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Madeleine (Gebäck)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Madeleines de Commercy.jpg
Madeleines
Datei:Madeleinetraysmall.jpg
Backform für Madeleines

Die Madeleine (in der Schweiz auch Schmelzbrötchen<ref>Philipp Meier: Der Duft von Madeleines oder Albert Anker und der Proust-Effekt. In: Neue Zürcher Zeitung. 20. Juni 2019, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 28. Januar 2025]).</ref>) ist ein französisches Feingebäck aus Sandmasse, das ursprünglich aus Commercy stammt. Der Teig aus Mehl, Puderzucker, Ei, Natron, Zitronenschale, Butter und Rum wird mit einem Spritzbeutel in ein Formblech gegeben und erhält dadurch das Relief einer Jakobsmuschel.

Das Gebäck, im 18. Jahrhundert benannt nach einer Köchin am Hof des Herzogs von Lothringen, wird mittlerweile auch industriell gefertigt. In Spanien wird es Magdalena genannt.<ref>RAE: magdalena | Diccionario panhispánico de dudas. 22. Juli 2024, abgerufen am 28. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Madeleine-Effekt

Der Schriftsteller Marcel Proust widmet dem Gebäck in seinem Werk Auf der Suche nach der verlorenen Zeit mehrere Seiten. Der Geschmack einer in Tee getunkten Madeleine erinnert den Ich-Erzähler an seine Kindheit<ref>Marcel Proust Gesellschaft: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zitate aus Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (Memento vom 5. Februar 2015 im Internet Archive) (archivierte Webseite). Zur Madeleine-Szene siehe Abschnitt Madeleine.</ref> und wird damit zum Katalysator des gesamten Werks.<ref>deutschlandfunkkultur.de: Leuchtkraft der Erinnerung. 14. November 2013, abgerufen am 28. Januar 2025.</ref>

Der gelegentlich auftretende Effekt, dass ein Geschmacks- oder Geruchserlebnis plötzlich ganz bestimmte Erinnerungen hervorruft, wird nach der Madeleine-Szene bei Proust als Madeleine-Effekt oder Proust-Effekt<ref>Proust-Effekt. Online Lexikon für Psychologie & Pädagogik. 16. Januar 2022, abgerufen am 28. Januar 2025.</ref> oder auch Proust-Phänomen<ref>Christian Schüle: Warum das Leben mit dem Alter scheinbar schneller vergeht. In: Die Zeit. 18. Oktober 2016, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 28. Januar 2025]).</ref> bezeichnet.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>