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McGill (Metro Montreal)

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Datei:Montréal Métro McGill 2010.jpg
Blick auf die Bahnsteige
Datei:McGill Montreal Metro.jpg
Ansicht der Verteilerebene
Datei:McGill REM Station Platform.jpg
Ansicht der REM-Station

McGill (<templatestyles src="IPA/styles.css" />mɛk.ɡɪl) ist eine U-Bahn-Station in Montreal. Sie befindet sich im Arrondissement Ville-Marie an der Kreuzung von Boulevard De Maisonneuve und Boulevard Robert-Bourassa. Hier kreuzen sich die grüne Linie 1 der Metro Montreal und die Hauptstrecke des Réseau express métropolitain (REM). Im Jahr 2019 nutzten 11.793.714 Fahrgäste die Station, womit sie nach Berri-UQAM die am zweithäufigsten frequentierte der insgesamt 68 Metrostationen ist.<ref>Société de transport de Montréal: Entrants de toutes les stations de métro en 2019. Anfrage am 20. Mai 2020 gemäß Access to Information Act, Referenz-Nr. 0308.2020.091.</ref>

Bauwerk

Die vom Architekturbüro Crevier, Lemieux, Mercier et Caron entworfene Station liegt inmitten des zentralen Geschäftsviertels und entstand in offener Bauweise unter dem Boulevard De Maisonneuve. Sie besitzt zwei brückenartige Verteilerebenen an beiden Enden, die entlang der Seitenwände durch zwei Fußgängerstege miteinander verbunden sind. In 10,7 Metern Tiefe liegt die Bahnsteigebene der Grünen Linie mit zwei Seitenbahnsteigen. Die Entfernungen zu den benachbarten Stationen, jeweils von Stationsende zu Stationsanfang gemessen, betragen 296,52 Meter bis Peel (entspricht dem kürzesten Stationsabstand des gesamten Metronetzes) und 345,69 Meter bis Place-des-Arts.<ref name="divers">Station McGill - historique et faits divers. metrodemontreal.com, abgerufen am 19. Februar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der REM-Stationsteil befindet sich unter der Avenue McGill College im Mont-Royal-Tunnel und umfasst zwei Seitenbahnsteige mit Bahnsteigtüren. Er ist über einen Fußgängertunnel mit der Verteilerebene der Metro verbunden.

Die nach der McGill University benannte Station verfügt über mehrere Läden und insgesamt sieben Ausgänge, die alle in benachbarte Gebäude integriert sind (drei am Boulevard De Maisonneuve, zwei an der Avenue Union und einer an dem Boulevard Robert-Bourassa). Es bestehen Anschlüsse zu sechs Buslinien und zwei Nachtbuslinien der STM. Die Station McGill ist in die weitläufige Montrealer Untergrundstadt integriert. Unterirdisch zugänglich sind mehrere Büro- und Geschäftsgebäude, der Wolkenkratzer Place Ville-Marie sowie die Einkaufszentren Centre Eaton, Promenades Cathédrale und Complexe Les Ailes. Ebenfalls unterirdisch zu Fuß erreichbar sind die Metrostationen Peel und Bonaventure. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind neben der McGill University die Christ Church Cathedral, das McCord Stewart Museum, das Redpath-Museum und das Stade Percival-Molson.<ref>Station McGill - renseignements généraux. metrodemontreal.com, abgerufen am 19. Februar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Kunst

<templatestyles src="Mehrere Bilder/styles.css" />

Auffälligstes Kunstwerk in der Station McGill ist La vie à Montréal au XIXe siècle („Das Leben in Montreal im 19. Jahrhundert“) von Nicolas Sollogub. Dabei handelt es sich um ein Glasgemälde in fünf Zyklen, das sich auf einer Länge von 30,5 Metern über dem nördlichen Bahnsteig der Grünen Linie erstreckt. Das aus mehr als 1200 Glasteilen bestehende Werk wurde im Dezember 1974 enthüllt und ist ein Geschenk des Tabakwarenkonzerns Macdonald Tobacco. Dargestellt werden verschiedene Szenen aus der Geschichte Montreals.<ref name="sollogub">La vie à Montréal au XIXe siècle, 1974. In: L’art du métro. metrodemontreal.com, abgerufen am 19. Februar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der erste Zyklus zeigt die unberührte Île de Montréal, die Ureinwohner aus Hochelaga, französische Kolonisten, das Stadtwappen und das Rekollekten-Kloster. Im zweiten Zyklus sind eine Straßenszene des frühen 19. Jahrhunderts, Werkzeuge und das Vieux Séminaire de Saint-Sulpice zu sehen. Jacques Viger und Peter McGill, die zwei ersten Bürgermeister Montreals, dominieren den zentralen dritten Zyklus; die Figuren sind umgeben von zeitgenössischen Banknoten und Zeitungen sowie verschiedenen Szenen von Handel und Industrie. Der vierte Zyklus ist dem Lachine-Kanal, der Industrie und der Grand Trunk Railway gewidmet, mit dem Mont Royal im Hintergrund. Der letzte Zyklus ist eine Fortsetzung des vierten; dargestellt werden der Lachine-Kanal, der Alte Hafen, der Marché Bonsecours, die Wallfahrtskapelle Notre-Dame-de-Bon-Secours und der Sankt-Lorenz-Strom mit Fischen und Vögeln.<ref name="sollogub" />

Der Keramiker Maurice Savoie schuf 1966 ein vierteiliges Terrakotta-Wandbild. Es ziert die Säulen beim unterirdischen Eingang zum Einkaufszentrum Complexe Les Ailes und zeigt Darstellungen von Früchten und Blumen.<ref>Quatre reliefs, 1966. In: L’art du métro. metrodemontreal.com, abgerufen am 19. Februar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Bau des Einkaufszentrums Promenades de la Cathédrale im Jahr 1992 führte zur Anfertigung zweier weiterer Kunstwerke. Die Lichtskulptur Passūs von Murray Macdonald besteht aus bernsteinfarbenem Glas, das bogenförmige Elemente (ähnlich der gotischen Fenster der Christ Church Cathedral) umgibt und von fluoreszierenden Röhren beleuchtet wird, die in einer konstanten Sequenz aufleuchten.<ref>Passūs, 1991. In: L’art du métro. metrodemontreal.com, abgerufen am 19. Februar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ein Wandbild der Künstlergruppe Les industries perdues aus Holz und Kunstharz stellt eine detaillierte Reliefkarte der Île de Montréal dar. Darauf sind die wichtigsten Gebäude der Stadt deutlich zu erkennen.<ref>Les industries perdues. In: L’art du métro. metrodemontreal.com, abgerufen am 19. Februar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte

Die Eröffnung der Station erfolgte am 14. Februar 1966, zusammen mit dem Teilstück der Grünen Linie zwischen Atwater und Papineau. McGill gehört somit zum Grundnetz der Montrealer Metro.<ref>Montreal Metro. urbanrail.net, abgerufen am 19. Februar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Namensgeber der Station sind die McGill University und die zum Haupteingang der Universität führende Avenue McGill College. Die 1821 gegründete Universität gehört heute zu den renommiertesten des Landes und geht auf das Testament des schottisch-kanadischen Pelzhändlers James McGill zurück.<ref name="divers" />

Im März 2012 wurde die Station der Grünen Linie renoviert, wobei man unter anderem die Travertinfliesen, die die gesamte Fläche der Station bedecken, auf einer Fläche von 1835 Quadratmetern austauschte. Weitere Arbeiten umfassten den Austausch der Beleuchtungsanlage, die Reparatur von Säulen, Trägern und Betonplatten sowie den Austausch von Granittreppen und Handläufen. Bis Ende 2016 wurden moderne Beschilderungen angebracht, der Bodenbelag komplett erneuert sowie die Buntglasfenster restauriert und wieder eingesetzt.<ref>McGill metro station will undergo major repairs. Société de transport de Montréal, 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. Juli 2012; abgerufen am 20. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2020 begann die barrierefreie Gestaltung der Station. Das Projekt umfasste den Bau eines neuen Eingangsgebäudes, zwei Aufzüge, neue öffentliche Kunstwerke und die Sanierung dreier weiterer Eingänge. Die Kosten dafür wurden auf rund 58 Millionen Dollar geschätzt. Im April 2023 waren diese Arbeiten abgeschlossen.<ref>McGill station becomes 26th accessible station in the métro network. Société de transport de Montréal, 3. April 2023, abgerufen am 20. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

CDQQ Infra kündigte im November 2016 an, dass die zukünftige Hauptstrecke des REM in McGill eine Umsteigemöglichkeit zur Metro erhalten würde.<ref>Trois nouvelles stations au centre-ville de Montréal. CDPQ infra, 25. November 2016, abgerufen am 20. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Vorbereitungsarbeiten im hundert Jahre alten Mont-Royal-Tunnel begannen im Herbst 2018, was eine Einschränkung des exo-Vorortbahnverkehrs nach Deux-Montagnes erforderte.<ref>Ajustement des horaires sur les lignes Deux-Montagnes et Mascouche. Réseau express métropolitain, 28. Mai 2018, abgerufen am 20. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Tunnel wurde vorübergehend stillgelegt und anschließend umgebaut, um die Infrastruktur des fahrerlosen REM aufzunehmen. Die Arbeiten umfassten auch neue Verbindungen zur Untergrundstadt.<ref>Jérôme Labbé: REM : les heures de pointe chamboulées sur la ligne Deux-Montagnes dès juin. Radio-Canada, 25. April 2018, abgerufen am 25. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach mehreren Verschiebungen aufgrund der Komplexität der Arbeiten im Tunnel erfolgte die Eröffnung der REM-Station am 17. November 2025.<ref>Le REM de Deux-Montagnes officiellement en service. Le Journal de Montréal, 17. November 2025, abgerufen am 20. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Weblinks

Commons: McGill (Metro Montreal) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Linie Verlauf

Vorlage:Linienverlauf SPNV Montreal Vorlage:Linienverlauf SPNV Montreal

Koordinaten: 45° 30′ 14,7″ N, 73° 34′ 17,7″ W

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