Merkur Spielbanken NRW
| Merkur Spielbanken NRW GmbH | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1976 (Westspiel) |
| Sitz | Duisburg, Deutschland |
| Leitung | David Schnabel, Björn Hohlt |
| Mitarbeiterzahl | ca. 1.124 (2023) |
| Umsatz | 4,23 Milliarden Euro (2022) |
| Branche | Betrieb von Spielbanken |
| Website | https://www.merkur-spielbanken.de/ |
| Stand: 26. Dezember 2023 | |
Das Unternehmen Merkur Spielbanken NRW (Eigenschreibweise: MERKUR SPIELBANKEN NRW, vollständig MERKUR SPIELBANKEN NRW GmbH) ist ein Spielbankenbetreiber in Deutschland mit Sitz in Duisburg. Eigentümer des Unternehmens ist seit 2021 die Gauselmann-Gruppe.<ref>Land NRW verkauft WestSpiel-Casinos für Riesen-Summe. 2. September 2021, abgerufen am 23. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zuvor befand sich die Merkur Spielbanken NRW unter der Firmierung Westspiel im Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen<ref>Klaus Buske: Spiel mit verdeckten Karten. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 25. Februar 2009, abgerufen am 30. September 2012.</ref>, indirekt gehalten über die NRW.Bank.<ref name="nrw2002" /> Der Marktanteil des Unternehmens am Spielbankenmarkt in Deutschland betrug zuletzt rund 20 Prozent.<ref name="AN20110412">Westspiel-Casinos werfen erneut weniger Spielerträge ab. In: Aachener Nachrichten. 12. April 2011 (online [abgerufen am 30. September 2012]).</ref> Das Unternehmen brachte von 2002 bis 2012 ein eigenes Magazin, Casino live verlegt von Hoffmann und Campe, heraus.<ref>Hoffmann und Campe und WestSpiel Gruppe launchen 'Casino live'. In: New Business. 3. Januar 2002 (online [abgerufen am 30. September 2012]).</ref> Am 8. Mai 2018 beschloss die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen die Privatisierung von Westspiel.<ref name=":1">NRW verkauft seine Spielbanke. In: WDR. 8. Mai 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Mai 2018; abgerufen am 7. Juli 2020.</ref> Im Dezember 2020 erhielt das Unternehmen für seine Konzession eine Verlängerung von 15 Jahren.<ref>Dienstleistungen – 615286-2020 – TED Tenders Electronic Daily. Abgerufen am 18. März 2021.</ref><ref>Bieterverfahren eröffnet: Westspiel-Verkauf hat begonnen. In: Zeit Online. Abgerufen am 18. März 2021.</ref> 2021 fiel dann die Entscheidung, dass die Anteile des Landes an die Gauselmann-Gruppe verkauft werden sollen<ref name="Gauselmann">Gauselmann-Gruppe übernimmt WestSpiel-Casinos. 30. Juli 2020, abgerufen am 7. August 2020.</ref> was zum 1. September 2021 erfolgte, seitdem firmiert die Westspiel als „Merkur Spielbanken NRW“.<ref name="unternehmen"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Unternehmen ( vom 4. März 2021 im Internet Archive)</ref> Das Unternehmen ist Namensgeber an der Merkur Spiel-Arena in Düsseldorf und sollte auch in Aachen zum Namensgeber des Tivoli werden, der Vertrag wurde jedoch nicht unterzeichnet.
Standorte
Das Unternehmen betreibt in Deutschland folgende Spielbanken:
- Spielbank Aachen (seit Juli 1976)
- Spielbank Bad Oeynhausen (seit 1980)<ref>Spielbank Bad Oeynhausen. Merkur Spielbanken, abgerufen am 12. April 2024.</ref>
- Spielbank Bremen (bis September 2021)
- Automatenspiel Bremerhaven (bis September 2021)
- Spielbank Erfurt (2005–2014)
- Spielbank Hohensyburg, Dortmund (seit Juni 1985 und auf Platz 2 unter den deutschen Spielbanken)<ref>Weniger Besucher, weniger Ertrag. Casino büßt Spitzenplatz ein. In: Neue Ruhr Zeitung. 3. Mai 2009 (online [abgerufen am 30. September 2012]).</ref>
- Spielbank Duisburg (seit Februar 2007 und auf Platz 1 unter den deutschen Spielbanken)<ref>Thomas Richter: 5 Jahre Casino Duisburg - „Wir sind nicht so plüschig“. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 18. Februar 2012, abgerufen am 13. Dezember 2012.</ref>
- Spielbank Monheim (seit März 2023)<ref>Spielbank Monheim. Merkur Spielbanken, abgerufen am 30. Juni 2022.</ref>
Im Jahr 2019 zählten die Spielbanken rund 1,02 Millionen Besucher.<ref name="unternehmen" />
Im Zuge der Konzessionsverlängerung entstand für das Unternehmen die Möglichkeit, zwei weitere Casino-Standorte in NRW zu eröffnen.<ref>Bieter-Poker um Westspiel eröffnet. Abgerufen am 16. Juni 2021.</ref><ref>Private Spielbanken in NRW? Abgerufen am 16. Juni 2021.</ref>
Geschichte
Das Unternehmen gehörte bis 2002 zur WestLB.<ref name="Spiegel342001" /> Seit der Aufspaltung der WestLB im Jahr 2002 in eine Geschäftsbank und in die NRW.Bank als Förderbank gehörte es zur NRW-Bank.<ref name="nrw2002">NRW.Bank (Hrsg.): Geschäftsbericht 2002. 2003, S. 78 (online [PDF; 2,0 MB; abgerufen am 30. September 2012]).</ref>
Mit sechs Spielbanken, rund 1020 Mitarbeitern und knapp einer Million Besuchen jährlich war Westspiel im Jahr 2019 das führende Branchenunternehmen in Deutschland. Zum Unternehmen zählen damals die vier NRW-Spielbanken in Aachen, Bad Oeynhausen, Dortmund-Hohensyburg und Duisburg sowie die Spielbanken in Bremen und Bremerhaven.<ref name="westspiel"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Unternehmenswebseite ( vom 20. November 2018 im Internet Archive)</ref>
Von Anfang der 1990er Jahre<ref>Schicker Standort. In: Der Spiegel. Heft 20/1990, 14. Mai 1990 (online [abgerufen am 1. Oktober 2012]).</ref> bis zum Jahr 2001 betrieb Westspiel die Spielbank Kassel. Neuer Betreiber wurde die SIM Spielbanken Investitions-Beteiligungs und Management GmbH & Co KG, eine Tochter der Deutschen Sporthilfe und Novomatic AG.<ref>Stadt Kassel (Hrsg.): Spielbank Kassel blickt in attraktive Zukunft. 7. August 2001 (online [abgerufen am 1. Oktober 2012]).</ref>
2002 wurde die Tochterfirma WestSpiel-Entertainment GmbH (WSE) ins Leben gerufen. Seit der Übernahme durch die Gauselmann-Gruppe firmiert sie unter Merkur-Entertainment GmbH. Das Unternehmen betreibt die Gastronomie in den Spielbanken mit Restaurants, Bars und Catering. Dazu organisieren sie an den Standorten zahlreiche Veranstaltungen und Konzerte.
Im Dezember 2019 eröffnete die EU-Kommission gegen Deutschland ein förmliches Beihilfeprüfverfahren wegen mutmaßlicher finanzieller Beihilfen für Westspiel,<ref>EU-Untersuchungen zu Spielbanken. (PDF) 31. Januar 2020, abgerufen am 6. Dezember 2020.</ref><ref>Staatliche Beihilfen — Deutschland — Staatliche Beihilfe SA.48580 (2017/FC) — Mutmaßliche Beihilfemaßnahmen für WestSpiel — Aufforderung zur Stellungnahme nach Artikel 108 Absatz 2 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen UnionVorlage:Abrufdatum. In: Amtsblatt der Europäischen Union. C, Nr. 59, 21. Februar 2020, S. 14–29.</ref> nachdem eine Untersuchung festgestellt hatte, dass Spielbanken in einem unmittelbaren Konkurrenzverhältnis zu Spielhallen stehen.<ref>Staatliche Beihilfe SA.48580 (2017/FC)— Mutmaßliche Beihilfemaßnahmen für WestSpiel. (PDF) Abgerufen am 19. März 2021.</ref>
Entwicklung
Bruttospielertrag
| Bruttospielertrag (BSE) in T€ | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Aachen | 12.600 | 9.700 | 8.207 | 7.513 | 7.009 |
| Bad Oeynhausen | 15.100 | 11.500 | 9.208 | 8.197 | 8.210 |
| Hohensyburg | 34.900 | 26.800 | 23.559 | 23.808 | 24.755 |
| WestSpiel KG | 62.600 | 47.900 | 40.974 | 39.518 | 39.973 |
| Duisburg | 54.600 | 44.400 | 40.340 | 40.904 | 39.640 |
| WestSpiel NRW | 117.200 | 92.300 | 81.314 | 80.422 | 79.613 |
| Bremen/Bremerhaven | 19.600 | 15.400 | 13.145 | 11.622 | 10.375 |
| Summe | 136.800 | 107.700 | 94.459 | 92.044 | 89.988 |
Insgesamt wurden die Bruttospielerträge (BSE) im Geschäftsjahr 2019 gesteigert. Es wurden an allen sechs Standorten Bruttospielerträge in Höhe von 138,8 Millionen Euro (+27,01 %; 2018: 107,7 Mio. Euro) erwirtschaftet.
Spielbankabgabe
| Spielbankabgabe in T€ | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Aachen | 5.700 | 4.400 | 3.693 | 3.381 | 3.154 |
| Bad Oeynhausen | 6.800 | 5.200 | 4.144 | 3.688 | 3.694 |
| Hohensyburg | 17.700 | 13.200 | 11.457 | 11.595 | 12.115 |
| WestSpiel KG | 30.200 | 22.800 | 19.294 | 18.664 | 18.964 |
| Duisburg | 28.500 | 22.900 | 20.687 | 20.997 | 20.302 |
| WestSpiel NRW | 58.700 | 45.600 | 39.981 | 39.661 | 39.266 |
| Bremen/Bremerhaven | 7.100 | 4.700 | 3.814 | 3.254 | 2.594 |
| Summe | 65.800 | 50.400 | 43.795 | 42.915 | 41.859 |
Westspiel hat im Geschäftsjahr 2019 über die Spielbankabgabe 65,8 Mio. Euro (+30,5 %; 2018: 50,4 Mio. Euro) an die öffentliche Hand abgeführt.
Besuche
| Besuche in T | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Aachen | 103 | 89 | 87 | 83 | 81 |
| Bad Oeynhausen | 115 | 95 | 94 | 81 | 81 |
| Hohensyburg | 258 | 238 | 259 | 278 | 299 |
| WestSpiel KG | 476 | 422 | 439 | 441 | 461 |
| Duisburg | 393 | 366 | 377 | 381 | 381 |
| WestSpiel NRW | 869 | 788 | 816 | 822 | 842 |
| Bremen/Bremerhaven | 159 | 128 | 120 | 110 | 106 |
| Summe | 1.028 | 916 | 936 | 932 | 948 |
An den sechs Standorten in Aachen, Bad Oeynhausen, Bremen, Bremerhaven, Dortmund-Hohensyburg und Duisburg wurden 2019 rund 1.028.000 Besuche gezählt. Damit liegt die Anzahl der Besuche leicht über dem Niveau des Vorjahres (+12,2; 2018: 916.000).
Mitarbeiterzahl
| 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Summe | 1.020 | 989 | 1.026 | 1.066 | 1.057 |
Umsatz
Mit einem Umsatz von 351 Millionen DM, in den sechs Spielbanken (Aachen, Bad Oeynhausen, Hohensyburg, Bremen, Kassel und Berlin), wurde das Jahr 1998 abgeschlossen.<ref>Andreas Ulrich: Moment des Leidens. In: Der Spiegel. Heft 50/1999, 13. Dezember 1999 (online [abgerufen am 1. Oktober 2012]).</ref> Das Jahr 2000 war mit einem Umsatz von 422 Mio. DM das erfolgreichste Jahr. 338 Mio. DM gingen in diesem Jahr an Spielbankabgabe an die Kommunen.<ref>Der Rubel rollt in den NRW-Casino. In: Westfälische Rundschau. 15. Februar 2001 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />online ( vom 16. Oktober 2005 im Internet Archive) [abgerufen am 20. März 2013] Bereitgestellt auf Fachverband Glücksspiel).</ref> 2007 wurden 176 Millionen Euro Umsatz erzielt.<ref>Dietmar Seher: Casinos geht das Glück aus. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 7. Februar 2010, abgerufen am 1. Oktober 2012.</ref> 2008 brachten die Spieler der Westspiel 130 Millionen Euro Umsatz.<ref name="nrz20090714">Der Betreiber Westspiel. In: Neue Ruhr Zeitung. 14. Juli 2009 (online [abgerufen am 30. September 2012]).</ref> Im Jahr 2009 betrug der Umsatz 125 Millionen Euro. Damit konnte sie ihren Marktanteil von zwanzig Prozent in Deutschland halten.<ref name="AN20110412" /> 2010 wurden von 1,16 Millionen Besuchern 109,225 Millionen Euro umgesetzt. Hiervon wurden 60,583 Millionen Euro an Spielbankabgabe abgeführt.<ref>WestSpiel (Hrsg.): Unternehmen. (online [abgerufen am 30. September 2012]).</ref> Die umsatzstärksten Häuser Dortmund und Duisburg standen für knapp 75 Prozent der Umsätze.<ref name="nrz20090714" /> 2014 konnte Westspiel nur durch den umstrittenen Verkauf von zwei Warhol-Bildern für insgesamt 111,4 Millionen Euro einen Überschuss erzielen. 866.000 Menschen besuchten die NRW-Spielbanken, halb so viel wie zehn Jahre zuvor.<ref>Rheinische Post 27. Oktober 2015 S. B1: NRW-Casinos machen anhaltend Verluste</ref> Nachdem im Jahr 2016 bereits einen Verlust in Höhe von 2,9 Millionen Euro erzielt wurde,<ref name=":0">Westspiel-Privatisierung: Jetzt geht es um die Zukunft der Casinos in NRW. 8. Mai 2018, abgerufen am 4. Dezember 2020.</ref><ref>General-Anzeiger Bonn: Glücksspiel: NRW-Landesregierung will Westspiel privatisieren. 7. Mai 2018, abgerufen am 4. Dezember 2020.</ref> meldete Westspiel im Jahr 2018 ein Minus von 1,2 Millionen Euro.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />NRW-Finanzminister stellt klar: Keine Westspiel-Schiebereien zu Lasten des Landes ( vom 2. August 2021 im Internet Archive)</ref> Im Mai 2018 plante die Landesregierung NRW die Spielbanken zu privatisieren und ist auf der Suche nach einem potenziellen Käufer.<ref name=":0" />
Kritik
1998 wurden Manipulationen beim Zählen des Geldes in der Spielbank Bad Oeynhausen aufgedeckt. Neben Mitarbeitern der Spielbank sollen auch Finanzbeamte involviert gewesen sein. In dem Zusammenhang forderte die Westspiel von den Beschuldigten 1,9 Millionen DM als Schadensersatz.<ref name="Spiegel342001">Die Casino-Bande. In: Der Spiegel. Heft 34/2001, 20. August 2001, S. 32–34 (online [abgerufen am 30. September 2012]).</ref> Weiterhin sollen Privatdetektive in der Schweiz Nachforschungen bei Banken betrieben haben, um Schwarzkonten der Beschuldigten zu entdecken.<ref>Beate Balzli: Schnüffeln auf eigene Faust. In: Der Spiegel. Heft 49/2001, 3. Dezember 2001 (online [abgerufen am 30. September 2012]).</ref>
Anfang der 2000er Jahre wurde Westspiel von spielsüchtigen Besuchern auf Schadensersatz verklagt, weil das Unternehmen seiner Zugangskontrollpflichten nicht nachgekommen sei.<ref>Dietmar Hipp und Merlind Theile: Süchtig und verzockt – Geld zurück. In: spiegel online. 29. Dezember 2006 (online [abgerufen am 1. Oktober 2012]).</ref> Die Besucher hatten zu ihrem eigenen Schutz eine Selbstsperre für Spielbanken beantragt.<ref>Clemens von Frentz: Spielsucht ausgenutzt? In: Manager Magazin. 18. September 2001 (online [abgerufen am 1. Oktober 2012]).</ref> Als Ergebnis dieser Klagen urteilte der Bundesgerichtshof, dass die Spielbanken regresspflichtig sind, wenn sie die Zugänge zum Spielbereich nicht kontrollieren.<ref>Casinos müssen gesperrte Spielsüchtige besser kontrollieren. In: Spiegel Online. 22. November 2007 (online [abgerufen am 1. Oktober 2012] Aktenzeichen: Bundesgerichtshof III ZR 9/07).</ref>
Im Juni 2008 kam es zu einem Streik der Croupiers an der Spielbank Duisburg.<ref>Vom Spieltisch auf die Straße: Croupiers streiken. In: Westfälische Rundschau. Funke Mediengruppe, 24. Juni 2008, abgerufen am 30. September 2012.</ref> Grund waren die seit 1996 nicht erhöhten Gehälter für die Beschäftigten. Zudem klagen die Beschäftigen über eine intransparente Verteilung des Tronc.<ref>Katja Sponholz: Croupiers sind die Casino-Verlierer. In: Westfälische Rundschau. Funke Mediengruppe, 27. August 2008, abgerufen am 30. September 2012.</ref> Viele Jahre war dies kein Problem, da die Besucher ausreichend Geld in den Tronc gaben. Doch seit dem Niedergang im Glücksspielbereich sinken die Tronceinnahmen. Hierdurch fielen die Einkommen der Beschäftigten in den Bereich des Tarifvertrages.<ref>Klaus Buske und M. Kohlstadt: Spielbank Hohensyburg büßt Umsatz und Besucher ein. In: Westfälische Rundschau. Funke Mediengruppe, 19. August 2008, abgerufen am 30. September 2012.</ref>
Im Zusammenhang mit der Umstrukturierung von Westspiel im Jahr 2010 sollen Betriebsräte von Westspiel „gekauft“ worden sein.<ref>Dirk Berger: Westspiel soll Casino-Betriebsräte gekauft haben. In: Westfälische Rundschau. 15. Mai 2010 (online [abgerufen am 30. September 2012]).</ref>
Westspiel ließ 2014 zwei Gemälde von Andy Warhol im Auktionshaus Christie’s in New York versteigern, die zuvor zur Ausstattung der Spielbank Aachen gehörten. Die Bilder Triple Elvis und Four Marlons wechselten für zusammen 151,5 Millionen US-Dollar den Besitzer; davon entfielen 16,1 Millionen auf Prämienzahlungen an das Auktionshaus.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rekordpreise auf dem Kunstmarkt: Nur aufgeheizt oder schon überheizt? ( vom 9. Dezember 2014 im Internet Archive) In: tagesschau.de, abgerufen am 5. Dezember 2014.</ref> Mit dem Erlös will Westspiel defizitäre Spielbanken sanieren. Kulturstaatsministerin Monika Grütters kritisierte den Verkauf von Kulturgut, „um damit Löcher im Haushalt zu stopfen“.<ref>Umstrittener Verkauf aus NRW: Warhol-Bilder bringen150 Millionen Dollar Artikel in Spiegel Online vom 13. November 2014.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />