statistisches-Landesamt-Sachsen /> 01.01.1877
01.01.1937
01.07.1993
Zusammenschluss mit Niedertoppschädel zu Choren-Toppschädel,
Umbenennung von Choren-Toppschädel in Choren,
Zusammenschluss mit Lüttewitz-Dreißig zu Lüttewitz
Choren-Toppschädel<ref name="Sachsenbuch" /> 01.01.1937 Umbenennung in Choren
Dreißig<ref name=Metzler-Poeschel /> 10.10.1965 Zusammenschluss mit Lüttewitz zu Lüttewitz-Dreißig
Gertitzsch<ref name="Metzler-Poeschel">Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt</ref><ref name=Verzeichnisse-eingemeindeten-Gemeinden>Verzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden und Nachweis über die Aufgliederung der selbständigen Gutsbezirke und Staatsforstreviere, 1952, Herausgeber: Ministerium des Innern des Landes Sachsen</ref> 01.07.1950
01.01.1974
Eingemeindung nach Theeschütz,
Umgliederung von Lüttewitz, OT Theeschütz nach Choren
Gödelitz, Gutsbezirk um 1922 Eingemeindung nach Beicha
Großsteinbach (Nieder-)<ref name=Metzler-Poeschel /> 01.01.1969
Kleinmockritz<ref name=Metzler-Poeschel /><ref name=Verzeichnisse-eingemeindeten-Gemeinden /> 01.07.1950 Eingemeindung nach Dreißig
Leschen<ref name=Band-450-1933 /><ref name=Sachsenbuch /> 01.11.1935 Eingemeindung nach Lüttewitz
Lüttewitz<ref name=Metzler-Poeschel /><ref name=Statistisches-Landesamt-Sachsen /> 10.10.1965
01.07.1993
01.01.1996
Zusammenschluss mit Dreißig zu Lüttewitz-Dreißig,
Zusammenschluss von Lüttewitz-Dreißig und Choren zu Lüttewitz
 
Lüttewitz-Dreißig<ref name=Statistisches-Landesamt-Sachsen /> 01.07.1993 Zusammenschluss mit Choren zu Lüttewitz
Maltitz<ref name=Band-450-1933 /><ref name=Sachsenbuch /> 01.11.1935 Eingemeindung nach Lüttewitz
Markritz<ref name=Band-450-1933 /><ref name=Sachsenbuch /> 01.11.1935 Eingemeindung nach Lüttewitz
Meila<ref name=Band-450-1933>Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, 3. Auflage, Verlag für Sozialpolitik, Wirtschaft und Statistik GmbH, Berlin, 1936, Herausgeber Statistisches Reichsamt</ref> 01.11.1935 Eingemeindung nach Beicha
Nelkanitz<ref name=Band-450-1933 /> 01.11.1935 Eingemeindung nach Beicha
Niedertoppschädel<ref name=Gemeindeverzeichnis-1904 /> 01.01.1877 Zusammenschluss mit Choren zu Choren-Toppschädel
Obersteinbach<ref name=Sachsenbuch /> 01.04.1936 Eingemeindung nach Großsteinbach
Obertoppschädel<ref name=Gemeindeverzeichnis-1904 /> vor 1875 Eingemeindung nach Choren
Petersberg<ref name=Band-450-1933 /><ref name=Sachsenbuch /> 01.11.1935 Eingemeindung nach Lüttewitz
Präbschütz<ref name=Metzler-Poeschel /><ref name=Verzeichnisse-eingemeindeten-Gemeinden /> 01.07.1950
Prüfern<ref name=Metzler-Poeschel /><ref name=Verzeichnisse-eingemeindeten-Gemeinden /> 01.07.1950 Eingemeindung nach Dreißig
Schallhausen<ref name=Metzler-Poeschel /><ref name=Verzeichnisse-eingemeindeten-Gemeinden /> 01.01.1952 Eingemeindung nach Simselwitz
Schweimnitz<ref name=Band-450-1933 /> 01.11.1935 Eingemeindung nach Beicha
Simselwitz<ref name=Metzler-Poeschel /> 01.01.1968
Theeschütz<ref name=Metzler-Poeschel /> 01.01.1960 Eingemeindung nach Lüttewitz
Datei:20150420710DR Gödelitz (Mochau) Gut Gödelitz.jpg
Ost-West-Forum Gut Gödelitz

Politik

Im letzten Stadtrat seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilten sich die 14 Sitze folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen (in Klammern die prozentuale Stimmenverteilung bei der Wahl):

  • Wählervereinigung Mochau (WvM): 9 Sitze (65,5 %)
  • CDU: 4 Sitze (27,4 %)
  • FDP: 1 Sitz (7,1 %)

Letzter Bürgermeister war Gunter Weber.

Sehenswürdigkeiten

Datei:ChorenSchloß1.jpg
Spätbarockes Schloss in Choren
Datei:20100330045DR Mochau (Döbeln) Sommerkirche ohne Dach.jpg
Kirchenruine Mochau, sog. Sommerkirche

Wirtschaft und Infrastruktur

Höchste Priorität hatte in der Gemeinde die Entwicklung eines neuen Gewerbegebietes „Am Fuchsloch“. Am 15. Juni 2007 war hier der erste Spatenstich für das europäische Entwicklungszentrum von „Signet Solar“, das ab Mitte 2008 ca. 130 Mitarbeiter beschäftigte. Am 4. Juni 2010 stellte Signet Solar einen Insolvenzantrag, derzeit ist der Geschäftsbetrieb eingestellt.

Verkehr

Durch die Ortsteile Choren und Juchhöh im Süden führte die B 175. Die Gemeinde war auch über die A 14 Anschluss Döbeln-Ost (etwa fünf Kilometer) zu erreichen. Bis 1969 bestanden im Ort und den Ortsteilen Simselwitz, Kleinmockritz und Beicha Stationen der ehemaligen Schmalspurbahn Wilsdruff–Gärtitz. Diese Stationen waren bedeutungsvoll während der Rübenkampagne für den Transport zur Zuckerfabrik Döbeln. Die umfangreichen Nebengebäude der Bahn sind noch gut erhalten, wie in Simselwitz das Stations- bzw. Empfangsgebäude. In Beicha befindet sich eine Schauanlage am ehemaligen Bahnhof.

Kommunale und kulturelle Einrichtungen

  • Sportanlage Lüttewitz
  • Turnhallen – Grundschule Mochau
  • Kulturhaus Choren
  • Sporthalle Choren
  • Haus der Sachsenjugend, Mochau

Ansässige Unternehmen

  • Solar Wagner in Choren
  • Musikhaus Dassler in Choren
  • Cotesa GmbH

Persönlichkeiten

Literatur

  • Cornelius Gurlitt: Mochau. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 25. Heft: Amtshauptmannschaft Döbeln. C. C. Meinhold, Dresden 1903, S. 159.

Weblinks

Commons: Mochau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende