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Kriegsbergtunnel

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Kriegsbergtunnel
Verkehrsverbindung Bahnstrecke Stuttgart–Horb
Ort Stuttgart
Länge 579,02dep1
Anzahl der Röhren 1
Größte Überdeckung 45 m<ref name="db-2021-09-09" />
Bau
Fertigstellung ca. 1876
Lagekarte
Koordinaten
Ostportal 48° 47′ 28,3″ N, 9° 10′ 23,2″ O
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Westportal 48° 47′ 23,6″ N, 9° 9′ 56,3″ O
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Datei:Kriegsbergtunnel R0010053.jpg
Westportal des Kriegbergtunnels (Blick aus der Ehrenhalde im Stadtbezirk „Relenberg“ mit Durchblick auf die Seite des Stadtbezirks „Mönchhalde“)
Datei:Kriegsbergtunnel R0010046.jpg
Ostportal des Kriegsbergtunnels (gegenläufige Blickrichtung)
Datei:Gäubahn Kriegsbergtunnel Führerstandsmitfahrt Lok 221 124 DC 481 Tunnelausfahrt - LABW - Staatsarchiv Ludwigsburg PL 734 KD 174.jpg
Sicht aus dem Tunnel Richtung Westen (August 1977)

Der Kriegsbergtunnel ist ein 579,02 Meter langer Eisenbahntunnel der Bahnstrecke Stuttgart–Horb im Stadtgebiet von Stuttgart. Er liegt zwischen den Streckenkilometern 4,485 und 5,064.<ref name="bt-18-2409">Deutscher Bundestag (Hrsg.): Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Matthias Gastel, Harald Ebner, Christian Kühn (Tübingen), weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 18/2329 –. Band 18, Nr. 2409, 27. August 2014, ISSN 0722-8333, S. 2, 4 (bundestag.de [PDF]).</ref>

Die Überdeckung liegt größtenteils bei rund 40 m und erreicht in der Spitze 45 m.<ref name="db-2021-09-09" />

Der Gleismittenabstand liegt bei 3,65 m. Die Gleise liegen in einer Geraden.<ref name="db-2021-09-09" /> Sie sind planmäßig mit bis zu 90 km/h befahrbar.

Sicherheitsräume oder Sicherheitsbeleuchtung sind nicht vorhanden.<ref name="db-2021-09-09" />

Geschichte

Das Bauwerk wurde in den Jahren 1875 und 1876 errichtet und durchquert Gipsmergel des Gipskeupers (Grabfeld-Formation) im Mittelkeuper.<ref name="muehl-seidel-1980-264">Albert Mühl, Kurt Seidel: Die Württembergischen Staatseisenbahnen. 2. Auflage, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart, 1980, ISBN 3-8062-0249-4, S. 264</ref><ref>Geologische Karte von Stuttgart und Umgebung Maßstab 1:50.000, herausgegeben vom Geologischen Landesamt in Baden-Württemberg 1959, mit Erläuterungsheft</ref>

Kurz nach der Herstellung des Tunnels wurde bereichsweise ein größerer Gebirgsdruck und Wasserandrang festgestellt. Darauf wurden in den Jahren von 1894 bis 1914 Ertüchtigungsmaßnahmen durchgeführt. Unter anderem wurde Sohlgewölbe aus Beton im Bereich km 3,872 bis km 3,940 eingebaut sowie die Hinterpressungen des Mauerwerks mit Zement durchgeführt und nachträglich eine Rückenabdichtung eingebaut.<ref name="db-2021-09-09" />

In den Jahren 1994 und 1995 wurde das Sohlgewölbe saniert und dabei 1996<ref name="db-2021-09-09" /> auch eine Feste Fahrbahn eingebaut.<ref name="dutt-1996-51" /> Das Mauerwerk wurde in den Jahren 2011 und 2013 umfassend instand gesetzt.<ref name="db-2021-09-09" /> Das Bauwerk sollte ursprünglich im Zuge des Projekts Stuttgart 21 stillgelegt werden<ref name="dutt-1996-51">Günter Dutt: Ein Streifzug durch 150 Jahre Tunnelbauwerke in Württemberg. In: Jahrbuch für Eisenbahngeschichte, Band 28, 1996, ISSN 0340-4250, S. 47–64</ref>, in der Zwischenzeit ist ein Weiterbetrieb des Streckenabschnitts geplant.

Der Tunnel wird täglich, in Summe beider Richtungen, von 14 Zügen des Personenfernverkehrs, 36 Zügen des Regionalverkehrs, einem S-Bahn-Leerzug sowie fünf sonstigen Zügen befahren (Stand: 2014).<ref name="bt-18-2409" />

Auf der vierstufigen Zustandsnoten-Skala von DB Netz war das Bauwerk in den Jahren 2008, 2014 und 2017 jeweils in die Kategorie 3 eingestuft („Umfangreiche Schäden am Bauwerksteil, welche die Standsicherheit nicht beeinflussen. Eine Instandsetzung ist noch möglich, ihre Wirtschaftlichkeit zu prüfen.“).<ref name="bt-18-2409" /><ref name="bt-19-5403">Deutscher Bundestag (Hrsg.): Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Matthias Gastel, Stefan Gelbhaar, Stephan Kühn (Dresden), Daniela Wagner und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 19/4781 –. Eisenbahntunnel in Baden-Württemberg – Zustand der Tunnelbauwerke und Umsetzungsstand der Baumaßnahmen für ihren Erhalt. Band 19, Nr. 5403, 8. Oktober 2018, ISSN 0722-8333, S. 6, 7. BT-Drs. 19/5403</ref> Laut einer Bauwerksbegutachtung aus dem Jahr 2015 wird auch für das Jahr 2033 noch die Zustandskategorie 3 erwartet.<ref name="db-2021-09-09">Mark Hauptmann: Ermittlung des Investitions- und Instandhaltungsbedarfes zum (Weiter-) Betrieb der Panoramabahn. (PDF) In: vm.baden-wuerttemberg.de. DB Engineering & Consulting, 9. September 2021, S. 12 f., 20, abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />