Liste der Kulturdenkmale in Berkheim
In der Liste der Kulturdenkmale in Berkheim sind alle Bau- und Kunstdenkmale der Gemeinde Berkheim und ihrer Teilorte verzeichnet. Sie leitet sich aus der Liste des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg, dem „Verzeichnis der unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale und der zu prüfenden Objekte“<ref>Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg - Verzeichnis der unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale und der zu prüfenden Objekte; Regierungsbezirk Tübingen, Landkreis Biberach, Berkheim</ref> ab. Diese Liste wurde im Jahre 1978 erstellt. Die Teilliste für den Landkreis Biberach hat den Stand vom 30. März 2003 und verzeichnet 17 unbewegliche Bau- und Kunstdenkmäler.
Allgemein
Vorlage:Legende Kulturdenkmal Baden-Württemberg
Berkheim
Zur Gemeinde gehören neben Berkheim auch die Teilorte Bonlanden, Illerbachen und Eichenberg. Vorlage:Tabellenstile
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sühnekreuz | Hauptstraße 20 (Karte){{#coordinates:48.039683|10.084572 |
name=Sühnekreuz, Hauptstraße 20|region=DE-BW|type=landmark}} | Sog. „Schwedenkreuz“, wohl frühes 16. Jahrhundert
Das Kreuz wurde wohl als Sühnekreuz im frühen 16. Jahrhundert errichtet. Es stellt damit ein Dokument der Rechtsgeschichte dar: Sühnekreuze sind ein Teil des im Mittelalter praktizierten Brauchs der Totschlagsühne. Sie wurden – als fester Bestandteil der Strafe – nach begangener Mordtat am Tatort als Sühnezeichen und Mahnmal aufgestellt. |
98296648 | ||
| Datei:Berkheim, BC - Hauptstr - Wegkapelle v S, Kirche St Konrad 300423.jpg |
Wegkapelle | Bei der Hauptstraße 22 (Karte){{#coordinates:48.040097|10.084022 |
name=Wegkapelle, Bei der Hauptstraße 22|region=DE-BW|type=landmark}} | 18. Jahrhundert | Die kleine Kapelle auf dem Grundstück des stattlichen, schlossartigen Pfarrhofs stellt ein aussagekräftiges Zeugnis der gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit im 18. Jahrhundert dar. Sie ist ein charakteristisches Dokument der katholisch geprägten Kulturlandschaft rund um Berkheim, die sich durch zahlreiche derartige Andachtsstätten auszeichnet. Geschützt nach § 2 DSchG |
98296239 |
| Datei:Berkheim Gasthof Adler 161.jpg |
Gasthof „Adler“ | Hauptstraße 23 (Karte){{#coordinates:48.040063|10.083367 |
name=Gasthof "Adler", Hauptstraße 23|region=DE-BW|type=landmark}} | 18. Jahrhundert | Zweigeschossiger Fachwerkbau, 1646 (a), Anbau Bräuhaus 1852, samt Viehhaus, Backsteingebäude mit gewölbten Ställen, 1902, Pfründnerhaus, vor 1830, Hof und Einfriedung
Der Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Platz der bereits 1482 genannten Taverne des Klosters Rot an der Rot erbaute Gasthof Adler ist samt seiner im 19. Jahrhundert gebauten, stattlichen Nebengebäude ein in seltener Geschlossenheit überliefertes Beispiel eines stattlichen dörflichen Brauereigasthauses mit bemerkenswerten Ausstattungsdetails. Die Anlage in zentraler Ortsmitte besitzt vielfältigen Quellenwert für die ländliche Gasthauskultur des 17.–19. Jahrhunderts. |
98296254 |
| Datei:Berkheim Pfarrhaus 160.jpg |
Pfarrhaus | Hauptstraße 24 (Karte){{#coordinates:48.040504|10.084231 |
name=Pfarrhaus, Hauptstraße 24|region=DE-BW|type=landmark}} | 1529 | Schlossartiger Bau mit vier runden Ecktürmen, 1529 erbaut, im 17. und 18. Jahrhundert barockisiert; samt Mauern, Garten und Freiflächen
Der 1529 von Kloster Rot an der Rot errichtete Pfarrhof mitten im Ort hat mit seinem späteren Ausbau, insbesondere den im 18. Jahrhundert errichteten vier Ecktürmen einen fast schlossartigen Charakter bekommen und zitiert damit einen in Oberschwaben – allerdings im 16. Jahrhundert – weit verbreiteten Typus des Adelssitzes. Die umfangreiche Anlage mit Garten und Einfriedung ist eine ortsbauliche Dominante und belegt die herausgehobene Stellung des Pfarrers. Der stattliche frühneuzeitliche Pfarrhof von Berkheim hat wichtigen Zeugniswert für die Geschichte des Pfarrhausbaus sowie die Kirchen- und Ortsbaugeschichte und nicht zuletzt für den Einfluss der Klöster in der oberschwäbischen Kulturlandschaft. |
1211181 |
| Datei:Berkheim St. Konrad 159.jpg |
Pfarrkirche St. Konrad | Hauptstraße 28 (Karte){{#coordinates:48.04092|10.083674 |
name=Pfarrkirche St. Konrad, Hauptstraße 28|region=DE-BW|type=landmark}} | 1513 | Schiff von 1785 mit spätgotischem Westturm von 1513
Die in zentraler Ortsmitte stehende Pfarrkirche St. Konrad hat wichtige Bedeutung für die Region als Aufbewahrungsort des Schutzpatrons des Illertales, des Hl. Willebolds von Berkheim. Mit ihrem spätgotischen Turm und ihrem stattlichen barocken Langhaus zeigt sie zwei typische Bauepochen. Im Inneren dominiert die Ausmalung der 1930er-Jahre durch die Ottobeurener Gebrüder Haugg. St. Konrad ist ein vielschichtiges, bedeutendes Zeugnis der Kirchengeschichte der Region und ortsbauliche sowie kulturlandschaftsbestimmende Dominante im Altsiedelland Illerniederung. |
1211177 |
| Datei:Berkheim Zur Krone 152.jpg |
Gasthaus „Zur Krone“ | Hauptstraße 29 (Karte){{#coordinates:48.041028|10.082702 |
name=Gasthaus "Zur Krone", Hauptstraße 29|region=DE-BW|type=landmark}} | 1656 | Walmdachhaus, erbaut 1656, mit Architekturmalereien, 1729, und Wirtshausausleger mit Wirtshausschild, um 1790, reiche Innenausstattung, wie etwa im Erdgeschoss eine historistisch holzvertäfelte Gaststube von 1907, ein klassizistisch holzvertäfeltes Nebenzimmer um 1790 und im Obergeschoss zahlreiche prachtvoll ornamentierte Stuckdecken um 1770; großer und weitläufiger Eiskeller bei Kapellenstraße 16
Das Mitte des 17. Jahrhunderts erbaute Gasthaus Krone ist ein Paradebeispiel eines barocken Dorfgasthauses in Oberschwaben. Schon durch seine umfangreiche Architekturmalerei am stattlichen Walmdachbau, aber auch durch seine innere Ausstattung mit barocken Stuckdecken und historistischen Gaststuben ist es ein selten eindrucksvoll überliefertes Beispiel dieser Baugattung. Die Anlage in zentraler Ortsmitte samt zugehörigem Eiskeller am Ortsrand besitzt vielfältigen Quellenwert für die ländliche Gasthauskultur des 17.–19. Jahrhunderts. |
98868588 |
| Datei:Berkheim Mariahilfkapelle.jpg |
Mariahilfkapelle | Kapellenweg 23 (Karte){{#coordinates:48.039887|10.08031 |
name=Mariahilfkapelle, Kapellenweg 23|region=DE-BW|type=landmark}} | 1880 | Rechteckbau von etwa 1880
Die kleine Kapelle in einem Waldstück oberhalb des Ortes stellt ein aussagekräftiges Zeugnis der gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit im 19. Jahrhundert dar. Der neugotische Bau ist ein charakteristisches Dokument der katholisch geprägten Kulturlandschaft rund um Berkheim, die sich durch zahlreiche derartige Andachtsstätten auszeichnet. |
98296431 |
| Sühnekreuz | Flurstücknummer 97 | Schwedenkreuz Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Wegkapelle mit Kerkerchristus | St.-Willebold-Straße 64, Flurstücknummer 1169 (Karte){{#coordinates:48.035092|10.083005 |
name=Wegkapelle mit Kerkerchristus, St.-Willebold-Straße 64, Flurstücknummer 1169|region=DE-BW|type=landmark}} | 18. Jahrhundert | 18. Jahrhundert Geschützt nach § 2 DSchG |
98296693 |
Bonlanden
Bonlanden ist einwohnermäßig der größte Teilort von Berkheim und liegt nördlich des Hauptortes. Vorlage:Tabellenstile
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Kloster Bonlanden.jpg |
Kloster Bonlanden | Faustin-Mennel-Straße 1 (Karte){{#coordinates:48.069706|10.06956 |
name=Kloster Bonlanden, Faustin-Mennel-Straße 1|region=DE-BW|type=landmark}} | 1855 | Mutterhaus der Franziskanerinnen [lies: Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis Unserer Lieben Frau], umfangreiche Klosteranlage, gegründet 1855, mit Kirche von 1864 bis 86
Das Kloster Bonlanden, Mutterhaus der Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis Unserer Lieben Frau, wurde am westlichen Rande des Illertales 1855 gegründet und im Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts immer wieder ausgebaut und verändert. Das Kloster verschrieb sich insbesondere der Erziehungstätigkeit. Kernstück ist die neugotische Kirche in der zentralen Mittelachse; auch die anderen Bauteile tragen – oft in vereinfachter Form – neugotisches Formenvokabular. Mit der Anlage ist ein vielschichtiges und umfangreiches bauliches Zeugnis für den Klosterbau des 19. und 20. Jahrhunderts erhalten, das die Geschichte der von Frauenklöstern getragenen Mädchen- und Fürsorgeerziehung erzählt. Es ist ferner ein fernwirksamer Bestandteil der Kulturlandschaft des Altsiedellandes der Illerniederung. |
98297055 |
| Bauernhaus | Kreuzstraße 2 (Karte){{#coordinates:48.067835|10.073218 |
name=Bauernhaus, Kreuzstraße 2|region=DE-BW|type=landmark}} | 1811 | Giebel durch Gesimse gegliedert, erbaut 1811
Das Bauernhaus ist ein Beispiel des Wohnens und Bauens an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert und hat Quellenwert für das ländliche Bauwesen dieser Epoche. |
98297112 | |
| Datei:Kapelle zum Hl.Kreuz.jpg |
Kapelle zum „Heiligen Kreuz“ | Ulmer Straße 37 (Karte){{#coordinates:48.067318|10.073711 |
name=Kapelle zum "Heiligen Kreuz", Ulmer Straße 37|region=DE-BW|type=landmark}} | 1742 | Ovalbau mit abgerundeten Schmalseiten, erbaut 1742
Bei der Kapelle Zum Hl. Kreuz im Dorf Bonlanden handelt es sich um einen bemerkenswerten ländlichen Kirchenbau, der mit seiner Ovalform die Vorliebe der Barockepoche für den Zentralbau zum Ausdruck bringt. Die umfangreiche innere Ausstattung mit Figurenschmuck, Deckengemälden sowie dem Hochaltar zeigt ein ländliches, aber sehr qualitätvolles Gesamtkunstwerk der Epoche. Die Ortskirche ist damit ein charakteristisches Dokument der katholisch geprägten Kulturlandschaft rund um Berkheim. |
98297243 |
| Datei:Berkheim, BC - Bonlanden - Wildebergstr Nr 4 Kornspeicher v O.jpg |
Kornspeicher | Wildenbergstraße 2a (Karte){{#coordinates:48.066859|10.0742 |
name=Kornspeicher, Wildenbergstraße 2a|region=DE-BW|type=landmark}} | 1699 | Fachwerkbau mit Zierformen und balkonartiger Laube, 1699 (i)
Das landwirtschaftliche Nebengebäude im Weiler Bonladen ist ein besonders aufwendig gestalteter Wohnspeicher aus dem Jahre 1699. Ursprünglich diente er vor allem der sicheren Aufbewahrung von Getreide. Erreicht wurde diese Funktion durch eine räumliche Distanz zur Feuerstelle des Bauernhauses, durch die Holzblockbauweise und durch eine steinerne Aufsockelung des „Getreidekastens“ an den Ecken. Freistehende Getreidespeicher sind in Oberschwaben nur in geringer Zahl überliefert. Das Objekt hat daher wichtige dokumentarische Funktion für das ländliche Bauwesen und die Vorratshaltung in vorindustrieller Zeit. |
98297268 |
| Bildsäule | Flurstücknummer 116 (Karte){{#coordinates:48.057080|10.079570 |
name=Bildsäule, Flurstücknummer 116|region=DE-BW|type=landmark}} | Ende 19. Jahrhundert | Der Bildstock stellt ein aussagekräftiges Zeugnis der gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit im 19. Jahrhundert dar. Er ist ein charakteristisches Dokument der katholisch geprägten Kulturlandschaft rund um Berkheim, die sich durch zahlreiche derartige Andachtsstätten auszeichnet. Geschützt nach § 2 DSchG |
104154503 | |
| Holzbildstock | Flurstücknummer 118 | 19. Jahrhundert | Bildstock mit einem Bild des Heiligen Willebold Geschützt nach § 2 DSchG |
Eichenberg
Der Teilort Eichenberg liegt westlich von Berkheim, an der Straße nach Ochsenhausen im Tal der Rot. Vorlage:Tabellenstile
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Martinskapelle Eichenberg.jpg |
Martinskapelle | St.-Martin-Straße 11 | 1781 | stattliche, gemauerte Kapelle mit Turm. Die katholische Kapelle St. Martin in Eichenberg ist ein typischer ländlicher barocker Sakralbau der Region und stellt ein Dokument der örtlichen Kirchengeschichte dar. Geschützt nach § 28 DSchG |
98297468 |
Illerbachen
Illerbachen liegt südlich von Berkheim. Bis zu Säkularisation war der Ort aufgeteilt in einen Teil der zur Enklave Tannheim und damit zum Kloster Ochsenhausen gehörte und einen zum Kloster Rot an der Rot gehörenden Teil. Vorlage:Tabellenstile
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Illerbachen Kirche St Joseph.jpg |
Kirche St. Josef | Bernhard-Riedmiller-Straße 23 (Karte){{#coordinates:48.029167|10.084862 |
name=Kirche St. Josef, Bernhard-Riedmiller-Straße 23|region=DE-BW|type=landmark}} | 1707 | Oblonges Schiff mit eingezogenem Chor, erbaut 1707 [§ 28]; mit ummauertem Kirchhof
Die katholische Kirche St. Joseph in Illerbachen ist ein charakteristischer ländlicher barocker Kirchenbau der Region. 1707/08 von Kloster Rot an der Rot errichtet, besticht der Sakralbau vor allem durch seine innere Ausstattung, insbesondere die bemalte Holzdecke sowie die reichhaltigen, z. T. älteren Altäre. Die äußerlich eher unscheinbare Kirche inmitten der überlieferten Kirchhofs dokumentiert damit das Kunstschaffen des Barock in anschaulicher Art und Weise. |
98302936 |
Schelleneigen
Schelleneigen ist ein Wohnplatz bei Eichenberg. Vorlage:Tabellenstile
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Göpel | Schelleneigen (Karte){{#coordinates:48.047894|10.055010 |
name=Göpel, Schelleneigen|region=DE-BW|type=landmark}} | Mehreckiger Fachwerkanbau an das bestehende Scheunengebäude, 19. Jahrhundert
Als Göpel werden Einrichtungen bezeichnet, in der wie hier Arbeitstiere an einer Antriebswelle Kraft erzeugen. Als seltenes Dokument vorindustrieller ländlicher Energieerzeugung besitzt der Fachwerkbau des Göpels an einer Scheune des Wohnplatzes Schelleneigen Zeugniswert für das ländliche Bauwesen. |
103914007 | ||
| Datei:Berkheim, BC - Schelleneigen Nr 2 Kapelle v O 300423 (cropped).jpg |
Privatkapelle | Schelleneigen 2 | 19. Jahrhundert | Rechteckbau mit Dachreiter, 19. Jahrhundert
Die kleine Kapelle auf dem Grundstück der Grabenmühle stellt ein aussagekräftiges Zeugnis der gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit im 19. Jahrhundert dar. Sie ist ein charakteristisches Dokument der katholisch geprägten Kulturlandschaft rund um Berkheim, die sich durch zahlreiche derartige Andachtsstätten auszeichnet. |
98303006 |
Siehe auch
Weblinks
- Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg - Verzeichnis der unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale und der zu prüfenden Objekte in Berkheim, vom 30. März 2003 (PDF; 46 kB)
- Das Denkmalschutzgesetz Baden-Württemberg (PDF; 58 kB)
Einzelnachweise
Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025. <references />
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