Leimbachsmühle
Leimbachsmühle Gemeinde Buch am Wald
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(4)&title=Leimbachsm%C3%BChle 49° 19′ N, 10° 19′ O
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| Höhe: | 443 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 4 (2015)[Ohne Beleg] | |||||
| Postleitzahl: | 91592 | |||||
| Vorwahl: | 09868 | |||||
Leimbachsmühle ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Buch am Wald im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Leimbachsmühle liegt in der Gemarkung Hagenau.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Die ehemalige Wassermühle liegt am Froschbächlein (im Unterlauf auch Leimbach genannt), der mit dem Traisdorfer Bach zum Hagenbach zusammenfließt. Nördlich des Ortes befindet sich der Bucher Wald. Ein Anliegerweg führt zur Staatsstraße 2249 (0,3 km südlich), die nach Schönbronn (2,5 km westlich) bzw. nach Hagenau verläuft (0,9 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1608 wurde für „Laymühle“ eine Mannschaft verzeichnet, die die Kommende Rothenburg des Deutschen Ordens als Grundherrn hatte. Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/1, 6v. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 704.</ref> Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1681 wurde für „Leinmühle“ die Reichsstadt Rothenburg als Grundherr angegeben.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/2, 11. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 708.</ref>
Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Leimbachsmühle nur ein Anwesen. Das Hochgericht übte weiterhin das Vogtamt Colmberg aus. Das Anwesen hatte die Reichsstadt Rothenburg als Grundherrn.<ref name="J881">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 881.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Laymühl. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 103 (Digitalisat).</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.<ref name="J993">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 993.</ref>
Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1801) wird der Ort folgendermaßen beschrieben: „Leinbachsmühl, von dem Bach Leinbach also benannt, eine Viertelstunde von Gastenfelden, wohin es eingepfarrt ist. Die Fraisch ist Brandenburgisch, die Vogtey Rothenburgisch. Am Zehnt gehören 2 Drittel Brandenburg, 1 Drittel Hohenlohe Schillingsfürst. Die Mühle, welche nach Rothenburg gehört, leistet 4 Dienste und stellt 1 Wagen.“<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 319.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Leimbachsmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Buch am Wald und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Buch am Wald zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Leimbachsmühle in die neu gebildete Ruralgemeinde Hagenau umgemeindet. Am 1. Januar 1974 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Buch am Wald eingemeindet.<ref name="J993"/><ref>Buch am Wald > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 26. April 2025.</ref>
Baudenkmal
- Ehemalige Mühle, zweigeschossiger, massiver Mansarddachbau, 18. Jahrhundert; Scheunenbau mit Fachwerkgiebel, gleichzeitig.<ref>Denkmalliste für Buch am Wald (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Maria Magdalena (Gastenfelden) gepfarrt.<ref name="J881"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Kreuzerhöhung (Schillingsfürst) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Leinbachsmühl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 319 (Digitalisat).
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Leimbachsmühle in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Leimbachsmühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Berbersbach | Buch am Wald | Froschmühle | Gaishof | Gastenfelden | Hagenau | Leimbachsmühle | Morlitzwinden | Schönbronn | Schweikartswinden | Sengelhof | Traisdorf
Sonstige Wohnplätze: Birkenmühle | Kleinmühle | Rufenmühle
Wüstung: Obermühle