L’Hospitalet
Vorlage:Hinweisbaustein Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich L’Hospitalet ist eine französische Gemeinde mit Vorlage:Str replace Einwohnern (Stand {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}) im Département Alpes-de-Haute-Provence in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Sie gehört zum Kanton Reillanne im Arrondissement Forcalquier.
Geografie
Die Gemeinde L’Hospitalet ist eine Streusiedlung und liegt am Fuß des Bergmassivs Montagne de Lure in den Seealpen, 40 Kilometer westlich von Digne-les-Bains und ist ausschließlich vom Süden entweder von Saumane oder von Lardiers über die gegabelte Straße D 12 zu erreichen. Das Gemeindegebiet umfasst auch die Weiler Les Girons, Champ de l’Amant und Les Anglars, sowie den Berggipfel Le Narreteau (1486 Meter) und den Pass Col Saint-Vincent.
Das Klima ist mediterran geprägt, allerdings ist das Dorf sehr stark dem Mistral ausgesetzt.
Geschichte
Das Dorf mit dem lateinischen Namen Castrum de Hospitalariis (auch Hotpitalatum),<ref>J. J. M. Féraud: Les Alpes-de-Haute-Provence – Géographie historique et biographie du département des Basses-Alpes, S. 399. Neuauflage Res Universis, Paris, 1992.</ref> entstand um das Jahr 1200 auf Initiative der Hospitalier des Malteserordens<ref name="Collier">Raymond Collier: La Haute-Provence monumentale et artistique, S. 93, 141. R. Collier, 1986.</ref> auch „Orden vom Hospital des Heiligen Johannes zu Jerusalem“ genannt. Zwei Jahreszahlen werden in alten Quellen als Gründungsdatum genannte: 1160<ref name="Saletta">Patrick Saletta: Haute Provence et Vaucluse – Les Carnets du patrimoine. Guides Massin, Editions C. Massin, 2000.</ref> und 1250<ref name="Ollivier-Elliott">Patrick Ollivier-Elliott, Caroline Bujard und Marie-Odile Arnoux: Terres de Sault, d’Albion et de Banon, S. 155f. Édisud, Aix-en-Provence, 1996.</ref>, wobei das erstere wahrscheinlicher ist. Wenn dies zutrifft, dann geht L’Hospitalet auf die Ordensbrüder von Manosque zurück.<ref>Jean-Joseph-Maxime Feraud: Histoire géographique et statistique du département des Basses-Alpes, S. 614. Vial, 1861.</ref> Mitte des 13. Jahrhunderts gründete der Malteserorden vor Ort eine Pfarrei sowie in Lardiers eine Leprakolonie.<ref name="Ollivier-Elliott" /> Die weltliche Macht übten die Herren von Simiane, die bereits das Lehen von Saumane besaßen, aus. Der Ort blieb unbedeutend. Ende des 15. Jahrhunderts gab es in L’Hospitalet nur noch zwei steuerpflichtige Haushalte (feu fiscaux) und vielleicht zehn Einwohner.<ref name="Ollivier-Elliott" />
In der Neuzeit konnte sich die Gemeinde loskaufen und wurde selbständig. Während der Französischen Revolution gründeten die Bewohner vor Ort ein „Politischer Klub der Jakobiner“. Damals lebten rund 225 Einwohner und Einwohnerinnen in L’Hospitalet. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts ging diese Zahl kontinuierlich zurück.
Acht Bewohner des Dorfes fielen im Ersten Weltkrieg.<ref name="Ollivier-Elliott" /> In den 1960er Jahren begann das Oberkommando der Atomstreitmacht oberhalb von L’Hospitalet auf dem Plateau d’Albion mit der Errichtung einer ihrer Kommandoposten, doch wurden die Arbeiten nach einer Budgetkürzung nach wenigen Jahren wieder eingestellt. Heute sieht man davon nur noch ein großes klaffendes Loch am Westhang des Gardette zu dem eine Piste führt.<ref name="Ollivier-Elliott" />
Bevölkerungsentwicklung
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2012 | 2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 32 | 49 | 33 | 52 | 58 | 78 | 88 | 89 | 96 |
| Quellen: Cassini und INSEE | |||||||||
Wappen
Blasonierung: Im Schildkopf auf Grün ein goldener Pfahl; im goldenen Schildfuß ein grüner Wyvern (auch Viper, frz. guivre genannt).
Wirtschaft
Die wenigen Familien der Gemeinde leben vorwiegend vom Tourismus und der Herstellung von Lavendelöl, Banon-Käse sowie Honig (Miel de Provence). Zudem wird Schafzucht (Agneau de Sisteron AOC) betrieben.
Sehenswürdigkeiten
Die Pfarrkirche Saint-Jean-Baptiste (‚Johannes der Täufer‘) ist im Wesentlichen aus dem 13. Jahrhundert. Einige Überreste sind aus dem 12. Jahrhundert und stammen noch von der ersten Kirche, die von den Johannitern gebaut wurde. Die mit einem Halbkugelgewölbe (cul-de-four) überdeckte Apsis wird von vier kleinen Fenstern beleuchtet und schließt nach außen direkt mit der geraden Fassadenwand ab (chevet plat). Das mit Schießscharten versehene Kirchenschiff ist einjochig.<ref name="Saletta" /> Der Chor beherbergt im Norden eine Seitenkapelle. Der gedrungene Glockenturm stammt aus dem 17. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert wurde das Bauwerk restauriert.<ref name="Collier" />
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Kirche Saint-Jean-Baptiste
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Gefallenendenkmal
Belege
<references />
Weblinks
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