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Marienau (Coppenbrügge)

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Marienau
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(708)&title=Marienau 52° 7′ N, 9° 34′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(708) 52° 6′ 35″ N, 9° 34′ 2″ O
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Höhe: 142 m ü. NHN
Fläche: 7,91 km²<ref name="destatis1950" />
Einwohner: 708 (30. Juni 2022)<ref name="Einwo2022" />
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 31863
Vorwahl: 05156
Lage von Marienau in Niedersachsen
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Marienau ist ein Ortsteil des Fleckens Coppenbrügge im niedersächsischen Landkreis Hameln-Pyrmont mit aktuell 708 Einwohnern (Stand Juni 2022).

Lage

Marienau liegt südöstlich des Hauptortes Coppenbrügge im nördlichen Weserbergland am nördlichen Ausläufer des Ith.

Geschichte

Von den Karmeliter-Mönchen des Klosters Marienau wurde im Mittelalter eine Wallfahrt zu einem als wundertätig angesehenen Marienbild im Mittelgebirge Ith betreut. Mit der Einführung der Reformation endeten im Jahre 1565 Kloster und Wallfahrt. Die Wallfahrt wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg erneuert, 1773 wurde sie allerdings endgültig untersagt.

1732 kamen sechs Familien mit 23 Personen als Salzburger Exulanten nach Marienau und errichteten sich ab 1734 Wohnhäuser abseits des Ortes am Hang des Osterwaldes. Ihre Siedlung nannten sie Salzburg. Sie erhielten Brachland zum Urbarmachen und waren wegen der schlechten Böden auf Nebenerwerb angewiesen. 1758 gehörten zur Siedlung 15 Personen und nach der Aufnahme von Weberei stieg die Einwohnerzahl an.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1973 wurde Marienau in den Flecken Coppenbrügge eingegliedert.<ref name="BibISBN" />

Einwohnerentwicklung

Jahr 1910 1925 1933 1939 1950
Einwohner 534 505 565 578 1221
Quelle <ref name="gemeindeverzeichnis" /> <ref name="Rademacher" /> <ref name="Rademacher" /> <ref name="Rademacher" /> <ref name="destatis1950" />

Politik

Ortsrat und Ortsbürgermeister

Der Ortsrat der Ortschaft Coppenbrügge vertritt auf kommunaler Ebene die Coppenbrügger Ortsteile Coppenbrügge, Dörpe und Marienau. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Die Kirche war früher ein Gebäude des Klosters Marienau. In den Jahren 2001 bis 2004 wurde der Garten an der Kirche zu einem „Klostergarten“ umgestaltet. Er verfügt über ein naturverbundenes Kräuterbeet, an dem sich die Besucher und Einwohner bedienen dürfen. Im Klostergarten wird das Johannesfest gefeiert, das auf den Ursprung des Dorfes Marienau („Maria an der Aue“) zurückgeht. Die Recherche und das Schreiben der Dorfchronik, worauf diese Feierlichkeiten zurückgehen, wurden von der ortsansässigen Uta Zehlius erfasst und in die heutige Zeit umgesetzt.
  • In Marienau steht ein 1885 im Stil der Neorenaissance umgebautes Herrenhaus des Rittergutes Voldagsen (Marienau). Besitzer des Gebäudes war die Familie Bock von Nordholz. Von 1945 bis 1955 war in diesem Herrenhaus das Erwin-Bauer-Institut, als ehemalige Forschungsstelle des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Instituts und der heutigen Max-Planck-Gesellschaft, untergebracht. Es wurden in diesem Zusammenhang dort wissenschaftliche Zuchtversuche durchgeführt.

Naturschutzgebiete

Mit einer Landschaftsschutzgebietverordnung von 1972<ref name="Amtsblatt" /> wurden Teile des Gebietes von Marienau in das Landschaftsschutzgebiet Osterwald-Saupark einbezogen und mit Verordnung von 1986 und erneut 2018 zum Naturschutzgebiet „Naturwald Saubrink/Oberberg“ erklärt.<ref name="Naturwald" /> Der gesamte Ith und damit auch das Gebiet von Marienau ist mittlerweile als Schutzgebiet im Sinne der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie an die Europäische Kommission gemeldet worden.<ref name="Karte" />

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Klettermöglichkeiten
Obwohl der gesamte Ith als FFH-Schutzgebiet ausgewiesen ist, kann die südöstlich ausgerichtete Klippengruppe „Marienauer Klippen“ zwischen Marienau und Lauenstein auf Anfänger- und Fortgeschrittenenrouten teilweise bestiegen werden.<ref name="Klippen" />
  • Fest „Wittmus“
Jedes Jahr wird drei Wochen nach Ostern das Fest „Wittmus“ auf dem Marienauer Sportplatz gefeiert. Es hängt mit der Geschichte Marienaus zusammen.

Vereinsleben

Als übergreifender Verein besteht der Dorfgemeinschaft Marienau e. V. Im kulturellen Bereich besteht in Marienau der Gesangverein Marienau sowie der Verein für Kultur und Kinder. Im sportlichen Bereich besteht der Spiel- und Sportgemeinschaftsring von 1955 e. V. (SSG Marienau von 1955). Es besteht eine Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes und der Sozialverband Marienau.

Die Freiwillige Feuerwehr Marienau besteht seit 1924 und ist 37 Mitglieder (2006) stark. Sie sorgt für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe. Im Ort ist zudem der ABC-Zug der Kreisfeuerwehr beheimatet, eine Katastrophenschutzsondereinheit der Feuerwehr, die u. a. seit 2006 mit zwei Desinfektionsschleusen zur Tierseuchenbekämpfung ausgerüstet ist.<ref name="Tierseuche" />

Verkehr

In Marienau gabelt sich der Weser-Leine-Radweg. Es besteht ein Rundwanderweg zwischen Coppenbrügge und Marienau mit einer Gesamtlänge von 6,1 km.

Im Jahr 2015 begannen die Bauarbeiten zu einer Ortsumgehung der Bundesstraße 1 im Raum Coppenbrügge–Marienau.<ref name="Ortsumgehung" />

Ein Haltepunkt an der Bahnstrecke Elze–Löhne wurde ab September 2023 errichtet. Die Fertigstellung war zunächst für Frühjahr 2024 vorgesehen.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Neue Verkehrsstation für Marienau.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 26. März 2024.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Für mehr als drei Millionen Euro: Neue Bahnstation für Marienau.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 26. März 2024.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Die Wiedereröffnung der seit Oktober 2023 zunächst unfallbedingt gesperrten Strecke verzögerte sich wegen Installationsarbeiten für das Elektronische Stellwerk Kreiensen. Am 4. Februar 2025 wurde die Strecke wieder in Betrieb genommen und der Haltepunkt in Marienau eröffnet, der den nahegelegenen Bahnhof Voldagsen ersetzte.<ref>Zugverkehr auf der RB 77 zwischen Hameln und Elze: Wiederaufnahme des Betriebs ab 04. Februar 2025, abgerufen am 22. Mai 2025.</ref> Über den Haltepunkt bestehen Verbindungen Richtung Hameln und Elze bzw. Hildesheim.

Literatur

  • Ernst Andreas Friedrich: Die Siedlung Salzburg. In: Wenn Steine reden könnten. Aus Niedersachsens Geschichte. Band 2. Landbuch-Verlag, Hannover 1992, ISBN 3-7842-0479-1, S. 163–164.

Weblinks

Commons: Marienau – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references> <ref name="Amtsblatt">

Amtsblatt für den Regierungsbezirk Hannover, Nr. 25, § 1 Absatz 1 und Absatz 2 Ziffer 3. (PDF; 77 kB) In: hannover.de. 23. November 1972, S. 1369, abgerufen am 12. März 2023.

</ref> <ref name="BibISBN"> </ref> <ref name="destatis1950">

Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Endgültige Ergebnisse nach der Volkszählung vom 13. September 1950. Band 33. W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart/Köln August 1952, S. 29, Sp. 2 (Digitalisat [PDF; 26,4 MB; abgerufen am 12. November 2019] Landkreis Hameln-Pyrmont, S. 38).

</ref> <ref name="gemeindeverzeichnis">

Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Hameln. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 3. Februar 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Juni 2023; abgerufen am 13. November 2019.

</ref> <ref name="Karte">

Kartenüberblick über in Niedersachsen gemeldete FFH-Gebiete. In: kartenserver.niedersachsen.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Januar 2009; abgerufen am 12. November 2019.

</ref> <ref name="Klippen">

Marienauer Klippen. In: ig-klettern-niedersachsen.de. Abgerufen am 29. Juli 2025.

</ref> <ref name="Naturwald">

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Naturwald Saubrink/Oberberg“ in den Flecken Salzhemmendorf und Coppenbrügge, Landkreis Hameln-Pyrmont. (PDF; 1,54 MB) 26. September 2018, abgerufen am 29. April 2019.

</ref> <ref name="Ortsumgehung">

Ortsumgehung Coppenbrügge/Marienau im Zuge der Bundesstraße 1. In: strassenbau.niedersachsen.de. Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, abgerufen am 28. Januar 2016.

</ref> <ref name="Rademacher">

Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de

</ref> <ref name="Tierseuche">

Pressemitteilung des Landkreises Hameln-Pyrmont Nr. 22/2006 vom 15. Februar 2006. In: hameln-pyrmont.de. 15. Februar 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. September 2007; abgerufen am 12. November 2019.

</ref> <ref name="Einwo2022">

Landkreis Hameln-Pyrmont (Hrsg.): Nahverkehrsplan 2023 – 2027 / ANLAGE 1 – Einwohnerzahlen Ortsteile 2022. 30. Juni 2022, S. 2 (hameln-pyrmont.de [PDF; 406 kB; abgerufen am 8. November 2024]).

</ref> </references>

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