Zum Inhalt springen

Landkreis Schönberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Basisdaten<ref name="demand" />
Bestandszeitraum 1934–1952
Verwaltungssitz Schönberg
Einwohner 41.445 (1939)
Gemeinden 207 (1939)
Karte von Mecklenburg
Datei:Mecklenburg 1905.png

Der Landkreis Schönberg war von 1934 bis 1952 ein Landkreis in Mecklenburg. Der Kreissitz befand sich bis 1949 in Schönberg, danach in Grevesmühlen. 1950 wurde der Landkreis in Landkreis Grevesmühlen umbenannt. Das Kreisgebiet gehört heute zum Landkreis Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern.

Geschichte

Nachdem 1934 Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz zu einem gemeinsamen Land Mecklenburg zusammengeschlossen worden waren, wurde aus dem Amt Schönberg und dem Kreis Grevesmühlen der Kreis Schönberg gebildet. Das Amt Schönberg war ein Landesteil von Mecklenburg-Strelitz und aus dem ehemaligen Fürstentum Ratzeburg hervorgegangen. Der Kreis Grevesmühlen war 1933 in Mecklenburg-Schwerin aus dem Amt Grevesmühlen gebildet worden. Am 1. April 1935 trat auch die bis dahin kreisfreie Stadt Schönberg dem Kreis bei.

Durch das Groß-Hamburg-Gesetz trat der Kreis am 1. April 1937 seine Exklaven Domhof Ratzeburg, Hammer, Horst, Mannhagen, Panten und Walksfelde an den Kreis Herzogtum Lauenburg in der preußischen Provinz Schleswig-Holstein ab. Gleichzeitig erhielt der Kreis die bis dahin zu Lübeck gehörenden Gemeinden Utecht und Schattin neu hinzu.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Bezeichnung des Kreises in Landkreis Schönberg geändert. Der Landkreis gehörte zunächst zum Land Mecklenburg-Vorpommern (ab 1947 Mecklenburg) in der Sowjetischen Besatzungszone. Im Rahmen des Barber-Ljaschtschenko-Abkommens trat der Kreis am 26. November 1945 die Gemeinden Bäk, Mechow, Römnitz und Ziethen an den Kreis Herzogtum Lauenburg in der Britischen Zone ab. Im Gegenzug wechselten die lauenburgischen Gemeinden Dechow und Thurow in den Landkreis Schönberg.

1949 wurde der Kreissitz von Schönberg nach Grevesmühlen verlegt und 1950 wurde der Landkreis in Landkreis Grevesmühlen umbenannt. Bei der Gebietsreform von 1952 wurde eine neue Kreisstruktur geschaffen:<ref>Grevesmühlen, Schönberg im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref>

Amtshauptmänner/Landräte

1921–1923: Sauer
1923–1933: Adolf Lüben
1933–1934: August Stockelmann
1934–1945: Walter von Lingelsheim (1901–1962)
1946–1950: Adalbert Schreiber (1895–1967)

Einwohnerentwicklung

Anzahl Einwohner<ref name="demand">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref name="vz1946">Volkszählung 1946</ref>
Jahr 193319391946
Einwohner 39.72141.44584.458

Die Einwohnerzahlen der Städte des Landkreises im Jahre 1939:<ref name="demand" />

Dassow 2526
Grevesmühlen 6199
Klütz 1583
Rehna 1876
Schönberg 2985

Städte und Gemeinden

Im Jahre 1939 umfasste der Landkreis Schönberg fünf Städte und 202 weitere Gemeinden:<ref name="demand"/>

Im Verlauf der 1930er Jahre gab es eine Reihe von Eingemeindungen:

Weblinks

  • Kreis Schönberg Verwaltungsgeschichte und die Landräte auf der Website territorial.de (Rolf Jehke), Stand 6. Mai 2014.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Landkreise: Güstrow | Hagenow | Ludwigslust | Malchin | Parchim | Rostock | Schönberg | Schwerin | Stargard | Waren | Wismar

Kreisfreie Städte: Güstrow | Neubrandenburg | Neustrelitz | Rostock | Schwerin | Wismar. Vorlage:Klappleiste/Ende