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Lüderitz (Adelsgeschlecht)

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Datei:Lüderitz-Wappen Hdb.png
Wappen derer von Lüderitz.

Lüderitz ist der Name eines altmärkischen Uradelsgeschlechts mit dem Stammhaus Lüderitz bei Tangerhütte.

Geschichte

Der erste, am 30. September 1247 urkundlich genannte Vertreter des Geschlechts war Johannes de Lüderiz.<ref>Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis. A, V, Berlin 1845, S. 36. XXXI. Johannes de Lüderiz.</ref> Am 10. Juni 1282 folgt urkundlich Johann von Lüderitz.<ref>Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis. A, V (Des ersten Haupttheiles fünfter Band), F. H. Morin, Berlin 1845, S. 44. XLIX.</ref> Das Geschlecht trat schon früh in zwei Stämmen auf, deren näherer Zusammenhang nicht feststeht. Cuno von Lüderitz war 1424 Landeshauptmann der Altmark.<ref>Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Band VI, Friedrich Voigt, Leipzig 1865, S. 39.</ref> Das Geschlecht war in der Altmark und in der übrigen Mark Brandenburg reich begütert.<ref>Leopold Freiherr von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band II, Ludwig Rauh, Berlin 1856, S. 60–61.</ref> Der preußische Oberforstmeister Friedrich Wilhelm von Lüderitz erhielt am 30. November 1703 das preußische Indigenat.

Durch die Ehe der Albertine Marie Luise von und zu Lüderitz, diese Namensführung blieb unbeanstandet durch die kgl. preuß. Herolds-Amt, mit dem späteren brandenburgischen und pommerschen Landrat Hermann von Engelbrechten-Ilow (1878–1940) ging das Stammgut Lüderitz mit zwei Nebengüter wie Gutsbezirk Ottersburg bei Tangerhütte formell an diese Familie über,<ref>Oskar Köhler, Gustav Wesche, H. Krahmer: Landwirtschaftliches Güter-Adreßbuch der Provinz Sachsen. (1922). Verzeichnis sämtlicher Rittergüter und Güter von ungefähr 20 ha herab mit Angabe der Gutseigenschaft, des Grundsteuerertrages, der Gesamtfläche und des Flächeninhalts der einzelnen Kulturen, Hrsg. Mit Unterstützung der Landwirtschaftskammer zu Halle a. S., in: Niekammer’s Landwirtschaftliches Güter-Adreßbücher, Band V, (Paul Niekammer), 3. Auflage, Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1922, S. 14–83.</ref> nach der Enteignung wiederum an ihren ältesten Sohn Malte von Engelbrechten-Ilow.<ref>Walter von Hueck et al.: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. B (Briefadel) 1980. Band XIII, Band 73 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg (Lahn 1980), S. 67 f.</ref> Vormals auch im Gutspark Lüderitz und bis heute an der Dorfkirche Lüderitz finden sich bis heute Zeugnisse des gleichnamigen Adelsgeschlechts.

Wappen

Das Wappen zeigt in Silber einen roten, schräg gestellten Wolfsanker (Wolfssense, Teil der Wolfsangel). Auf dem rot-silber bewulsteten Helm mit eben solchen Decken der Anker gestürzt und besteckt mit sechs von Rot und Silber geteilten Straußenfedern.

Datei:Henriette Sophie Christine von Lüderitz.jpg
Henriette Sophie Christine von Lüderitz, geborene von Rochow, um 1750, Gemälde von Christoph Friedrich Reinhold Lisiewski, Rochow-Museum Reckahn.

Bekannte Familienmitglieder

Siehe auch

Datei:Lüderitz-SM-Wappen.PNG
Wappen in Siebmachers Wappenbuch 1605.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />