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Libanonkrieg 2006/Zeittafel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Libanonkrieg 2006 war eine Eskalation im Nahostkonflikt. Im Folgenden werden die Ereignisse chronologisch dargestellt:

Juli

12. Juli 2006

Datei:Zarit incident map.png
Karte des Grenzabschnitts, in welchem der Zwischenfall stattfand

13. Juli 2006

Datei:BeirutAirport.jpg
Flughafen von Beirut, Aufnahme ist aus dem Jahr 2004
  • Die israelische Luftwaffe bombardierte Straßen, Brücken, den Beiruter Flughafen und vermutete Stellungen der Hisbollah im Süden des Landes, wohl um zu verhindern, dass die entführten Soldaten weiter von der Grenze weggebracht werden. Dabei wurden mehr als 70 libanesische Zivilisten getötet. Israelische Kriegsschiffe feuerten am Abend zum zweiten Mal Raketen auf die Landebahn des Beiruter Flughafens ab.<ref>

<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lebanon police: 15 die in IAF strike on van in south Lebanon. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. Januar 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.haaretz.com Haaretz, 15. Juli 2006</ref>

  • Am Abend des 13. Juli beschossen nach israelischen Angaben Hisbollah-Milizionäre die israelische Stadt Haifa mit Raketen. Die Hisbollah dementierte dies und die Behauptung, sie hätte dabei iranische Waffen eingesetzt. Die Hisbollah beschoss die Städte Nahariya und Safed sowie eine Reihe in der Nähe liegender Ortschaften mit Katjuscha-Raketen. Bei diesen Angriffen wurden zwei Zivilisten getötet und 29 verletzt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/fr.jpost.com The Jerusalem Post, 13. Juli 2006</ref>
Datei:2006crisis lebanon israel.png
Karte mit den israelischen Ortschaften, die durch die Hisbollah angegriffen wurden.

14. Juli 2006

15. Juli 2006

  • Am Samstag, dem 15. Juli, weitete die israelische Armee ihre Offensive im Libanon weiter aus. Beschossen wurden Straßen und Brücken im ganzen Land, die als Hochburg der Hisbollah geltenden südlichen Stadtteile und Vororte von Beirut (u. a. Haret Hreik), Treibstofflager wie das bei Sidon im Süden des Landes und die libanesischen Luftstützpunkte bei Rayak im Osten und Koleyat im Norden des Landes.<ref name="standard15072006">20 Tote bei israelischem Luftangriff im Südlibanon. DerStandard.at, 15. Juli 2006</ref> Neu waren Luftangriffe auf das Hauptwohngebiet der christlichen Maroniten, die als überwiegend antisyrisch und prowestlich eingestuft werden. Am Nachmittag wurden Hafenanlagen in der dicht mit Hochhäusern bebauten und nahezu ausschließlich von Christen bewohnten Bucht von Jounieh beschossen.
  • Nach Angaben des Militärs wurden bis zu diesem Zeitpunkt etwa 150 Ziele im Libanon angegriffen, davon rund ein Dutzend in direktem Zusammenhang mit der Hisbollah. Offiziell bestätigt wurde von libanesischer Seite, dass das Hauptquartier der Hisbollah in Beirut bei einem Luftangriff zerstört wurde. Auch der Grenzübergang zwischen dem Libanon und Syrien bei Masnaa wurde angegriffen. Dabei starben drei Menschen.<ref>As the bombs rain down, a refugee crisis unfolds on the streets of Beirut. The Guardian, 17. Juli 2006</ref> Darauf folgende Berichte, dass Israel nun auch Syrien angegriffen habe, wurden von beiden Staaten dementiert.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/de.today.reuters.comIsrael: Keine Ziele in Syrien angegriffen. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im August 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot Reuters, 15. Juli 2006</ref> Die Hisbollah setzte ihre Raketenangriffe auf Städte im Norden Israels fort und traf dabei unter anderem Ziele in Tiberias.
  • Großbritannien entsandte für eine mögliche Evakuierung sechs Kriegsschiffe, darunter einen Flugzeugträger, in den Nahen Osten und verlegte Chinook-Hubschrauber nach Zypern. Frankreich schickte zwei Kriegsschiffe und ein ziviles Fährschiff. Zwei Hercules-Transportflugzeuge der italienischen Luftwaffe flogen zwischen dem 15. und dem 16. Juli von der syrischen Hafenstadt Latakia insgesamt 460 Zivilisten verschiedener Nationalität aus, die zuvor mit Bussen aus dem Libanon gebracht worden waren.(Beleg fehlt)

16. Juli 2006

Datei:US embassy staff leave helicopter in Cyprus July 16 2006.jpg
Botschaftsangehörige verlassen den Helikopter auf Zypern.

17. Juli 2006

18. Juli 2006

19. Juli 2006

20. Juli 2006

Datei:Destroyed balustrade in bombed Beirut house July 20 2006.jpg
Balustrade eines am 20. Juli 2006 zerstörten Hauses in Beirut.
  • Die israelische Luftwaffe warf nach eigenen Angaben in der Nacht 23 Tonnen Bomben auf einen Bunker, um den Anführer der Hisbollah, Scheich Hassan Nasrallah, zu töten, der laut Geheimdienstberichten in dem Bunker war. Die Hisbollah dementierte dies und behauptete, eine im Bau befindliche Moschee sei bombardiert worden.<ref>Bombenhagel: Israel zielt auf Hisbollah-Bunker. Spiegel Online, 20. Juli 2006</ref>
  • Der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Jigal Palmor, forderte Deutschland und die Europäische Union auf, bei der Freilassung der entführten israelischen Soldaten zu helfen.<ref>Krieg im Libanon – Israel bittet Deutschland um Hilfe bei Geiselbefreiung. Süddeutsche Zeitung, 20. Juli 2006</ref>
  • Bei Gefechten zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah im Süden des Libanon bei Moschav Avivim starben vier israelische Soldaten, fünf weitere werden verwundet.
  • Gegen Mitternacht stießen nahe der libanesischen Grenze zwei Apache-Hubschrauber der israelischen Luftwaffe zusammen. Bei dem Unfall

starb ein Pilot, drei weitere wurden verletzt. Der Zusammenstoß trug sich in der Umgebung der israelischen Stadt Kirijat Schmonah zu.

  • In der Nacht vom 20. auf den 21. Juli trafen in der südtürkischen Hafenstadt Mersin mehrere Schiffe mit ausländischen Bürgern ein (darunter mexikanische, spanische und rund 900 kanadische Staatsbürger), die aus dem Libanon über den Beiruter Hafen evakuiert wurden. Viele reisten gleich weiter nach Istanbul oder nach Adana, wo sich der nächstliegende Flughafen befindet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lübnan’dan Mersin’e kaçış köprüsü (Memento vom 30. September 2007 im Internet Archive) Radikal, 22. Juli 2006</ref>

21. Juli 2006

Datei:Coat of arms of Israel.svg
Wappen Israels
  • Israel forderte die libanesische Bevölkerung südlich des Litani auf, das

Gebiet zu verlassen, da eine Bodenoffensive geplant sei. In dem Bereich leben etwa 250.000 Menschen.<ref>Mögliche Bodenoffensive: Israel fordert Bewohner Südlibanons zur Flucht auf. Spiegel Online, 21. Juli 2006</ref> Der libanesische Verteidigungsminister Elias Murr kündigte an, dass die libanesische Armee ihrem Verteidigungsauftrag nachkommen und den Libanon gegen eine Bodenoffensive Israels verteidigen werde. Bis zu diesem Zeitpunkt verteidigte sich die Armee des Libanon nur, wenn sie selbst angegriffen wurde.<ref>Krise im Nahen Osten: Libanon will Bodenoffensive zurückschlagen. Spiegel Online, 21. Juli 2006</ref>

22. Juli 2006

Datei:Lebanon demonstrations in Bremen 019.JPG
Demonstration gegen den Libanonkrieg am 22. Juli in Bremen.

23. Juli 2006

Datei:Emblem of Syria (1980–2024).svg
Wappen Syriens
  • Der syrische Informationsminister Mohsen Bilal äußerte sich in einem Interview mit der spanischen Zeitschrift ABC zu der eventuell anstehenden israelischen Offensive im Südlibanon und kündigte an, dass Syrien dann aktiv in den Konflikt eingreifen wolle.<ref>Syrien will mit den USA verhandeln. Welt online, 23. Juli 2006</ref> Es könne zu einer Intervention Syriens kommen. „Wenn die israelischen Truppen uns [Syrien] provozieren, wird Damaskus handeln, um die nationale Sicherheit des syrischen Territoriums zu garantieren.“<ref>Nahost – Syrischer Minister droht Israel mit Krieg. Süddeutsche Zeitung, 23. Juli 2006</ref>
  • Gegenüber dem deutschen Bundesminister des Auswärtigen Frank-Walter Steinmeier äußerte der israelische Verteidigungsminister Amir Peretz, Israel könne eine durch die NATO geführte UN-Schutztruppe mit umfassenden Mandat im Südlibanon akzeptieren. Diese Schutztruppe müsse die Hisbollah in Abstand zu Israel halten können.<ref>Israeli Official Wants NATO on Border. USA Today, 23. Juli 2006</ref> Der israelische Ministerpräsident Olmert begrüßte ebenfalls den Einsatz einer internationalen Friedenstruppe, die er sich unter der Leitung der Europäischen Union vorstellen könnte.

24. Juli 2006

25. Juli 2006

Land. Israel könne nicht „weiterhin internationales Recht ignorieren“.<ref>Libanon: Bisher höchste Verluste für Israel. Focus, 26. Juli 2006</ref>

26. Juli 2006

Datei:BlueLine.jpg
Karte mit der Blauen Linie, die den 1949 eingerichteten Grenzverlauf, zwischen Israel und dem Libanon zeigt. Auch werden hier die Ortschaften im Süden des Libanon, wie im direkten Grenzgebiet zu Israel gezeigt.

27. Juli 2006

28. Juli 2006

29. Juli 2006

30. Juli 2006

Datei:Lebanon coa.png
Wappen des Libanon
Datei:ProIsraelRallyLondon.jpg
Proisraelische Demonstration am 30. Juli 2006 in London, Großbritannien.
  • UN-Generalsekretär Kofi Annan hat den israelischen Luftangriff auf das südlibanesische Dorf Kana am Sonntag vor dem UN-Sicherheitsrat scharf kritisiert und mit Nachdruck eine sofortige Waffenruhe verlangt. Der amerikanische UN-Botschafter John Bolton äußerte vor Journalisten die Erwartung, dass der Rat dem Libanon und speziell den Hinterbliebenen sein „tiefes Bedauern“ aussprechen werde. Einer Forderung nach Waffenruhe würden sich die USA nicht anschließen, sagte Bolton. Der Libanon hatte den UN-Sicherheitsrat am Sonntag einberufen.<ref>„Bitte Sie, das Gleiche zu tun“ – Annan verurteilt Angriff. n-tv, 30. Juli 2006</ref>
  • Am Abend sagte Israel eine 48-stündige Einstellung der Luftangriffe zur Aussiedlung der verbliebenen Bevölkerung im Südlibanon zu, die die UNO in 24 Stunden durchführen soll. In zusätzlichen 24 Stunden will Israel die Vorfälle von Kana aufklären.<ref>Südlibanon: Israel will Luftangriffe für zwei Tage aussetzen. Spiegel Online, 30. Juli 2006</ref><ref name="cnn307">Israel halts attacks for 48 hours. CNN, 30. Juli 2006</ref> Regierungschef Ehud Olmert hatte zuvor eine sofortige Waffenruhe abgelehnt. Sein Land brauche noch mindestens zehn Tage, um die Offensive zu beenden.<ref>Nahost: Trotz Kana –Israel will weiterbomben. Spiegel Online, 30. Juli 2006</ref> Kofi Annan forderte anlässlich einer einberufenen Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine „sofortige Einstellung der Kampfhandlungen“, der Sicherheitsrat dagegen warnte lediglich vor „ernsten Konsequenzen für die humanitäre Situation, sollten die Kampfhandlungen andauern“.<ref name="cnn307" />

31. Juli 2006

August

1. August 2006

Datei:Syria.BasharAlAssad.01.jpg
Baschar al-Assad (Ricardo Stuckert/ABr, 2003)
  • Der syrische Staatschef Baschar al-Assad hat das Militär seines Landes in erhöhte Einsatzbereitschaft versetzt. Er begründete das mit der „internationalen Lage und den Herausforderungen in der Region“. Deshalb sei Wachsamkeit erforderlich, so Assad.<ref>Syriens Militär in erhöhte Bereitschaft versetzt (tagesschau.de-Archiv) Tagesschau, 1. August 2006</ref>
  • In der Nacht hat das israelische Kabinett grünes Licht für eine Ausweitung der Bodenoffensive gegen die schiitische Hisbollah-Miliz im Südlibanon gegeben. Bei heftigen Gefechten im Grenzgebiet gab es wieder Tote und Verletzte. Das Kabinett sei damit einer Empfehlung des Militärs gefolgt, sagte ein Regierungsvertreter. Geplant ist, laut Militärrundfunk, dass israelische Soldaten bis zum Litani vordringen. Der Fluss liegt rund 30 Kilometer nördlich der israelisch-libanesischen Grenze. Auch die Luftangriffe gingen trotz der 48-stündigen Feuerpause weiter. Die Armee hat betont, im Falle „direkter Bedrohung“ werde weiter bombardiert. Die Angriffe aus der Luft sollen laut Justizminister Ramon ab dem 2. August 2006 wieder voll aufgenommen werden. Ministerpräsident Olmert sagte, ein Waffenstillstand sei in absehbarer Zeit möglich. Eine sofortige Waffenruhe könne es aber nicht geben, weil die Offensive noch nicht beendet sei.<ref name="guardian018">Olmert: Israel is winning. The Guardian, 1. August 2006</ref><ref name="cnn028">Israel strikes deep into Lebanon. CNN, 2. August 2006</ref> Es hieß, es sollten noch weitere Reservisten einberufen werden. Dabei ist die Rede von drei Divisionen, was mindestens 15.000 Soldaten bedeuten würde.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/de.today.reuters.comMinister: Israel braucht noch bis zu 14 Tage im Libanon-Krieg. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im August 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot Reuters, 1. August 2006</ref>
  • Die Israelische Artillerie verwickelte sich in heftige Feuergefechte mit Armeeeinheiten der Hisbollah in der Stadt Ayta al-Sha'b. Darüber hinaus kam auch eine 500-Pfund-Bombe zum Einsatz. Premierminister Ehud Olmert teilte mit, dass die Hisbollah, Tag für Tag, mehr und mehr durch die israelischen Einheiten geschwächt werde und dass es erst einen Waffenstillstand gäbe, wenn Israel sichergehen kann, dass ein erneuter Krieg in der Zukunft ausgeschlossen ist.<ref name="guardian018" /><ref name="cnn028" />
  • Der israelische Justizminister Chaim Ramon hat am Abend des 1. August eine Wiederaufnahme der Luftangriffe im Libanon nach Ablauf der 48-stündigen Frist im „vollen Umfang“ angekündigt. Ramon sagte im israelischen Fernsehen, die Luftwaffe werde von der Nacht zum 2. August an wieder uneingeschränkt Ziele der radikalen Hizbollah-Miliz bombardieren.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Israel kündigt Wiederaufnahme von Luftangriffen an. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 30. September 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.baz.ch Basler Zeitung, 1. August 2006</ref>
  • In der Nacht zum 2. August 2006 operierten die israelischen Streitkräfte in der Region um Baalbek im nordöstlichen Libanon – etwa 80 Kilometer von der libanesischen Hauptstadt Beirut entfernt – nahe der syrischen Grenze.<ref name="cnn028" />

2. August 2006

3. August 2006

4. August 2006

Datei:USN sailors at Beirut pier with aid cargo Aug 4 2006.jpg
Hilfslieferungen, die am 4. August in Beirut ausgeladen werden.
  • Mit der Bombardierung von vier Brücken zerstörte Israels Armee die letzten Straßenverbindungen und Fluchtwege nach Syrien. Das Flüchtlingshilfswerk Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen sprach von der Unterbrechung einer „humanitären Lebensader“. Mit der Zerstörung der Brücken sei die wichtigste Versorgungsroute in den Libanon gekappt worden. Nach mehr als drei Wochen israelischer Luftangriffe auf den Libanon droht dort ein humanitäres Desaster. Erstmals wurden dabei auch Ziele im überwiegend von Christen bewohnten Norden der Stadt angegriffen. Im Südlibanon töteten Hisbollah-Kämpfer nach Fernsehberichten fünf Soldaten.<ref>Aid lifeline broken after Israelis hit highway. The Guardian, 5. August 2006</ref>
  • Syrien droht indessen mit einem Truppeneinmarsch, wenn die israelischen Streitkräfte bei ihrem Vormarsch in die Tiefe libanesischen Territoriums das Gebiet von Masnaa im Ostlibanon erreichen sollten. „Wir hoffen, dass wir uns letztendlich nicht in das Abenteuer Israels einmischen müssen, doch wir vertrauen ihnen nicht, wenn sie so nah an unseren Grenzen stehen“, sagte Informationsminister Mohsen Bilal.<ref>Syrien droht mit Truppeneinmarsch im Libanon. RIA Novosti, 4. August 2006</ref>
  • Bei einem Luftangriff auf einen Bauernhof bei Qaa (القاع) im Ostlibanon wurden 33 Landarbeiter – davon sind nach syrischen Angaben 23 Syrer – und bei einem weiteren Angriff in Taibeh sieben Zivilisten getötet.<ref>Israelische Luftangriffe: Dutzende Zivilisten im Libanon getötet. Spiegel Online, 4. August 2006</ref>

5. August 2006

6. August 2006

  • Israels Justizminister Chaim Ramon begrüßte den Resolutionsentwurf, erklärte aber, Israel hege Zweifel, dass die Hisbollah eine wie auch immer geartete Resolution einhalten wird. Israel werde seine Militäraktionen fortsetzen, ließ er verlauten.<ref>Nahostkrieg: Israel begrüßt Resolutions-Entwurf – und bombt weiter. Spiegel Online, 6. August 2006</ref>
  • Bei einem Raketenangriff der libanesischen Hisbollah-Miliz auf den israelischen Kibbutz Kfar Giladi sind 12 israelische Soldaten getötet worden. Etliche Menschen wurden verletzt. Es ist die höchste Opferzahl bei einem einzelnen Angriff auf Israel seit Beginn der Kämpfe am 12. Juli. In Haifa starben 3 Menschen durch einen Raketenangriff der Hisbollah, Dutzende wurden verletzt.<ref name="BBC0608">Hezbollah launches rocket barrage. BBC, 6. August 2006</ref>
  • In Haifa starben durch einen Raketenangriff der Hisbollah drei Menschen, Dutzende wurden verletzt.<ref name="BBC0608" />
  • Im Lauf der Woche hat Israel 30.000 Reservisten einberufen. Am Sonntag teilte der Chef des Militärgeheimdienstes, General Amos Yadlin, mit, dass man einen der an der Entführung der beiden israelischen Soldaten beteiligten Hizbollah-Kämpfer gefangen genommen habe.<ref name="Haaretz0608a"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />IAF air strike kills six Lebanese family members, wounds two. (Memento vom 1. Oktober 2007 im Internet Archive) Haaretz, 7. August 2006</ref> Der Name wurde mit Hassin Ali Saliman angegeben. Nach Behauptungen der israelischen Streitkräfte wurde der 22-jährige auch im Iran durch iranische Soldaten zum Terroristen ausgebildet. Eine Videoaufzeichnung seines Verhörs wird auf einer Armee-Website angeboten.<ref>Siehe YouTube: Interrogation of Hezbollah terrorist, eingestellt am 31. Januar 2007</ref>
  • Bei einem Hizbollah-Angriff auf das Beduinendorf Arab al-Aramshe in Westgaliläa wurden drei arabische Frauen getötet.<ref name="Haaretz0608b"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mother, two daughters killed in rocket strike on Bedouin village. (Memento vom 1. Oktober 2007 im Internet Archive) Haaretz, 6. August 2006</ref>

7. August 2006

8. August 2006

  • Zwei israelische Soldaten starben beim Ort Bint Dschubail. Drei Soldaten starben während heftiger Kämpfe mit der Hisbollah im Süden des Libanons. Dabei wurden auch 14 Soldaten verletzt.<ref name="Haaretz1008a"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />15 soldiers killed Wednesday in south Lebanon. (Memento vom 1. Oktober 2007 im Internet Archive) Haaretz, 10. August 2006</ref>
  • Israel warf Flugblätter ab, welche die Bevölkerung warnten sich nach 22 Uhr draußen aufzuhalten. Wie ein israelischer Militärsprecher mitteilte, würde dies ein Risiko sein.<ref name="Haaretz1008a" />

9. August 2006

  • Israel greift erstmals ein palästinensisches Flüchtlingslager im Libanon an. Nach Berichten der libanesischen Polizei wurde das größte Flüchtlingslager im Libanon nahe Sidon, in dem etwa 50.000 Flüchtlinge leben, angegriffen. Dabei starben 2 Menschen und 15 Leute wurden verletzt. Direkt neben dem bombardierten Gebäude grenzte ein Zentrum, das dem Fatah-Führer Munir Makdah unterstand.<ref>Flüchtlingslager bombardiert. Zeit online, 9. August 2006</ref>
  • Bei den heftigen Kämpfen mit Hizbollah-Guerilleros in Ayta al-Shaab und Dibel sind 15 israelische Soldaten getötet und 10 weitere verwundet worden.<ref name="Haaretz1008a" />
  • Mindestens ein israelischer Soldat einer Fallschirmjäger-Reserveeinheit ist durch Beschuss aus einem israelischen Panzer („friendly fire“) im Dorf A-Taibeh ums Leben gekommen. Zehn weitere Soldaten der Einheit wurden dabei verwundet.<ref name="Haaretz1008b"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Friendly fire kills one IDF soldier, may have caused other fatalities. (Memento vom 18. August 2006 im Internet Archive) Haaretz, 10. August 2006</ref>
  • Das israelische Sicherheitskabinett hat eine Ausweitung der Bodenoffensive im Libanon beschlossen. 30.000 Soldaten sollen bis zum Fluss Litani vorrücken. Eli Yishai, Vize-Ministerpräsident Israels, hat angekündigt, dass die neue Offensive rund 30 Tage dauern werde.<ref>Krieg im Libanon: Israel beschließt massive Ausweitung der Bodenoffensive. Spiegel Online, 9. August 2006</ref>

10. August 2006

11. August 2006

Datei:Israeli Air Force chopper flying to Lebanon Aug 11 2006 2.jpg
Helikopter der IAF

12. August 2006

13. August 2006

14. August 2006

  • Bis zum unmittelbaren Beginn der Waffenruhe Um 8 Uhr Ortszeit (7 Uhr MESZ) lieferten sich Israel und die Hisbollah heftige Gefechte und die israelische Luftwaffe griff Ziele im Südlibanon und in Ostbeirut an. Die Waffenruhe wurde pünktlich von beiden Seiten eingehalten. Israel begann mit dem Abzug einzelner Truppenverbände.<ref>Waffenruhe im Libanon in Kraft getreten. Hamburger Abendblatt, 14. August 2006</ref>
  • Die israelische Armee gab an, in Notwehr bislang sechs Hisbollah-Kämpfer getötet zu haben. Derweil begeben sich im Südlibanon Zehntausende Flüchtlinge auf den Heimweg. Israel und Libanon warnen die Flüchtlinge vor einer übereilten Rückkehr.<ref name="tagesanzeiger14082006">Waffenruhe hält, Flüchtlinge kehren zurück. Tages-Anzeiger, 14. August 2006</ref>
  • Bis heute hat die Hisbollah mehr als 4000 Raketen auf Israel abgefeuert. Allein am 13. August wurde der Einschlag von 250 Raketen gemeldet.<ref name="Guardian1408a" />
  • Einer Bekanntmachung der israelischen Regierung zufolge hat der Libanonkrieg 2006 auf israelischer Seite insgesamt 39 Zivilisten, davon sieben Kinder, acht Frauen und 15 nicht-jüdische israelische Bürger, und 117 Soldaten, 50 davon 21 Jahre alt oder jünger, das Leben gekostet.<ref name="Israel-PMO"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hizballah’s Attack on Israel. (Memento vom 19. Februar 2007 im Internet Archive) Israelische Regierung – Büro des Premierministers, 13. August 2006 (Website zeigt Fotos der meisten Opfer)</ref>
  • Nach Aussage des israelischen Ministerpräsident Olmert sei „die Präsenz der Hisbollah im Süden zerstört“, ebenso das Waffenarsenal, was er als strategischen Vorteil wertete. Das Selbstvertrauen der Hisbollah sei geschädigt. Im Parlament sagte er, dass Israel die Führung der Hisbollah weiterhin verfolgen werde.<ref name="tagesanzeiger14082006" />
  • Auch Hizbollah-Führer Scheich Hassan Nasrallah sprach von einem «strategischen, historischen Sieg» über Israel. «Wir sind siegreich aus einem Krieg hervorgegangen, in dem große arabische Armeen (zuvor) geschlagen wurden», sagte Nasrallah. Die Hisbollah versprach, sie werde beim Wiederaufbau der zerstörten Gebiete helfen.<ref name="tagesanzeiger14082006" />
  • 5 bis 10 Raketen der Hisbollah sind im südlichen Libanon eingeschlagen. Niemand wurde verletzt, nichts wurde beschädigt. Die Armee sehe keinen Anlass für eine unmittelbare Antwort und keinen Bruch der Waffenruhe, da Israel nicht getroffen worden sei.<ref>Waffenruhe im Libanon weitgehend stabil. Deutschlandradio, 14. August 2006</ref>
  • Militärvertreter der UN (UNIFIL-Kommandant Alain Pellegrini), Libanons und Israels sind im Grenzort Ras Nakura zu Gesprächen über die Umsetzungsmodalitäten der Resolution 1701 zusammengekommen. In den Gesprächen ging es um den Rückzug der israelischen Streitkräfte und die Stationierung libanesischer Soldaten im Südlibanon.<ref name="standard14082006" />
  • Ministerpräsident Ehud Olmert hat den früheren Vizechef des Geheimdiensts Shin Beth beauftragt, sich um die Befreiung der im Libanon und im Gaza-Streifen entführten Soldaten zu bemühen.<ref name="standard14082006" /> Nach Aussage hoher israelischer Offiziere kämen 13 Häftlinge der Hisbollah in Frage. Zusätzlich könnten die Leichen von dutzenden Hisbollah-Kämpfern übergeben werden.<ref>Israel erwägt Gefangenenaustausch mit Hisbollah. Welt online, 15. August 2006</ref>
  • Der Libanon will am Dienstag mit dem Kampf gegen den Ölteppich an seiner Mittelmeerküste beginnen. Da Israel die Luft- und See-Blockade noch aufrechterhält, gestalten sich Aufräumarbeiten als schwierig. Experten schätzen die Kosten auf 100 Millionen Dollar.<ref>Libanon: Kampf gegen Ölteppich im Mittelmeer beginnt. Der Standard, 14. August (kostenpflichtig)</ref>
  • Der Enthüllungsjournalist Seymour M. Hersh will herausgefunden haben, dass Israel schon lange vor den Entführungen zweier Soldaten durch die Hisbollah am 12. Juli einen Plan hatte, die Hisbollah anzugreifen, und dass Beamte der Bush-Regierung darüber unterrichtet waren.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Annals of National Security: Watching Lebanon. (Memento vom 15. Juni 2008 im Internet Archive) The New Yorker, 14. August 2006</ref>

15. August 2006

16. August 2006

17. August 2006

  • Der libanesische General Adnan Daud wurde festgenommen, nachdem libanesische Fernsehsender eine zuerst in israelischen Sendern ausgestrahlte Videoaufnahme gezeigt hatten, auf der zu sehen war, wie er sich freundlich mit israelischen Soldaten unterhielt, die die kampflos übergebene Kaserne der von ihm befehligten Einheit besetzten. Er kommandierte eine 1.000 Mann starke Einheit der libanesischen Militärpolizei in der überwiegend von Christen bewohnten Stadt Mardsch Uyun. Im Libanon, der sich trotz des Waffenstillstands von 1949 offiziell im Krieg mit Israel befindet, sind Kontakte mit Israel strafbar.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fatfat order house arrest for general videotaped having tea with Israeli officers. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 29. September 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dailystar.com.lb In: The Daily Star, 18. August 2006</ref>
  • Am 17. August gab das Higher Relief Council der libanesischen Regierung bekannt, dass durch die am 12. Juli begonnenen Feindseligkeiten im Libanon 1.181 Menschen ums Leben gekommen und 4.036 verletzt worden sind. Bei diesen Zahlen wurde jedoch nicht zwischen Zivilisten, Soldaten und Hizbollah-Mitgliedern unterschieden. Ferner seien immer noch 333.170 Menschen auf der Flucht.<ref name="HRC1708"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lebanon under siege. (Memento vom 5. November 2006 im Internet Archive) Higher Relief Commission (offiz. Regierungsstelle), 17. August 2006</ref>
  • Nach Angaben von UNIFIL haben israelische Flugzeuge heute Morgen zweimal den libanesischen Luftraum verletzt sowie zwei libanesische Schafhirten und etwa 100 Schafe die Blaue Linie zu Israel überschritten.<ref>Press Release. (PDF) UNIFIL, 18. August 2006</ref>

18. August 2006

19. August 2006

  • Beim ersten israelischen Angriff im Libanon seit Beginn der Waffenruhe wurde in der Nacht zum 19. August bei Baalbek im Ostlibanon ein israelischer Offizier getötet und zwei Soldaten verwundet. Zu Opfern auf libanesischer Seite gibt es widersprüchliche Angaben. Israelischen Angaben zufolge handelte es sich dabei nicht um eine offensive Aktion, die einen Bruch der Waffenruhe darstellen würde. Laut israelischer Armee diente der Einsatz dazu Waffenlieferungen aus Syrien und Iran an die Hisbollah zu unterbinden und verlief erfolgreich, laut Hisbollah galt der Angriff hingegen der Entführung ihres wichtigen Funktionärs Mohammed Yazbek und konnte zurückgeschlagen werden. Libanesischen Quellen zufolge verwendeten die israelischen Spezialeinheiten während des Einsatzes Fahrzeuge und Uniformen der libanesischen Armee.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />IDF officer killed in commando raid in east Lebanon; operation aimed to prevent arms deliveries to Hebzollah. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. Oktober 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.haaretz.com Haaretz, 19. August 2006</ref>
  • UN-Generalsekretär Kofi Annan bezeichnete die Militäraktion als Verletzung des Waffenstillstands gemäß Weltsicherheitsrat-Resolution 1701 und hat angeordnet, dem Weltsicherheitsrat täglich Berichte über die Einhaltung des Waffenstillstands seitens der Konfliktparteien vorzulegen.<ref>Statement attributable to the Spokesman of the Secretary-General on Israel and Lebanon. UN Secretary-General, 19. August 2006</ref>

20. August 2006

21. August 2006

22. August 2006

  • Italien kündigte die Aufstellung von 2.000 bis 3.000 Soldaten für die UNIFIL an, stellte aber die Bedingung, dass Israel den Waffenstillstand einhalten müsse. Man werde, falls gewünscht, die Truppe anführen. Israel und Libanon sind damit einverstanden.<ref>Italy offers to lead UN force in Lebanon. The Guardian, 22. August 2006</ref>

23. August 2006

24. August 2006

27. August 2006

  • „Hätten wir gewusst, dass die Entführung der Soldaten […] [zu dem Krieg] geführt hat, würden wir es definitiv nicht getan haben,“ sagte der Führer der Hisbollah Hassan Nasrallah in einem Interview im libanesischen Fernsehen.<ref>Nasrallah sorry for scale of war. BBC, 27. August 2006</ref>

30. August 2006

31. August 2006

September

1. September 2006

4. September 2006

7. September 2006

8. September 2006

9. September 2006

  • Die israelische Armee hat ihre Seeblockade beendet und Marineeinheiten Italiens, Frankreichs und Griechenlands haben um 12:30 Uhr Ortszeit die Kontrolle libanesischer Gewässer übernommen, um Schiffe mit für die Hisbollah bestimmten Waffen abzufangen. Die italienischen und französischen Schiffe sollen vor Ort bleiben, bis die von der deutschen Bundesregierung zugesagten Einheiten eintreffen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Maritime blockade ends as UN naval forces start coastal patrols. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. Februar 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dailystar.com.lb The Daily Star, 9. September 2006</ref>
  • Der israelische Ministerpräsident Olmert hat erstmals Bedingungen für einen Abzug israelischer Truppen aus dem umstrittenen Gebiet um die Schebaa-Farmen genannt. Nach einer Mitteilung seines Büros sagt er dem russischen Außenminister Sergei Lawrow, dass Israel „zustimmen würde, über das Problem zu diskutieren“, falls die Vereinten Nationen entscheiden würden, dass das Gebiet libanesisch sei und wenn Libanon allen seinen Verpflichtungen aus den UN-Resolutionen 1559 und 1701 nachkommt. Olmert sei bereit, mit seinem libanesischen Amtskollegen Fouad Siniora zusammenzutreffen.<ref name="DS0909"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Olmert lays out his terms for talks on Shebaa Farms. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 29. September 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dailystar.com.lb The Daily Star, 9. September 2006</ref>
  • Die libanesische Armee hat mitgeteilt, dass sie inzwischen 15.000 Mann im südlichen Libanon stationiert habe und diese Bedingung der Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrates erfüllt habe. Laut AFP seien nunmehr nur noch im Gebiet von Alma asch-Schab, bei Marun ar-Ras und um Aitarun israelische Truppen auf libanesischen Gebiet. Zuvor haben libanesische Truppen im Küstengebiet nahe der israelischen Grenze Stellung bezogen, nachdem die israelischen Streitkräfte von dort abgezogen waren. Nach Angaben des italienischen Außenminister Massimo D’Alema sei der Abzug der israelischen Truppen innerhalb von zehn Tagen zu bewältigen, aber der israelische Verteidigungsminister Amir Peretz geht davon aus, dass die Stationierung eines ausreichenden Kontingents von UNIFIL-Truppen den Abzug erst in zwei Wochen ermöglicht.<ref name="DS0909" />

13. September 2006

22. September 2006

24. September 2006

Oktober

1. Oktober 2006

7. Oktober 2006

9. Oktober 2006

  • Der libanesische Ministerpräsident Siniora erklärte, dass seine Regierung das Waffenstillstandsabkommen mit Israel von 1949 wieder in Kraft setzen würde, falls die umstrittenen Schebaa-Farmen von Israel freigegeben würden. In einem Interview mit dem Wall Street Journal sagte er: „Es gibt kein Erfordernis, das Waffenstillstandsabkommen zu erneuern oder es [neu] zu verhandeln.“ Siniora sagte auch, dass die libanesische Armee nicht den Auftrag habe, die Hisbollah zu entwaffnen, wohl aber „klare Anweisungen, alle Waffen, die sie im Süden findet, zu konfiszieren“.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />PM signals determination to liberate Shebaa Farms. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 29. September 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dailystar.com.lb The Daily Star, 9. Oktober 2006</ref>

10. Oktober 2006

15. Oktober 2006

19. Oktober 2006

  • Heute gab Human Rights Watch bekannt, dass auch die Hisbollah Angriffe auf zivile Ziele mit Streubomben durchführte. HRW dokumentierte zwei Streubomben-Angriffe mit der chinesischen Typ 81-Rakete am 25. Juli auf das galiläische Dorf Mghar dokumentieren. Der Gebrauch der 122 mm-Rakete durch die Hisbollah sei der weltweit erste gesicherte Einsatz dieser Streubombenwaffe. Die späte Bekanntgabe begründete HRW mit israelischen Sicherheitsbedenken. Der HRW-Bericht zitiert zudem Angaben der israelischen Polizei, dass während des Konflikts insgesamt 113 Raketen mit Streumunition auf Israel abgefeuert wurden, wodurch eine Person getötet und zwölf weitere verletzt wurden.<ref name="HRW19102006" />
  • Der UNIFIL-Kommandeur Alain Pellegrini hat nach eigenen Angaben die Vereinten Nationen um Artillerie zur Vorbeugung gegen israelische Luftangriffe auf seine Soldaten gebeten. Pelligrini erklärte, er werde UNIFIL notfalls mit Abwehrartillerie verteidigen, sollte Israel die Blauhelmsoldaten noch einmal angreifen.<ref>Kommandant bittet um Artillerie für UN-Libanon-Truppe – Zur Vorbeugung. Der Standard, 19. Oktober 2006 (kostenpflichtig)</ref>

22. Oktober 2006

31. Oktober 2006

November

19. November 2006

23. November 2006

24. November 2006

25. November 2006

  • Nach Untersuchung der Minenexplosion mit drei Verletzten bei Deir Mimas hat das UN Mine Action Coordination Center in south Lebanon (MACCSL) Israel vorgeworfen, während des Libanonkriegs im Südlibanon neue Landminen verlegt zu haben. Einer von Ha'aretz berichteten Erklärung des MACCSL zufolge, wurde die folgenschwere Explosion am Vortag durch eine Antipersonen-Landmine in einem während der Kämpfe im Sommer 2006 neu angelegten Minenfeld verursacht.<ref name="Landminen2511" />

Dezember

5. Dezember 2006

Januar

17. Januar 2007

Februar

7. Februar 2007

April

30. April 2007

Mai

9. Mai 2007

  • Erneuter Zwischenfall: Mehrere israelische Kampfflugzeuge nahmen Kurs auf die deutsche Fregatte "Niedersachsen", die im Rahmen der UNIFIL-Überwachungsmission vor der libanesischen Küste kreuzte.<ref name="SPon1105" /><ref name="RP1105" /><ref name="ntv1205" />

Juni

24. Juni 2007

August

29. August 2007

Juli

16. Juli 2008

  • Im Norden Israels übergibt die Hisbollah die Leichname der beiden am 12. Juli gefangen genommen israelischen Soldaten der israelischen Armee. Es wurde nicht bekannt gegeben, wann und wie die beiden Soldaten zu Tode kamen.
  • Im Gegenzug übergaben die Israelis die Leichen von knapp 200 Hisbollah-Kämpfern und 5 seit 1979 in israelischer Haft einsitzenden Libanesen. In Beirut wurde dies als großer Sieg gefeiert.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />