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Landesregierung von Sachsen-Anhalt

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Landesregierung
class="notheme" colspan="2" style="padding: 1em 0; text-align: center; background-color:#Vorlage:Standardfarbe" | Datei:Wappen Sachsen-Anhalt.svg
Staatliche Ebene Land
Stellung Verfassungsorgan
Gründung 21. Juli 1947 (1952 aufgelöst)

3. Oktober 1990 (Bundesrepublik Deutschland)

Hauptsitz Magdeburg, Sachsen-Anhalt
Vorsitz Sven Schulze (CDU), Ministerpräsident
Armin Willingmann (SPD), 1. stellv. Ministerpräsident
Lydia Hüskens (FDP), 2. stellv. Ministerpräsidentin
Website Sachsen-Anhalt

Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt ist das Leitungsorgan der Exekutive des deutschen Landes Sachsen-Anhalt. Es besteht nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 auf Grundlage des Ländereinführungsgesetzes wieder gebildeten Landes Sachsen-Anhalt gemäß Artikel 64 Absatz 1 der Verfassung des Landes Sachsen-Anhalt aus dem Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt und den Ministern.<ref>Verfassung des Landes Sachsen-Anhalt vom 16. Juli 1992. Landesrecht Sachsen-Anhalt, abgerufen am 26. Mai 2016.</ref>

Die Landesregierung vollzieht insbesondere die vom Landesparlament beschlossenen Gesetze und führt die Landesverwaltung aus. Sie ist darüber hinaus allgemein zu politischen Staatsleitung berufen und hat unter anderem großen Einfluss auf die Gesetzgebung (auch im Bund). Sie hat ihren Sitz in der Landeshauptstadt Magdeburg.

Datei:Magdeburg asv2022-08 img29 Palais am Fürstenwall.jpg
Staatskanzlei, Magdeburg

Seit dem 28. Januar 2026 ist die Regierung aus CDU, SPD und FDP unter Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) im Amt<ref>tagesschau.de: Wahl. Abgerufen am 10. Oktober 2022.</ref>.

Der Ministerpräsident bestimmt die Richtlinien der Politik der Landesregierung und trägt dafür die Verantwortung. Er leitet die Geschäfte der Landesregierung nach Maßgabe der Geschäftsordnung. Der Ministerpräsident wird vom Landtag von Sachsen-Anhalt ohne Aussprache in geheimer Abstimmung gewählt. Die Minister werden vom Ministerpräsidenten ernannt und entlassen. Der Ministerpräsident bestellt einen Minister zu seinem Stellvertreter.

Aktuelle Landesregierung

Seit dem 28. Januar 2026 ist Sven Schulze (CDU) Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. Das Kabinett Schulze bildet seit demselben Tag die Landesregierung von Sachsen-Anhalt.

Zusammensetzung des Kabinetts Schulze
Bild Amt Amtsinhaber Partei
Datei:2024-08-21 Event, CDU, Wahlkampf mit Friedrich Merz in Erfurt 2024 STP 3079 by Stepro.jpg
Ministerpräsident Sven Schulze CDU
Staatsminister

Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur

Rainer Robra CDU
Datei:2023-05-28 Motorsport, DTM, Oschersleben 1DX 5400 by Stepro.jpg
Ministerin für Inneres und Sport Tamara Zieschang CDU
Ministerin für Justiz und Verbraucherschutz Franziska Weidinger CDU
Minister der Finanzen Michael Richter CDU
Datei:Petra Grimm-Benne 2281.jpg
Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Petra Grimm-Benne SPD
Minister für Bildung Jan Riedel CDU
Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten Michael Richter CDU
Datei:2018-09 Tierparkfest 07 Armin Willingmann.jpg Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt

(1. Stellv. des Ministerpräsidenten)

Armin Willingmann SPD
Datei:Lydia-Hüskens-MdL-Portrait.jpg
Ministerin für Infrastruktur und Digitales

(2. Stellv. des Ministerpräsidenten)

Lydia Hüskens FDP

Die Landesregierung als Kollegialorgan, der Ministerpräsident und die Ministerien gelten (neben dem Rechnungshof) als oberste Landesbehörden. Die Regierung legt ihre Geschäftsbereiche eigenverantwortlich fest, der Landtag muss diesem aber Beschluss zustimmen. Zur Ausübung der Amtsgeschäfte besteht die Staatskanzlei und Ministerium für Kultur als Behörde des Ministerpräsidenten und 9 Fachministerien.

Bisherige Landesregierungen

Landesregierungen von 1946 bis 1952

Ministerpräsident beteiligte Parteien Zeitraum Kabinett
Erhard Hübener (LDP) LDP, KPD, SPD, SED 1945–1946 Kabinett Hübener I
LDP, SED, CDU 1946–1949 Kabinett Hübener II
Werner Bruschke (SED) SED, LDP, CDU, NDPD 1949–1950 Kabinett Bruschke I
SED, CDU, LDP, NDPD, DBD 1950–1952 Kabinett Bruschke II

Durch Gesetz vom 23. Juli 1952<ref>Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Ländern in der Deutschen Demokratischen Republik vom 23. Juli 1952, im Gesetzblatt der DDR Teil I Nr. 99 vom 24. Juli 1952, S. 613ff., Online (PDF).</ref> wurde das Land Sachsen-Anhalt aufgelöst und sein Gebiet in die neuen Bezirke Halle und Magdeburg aufgeteilt.

Landesregierungen seit 1990

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Aufgrund von Landtagswahlen und Regierungsumbildungen amtierten im 1990 wieder hergestellten Land Sachsen-Anhalt bisher folgende Kabinette:

Ministerpräsident Regierungsparteien Zeitraum Kabinett
Gerd Gies (CDU) CDU, FDP 1990–1991 Kabinett Gies
Werner Münch (CDU) CDU, FDP 1991–1993 Kabinett Münch
Christoph Bergner (CDU) CDU, FDP 1993–1994 Kabinett Bergner
Reinhard Höppner (SPD)<ref group="A">Die von Ministerpräsident Reinhard Höppner (SPD) geführten Landesregierungen der 2. und 3. Wahlperiode des Landtags (1994 bis 2002) waren Minderheitsregierungen, die von der Landtagsfraktion der PDS toleriert wurden.</ref> SPD, Grüne 1994–1998 Kabinett Höppner I
SPD 1998–2002 Kabinett Höppner II
Wolfgang Böhmer (CDU) CDU, FDP 2002–2006 Kabinett Böhmer I
CDU, SPD 2006–2011 Kabinett Böhmer II
Reiner Haseloff (CDU) CDU, SPD 2011–2016 Kabinett Haseloff I
CDU, SPD, Grüne 2016–2021 Kabinett Haseloff II
CDU, SPD, FDP 2021–2026 Kabinett Haseloff III
Sven Schulze (CDU) CDU, SPD, FDP seit 2026 Kabinett Schulze

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Listen der Minister

Die folgenden Listen führen die für einzelne Fachbereiche zuständigen Minister seit 1990 auf:

Weblinks

Einzelnachweise

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Landesregierungen
aktueller Länder:

Baden-Württemberg | Bayern | Berlin | Brandenburg | Bremen | Hamburg | Hessen | Mecklenburg-Vorpommern | Niedersachsen | Nordrhein-Westfalen | Rheinland-Pfalz | Saarland | Sachsen | Sachsen-Anhalt | Schleswig-Holstein | Thüringen

In Bayern und Sachsen wird die Landesregierung als „Staatsregierung“,
in Berlin, Bremen und Hamburg als „Senat“ bezeichnet.

Landesregierungen
ehemaliger Länder:

Baden | Württemberg-Baden | Württemberg-Hohenzollern

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