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Liste der Baudenkmäler in Altötting

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Auf dieser Seite sind die Baudenkmäler in der oberbayerischen Stadt Altötting zusammengestellt. Diese Tabelle ist eine Teilliste der Liste der Baudenkmäler in Bayern. Grundlage ist die Bayerische Denkmalliste, die auf Basis des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes vom 1. Oktober 1973 erstmals erstellt wurde und seither durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege geführt wird. Die folgenden Angaben ersetzen nicht die rechtsverbindliche Auskunft der Denkmalschutzbehörde. <ref group="Anm.">Vorlage:Disclaimer Baudenkmal in Bayern</ref>

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Michael Wening: Altötting

Ensembles

Ensemble Kapellplatz

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Kapellplatz mit der Wallfahrtskapelle

Das Ensemble umfasst den polygonalen Wallfahrtsplatz mit der frei auf ihr stehenden Heiligen Kapelle, die Stiftspfarrkirche mit den anhängenden Kapellen und dem ehemaligen Propsteibau, Kirche und Kloster St. Magdalena mit dem Kongregationssaal, die ehemaligen Kanonikerhäuser, Gasthäuser, alle Wallfahrtsläden, das Rathaus und zwei freistehende Brunnen.

Der geschichtliche Rang des Kapellplatzes Altötting beruht auf den Anziehungskräften der Wallfahrt, sichtbar geworden zunächst in spätgotischer, neuinterpretiert dann in barocker Gestalt. Als Ort war Altötting freilich längst vor dem Einsetzen der Wallfahrt geschichtswirksam, wofür der Zentralbau der Heiligen Kapelle als ältestes aufgehendes Mauerwerk trotz umstrittener Datierung Zeuge ist. Die Verbindung von landesherrlichem Besitztum seit agilolfingischer Zeit und dem 876/77 von Karlmann gegründeten und 1228 durch Ludwig den Kelheimer erneuerten (Pfalz-)Stift konnte Altötting, das erst 1898 Stadt wurde, vor dörflicher Belanglosigkeit bewahren und das geistige Umfeld bereiten, in welchem nach Aufstellung eines Marienbildes und nach einem ersten, 1489 bezeugten Wunder die Wallfahrt überraschend schnell emporwuchs. 1493 schon kamen Pilgerzüge aus Landshut, bald auch aus München. Die Opfergaben flossen so reichlich, dass die Stiftskirche im Jahre 1499 durch einen weitgehenden Neubau ersetzt werden konnte, nachdem auch der Zentralbau der Heiligen Kapelle 1494 ein Langhaus erhalten hatte.

Das folgende 16. Jahrhundert sah Kapelle und Stiftskirche in einem Nebeneinander zweier sich zwar bedingender und ergänzender, aber doch selbständiger Gebilde. Erst die Berufung der Jesuiten durch Herzog Wilhelm V. und die von diesen mitgebrachten Zentralisierungsideen des beginnenden 17. Jahrhunderts banden die beiden in einen Platzraum ein und zwar so, dass der Wallfahrtskapelle die Rolle der sinngebenden Mitte, der Stiftskirche samt dem Anbau des Propsteigebäudes als axialer Verlängerung die Rolle der Südwand zugedacht wurde. Die konkrete Platzbildung begann 1593 an der Ostseite mit Kollegbau und Kirche St. Magdalena der Jesuiten, setzte sich fort im Westen mit dem „Alten Chorherrenstock“ von 1619. Nach der notvollen Pause des Dreißigjährigen Krieges, in welcher Tilly und Maximilian I. die Zuversicht erkennen ließen, die von Altötting über den deutschen Süden ausstrahlte und die letztlich den Wittelsbachern die Herrschaft und den Altbaiern die Katholizität bewahrte, wurde um 1672 der junge Enrico Zuccalli entsandt, den Platz zu vollenden; er sollte das Herzstück der Heiligen Kapelle mit einem mächtigen Zentralbau überwölben. Von seinem Plan wurden allerdings nur die beiden stolzen Walmdachbauten des „Neuen Chorherrenstockes“ und der „Dechantei“ im Nordwesten ausgeführt. Die Baulücke zwischen diesem und dem alten „Hofwirt“ wurde erst 1908 mit dem neubarocken Rathaus gefüllt, damals jedoch nicht ohne Widerstand gegen die vorspringende Baulinie, die sich nicht an die zuccallische Polygonidee halten wollte. 1697/98 bauten die Jesuiten ihre Magdalenakirche neu: der Verzicht auf den bisherigen Westturm zugunsten einer Kuppel über der weiter entfernten Ostapsis brachte eine günstige Korrektur für das Platzbild; sie verringerte die Türmekonkurrenz und ergab zusammen mit dem 1696 ebenfalls von den Jesuiten erbauten Kongregationssaal eine breite Fassadenwirkung für die östliche Platzwand. Der 1637 westlich der Heiligen Kapelle durch Santino Solari im Auftrag des Salzburger Erzbischofs errichtete marmorne Marienbrunnen erinnert an die Verwahrung des Gnadenbildes 1632 im Salzburger Dom und damit an die Tatsache, dass Altötting ein offenes, unbefestigtes Dorf war, dass selbst der Kapellplatz vor der Errichtung der Zuccalli-Bauten im Norden nur durch einen Bretterzaun abgeschirmt wurde und deshalb das Gnadenbild mit den Wallfahrtsschätzen nicht weniger als viermal an einen sicheren Ort verbracht werden musste. Dies ist zum einen ein Hinweis, dass der heutige Platz in seiner Größe und Gestalt nicht die Nachfolgeform eines alten Pfalzhofes sein kann, sondern eine einmalige, neue Leistung der Verbundenheit von Volk, Klerus und Wittelsbacher Hof darstellt; zum anderen beschäftigte der Mangel an Abschlussmöglichkeit schon Enrico Zuccalli, der daher wenigstens „6 Porten“ vorsah – die in der Hauptachse liegende westliche in der gehobenen Form einer „Galleria“, damit künftig die „Fuhrwerke“ und das „Hofmarksvieh“ abgehalten würden. Umgekehrt war es naheliegend, die außerhalb der Pfortenstellen gelegenen Zugangsbereiche mit besonderer Architektur zu besetzen: 1654–57 bauten die von Propst Franz Wilhelm von Wartenberg gerufenen Franziskaner im Westen Kloster und Kirche St. Anna (heute St. Konrad), 1734–37 die Englischen Fräulein im Nordosten ihr Institut und ihre Kirche, während die anderen Pfortenstellen im Laufe der Zeit mit Gasthäusern bestückt wurden, damit auch von diesen der Wallfahrt gedient würde.

Aktennummer: E-1-71-111-1

Baudenkmäler nach Ortsteilen

Altötting

Innerhalb des Ensembles

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Außerhalb des Ensembles

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Aigner

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Geisberg

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Graming

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Oberholzhausen

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Oberschlottham

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Schneidlehen

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Stadel

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Unterholzhausen

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Unterschlottham

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Wallner an der Osterwies

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Ehemalige Baudenkmäler

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Siehe auch

Anmerkungen

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Einzelnachweise

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Literatur

  • Wilhelm Neu, Volker Liedke: Oberbayern. Hrsg.: Michael Petzet, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (= Denkmäler in Bayern. Band I.2). Oldenbourg, München 1986, ISBN 3-486-52392-9.

Weblinks

  • Denkmalliste für Altötting (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
  • Altötting im Bayerischen Denkmal-Atlas
  • In dieser Kartenansicht sind Baudenkmäler ohne Koordinaten mit einem roten bzw. orangen Marker dargestellt und können in der Karte gesetzt werden. Baudenkmäler ohne Bild sind mit einem blauen bzw. roten Marker gekennzeichnet, Baudenkmäler mit Bild mit einem grünen bzw. orangen Marker.

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