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Mirror-Syndrom

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Das Mirror-Syndrom (synonym Triple-Ödem, Ballantyne-Syndrom) bezeichnet ein selten in der Schwangerschaft auftretendes Krankheitsbild, welches durch das gleichzeitige Vorhandensein von mütterlichen Ödemen und einem fetalen Hydrops gekennzeichnet ist.<ref name="fetal">Thorsten Braun, Martin Brauer, Ilka Fuchs, Christoph Czernik, Joachim Wolfram Dudenhausen, Wolfgang Henrich, Nanette Sarioglu: Mirror Syndrome: A Systematic Review of Fetal Associated Conditions, Maternal Presentation and Perinatal Outcome. In: Fetal Diagnosis and Therapy. Nr. 27, 2010, S. 191–203, doi:10.1159/000305096.</ref>

Der Name Mirror-Syndrom bezieht sich auf die Ähnlichkeit zwischen den mütterlichem Ödemen und dem fetalen Hydrops. Die Erstbeschreibung erfolgte 1892 durch John William Ballantyne.

Häufigkeit

Die Krankheit ist sehr selten, auch wenn angenommen werden muss, dass sie nicht jedes Mal richtig erkannt wird. In einer systematischen Übersichtsarbeit von 2010 wurden insgesamt 56 Fallberichte gefunden.<ref name="fetal" />

Ursachen

Die Pathogenese und die Pathophysiologie des Mirror-Syndroms sind derzeit unklar.<ref name="fetal" /> Die Ursachen für einen fetalen Hydrops können unter anderem sein:

Symptome der Mutter

Auch wenn die mütterlichen Symptome denen einer Präeklampsie ähneln, haben die beiden Krankheiten nichts miteinander zu tun.<ref>Das Mirror-Syndrom: Wasseransammlungen bei der Schwangeren und ihrem Feten. In: Gyn-Depesche, 6/2003; gfi-online.de</ref>

Symptome des Feten

Beim Feten zeigen sich ein

Differentialdiagnose

Therapie

Eine kausale Therapie besteht nicht, bei entsprechendem Krankheitsverlauf ist eine rasche Entbindung anzustreben. Kann jedoch die Ursache des fetalen Hydrops beseitigt werden, bessern sich auch die mütterlichen Symptome rasch.<ref>Y. Singh, Brig S. K. Kathpalia, Maj S. Singh: Ballantyne Syndrome in Rhesus Isoimmunised Pregnancy. In: MJAFI. Nr. 66, 2010, S. 283–284 (nic.in [PDF; 68 kB]).</ref> Während die mütterlichen Symptome auch nach der Entbindung rückläufig sind und damit die mütterliche Prognose gut ist, ist die fetale Prognose vom Schwangerschaftsalter bei Entbindung und von der zugrunde liegenden fetalen Grunderkrankung abhängig.<ref name="fetal" />

Einzelnachweise

<references />

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