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Kronstadt (Russland)

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Stadtbezirk
Kronstadt
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Flagge Wappen
Datei:Flag of Kronshtadt (St Petersburg).png
Flagge
Datei:Coat of Arms of Kronshtadt (St Petersburg).png
Wappen
Föderationskreis Nordwestrussland
Stadt mit
Subjektstatus
Sankt Petersburg
Gegründet 1703
Fläche 19,35 km²
Bevölkerung 43.005 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)<ref name="einwohner_aktuell">Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)</ref>
Bevölkerungsdichte 2222 Einwohner/km²
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7)812
Postleitzahl 19776x
Kfz-Kennzeichen 78, 98, 178
OKATO 40 280 501
Website gov.spb.ru
Geographische Lage
Koordinaten 60° 0′ N, 29° 46′ OKoordinaten: 60° 0′ 0″ N, 29° 46′ 0″ O
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Kronstadt (Russland) (Europäisches Russland)
Kronstadt (Russland) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Kronstadt (Russland) (Sankt Petersburg)
Kronstadt (Russland) (Sankt Petersburg)
Lage in Sankt Petersburg

Kronstadt ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Stadt und frühere Festung auf der Ostseeinsel Kotlin vor Sankt Petersburg in Russland. Die Insel ist durch den Petersburger Damm mit der Stadt verbunden. Kronstadt mit seinen 43.005 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010)<ref name="einwohner_aktuell" /> bildet einen nicht weiter untergliederten Stadtbezirk (Rajon) von Sankt Petersburg. Der Kronstädter Pegel dient als Bezugshöhe für weite Teile Osteuropas. Die historische Altstadt sowie die vielen Forts, die die Hafenstadt umgeben, wurden 1990 von der UNESCO in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen.<ref>whc.unesco.org (aufgerufen am 13. September 2025, engl.)</ref>

Geschichte

Zar Peter I. gründete die Stadt 1703 als Marinestützpunkt an der Ostsee. Das erste fertiggestellte Festungswerk war Kronschlot. Kronstadt verteidigte den Zugang zur damaligen russischen Hauptstadt von der Ostsee her und wurde daher lediglich im Norden, Westen und Süden mit Befestigungen und Küstenbatterien versehen.

1803 startete von Kronstadt aus die erste russische Weltumsegelung unter Kapitän Adam Johann von Krusenstern. Bis zum Ersten Weltkrieg war der Kronstädter Hafen einer der Haupthäfen für die Holzausfuhr aus dem Russischen Kaiserreich.<ref>Udo Lichinger: Holzhandel. In: Forstliche Mitteilungen. Organ des Vereins baltischer Forstwirte, Jg. 1 (1914), Nr. 1, S. 8–10, hier S. 8.</ref>

Bekanntgeworden ist die Stadt auch durch die Matrosenaufstände von 1905/1906 gegen die Zustände in der Kaiserlich Russischen Marine.

Während des Juliaufstands 1917 meuterten Kronstädter Matrosen.

Am 18. August 1919 versenkten britische Schnellboote bei einem Angriff auf den Hafen die Pamjat Asowa.

1921 kam es zu einer weiteren Rebellion der Kronstädter Matrosen gegen die bolschewistische Herrschaft; der Kronstädter Matrosenaufstand wurde nach Ablauf eines Ultimatums von der Roten Armee unter Leitung des Volkskommissars für Militär- und Marinewesen, Leo Trotzki, gewaltsam niedergeschlagen.

Im Zweiten Weltkrieg konnte die Rote Armee Kronstadt von 1941 bis 1944 gegen die anrückende deutsche Wehrmacht halten. Zusammen mit den Stellungen des Brückenkopfes von Oranienbaum schützte es Leningrad während der Blockade vor deutschen Angriffen von der Meeresseite.

In der sowjetischen Zeit war Kronstadt als Militärstadt Sperrgebiet. Zutritt wurde mit einem Passierschein gewährt. Diesen hatten üblicherweise nur dort stationierte Soldaten und deren Angehörige. 1996 wurde dieser Status aufgehoben. Seitdem kann die Stadt auch von Touristen besucht werden.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1897 1926 1939 1959 1970 1979 1989 2002 2010
Einwohner 59.525 31.197 38.071 40.303 39.477 40.308 45.053 43.385 43.005

Anmerkung: Volkszählungsdaten (1897 mit Militärangehörigen)

Städtepartnerschaften

Kronstadt listet zahlreiche Partnerstädte auf:<ref>Города-партнёры (russisch), abgerufen am 1. Februar 2020</ref>

Stadt Land seit
Annapolis Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
Assipowitschy BelarusDatei:Flag of Belarus.svg Belarus 1998
Dax FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Derbent RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 2001
Feodossija UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg Ukraine 2010
Kotka FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Finnland 1993
Marostica ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien
Messina ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien 2011
Mühlhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland 1995<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Kronstadt – Mühlhausen.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 28. Februar 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.muehlhausen.deVorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Nafplio GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg Griechenland 2008
Stadt Land seit
Narva-Jõesuu EstlandDatei:Flag of Estonia.svg Estland
Nowotscherkassk RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 2004
Oxelösund SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg Schweden 1995
Piła PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen 1993
Selenodolsk RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 1997
Nordborg DanemarkDatei:Flag of Denmark.svg Dänemark 1998
Sumoto (Goshiki) JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan 2001
Toulon FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 1997
Sewastopol UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg Ukraine 2013

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

Commons: Kronstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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