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Kostellitz

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Vorlage:Infobox Ort in Polen Kostellitz, Vorlage:PlS Kościeliska, ist ein rund 700 Einwohner zählendes Dorf im Powiat Oleski der Woiwodschaft Oppeln in Polen. Als Schulzenamt gehört es der zweisprachigen Landgemeinde Radlau (Radłów) an.

Geografie

Datei:Kostellitz Gehöft.jpg
Ein Gehöft in Kostellitz um 1930
Datei:Kościół Narodzenia Najświętszej Maryi Panny w Kościeliskach.jpg
Pfarrkirche Mariä Geburt

Geografische Lage

Das Straßendorf Kostellitz liegt im Nordosten der Woiwodschaft Oppeln, etwa 12 Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Olesno (Rosenberg O.S.) und rund 45 km nordwestlich von Częstochowa (Tschenstochau) auf der Schlesischen Hochebene, in der historischen Region Oberschlesien.

Geschichte

Bereits im 13. Jahrhundert erhielt das Sandstift in Breslau den Zehnten aus dem Dorf Kostellitz<ref name="Bistum">Vgl. diecezja.opole.pl; abger. am 11. September 2008</ref> und seit 1394 ist das Bestehen einer eigenen Parochie mit dem Pfarrer Stencla Czambor nachgewiesen.<ref name="Olesno">Vgl. Vorlage:Webarchiv; abger. am 11. September 2008</ref> Für das Jahr 1250 ist der Ortsname Otholici überliefert, 1372 taucht der Name Cothelicz auf.<ref>Vgl. Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845</ref>

Ursprünglich war das Dorf Teil des Herzogtums Oppeln, das 1327 sich von Polen löste, böhmisches Lehen wurde und 1532 an Habsburg fiel. 1742 wurde Kostellitz mit dem größten Teil Schlesiens preußisch und 1816 dem Landkreis Rosenberg O.S. zugeordnet. Die Landgemeinde Kostellitz gehörte dem Amtsbezirk Bischdorf an.<ref>Vgl. territorial.de; abger. am 11. September 2008</ref> Eine Typhusepidemie im Jahre 1847 raffte 43 Einwohner dahin. Im landwirtschaftlich geprägten Kostellitz, das 1853 in den Besitz König Friedrich Wilhelm IV. gelangte, wurde 1844 eine erste gemauerte Schule errichtet, 1924 erhielt es im Forsthaus ein erstes Telefon und 1925 elektrischen Strom.<ref name="Olesno" /> Die Volkszählung 1910 ergab für Kostellitz 852 Einwohner, davon 28 deutscher und 823 polnischer Muttersprache. 839 Einwohner waren katholischer, 9 evangelischer Konfession sowie 3 Juden.<ref name=":0">Vorlage:Literatur</ref> Im Gutsbezirk waren bei 109 Einwohnern 19 deutscher Muttersprache und überwiegend evangelisch, 90 polnischer Muttersprache und größtenteils katholisch.<ref name=":0" />

Im Zuge der nationalsozialistischen Ortsumbenennungen wurde der Ortsname Kostellitz, der den neuen Machthabern zu slawisch klang, 1936 in Hedwigstein geändert. Am 19. Januar 1945 wurde Kostellitz von der Roten Armee erreicht und unter polnische Verwaltung gestellt. 1973 wurde die Gromada Kościeliska aufgelöst und der neuen Gemeinde Radlau angeschlossen.

Da nicht alle deutschen Bewohner nach dem Zweiten Weltkrieg vertrieben wurden, konnte sich in der Gegend eine deutsche Minderheit halten. Dem polnischen Minderheitengesetz von 2005 entsprechend wurde die Gemeinde Radlau, der Kostellitz als Schulzenamt angehört, 2006 offiziell zweisprachig und führte 2007 zweisprachige Ortsbezeichnungen ein.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen von Kostellitz nach dem jeweiligen Gebietsstand (inkl. Gutsbezirk):<ref> Quellen der Einwohnerzahlen:

1782, 1895: Vorlage:Webarchiv – 1844: [1] – 1855, 1861: [2] – 1910: Vorlage:Internetquelle – 1925, 1933, 1939: Vorlage:Webarchiv

</ref>

Jahr Einwohner
1782 369
1844 779
1855 814
1861 926
1895 1.053
Jahr Einwohner
1910 961
1925 1.081
1933 1.035
1939 1.499

Sehenswürdigkeiten

Ältestes Gebäude in Kostellitz ist eine Holzhütte von 1780. Die historische Schrotholzkirche von 1576 wurde 1976 in das 30 Kilometer südlich gelegene Gwoździany transloziert. Die heutige Pfarrkirche Mariä Geburt wurde 1947 errichtet.<ref>Vgl. Vorlage:Webarchiv; abger. am 11. September 2008</ref> Sie nahm die Ausstattung der alten Pfarrkirche, darunter ein Muttergottes-Gnadenbild aus dem 16. Jahrhundert, auf.<ref name="Bistum" />

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeinde Radlau

Vorlage:Normdaten