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Laudenbach (Karlstadt)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Laudenbach
Kreisstadt Karlstadt
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Laudenbach 49° 57′ N, 9° 46′ O keine Zahl: Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl KarlstadtKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 56′ 45″ N, 9° 46′ 6″ O
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Höhe: 169 m ü. NHN
Fläche: 11,51 km²<ref name="Gemarkung"/>
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Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“ Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 97753
Vorwahl: 09353

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Laudenbach ist ein Gemeindeteil der Kreisstadt Karlstadt im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Laudenbach hat eine Fläche von 11,505 km². Sie ist in 1658 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6938,95 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Laudenbach (090571). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 23. Januar 2026.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 23. Januar 2026.</ref>

Das Pfarrdorf hat Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl Karlstadt Einwohner.<ref name="EW">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl Karlstadt</ref> Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Laudenbach in die Stadt Karlstadt eingegliedert.<ref> </ref>

Geschichte

Datei:Laudenbach closeup.jpg
Laudenbach vom Stettener Stein aus

Der Ort wurde erstmals 1133 schriftlich erwähnt und lag bis 1612 bei den Grafen von Wertheim. Sie erbauten die über dem Ort gelegene Burg Laudenbach, von der noch zwei romanische Bergfriede erhalten sind.

Datei:Laudenbach Kunstmühle Ittensohn.JPG
Mehlsack aus der Kunstmühle Ittensohn

Etwa im Jahr 1600 entstand der jüdische Friedhof von Laudenbach.

Im Jahre 1612 fiel der Ort an das Würzburger Hochstift. Bischof Julius rekatholisierte die um etwa 1590 von den Wertheimer Grafen reformierte Bevölkerung und veranlasste den Bau der Kirche St. Ägidius. Im Laudenbacher Ortswappen findet sich ihr Patron wieder, in dem gleichzeitig die Wertheimer Rose an die früheren Dorfherren erinnert.

Jüdische Gemeinde

Die unter den Wertheimern zugewanderte Judengemeinde blieb unangetastet unter dem Schutz der Voite von Rieneck und des Juliusspitals, das hier einen adligen Hof besaß. Die jüdischen Familien im Ort errichteten 1794 in der Bandwörthstraße eine Synagoge.<ref>https://www.alemannia-judaica.de/laudenbach_msp_synagoge.htm#Zur%20Geschichte%20der%20Synagoge Beschreibung bei Alemannia Judaica</ref>

Im Pogrom von 1865/66 wurde nicht nur der jüdische Friedhof geschändet,<ref>Heike Zaun Goshen: Art. Laudenbach am Main, in: Destroyed German Synagogues And Communities (Hg.), abgerufen am 28. Mai 2025.</ref> sondern jüdischen Familien – wie in Thüngen und Wiesenfeld – auch Fenster eingeworfen, Dächer abgedeckt und besonders Frauen und Kinder nachts zur Flucht ins nahe Karlstadt getrieben. Als Motiv dafür wird in der Augsburger Postzeitung Neid auf Juden durch deren Emanzipation, gesetzlich-rechtliche Gleichstellung sowie vorgebliche Bevorzugung durch liberale judenfreundliche Staatsbeamte angegeben.<ref>Augsburger Postzeitung, Nr. 131, 4. Juni 1866, S. 888, als Digitalisat, abgerufen am 28. Mai 2025.</ref>

Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge von SA-Männern verwüstet und seither für andere Zwecke genutzt, soll aber wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.<ref>https://www.mainpost.de/regional/main-spessart/alter-der-synagoge-ist-unbekannt-art-7594781</ref> Viele Gestaltungselemente, wie die Frauenempore, sind zwar nicht mehr vorhanden, aber in Ansätzen – in diesem Fall Kragsteine – noch erkennbar. Ähnliches gilt für Wand- und Deckenmalereien. Mit einer Gedenktafel an der Außenseite, an der auch noch der Hochzeitsstein zu sehen ist, erinnert die Gemeinde bereits an ihre verfolgten und ermordeten jüdischen Mitbürger. Von außen zugänglich befand sich auch ein Tahararaum in der Synagoge. Etwa 30 Familien mussten nach 1938 den Ort, in dem es auch eine Mikwe (rituelles Tauchbad) und eine Mazzenbäckerei gab<ref>http://www.karlstadt.de/sites/gensite.asp?SID=cms211020131435382474328&Art=919</ref>, verlassen.<ref>Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 160.</ref> Zwischen 1933 und 1945 wurde der 1665 angelegte, Tote aus Thüngen, Wiesenfeld, Laudenbach, Karlstadt, Veitshöchheim, Urspringen, Lohr, Heßdorf, Gemünden, Steinach und Unterleinach aufnehmende<ref>Vgl. auch Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland: Jüdische Friedhöfe in Bayern.</ref> Bezirksfriedhof geschändet, und auch 1974 und 1978 erfolgte ein Umwerfen vieler Grabsteine durch nicht ermittelte Täter.<ref>Christine Demel u. a.: Leinach. Geschichte – Sagen – Gegenwart. Gemeinde Leinach, Leinach 1999, S. 436 f. (Zur Beerdigung nach Laudenbach).</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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