Marie-Rose Morel

Marie-Rose Louise Constant Morel (* 26. August 1972 in Antwerpen; † 8. Februar 2011 ebenda) war eine belgische Politikerin der rechtsextremen und separatistischen flämischen Partei Vlaams Belang. Morel war von 2004 bis zu ihrem Tod Mitglied des Flämischen Parlaments.
Marie-Rose Morel wuchs in einer wohlhabenden katholischen Familie in Merksem auf, ihre Mutter war Journalistin, ihr Vater Manager bei Alcatel und aktives Mitglied der Christelijke Volkspartij (CVP). Sie selbst studierte an der Universitaire Faculteiten Sint-Ignatius Antwerpen (Vorläuferin der Universität Antwerpen) und der Katholieke Universiteit Leuven Geschichte. Sie wurde 1992 zur Erdbeerprinzessin von Melsele, 1993 zur Miss Flandern gewählt, 1994 war sie Finalistin bei Miss Belgien. Nach ihrem Studienabschluss gründete sie eine Eventagentur und eine Hostessenagentur.<ref name="EncVlaBew">Paul Cobbaert: Morel, Marie-Rose, in: Encyclopedie van de Vlaamse Beweging, Stand 2023.</ref>
Bart de Wever, mit dem sie seit dem gemeinsamen Studium in Leuven befreundet war, ermunterte Morel, sich politisch zu engagieren. Sie wurde Mitglied der Nieuw-Vlaamse Alliantie (N-VA), die 2001 aus der flämischen Volksunie hervorgegangen war. Bei der Parlamentswahl 2003 kandidierte sie auf der N-VA-Liste für den Senat, verfehlte aber als Zweitplatzierte den Einzug. Morel lehnte das nach der Wahl gebildete Valentijnskartel ab, ein Wahlbündnis der N-VA mit der christdemokratischen CD&V. Stattdessen warb sie für eine Zusammenarbeit der N-VA mit dem rechtsextremen Vlaams Blok, der damals von allen anderen Parteien geächtet wurde (Cordon sanitaire), was Morel falsch fand.<ref name="EncVlaBew"/>
Sie verließ 2004 die N-VA und trat stattdessen dem Vlaams Blok bei, wo sie mit offenen Armen empfangen wurde. Sie sollte der Partei helfen, sich ein gemäßigteres und frauenfreundlicheres Image zu geben. Unmittelbar nach ihrem Wechsel wurde sie schon auf Listenplatz drei für die Europawahl und Platz fünf in der Provinz Antwerpen für die Wahl zum Flämischen Parlament nominiert, die beide im Juni 2004 stattfanden. VB gewann bei dieser Wahl deutlich hinzu und Morel zog als Abgeordnete ins Flämische Parlament ein. Nachdem der Vlaams Blok 2004 gerichtlich wegen Verstößen gegen das belgische Anti-Rassismus-Gesetz verurteilt worden war, nahm die Partei den Namen Vlaams Belang an, um sich von ihrem extremistischen Image zu distanzieren. Als Begleiterin ihres Vaters, der auf einen Rollstuhl angewiesen war, reiste Morel im November 2004 mit auf einer Handelsmission nach China unter Leitung des damaligen Kronprinzen Philippe. Dies sorgte für Missfallen im Königshaus, das normalerweise Kontakte zu VB-Politikern vermied.<ref name="EncVlaBew"/>
In Schoten in der Provinz Antwerpen wurde Morel 2006 als Spitzenkandidaten ihrer Partei in den Gemeinderat gewählt. Bei der belgischen Parlamentswahl 2007 schnitt VB nicht so stark ab wie erhofft. Morel geriet in die Kritik, sie wurde für die gescheiterte Wahlbündnis mit der Lijst Dedecker verantwortlich gemacht. Der Vorwurf, Zwietracht in die zuvor rein männliche Führungsriege der Partei gebracht zu haben, trug ihr den Beinamen einer „Yoko Ono“ des Vlaams Belang ein. Ihr Vertrauter Frank Vanhecke wurde 2008 als Parteivorsitzender durch Bruno Valkeniers abgelöst, anschließend kritisierte Morel öffentlich den Kurs des „Antwerpener Clubs“ in der neuen Parteiführung.<ref name="EncVlaBew"/>
Im Januar 2009 machte Morel öffentlich, dass sie an Gebärmutterhalskrebs erkrankt war. Einen Monat vor ihrem Tod heiratete sie ihren politischen Mitstreiter Frank Vanhecke. Am 8. Februar 2011 erlag die 38-Jährige ihrer Erkrankung.<ref name="EncVlaBew"/>
Einzelnachweise
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Weblinks
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