Zum Inhalt springen

Walter von Lingelsheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Walter Ernst von Lingelsheim (* 31. Dezember 1901 in Freiberg;<ref name=":0">Erich Stockhorst: Fünftausend Köpfe. Wer war was im Dritten Reich. 1. Auflage. Verlag Blick & Bild, Kiel 1967, S. 271.</ref> † 16. April 1962 in Ratzeburg) war ein deutscher Politiker (NSDAP) und Landrat.

Leben

Walter von Lingelsheim wurde als Sohn eines Pfälzer Gutsbesitzers geboren. Er entstammte einer, bis auf wenige höhere zumeist preußische Militärs,<ref>Julius Kindler von Knobloch: Das goldene Buch von Strassburg. C. A. Starke-Görlitz, Carl Gerold`s Sohn-Selbstverlag, Wien 1886, S. 177 f. (google.de)</ref> und eines Mediziners einer heute weitgehend unbekannten briefadeligen Familie, die ursprünglich aus dem Elsass kam.<ref>Leopold Freiherr von Zedlitz-Neukirch: NPA-L. Band 3, Verlag Gebrüder Reichenbach, Leipzig 1837, S. 267. (google.de)</ref><ref>Wilhelm von Lingelsheim: Familien-Chronik derer von Lingelsheim. Weigel’sche Hof- und Regierungsbuchdruckerei, Mengeringhausen 1922. (Ohne Auswertung). Vorlage:DNB</ref>

Nach dem Besuch der Volksschule, begleitend dazu wurde er von Hauslehrern unterrichtet, absolvierte er eine landwirtschaftliche Lehre auf dem elterlichen Gut in der Pfalz. Anschließend war er Landwirt in Feldberg. Im Dezember 1921 trat er in die NSDAP ein und später wieder aus. Von Februar 1924 bis 1925 war er in der DVFB und im Frontbann. Zum 16. Dezember 1925 trat er wieder in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 25.804)<ref>Bundesarchiv (BArch) R 9361-IX KARTEI/26000221.</ref> und war Mitbegründer der Ortsgruppe Lübeck der Partei.<ref name=":1">Michael Buddrus (Hrsg./Komm.), Sigrid Fritzlar, Karsten Schröder (MA/Red.): Mecklenburg im Zweiten Weltkrieg. Die Tagungenen des Gauleiters Friedrich Hildebrandt mit den NS-Führungsgremien des Gaues Mecklenburg 1939–1945. Eine Edition der Sitzungsprotokolle. (= Quellen und Studien aus den Landesarchiven Mecklenburg-Vorpommerns. Band 10). Verlag Edition Temmen, Bremen 2009, ISBN 978-3-8378-4000-1, S. 1040.</ref> Er war anfangs SA-Mann und wurde später SS-Mitglied. Bereits 1928 wurde er Parteiredner der NSDAP<ref name=":0" /> und Kreisleiter der NSDAP in Mecklenburg-Strelitz.

1932/33 gehörte von Lingelsheim dem Landtag von Mecklenburg-Strelitz an. Am 13. März 1932 übernahm er dort den Vorsitz über die Landtagsfraktion der NSDAP. Bei der Reichstagswahl im Juli desselben Jahres wurde Lingelsheim als Kandidat der NSDAP für den Wahlkreis 35 (Mecklenburg) in den Reichstag gewählt, dem er bis zum November desselben Jahres angehörte. Ab Oktober 1932 wurde er auch Gauinspekteur der NSDAP im Gau Mecklenburg-Lübeck und Leiter der Hauptabteilung II der Gauleitung Mecklenburg-Lübeck.<ref name=":1" /><ref>Wolfgang Benz, Brigitte Mihok: Organisationen, Institutionen, Bewegungen. Auflage-Online-Ressource, Verlag Walter de Gruyter, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-027878-1, S. 43.</ref>

Vom 1. Juni 1933 bis Kriegsende war er Landrat in Schönberg.

Nach dem Austritt der Führungspersonen der Deutschen Glaubensbewegung 1936 stieg der Einfluss der SS auf den Zusammenschluss. Ein geeigneter neuer Führer konnte erst nicht gefunden werden. Schließlich wurde im Oktober 1936 von Lingelsheim neuer „Führer“ der Deutschen Glaubensbewegung, aber bereits im Februar 1937 wieder abgelöst.<ref>Uwe Puschner, Clemens Vollnhals: Die völkisch-religiöse Bewegung im Nationalsozialismus. Eine Beziehungs- und Konfliktgeschichte. Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2012, ISBN 978-3-525-36996-8, S. 88.</ref>

Nach dem Krieg wurde er Mitglied der FDP und trat für diese im Bundestagswahlkreis Herzogtum Lauenburg (Wahlkreis 14) erfolglos zur Bundestagswahl 1953 an.

Literatur

  • Joachim Lilla, Martin Döring, Andreas Schulz: Statisten in Uniform: die Mitglieder des Reichstags 1933–1945. Ein biographisches Handbuch der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924. Eine Veröffentlichung der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteinen. Verlag Droste, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7700-5254-4, S. 378.
  • Beate Behrens: Mit Hitler zur Macht. Aufstieg des Nationalsozialismus in Mecklenburg und Lübeck 1922–1933. Neuer Hochschschulschriftenverlag, Rostock 1998, ISBN 3-929544-52-0, S. 141 (Zivilportrait), S. 176.

Weblinks

| {{bibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|3-7700-5224-2}}

  |record = Vorlage:bibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|3-7700-5224-2}}
  |format = Literatur
  |Autor = 
  |Titel = Lingelsheim, Walter von
  |TitelErg = 
  |Band = 
  |Auflage = 
  |Kommentar= 
  |Kapitel = 
  |Seite = 
  |Seiten = 749
  |Spalten = 
  |ArtikelNr = 
  |Fundstelle = L
  |DOI = 
  |Online = 
  |URL = 
  |Linktext = 
  |Format = 
  |KBytes = 308
  |Abruf = 
  |Typ = 

}}{{#ifeq: 0 | 0

   | {{#invoke:TemplatePar|check
       |all= 1=
       |opt= 2= format= Autor= Titel= TitelErg= Hrsg= Sammelwerk= WerkErg= Band= Nummer= Auflage= Datum= Sprache= NummerReihe= BandReihe= HrsgReihe= Kommentar= Kapitel= Seite= Seiten= Spalten= ArtikelNr= Fundstelle= DOI= Online= URL= Linktext= Format= KBytes= Abruf= Typ=

|template=Vorlage:bibISBN |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:BibISBN}}

     }}

| {{#if:||{{#if:{{#invoke:URIutil|plainISBN|3-7700-5224-2}}|Der BibISBN-Eintrag [[Vorlage:BibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|3-7700-5224-2}}]] ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen {{#ifeq:Vorlage:bibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|3-7700-5224-2}}|Walter von Lingelsheim|{{#switch:{{{LINK}}}|JA=|NEIN=}}}}[[[:Vorlage:Neuer Abschnitt/URL]] neuen Eintrag] an.|Die angegebene ISBN „3-7700-5224-2“ ist fehlerhaft. Bitte prüfe und korrigiere die ISBN.}}{{#ifeq: 0 | 0 | }}}}}}

Einzelnachweise

<references />

{{#ifeq: p | p | | {{#if: 13035382557717370 | |

}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 130353825 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 130353825 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 57717370 | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 57717370 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung

{{#if: Lingelsheim, Walter von | {{#if: Lingelsheim, Walter Ernst von (vollständiger Name) | {{#if: deutscher Politiker (NSDAP), MdL, MdR, Landrat | {{#if: 31. Dezember 1901 | {{#if: Freiberg | {{#if: 16. April 1962 | {{#if: Ratzeburg |

Vorlage:Wikidata-Registrierung