Lukáš Konečný
| Lukáš Konečný Vorlage:SportPicto | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Lukáš Konečný 2015
| ||||||||||
| Daten | ||||||||||
| Geburtsname | Lukáš Konečný | |||||||||
| Geburtstag | 19. Juli 1978 | |||||||||
| Geburtsort | Brünn | |||||||||
| Nationalität | Datei:Flag of the Czech Republic.svg Tschechien | |||||||||
| Gewichtsklasse | Mittelgewicht | |||||||||
| Stil | Linksauslage | |||||||||
| Größe | 1,73 m | |||||||||
| Reichweite | 1,78 m | |||||||||
| Kampfstatistik als Profiboxer | ||||||||||
| Kämpfe | 58 | |||||||||
| Siege | 53 | |||||||||
| K.-o.-Siege | 24 | |||||||||
| Niederlagen | 5 | |||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||
| ||||||||||
| ||||||||||
Lukáš Konečný (* 19. Juli 1978 in Brünn) ist ein tschechischer Profiboxer und ehemaliger dreifacher WM-Herausforderer der World Boxing Organization (WBO) im Halbmittelgewicht und Mittelgewicht. Zudem war er unter anderem Intersimsweltmeister der WBO im Halbmittelgewicht, sowie Europameister der EBU im Halbmittelgewicht und Europameister der WBO im Mittelgewicht.
Bei den Amateuren gewann er unter anderem zwei WM-Bronzemedaillen und war Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney.
Amateurkarriere
Lukáš Konečný begann in Ústí nad Labem mit dem Boxsport und bestritt seinen ersten Kampf im Alter von 14 Jahren.<ref>Před osmi lety byla s tátou u historického okamžiku. Teď čtrnáctiletá Konečná vkročila do ringu</ref> Er gewann 1995 die Silbermedaille im Leichtgewicht bei der Junioren-Europameisterschaft in Siófok, nachdem er erst im Finale gegen Dorel Simion unterlegen war.<ref>European Junior Championships 1995</ref> Bei der Junioren-Weltmeisterschaft 1996 in Havanna schied er im Viertelfinale gegen Christian Meyer aus.<ref>World Junior Championships 1996</ref>
Sein erster großer Erfolg war der Gewinn einer Bronzemedaille im Halbweltergewicht bei der Weltmeisterschaft 1997 in Budapest. Nach Siegen gegen Jérémy Molitor, Jacek Bielski und Gerry Legras, war er im Halbfinale erneut gegen Dorel Simion unterlegen.<ref>World Championships 1997</ref>
1998 war er jeweils Viertelfinalist der Europameisterschaft in Minsk<ref>European Championships 1998</ref> und der Goodwill Games in New York City.<ref>Goodwill Games 1998</ref>
1999 gewann er erneut eine Bronzemedaille im Halbweltergewicht bei der Weltmeisterschaft in Houston. Durch Siege gegen Michael Strange, Sahib Bağırov und Diógenes Luna war er in das Halbfinale eingezogen und hatte dort gegen Muhammadqodir Abdullayev verloren.<ref>World Championships 1999</ref>
Durch seine Erfolge war er für die Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney qualifiziert, wo er in der Vorrunde mit 9:17 gegen Mohamed Allalou ausschied.<ref>Olympic Games 2000</ref>
Darüber hinaus nahm er an zahlreichen internationalen Turnieren teil, gewann 1998<ref>Grand Prix Tournament 1998</ref>, 1999<ref>Grand Prix Tournament 1999</ref> sowie 2001<ref>Grand Prix Tournament 2001</ref> jeweils den prestigeträchtigen Grand Prix Ústí nad Labem, erkämpfte Bronze beim Ahmet Cömert Tournament 1999 in der Türkei<ref>Ahmet Comert Tournament 1999</ref> und Silber beim Chemiepokal 2000 in Deutschland.<ref>Chemistry Cup 2000</ref>
Profikarriere
Nach 257 Amateurkämpfen<ref>Baysangurov vs Konecny</ref> wurde er 2001 vom deutschen Boxstall SES unter Vertrag genommen, sein Trainer wurde Dirk Dzemski.<ref>Das wird der wichtigste Kampf meines Lebens</ref>
Er wurde am 13. April 2002 mit einem Sieg gegen Artur Drinaj Internationaler Deutscher Meister (BDB) im Halbmittelgewicht und konnte den Titel noch im selben Jahr zweimal vorzeitig gegen Khoren Gevor verteidigen. Darüber hinaus wurde er am 17. Oktober 2003 mit einem Sieg gegen Aziz Daari Meister der Europäischen Union (EBU) im Halbmittelgewicht. Den BDB-Titel konnte er im Juli 2004 gegen Murad Machmudow verteidigen, verlor jedoch bei der Verteidigung des EU-Titels im September 2004 in Madrid knapp durch Split Decision nach Punkten gegen Rubén Varón.<ref>Ruben Varon vs. Lukas Konecny</ref>
Am 20. September 2005 gewann er den Titel des Interkontinentalen Meisters (WBO) im Halbmittelgewicht. Er besiegte dabei den Brasilianer Anderson Clayton durch TKO in Runde 3.<ref>Czech boxer wins WBO title in Prague</ref> Durch diesen Erfolg wurde er am 10. März 2006 in Bergamo zum Herausforderer um den Europameistertitel (EBU) im Halbmittelgewicht, verlor den Kampf jedoch gegen den italienischen Titelträger Michele Piccirillo einstimmig nach Punkten.<ref>Konecny wants Piccirillo</ref>
Am 9. Mai 2006 gewann Konečný einstimmig gegen Ante Bilić und wurde dadurch zweifacher Interkontinentaler Meister (WBO/IBF) im Halbmittelgewicht.<ref>Ante Bilic, WBO Euro Champ Arrested</ref> Da er den WBO-Titel im Oktober 2006 gegen den Franzosen Mehdi Azri und im Juni 2007 gegen den Ukrainer Roman Juman verteidigen konnte, stieg er zum Pflichtherausforderer des Verbandes zum Kampf um die Weltmeisterschaft im Halbmittelgewicht auf. Dieses Duell verlor Konečný am 26. April 2008 in Dresden knapp durch Majority Decision nach Punkten gegen den ungeschlagenen ukrainischen Titelträger Serhij Dsynsyruk.<ref>Sergiy Dzinziruk vs. Lukas Konecny</ref>
Am 28. März 2009 wurde er mit einem Sieg gegen den Franzosen Jimmy Colas erneut EU-Meister (EBU) im Halbmittelgewicht, sowie am 30. Dezember 2009 mit einem Sieg gegen Attila Kiss auch Tschechischer Meister im Mittelgewicht. Am 18. September 2010 schlug er in Birmingham den Briten Matthew Hall durch TKO in der sechsten Runde und gewann dadurch den vakanten Europameistertitel (EBU) im Halbmittelgewicht.<ref>Lukas Konecny knockt Matthew Hall in sechs Runden aus</ref>
Den EBU-Titel verteidigte er im Dezember 2010 gegen den Armenier Hamlet Petrosjan<ref>Lukas Konecny beat Hamlet Petrosyan</ref> und im Mai 2011 gegen den Franzosen Hussein Bayram, wodurch er zusätzlich Interkontinentaler Meister (WBO) wurde.<ref>Lukas Konecny vs. Hussein Bayram</ref>
Im Anschluss konnte er am 5. April 2012 in Brünn um die Interimsweltmeisterschaft der WBO im Halbmittelgewicht boxen und siegte dabei gegen den Franzosen Salim Larbi durch KO in der siebenten Runde.<ref>Lukas Konecny beat Salim Larbi</ref> Durch diesen Erfolg wurde er erneut Pflichtherausforderer beim Kampf um den WBO-Weltmeistertitel im Halbmittelgewicht. Diesen Kampf verlor er jedoch am 6. Oktober 2012 in Kiew einstimmig nach Punkten gegen den russischen Titelträger Saurbek Baissangurow.<ref>Zaurbek Baysangurov vs. Lukas Konecny</ref>
Nach diesem Kampf stieg Konečný in das Mittelgewicht auf und konnte am 23. März 2013 in Magdeburg den Franzosen Karim Achour beim Kampf um die vakante Europameisterschaft der WBO besiegen, sowie den Titel im Juli 2013 gegen den Franzosen Moez Fhima verteidigen.<ref>Hammer, Konecny, Krasniqi und Wallisch erfolgreich</ref> Als Nächstes konnte er am 19. April 2014 in Washington, D.C. um die Weltmeisterschaft der WBO im Mittelgewicht antreten und verlor den Kampf gegen den US-amerikanischen Titelträger Peter Quillin einstimmig nach Punkten.<ref>Peter Quillin vs. Lukas Konecny</ref>
Nach dem Kampf gab Konečný aus gesundheitlichen Gründen, er nannte dabei Augenprobleme, das Ende seiner Karriere bekannt.<ref>Ein Comeback nach vier Jahren</ref>
2018 und erneut 2021 bestritt er noch jeweils einen Kampf.
Sonstiges
Lukáš Konečný wurde 1978 in Brünn geboren und zog mit seiner Familie im Alter von acht Jahren nach Ústí nad Labem, wo er mit dem Boxsport begann.<ref>Lukáš Konečný, Zivitopis</ref> Sein erster Trainer war sein Vater Milan Konečný, der bis in das Jahr 2004 ebenfalls Profiboxer und zuvor als Amateur auch EM- und WM-Teilnehmer war.<ref>Milan Konečný, BoxRec</ref>
Er ist seit dem Jahr 2000 verheiratet und Vater von drei Töchtern (* 2003, * Zwillinge 2005).<ref>Lukáš Konečný: der erste tschechische Profi-Weltmeister</ref>
Zwischen seinen Profikämpfen war er bisher auch als Boxtrainer aktiv und betreute dabei unter anderem die Profiboxerin Fabiana Bytyqi.<ref>Nechtěl jsem nějakého blbečka, říká boxer Konečný o svém návratu do ringu</ref>
Weblinks
- Lukáš Konečný in der BoxRec-Datenbank
- Vorlage:Olympedia
- Lukáš Konečný, Olympiaprofil Tschechien
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Konečný, Lukáš |
| KURZBESCHREIBUNG | tschechischer Boxsportler |
| GEBURTSDATUM | 19. Juli 1978 |
| GEBURTSORT | Brünn |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:GND fehlt 2021-12
- Wikipedia:GND in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Olympiateilnehmer (Tschechien)
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2000
- Boxer (Tschechien)
- Tscheche
- Geboren 1978
- Mann
- Sportler (Magdeburg)