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Medien in Äthiopien

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Die Medienlandschaft in Äthiopien besteht aus Fernsehen und Hörfunk, welche großteils unter der Kontrolle der äthiopischen Regierung stehen, sowie aus privaten Zeitungen und Magazinen.

Im Vergleich mit der 2000-jährigen Geschichte Äthiopiens als einer unabhängige Nation ist die Geschichte der Medien in Äthiopien ein sehr aktuelles Phänomen.

Medienlandschaft

Rundfunk

Der äthiopische Rundfunk teilt sich in einen öffentlichen, einen kommerziellen und einen kommunalen Sektor unter Aufsicht der Ethiopian Broadcasting Authority (EBA, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)).<ref>Broadcasting Service Proclamation No. 533/2007; KAS: Media Law Handbook for Eastern Africa, Bd. 1 (2016), S. 239 ff.</ref>

Der öffentliche Sektor besteht aus der Ethiopian Broadcasting Corporation (EBC, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) des Bundes sowie den Medienorganisationen der Regionen,<ref>EBA: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Public broadcasting sites (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. Juli 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eba.gov.et (auf Amharisch)</ref> beispielsweise

Der kommerzielle Sektor umfasst ca. 20 Fernseh- und über 10 Hörfunkstationen.<ref>EBA: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Commercial broadcasting sites (Memento des Vorlage:IconExternal vom 31. Mai 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eba.gov.et (auf Amharisch)</ref> Eine besondere Stellung nimmt dabei die 1994 aus einem Untergrundsender hervorgegangene Fana Broadcasting Corporate (FBC, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))<ref>fanabc.com (auf Amharisch, Englisch, Oromo, Tigrinya, Afar, Somali)</ref> ein, die im Eigentum der parteinahen Unternehmen EFFORT (TPLF), Tiret (ANDM), Tumsa (OPDO) und Wondo (SEPDM) steht.<ref>addisfortune.news: Fana names new CEO (2019)</ref> Erster rein privater Rundfunksender war 2007 Sheger FM.<ref>shegerfm.com (auf Amharisch); Abraham Tekle Hagos: Applications and Challenges of Legal Tools of Private Media in Ethiopia: The Case of Sheger 102.1 FM Radio Station (2019)</ref>

Der kommunale Sektor setzt sich aus zahlreichen kleinen Hörfunkstationen zusammen.<ref>EBA: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Community broadcasting sites (Memento des Vorlage:IconExternal vom 31. Mai 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eba.gov.et (auf Amharisch)</ref>

Printmedien

Printmedien können, wegen der hohen Armutsquote, der daraus resultierenden niedrigen Alphabetisierungsquote und der geringen Streuung außerhalb der Hauptstadt, nur einem kleinen Anteil der Bevölkerung angeboten werden. Der Mangel an der Verbreitung spiegelt sich an der Knappheit der Vielfalt von der offiziellen Presse wider.<ref>Äthiopisches Landesprofil (PDF; 161 kB). Library of Congress Federal Research Division (April 2005).</ref> Seit dem Ende des Äthiopischen Bürgerkrieges begannen private Zeitungen und Magazine zu erscheinen; dieser Sektor des Medienmarktes beginnt zu wachsen – trotz der hartnäckigen Regulierung seitens der äthiopischen Regierung von Ministerpräsident Meles Zenawi und dem Auf und Ab der Wirtschaft Äthiopiens. Obwohl die derzeitige Regierung zuhause den Druck auf die Medien erhöht, half die immer wohlhabender werdende und kosmopolitisch gesinnte äthiopische Diaspora beim Rechtsstreit für die freie Presse in Äthiopien und belieferte die zahlreichen extranationalen Gemeinschaften mit Nachrichtendiensten (sowohl online als auch offline) in der amharischen Sprache.

Zeitungen Äthiopiens

Medienfreiheit

Als die Revolutionäre Demokratische Front der Äthiopischen Völker (EPRDF) nach dem Äthiopischen Bürgerkrieg im Jahre 1991 die Macht erlangen konnte, war es eine der ersten Amtshandlungen, den äthiopischen Medien weitaus mehr Freiheiten zu übergeben, als sie es je erlebt hatten; sie beendete damit die jahrelange Zensur, die unter dem Derg-Regime und der Regierung des Kaiserreichs Abessinien herrschte. Trotz dieser Liberalisierungsmaßnahmen waren die Beziehung zwischen der EPRDF und der privaten Presse mit Misstrauen gefüllt. Das harte Durchgreifen bei der privaten Presse geschah in den 1990er Jahren regelmäßig, wobei Dutzende von Journalisten beschuldigt wurden, Fehlinformationen zu verbreiten oder andere Bestimmungen des Pressegesetzes von 1992 zu verletzen. Dieses Gesetz erlaubt den Regierungsbehörden Journalisten ohne Anklagepunkte festzuhalten. Nach Angaben von Human Rights Watch wurde der Zeitpunkt mit dem höchsten Maß an Freiheit für äthiopische Medien bei der Parlamentswahl im Mai 2005 erreicht. Dieser kontroversen Wahl, bei der es zu einem hohen Maß an Gewalt sowohl von Protestlern als auch von Behörden kam, wurden viele Journalisten gemeinsam mit Mitgliedern der Oppositionsparteien eingesperrt und erst später wegen „Verbrechen gegen die Verfassung“ und anderer Kriminalverbrechen angeklagt – viele von ihnen in Abwesenheit. Gegen äthiopische Verlagsbuchhandlungen wurden auch Geldstrafen verhängt.<ref>„One Hundred Ways of Putting Pressure“, Seite 49. Bericht von Human Rights Watch, abgerufen am 10. März 2010</ref>

2008 wurde ein neues Medienrecht erlassen.<ref>Freedom of the Mass Media and Access to Information Proclamation No. 590/2008</ref> Äthiopien war gemäß Radio SRF 1 nach dem Amtsantritt einer offeneren Regierung der „grosse Aufsteiger“ auf der Rangliste zur Medienfreiheit von Reporter ohne Grenzen im Bericht vom April 2019.<ref>Neuer Bericht: Zunehmendes Klima der Angst unter Medienschaffenden, SRF1, 18. April 2019</ref>

Siehe auch

Weblinks

Presseagenturen/gedruckte Zeitungen

Online-Nachrichtendienste

Einzelnachweise

<references />

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