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Marienstraße (Dresden)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Marienstraße
Datei:Dresden Stadtwappen.svg
Wappen
Straße in Dresden
Datei:Neumarkt Karte 1895-Variante 1.jpg
Marienstraße 1895.
Datei:Placeholder.svg
Basisdaten
Ort  Dresden
Ortsteil  Innere Altstadt
Angelegt 
Neugestaltet 
Hist. Namen 
Name erhalten 
Anschluss­straßen  Waisenhausstraße
Querstraßen  Annenstraße, Liliengasse
Plätze  Postplatz, Antonsplatz
Nummern­system 
Bauwerke  Reichspostamt (1875), Teubnerisches Druckgebäude (1833) und Kunstgewerbeschule (1875)
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen Kraftverkehr, Fußverkehr, Radverkehr
Technische Daten
Straßengestaltung 2005 von Prof. Joachim Schürmann und Partner, Köln
Länge

-

Karte
Vorlage:Maplink

Die Marienstraße ist eine Straße im Dresdner Stadtbezirk Altstadt. An der Marienstraße befanden sich bedeutende Gebäude wie das ehemalige Reichspostamt von 1875, das Teubnerische Druckgebäude von 1833 und die im Jahre 1875 gegründete Kunstgewerbeschule. Der sächsische Maler Bernhard Kretzschmar hielt die Situation in mehreren seiner Gemälde fest: Marienstraße im Winter,<ref>Marienstraße im Winter. In: Lost Art-Datenbank. Abgerufen am 29. Januar 2023.</ref> Die Marienstraße im Tauwetter und Marienstraße in Dresden. In der DDR-Zeit wurde die Straße nach dem Politiker Otto Nuschke umbenannt.

Beschreibung

Die Marienstraße nimmt ihren Ausgangspunkt am Postplatz und mündet in die Waisenhausstraße. Dabei tangiert die Straße den Antonsplatz und kreuzt die Annenstraße sowie die Liliengasse. Die Marienstraße war zusammen mit der Wallstraße Teil des alten Stadtrings und befand sich an der westlichen Grenze der mittelalterlichen Stadtbefestigung.<ref>Wallstraße. In: dresden-lexikon.de. Abgerufen am 11. Februar 2023.</ref> Die Straße bildet innerhalb des Stadtbezirkes die Grenze zwischen der inneren Altstadt und der Wilsdruffer Vorstadt/Seevorstadt-West.

Im Rahmen des großflächigen Umbaus des Postplatzes ab 2005 erfuhr auch die Marienstraße eine Umgestaltung. Das Architekturbüro Professor Joachim Schürmann und Partner, Köln, gestaltete die Straße als Fußgängerzone mit Grünanlagen, Bäumen und einem Wasserkanal. So soll sie Bestandteil eines Grüngürtels um die Altstadt werden und formal an die alte Festungsanlage erinnern. Zudem wurde die durch die Marienstraße führende Straßenbahntrasse verlegt. Die Straßenbahnlinien 2, 4, 7, 8, 9, 11 und 12 sowie die Buslinien 68 und 82 verkehren seitdem auf der parallel verlaufenden Wallstraße.

Bebauung

Datei:Fotothek df ps 0000558 Wohnungsbauten.jpg
Bebauung an der Marienstraße (früher: Dr.-Otto-Nuschke-Straße)
Datei:Limpert Dresden 1930.jpg
Druckerei Wilhelm Limpert (1930) an der Marienstraße 16.
  • Nr. 20 (Datenverarbeitungszentrum Dresden): Hier befindet sich das ehemalige Gebäude des Datenverarbeitungszentrums Dresden. Der Gebäudekomplex wurde von 1965 bis 1966 unter der städtebaulichen Leitung des Architekten Hans Konrad nach Entwürfen der Architekten Gerhard Müller und Hans-Georg Bedrich als elfgeschossiges Verwaltungsgebäude errichtet. Es bildet zusammen mit der achtgeschossigen Wohnbebauung der Marienstraße die äußere westliche Ringbebauung der Dresdner Altstadt. Das Gebäude wurde in einer 2-Megapond-Montagebauweise mit einer vorgehängten Aluminiumfassade gebaut. Die Fassade ist horizontal gegliedert; die Gebäudegiebel wurden mit vertikalem Fensterband verkleidet.<ref>May et al., Nr. 65 (Datenverarbeitungszentrum Dresden, Dr.-Otto-Nuschke-Str. 20.)</ref> In dem Gebäude fanden 345 Arbeitnehmer Platz.

Literatur

  • Walter May, Werner Pampel und Hans Konrad: Architekturführer DDR, Bezirk Dresden. VEB Verlag für Bauwesen, Berlin 1979.
  • Gilbert Lupfer, Bernhard Sterra und Martin Wörner (Hrsg.): Architekturführer Dresden. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-496-01179-3.

Weblinks

Commons: Marienstraße in Dresden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 51° 2′ 55,8″ N, 13° 43′ 58,6″ O

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