Zum Inhalt springen

Liebigschule Gießen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Liebigschule Gießen
Datei:Gießen Liebigschule.tif
Haus A (Südseite) der Liebigschule
Schulform Gymnasium
Gründung 1837
Adresse Bismarckstraße 21 
35390 Gießen
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 34′ 51″ N, 8° 40′ 48″ OKoordinaten: 50° 34′ 51″ N, 8° 40′ 48″ O
 {{#coordinates:50,580830555556|8,68|primary
dim=500 globe= name=Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden. region=DE-HE type=building
  }}
Träger Stadt Gießen
Schüler ungefähr 1350
Lehrkräfte ungefähr 115
Leitung Dirk Hölscher
Website www.liebigschule-giessen.de

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Die Liebigschule Gießen ist ein nach Justus Liebig benanntes Gymnasium in Gießen (Hessen).

Geschichte

Die Schule wurde 1837 als eine von drei großherzoglich-hessischen Provinzialrealschulen gegründet, um den neuen Anforderungen des Industriezeitalters Rechnung zu tragen. Seit 1900 kann man das Abitur ablegen. 1914 trennten sich die beiden Schulzweige, das Realgymnasium – jetzt Herderschule Gießen – und die Oberrealschule. 1937 erhielt diese den heutigen Namen Liebigschule (die Koseform LIO – Liebigoberrealschule – nimmt noch darauf Bezug). Von 1972 bis 2002 war sie eine kooperative Gesamtschule beginnend mit Klasse 7. Seit 2002 ist sie wieder ein Gymnasium mit den Klassen 5 bis 13 bzw. 12. Etwa 1550 Schüler aus Stadt und Landkreis Gießen werden an der Liebigschule unterrichtet.

2012 feierte die Schule ihr 175-jähriges Bestehen mit zahlreichen Veranstaltungen wie einer Jubiläumsshow und einem feierlichen Festakt in der Justus-Liebig-Universität. Im Rahmen des Jubiläums wurde das Projekt Ziel.175 gestartet, das 175.000 Euro an Spenden für den Neubau einer zusätzlichen Cafeteria vorsah. Inzwischen ist die Atrium-Cafeteria errichtet.

Schulleiter war von Herbst 2008 bis Juli 2014 Carsten Scherließ. Nach seinem Wechsel an die Goetheschule Wetzlar zum Schuljahr 2014/15 übernahm der stellvertretende Schulleiter Joachim Sieben die kommissarische Leitung. Seit Juni 2015 ist Dirk Hölscher Leiter der Liebigschule.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.giessener-anzeiger.deLiebigschule - Schulamtsleiter Kipp führt Dirk Hoelscher als Nachfolger von Scherliess in Amt ein (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2021. Suche im Internet Archive )</ref>

Pädagogisches Profil

Schwerpunkte des Unterrichts der Liebigschule sind Musik, neuere Sprachen, naturwissenschaftliche Fächer und Sport. Die Schule bietet in bestimmten Jahrgängen zusätzlichen Musik- und Sportunterricht und für alle Schüler außerdem eine breite Palette von Arbeitsgruppen an.

Nachdem die Liebigschule 2005 wie die meisten hessischen Gymnasien die verkürzte achtjährige Gymnasialzeit (G8) eingeführt hatte, kehrte sie 2013 wieder zur neunjährigen Gymnasialzeit zurück.<ref>Schulprofil der Liebigschule Gießen Stand: Juli 2019. In: www.liebigschule-giessen.de</ref>

Die Arbeit der Schule wird von vielen Seiten unterstützt, so etwa vom Ehemaligenverein, vom Musikförderverein der Liebigschule und vom Förderverein Liebigschule.

Musikalischer Schwerpunkt

Musik wird an der Liebigschule besonders gefördert. Die Schule verfügt über zwei Orchester, die vorwiegend klassische Musik erarbeiten, und über mehrere Chöre. Die (öffentlichen) Orchester- bzw. Chorkonzerte im Sommer und vor Weihnachten gehören zu den Höhepunkten des Schullebens. Kammermusikgruppen ergänzen das Angebot. Das Orchester und die Chöre veranstalten regelmäßig Konzertreisen und Austauschprogramme mit Schulen in Spanien und England. So spielte das Orchester der Liebigschule im Juni 2008 auf der EXPO-Weltausstellung in Saragossa. Außerdem ist der Austausch mit der County High School in Colchester wieder rege geworden.

Die „LieBigBand“ repräsentiert die moderne Populärmusik an der Liebigschule. Gegründet von dem Musiklehrer Michael Zarniko, feierte sie 2013 ihr zwanzigjähriges Bestehen. Die Band tritt jährlich auf dem benachbarten Schiffenberg im Rahmen eines Open-Air-Konzerts auf.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Liebigband (Memento vom 27. August 2011 im Internet Archive), Big Band der Liebigschule Gießen</ref>

ARTE Dokumentation über Kreationismus im Biologieunterricht

Am 19. September 2006 berichtete der deutsch-französische Fernsehsender ARTE in einem Themenabend zum christlichen Fundamentalismus, dass in zwei mittelhessischen Schulen im Biologieunterricht neben der Evolutionstheorie die von evangelikalen Kreisen propagierte Vorstellung des Kreationismus behandelt wurde. Im Fokus der Sendung standen die August-Hermann-Francke-Schule, eine staatlich anerkannte christliche Privatschule, und ein einzelner Lehrer der Liebigschule, der außer der Behandlung der Evolutionstheorie kreationistische Ansätze zur Diskussion stellte. Es berichteten weitere Medien.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 31. Oktober 2006, abgerufen am 18. Mai 2025.</ref>

Rechtsextremismus-Vorfall bei der Wahl des Abiturmottos 2025

Am 17. und 18. Mai 2025 berichteten regionale<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Offenbach Post, 18. Mai 2025, abgerufen am 18. Mai 2025.</ref> und nationale<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 18. Mai 2025, abgerufen am 18. Mai 2025.</ref> Medien von einem nationalsozialistischen Abi-Motto, für das die Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs 2026 online abgestimmt hatten. Neben unpolitischen Mottos lautete ein Vorschlag „Abi macht frei“; ein Satz mit klarem Bezug zu dem Slogan, der über den Toren mehrerer Vernichtungslager stand. Zur Auswahl stand weiterhin der muslimfeindliche und rassistische Slogan „Abi Akbar - Explosiv durchs Abi“. Der Vorschlag, der am meisten Stimmen erhielt, wies einen ebenso rechtsradikalen und offenkundig nationalsozialistischen sowie antisemitischen Bezug auf: „NSDABI - Verbrennt den Duden“. Das genaue Abstimmungsergebnis wurde nicht veröffentlicht, jedoch gab Oberstufenleiter Jens Schleenbecker an, dass „etwa die Hälfte der Jahrgangsstufe für den »NSDABI«-Vorschlag votiert“<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Giessener Allgemeine, 17. Mai 2025, abgerufen am 18. Mai 2025.</ref> habe.

Laut Berichterstattung unter Berufung auf die Schulleitung und das zuständige Abi-Komitee, war ein Link zu einer Internetseite verschickt worden, auf der die Jahrgangsstufe anonym Motto-Vorschläge machen und dann abstimmen konnte, wobei es ohne größere Schwierigkeiten möglich gewesen sei, dass eine Person mehrere Stimmen abgab. Dies – so die Schulleitung – sei möglicherweise der Grund für das vermeintliche Abstimmungsverhalten des Abiturjahrgangs 2026. Sie kündigte an, die erneute Wahl des Abiturmottos stärker zu beaufsichtigen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 17. Mai 2025, abgerufen am 18. Mai 2025.</ref>

Der betreffende Jahrgang und die gesamte Schulgemeinde positionieren sich deutlich gegen den Vorfall und haben dies auf vielfältiger Weise offen kommuniziert.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 16. August 2021, abgerufen am 19. Mai 2025.</ref>

Bekannte Absolventen

Historische Quellen

Die Überlieferung der Oberrealschule (Bestand G 53 Oberrealschule Giessen) befindet sich heute im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt. Der Bestand reicht bis ins Jahr 1913 zurück und enthält über 200 Personalakten von ehemaligen Referendaren der Schule mit Informationen zu den von ihnen abgelegten Prüfungen, die Einblicke in die Biografien der Lehramtsanwärter sowie in die damalige Lehrerausbildung geben können. Der Bestand ist im Internet einsehbar und online recherchierbar.<ref>Übersicht über den Bestand „Oberrealschule (G 53 Oberrealschule Giessen)“ Archivinformationssystem Hessen. Abgerufen am 7. Januar 2015</ref>

Weblinks

Commons: Liebigschule Gießen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:HinweisbausteinVorlage:Wikidata-Registrierung