Ludwig von Ravensberg (Bischof)
Ludwig von Ravensberg (* ca. 1260; † 5. Oktober 1308 in Osnabrück<ref>Vgl. Wilhelm Kohl in Germania Sacra NF 37.3, Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln. Das Bistum Münster 7,3. Die Diözese., Seite 382.</ref>) war der 36. Bischof von Osnabrück.
Ludwig stammte aus dem Haus Ravensberg. Er war Nachkomme des Grafen Ludwig von Ravensberg und dessen Gemahlin Adelheid von Dassel, der Tochter von Adolf I. von Dassel. Da er Geschwister hatte, wurde er zum geistlichen Weg bestimmt. 1277 wurde er Domherr in Minden, im Jahr 1287 Propst in St. Johann in Osnabrück und im Stift Schildesche. Am 6. November 1297 wurde er Bischof.<ref>Informationen auf heimatarchiv.de</ref> Seinen Sitz hatte er im Iburger Schloss. Er unterstützte Otto III. bei dessen Geschäften.<ref>Internet-Portal „Westfälische Geschichte“: Territorien > Grafschaft Ravensberg</ref> Auch die Bürger von Osnabrück unterstützte er, als sie 1302 Simon I. gefangen nahmen und in den Bucksturm sperrten.<ref>Osnabrücker genealogischer Forschungskreis e. V.: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bistumsgründung und Stadtwerdung ( vom 13. März 2004 im Internet Archive)</ref> Bei Alfhausen-Heeke ließ er zum Unmut von Kloster Malgarten und dem Orden Kommende Lage eine Burg bauen.<ref>Gemeinde Neuenkirchen-Vörden: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Erste Erwähnung im Mittelalter ( des Vorlage:IconExternal vom 26. April 2005 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> In der Dritten Schlacht auf dem Haler Feld im Jahr 1308 kämpfte Ludwig gegen den Münsteraner Bischof Konrad I. von Berg und dessen Verbündete. Obwohl die Schlacht für die Osnabrücker siegreich endete, wurde Ludwig dabei schwer verletzt und starb drei Tage darauf am 5. Oktober 1308. Er wurde im Dom St. Peter in Osnabrück begraben. Obwohl Ludwig lieber zum Schwert als zur Bibel gegriffen hatte, befestigten seine Zeitgenossen ein lobendes Gedicht an dem Grab.
Literatur
- J. F. Knapp: Regenten- und Volksgeschichte der Länder Cleve, Mark, Jülich, Berg und Ravensberg, Crefeld 1836, S. 307 (hier auf google.books.de)
- Montanus: Die Vorzeit der Länder Cleve-Mark, Jülich-Berg und Westphahlen, Friedrich Amberger Solingen und Gummersbach 1837, S. 232–234 (hier auf google.books.de)
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Konrad II. von Rietberg | Bischof von Osnabrück 1297–1308 | Engelbert II. von Weyhe |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ludwig von Ravensberg |
| KURZBESCHREIBUNG | Bischof von Osnabrück |
| GEBURTSDATUM | um 1260 |
| STERBEDATUM | 5. Oktober 1308 |
| STERBEORT | Osnabrück |
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- Familienmitglied des Hauses Calvelage-Ravensberg
- Bischof von Osnabrück
- Römisch-katholischer Bischof (13. Jahrhundert)
- Römisch-katholischer Bischof (14. Jahrhundert)
- Domherr (Minden)
- Stiftspropst
- Geboren im 13. Jahrhundert
- Gestorben 1308
- Mann
- Domherr (13. Jahrhundert)