Kurt Hannemann (Politiker)
Kurt Hannemann (* 5. Juni 1923 in Templin; † 8. Juli 2008) war ein deutscher Politiker (CDU).
Er war 1969 Kultusminister des Landes Schleswig-Holstein.
Leben und Beruf
Nach dem Abitur studierte Hannemann, unterbrochen durch Wehrdienst, Rechtswissenschaft und Theologie an den Universitäten in Berlin und Kiel. Er arbeitete von 1954 bis 1969 als Pastor in Leezen und wurde Landeskirchenrat in Kiel. Von 1970 bis zu seiner Pensionierung 1981 war er als Pastor in Bad Oldesloe tätig.
Politik
Hannemann trat 1955 in die CDU ein und war Mitglied des Kreisvorstandes der Christdemokraten in Bad Segeberg. Am 1. Mai 1969 wurde der politische Seiteneinsteiger überraschend als Kultusminister in die von Ministerpräsident Helmut Lemke geführte Regierung des Landes Schleswig-Holstein berufen. Während seiner Amtszeit geriet er aufgrund der wachsenden Studentenunruhen zunehmend in die Kritik der Öffentlichkeit.<ref>Manchmal Zäune. In: Der Spiegel. Nr. 25, 1969, S. 59 (online).</ref><ref>Not im Norden. In: Der Spiegel. Nr. 44, 1969, S. 85 (online).</ref> Nachdem er einen Herzanfall erlitten hatte, trat er am 2. November 1969 von seinem Ministeramt zurück.
Siehe auch
Weblinks
- Ehrung zum 80. Geburtstag bei der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche
- Todesanzeige im Gemeindebrief der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Oldesloe (PDF; 211 kB)
Einzelnachweise
<references />
Wilhelm Kuklinski | Rudolf Katz | Wilhelm Siegel | Paul Pagel | Helmut Lemke | Edo Osterloh | Claus-Joachim von Heydebreck | Kurt Hannemann | Walter Braun | Peter Bendixen | Eva Rühmkorf | Marianne Tidick | Gisela Böhrk | Ute Erdsiek-Rave | Jörn Biel | Ekkehard Klug | Waltraud Wende | Britta Ernst | Karin Prien | Dorit Stenke
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hannemann, Kurt |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (CDU) |
| GEBURTSDATUM | 5. Juni 1923 |
| GEBURTSORT | Templin |
| STERBEDATUM | 8. Juli 2008 |