Martin Rosenberg
Martin Rosenberg (* 29. März 1908 in Bünzen; † 1. Januar 1976 in Bern) war ein Schweizer Journalist und Parteimanager (CVP). Er gilt als einer der wichtigsten politischen Strategen der Nachkriegszeit im 20. Jh. in der Schweiz.
Leben
Martin Rosenberg, Sohn des Xaver Rosenberg, Landwirts und Wirts zum Rössli, und der Anna geborene Ammann, wuchs im ländlich-katholischen Bünzen auf. Wie im damaligen katholischen Milieu üblich, besuchte er vor seinem Rechtsstudium an der Universität Freiburg (1929–1933) das Gymnasium in Einsiedeln (1924–1928). Er setzte seine Studien an den Universitäten Paris und Löwen fort und schloss sie 1934 mit einer Doktorarbeit über die Kirchenpolitik Augustin Kellers ab. 1937 heiratete er die Lehrerin Lydia Fischer, ebenfalls aus dem Freiamt. Das Paar hatte sechs Kinder, darunter den späteren Thurgauer Regierungsrat und Generaldirektor der Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe (PTT) Felix Rosenberg.
Seine gesamte politische Karriere baute Rosenberg auf einem seit seinen Jugendjahren gepflegten Netzwerk und einer Sozialisierung innerhalb katholisch-konservativer Institutionen auf. Als Zentralpräsident des Schweizerischen Studentenvereins (StV) in den Jahren 1932–1933 (sowie als Redaktor der Vereinszeitschrift Civitas 1937–1944) sah er sich mit der Herausforderung konfrontiert, ein Abdriften der katholischen Studentenschaft hin zu den Fronten zu verhindern. Einen ambivalenten Kurs fahrend (u. a. in seiner Positionierung zum Ständestaat), setzte er eine vereinsrechtliche Distanzierung des StV zu den Fronten durch, liess aber inhaltliche Zusammenarbeit zu, etwa bei der Lancierung einer Volksinitiative auf Totalrevision der Bundesverfassung (BV).
Als Bundeshausredaktor beim Vaterland (1935–1972), der Parteizeitung der Katholisch-Konservativen, verstand sich Rosenberg zusammen mit weiteren Journalisten als redaktionelle Speerspitze des katholischen Milieus gegen den Freisinn und die Sozialdemokratie. 1964 publizierte er Artikel zur Mirage-Affäre, mit denen er die erste parlamentarische Untersuchungskommission in der Geschichte der Schweiz initiierte und damit entscheidenden Einfluss auf die Neuausrichtung der schweizerischen Verteidigungs- und Sicherheitspolitik nahm.
Als Generalsekretär der Konservativen Volkspartei bzw. der Konservativ-Christlichsozialen Volkspartei (1941–1968) gestaltete Rosenberg die öffentliche Wahrnehmung und die machtpolitische Position der Partei entscheidend mit. Die institutionelle Einheit der Gesamtpartei verteidigend, prägte er im Jahr 1957 deren Neuausrichtung. Den Aufstieg der Christlichsozialen verfolgte er hingegen mehr als andere katholisch-konservative Exponenten dieser Zeit mit Argwohn. 1965 war er zudem Mitgründer und bis 1971 Vizepräsident der Europäischen Union Christlicher Demokraten. Im Interesse der Gesamtpartei handelte Rosenberg auch bei der Durchsetzung der Zauberformel. Im Hintergrund wirkte er zusammen mit seinem langjährigen Freund, Bundesrat Philipp Etter, massgeblich daran mit, dass in den Bundesratswahlen 1959 die bis 2003 geltende Formel in der Bundesratszusammensetzung zustande kam.
Literatur
- Urs Paul Engeler: Rosenbergs Lehre. In: Die Weltwoche. Nr. 42, 2003 (Archiv).
- {{#ifeq: Béatrice Küng-Aerni, Lukas Kunz|Redaktion||Béatrice Küng-Aerni, Lukas Kunz: }}{{#if:Martin Rosenberg|Vorlage:Str replace|Martin Rosenberg}}. In: Historisches Lexikon der Schweiz{{#if: |. {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}|}}}}{{#if: |, abgerufen am {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}|}}}}.{{#invoke:TemplatePar|valid|1|N>0
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Weblinks
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