Zum Inhalt springen

Krangen (Neuruppin)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Krangen
Stadt Neuruppin
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(195)&title=Krangen 52° 59′ N, 12° 51′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(195) 52° 59′ 6″ N, 12° 51′ 16″ O
 {{#coordinates:52,985|12,854444444444|primary
dim=10000 globe= name=Krangen region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 56 m ü. NN
Fläche: 41,8 km²
Einwohner: 195 (31. Dez. 2023)<ref>Statistiken der Fontanestadt Neuruppin. (PDF; 61 kB) Stadt Neuruppin, abgerufen am 31. Dezember 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 5 Einwohner/km²
Eingemeindung: 6. Dezember 1993
Postleitzahl: 16827
Vorwahl: 03391
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!
Datei:Krangen (Stadt Neuruppin).jpg
Ortseinfahrt Krangen (Stadt Neuruppin) von Alt Ruppin kommend

Krangen ist ein Ortsteil der Stadt Neuruppin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin (Brandenburg). Der Ort war bis zum 5. Dezember 1993 eine selbständige Gemeinde.

Lage und Gliederung

Krangen liegt rund 7 km nordöstlich des Stadtkerns von Neuruppin. Zu Krangen gehören die Gemeindeteile Fristow, Zippelsförde und Zermützel sowie die Wohnplätze Rottstiel und Tornow. Auf der Gemarkung liegen auch die Wüstungen Rägelsdorf und Krangensbrück.

Geschichte und Besonderheiten

Der Ort wurde 1397 erstmals urkundlich unter aver dy see thu deme Krangen erwähnt. Der Name leitet sich von Krag oder Kragy ab, zu krag was Kreis oder Ring bedeutet.<ref>Elżbieta Foster: Brandenburgisches Namenbuch: Die Ortsnamen des Landes Ruppin. H. Böhlaus Nachf., 1967, S. 81 (google.de).</ref>

Um 1490 gehörte Krangen dem Kloster Lindow das Hauskloster, zur im Kern reichsunmittelbaren Herrschaft Ruppin der Grafen von Lindow-Ruppin. Die Dienste und das Obergericht gehörte zum Amt Alt Ruppin. Aus Krangen hatte die Neuruppiner Kirche und das Gut Karwe Pachteinnahmen.

Der Ort besaß einen Lehnschulzen und fünfzehn Bauernhöfe die 32 Hufen Ackerland bewirtschaften. Im Jahre 1749 wurde das gesamte Vieh durch eine Tierseuche getötet. Zu Brandkatastrophen kam es 1729, bei der sechs Höfe zerstört wurden und am 27. März 1797 brannten vier Einliegerwohnungen und sechs Höfe ab.

Im Jahre 1798 hatte Krangen 21 Wohnhäuser und unter den Bewohnern waren ein Schmied, Schäfer, königlicher Unterförster und ein Hirte und es wurde ein Viehbestand mit 144 Rindern, 699 Schafen, 80 Schweine und 50 Pferden gezählt. Zum Besitz des Ortes gehörten auch 100 Morgen Kiefernwald.<ref>Friedrich Wilhelm August Bratring: Die Grafschaft Ruppin in historischer, statistischer und geographischer Hinsicht ein Beitrag zur Kunde der Mark Brandenburg. Haym, Berlin 1799, S. 425 bis 426 (google.de).</ref>

Dorfkirche Krangen

Die einschiffige Saalkirche des Ortes wurde nach dem Entwurf der Normalkirche von Karl Friedrich Schinkel im Jahre 1837 im Stil des Klassizismus unter der Leitung von Christian Ludwig Jacoby nach Zeichnungen von Bauinspektor Hermann erbaut. Aus Kostengründen erhielt das Gotteshaus jedoch keinen Kirchturm.<ref>Peter Schmidt: Wuthenows Kirche – ein Schinkelbau, in: Ruppiner Anzeiger vom 22./23. Januar 2000</ref> In der Kirche, welche zum Gemeindezentrum restauriert wurde, befinden sich ein vergoldeter Kelch aus dem Jahr 1582, sowie eine Orgel des Orgelbauers Albert Hollenbach.

Am Rande des Rundangerdorfes stehen Fachwerkhäuser aus dem 17. bzw. 18. Jahrhundert.<ref>Märkische Oderzeitung, 15. September 2005, S. 10</ref>

Eingemeindung

Am 6. Dezember 1993 wurde Krangen nach Neuruppin eingemeindet.<ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

Von 1985 bis 2005 errichtete man nahe Krangen in einer ehemaligen Kiesgrube eine Deponie für Haushaltsabfälle. Die Abdichtung und Rekultivierung erfolgte im Jahre 2012.<ref>Advantic Systemhaus GmbH: Landkreis Ostprignitz-Ruppin - Abfallwirtschaft. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 8. Oktober 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.ostprignitz-ruppin.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung in Krangen<ref>Friedrich Wilhelm August Bratring: Die Grafschaft Ruppin in historischer, statistischer und geographischer Hinsicht ein Beitrag zur Kunde der Mark Brandenburg. Haym, Berlin 1799, S. 426 (google.de).</ref>
Jahr 1766 1785 1798 2016
Einwohner 152 136 135 213

Historische Landwirtschaft

Aussaat und Tierbestand Krangen im Jahre 1798<ref>Friedrich Wilhelm August Bratring: Die Grafschaft Ruppin in historischer, statistischer und geographischer Hinsicht ein Beitrag zur Kunde der Mark Brandenburg. Haym, Berlin 1799, S. 425 (google.de).</ref>
Aussaat Roggen Gerste Hafer Erbsen Wicken Kartoffeln Buchweizen Leinsamen
Menge 12 Winspel 8 Scheffel 8 Winspel 3 Scheffel 6 Winspel 15 Scheffel 5 Winspel 2 Scheffel 13 Scheffel 7 Winspel 3 Scheffel 9 Scheffel 13 Scheffel
Tierbestand Pferde Rinder Schafe Schweine
Stück 50 144 699 30

Sehenswürdigkeiten

Datei:Krangen D21.jpg
Krangen Dorfplatz 21

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Politik

Ortsbeirat

Seit dem Jahre 2003 wird der Ortsteil Krangen durch einen Ortsbeirat vertreten. Nach den Wahlen zum Ortsbeirat am 26. September 2021 wurden gewählt:

  • Ortsvorsteher Bernd Joachimsmeier
  • Ortsbeiratsmitglieder Wolfgang Wernicke, Hardy Riesenberg<ref>neuruppin.de: Ortsteil Krangen. In: Krangen. Stadt Neuruppin, 2022, abgerufen am 29. November 2022.</ref>

Vereine

Weblinks

Commons: Krangen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Ortsteile: Alt Ruppin | Buskow | Gnewikow | Gühlen-Glienicke | Karwe | Krangen | Lichtenberg | Molchow | Nietwerder | Radensleben | Stöffin | Wulkow | Wuthenow

Gemeindeteile: Binenwalde | Boltenmühle | Kunsterspring | Neuglienicke | Pabstthum | Radehorst | Rheinsberg-Glienicke | Seehof | Steinberge | Stendenitz | Zermützel | Zippelsförde

Wohnplätze: Alte Schäferei | Ausbau Nietwerder | Ausbau Wulkow | Bechlin | Birkenhof | Bürgerwendemark | Bütow | Dietershof | Fristow | Gentzrode | Gildenhall | Heidehaus | Hermannshof | Lietze | Musikersiedlung | Neumühle | Quäste | Rägelsdorf | Roofwinkel | Rottstiel | Stöffiner Berg | Tornow | Treskow

Vorlage:Klappleiste/Ende