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Luden (Gemeinde Raabs)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Luden (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Luden
Luden (Gemeinde Raabs) (Österreich)
Luden (Gemeinde Raabs) (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Waidhofen an der Thaya (WT), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Waidhofen an der Thaya
Pol. Gemeinde Raabs an der Thaya
Koordinaten 48° 53′ 41″ N, 15° 34′ 18″ OKoordinaten: 48° 53′ 41″ N, 15° 34′ 18″ O
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Höhe 472 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft (k. A. Hilfef3f0)
Fläche d. KG Vorlage:FLNdep1 (Vorlage:Metadaten Fläche AT KG)
Postleitzahl 3824 Großau
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06471
Katastralgemeindenummer 21023
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

Vorlage:Check Geschlecht gegen WikidataBW

Luden ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Raabs an der Thaya im Bezirk Waidhofen an der Thaya im niederösterreichischen Waldviertel mit Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft Einwohnern (Stand ).<ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>

Geografie

Das Dorf liegt nordwestlich von Drosendorf unmittelbar an der Staatsgrenze zu Tschechien. Es wird vom Frattingbach durchflossen. Zur Ortschaft gehört auch die am Gaberbach situierte Gabermühle. Am Vorlage:HWD umfasste die Ortschaft Vorlage:HWZ Adressen.Vorlage:HWR Innerhalb der Katastralgemeinde liegt auch die Gaberkirche.

Geschichte

Der Ortsname wurde 1232 erstmals urkundlich erwähnt. Seine Herkunft ist unklar; möglicherweise gibt es eine Verbindung zu Gottfried von Raabs, der als Burggraf von Würzburg mehrmals von verschiedenen „Herren von Luden“ Urkunden bezeugen ließ, etwa 1151 von Henricus de Luden. Im 12. Jahrhundert besiedelten diese dann den böhmisch-österreichischen Grenzraum.

In den Hussitenkriegen wurden in der Umgebung mehrere Orte verlassen, darunter auch Glöckleinsdorf, an das nurmehr der entsprechende Flurname zwischen Luden und Nonndorf erinnert.

Im Jahr 1822 wurde der Ort von Joseph von Steinius als Dorf mit 27 Häusern genannt, das nach Großau eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Drosendorf besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.<ref>Vorlage:Austria Topographie Steinius 1822</ref>

Franz Xaver Schweickhardts Darstellung des Erzherzogthums Oesterreich unter der Ens von 1840 beschreibt Luden als Dorf mit 29 Häusern. Die nächstgelegene Poststation befand sich in Horn. Die kirchlichen, schulischen und administrativen Zugehörigkeiten waren dieselben, wie schon 1822 von Steinius erläutert. Militärisch gehörte Luden zum Werbbezirk des Linieninfanterieregiments Nr. 49.<ref name="Schweickhardt">Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogtums Oesterreich unter der Ens. 5. Band: Viertel Ober-Manhardsberg. Wien 1840, S. 17, 18 (Volltext).</ref>

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Luden ein Gemischtwarenhändler mit Gastwirtschaft, ein Schmied, ein Wagner und zahlreiche Landwirte ansässig.<ref>Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 344</ref>

Siedlungsentwicklung

Zum Jahreswechsel 1979/1980 befanden sich in der Katastralgemeinde Luden insgesamt 40 Bauflächen mit 33.727 m² und 52 Gärten auf 34.684 m², 1989/1990 gab es 40 Bauflächen. 1999/2000 war die Zahl der Bauflächen auf 60 angewachsen und 2009/2010 bestanden 56 Gebäude auf 133 Bauflächen.<ref name="bev">BEV: Regionalinformation 31.12.2018 auf bev.gv.at (online)</ref>

Bodennutzung

Die Katastralgemeinde ist landwirtschaftlich geprägt. 474 Hektar wurden zum Jahreswechsel 1979/1980 landwirtschaftlich genutzt und 101 Hektar waren forstwirtschaftlich geführte Waldflächen. 1999/2000 wurde auf 474 Hektar Landwirtschaft betrieben und 103 Hektar waren als forstwirtschaftlich genutzte Flächen ausgewiesen. Ende 2018 waren 466 Hektar als landwirtschaftliche Flächen genutzt und Forstwirtschaft wurde auf 103 Hektar betrieben.<ref name="bev" /> Die durchschnittliche Bodenklimazahl von Luden beträgt 50,9 (Stand 2010).

Sehenswertes

Literatur

Weblinks

  • Erich Kerschbaumer: Luden. Katastralgemeinden der Stadtgemeinde Raabs an der Thaya. Stadtgemeinde Raabs an der Thaya, abgerufen am 26. November 2024.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindegliederung von Raabs an der Thaya