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Kosakowo (Kętrzyn)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kosakowo
Vorlage:Platzhalterbild
Kosakowo (Polen)
Kosakowo (Polen)
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Kętrzyn
Gmina: Srokowo
Geographische Lage: 54° 14′ N, 21° 28′ OKoordinaten: 54° 13′ 42″ N, 21° 28′ 25″ O
 {{#coordinates:54,228333|21,473611|primary
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Höhe: 75 m n.p.m.
Einwohner: 227 (2011)
Postleitzahl: 11-420<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Polnisches Postleitzahlenverzeichnis 2022, S. 516 (polnisch) (PDF; 7,4 MB) (Memento vom 26. Oktober 2022 im Internet Archive)</ref>
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NKE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Srokowo/DW 650JegławkiBarciany/DW 591
Wilczyny → Kosakowo
Wólka Jankowska → Kosakowo
Eisenbahn: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig
Verwaltung (Stand: 2007<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)</ref>)
Schulze: Zbigniew Bagiński

Kosakowo ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Dorf in Polen in der Woiwodschaft Ermland-Masuren, das zur Gemeinde Srokowo (Drengfurth) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg) gehört.

Geographische Lage

Das Dorf liegt etwa zehn Kilometer südlich der polnischen Staatsgrenze zur russischen Oblast Kaliningrad, 18 Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Kętrzyn ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)).

Geschichte

Ortsgeschichte

Marienthal<ref>Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Marienthal</ref> wurde 1387 nach Kulmer Recht mit einer Fläche von 50 Włóka angelegt. Das Dorf wurde für zwölf Jahre von den Lasten freigestellt und besaß ein Wirtshaus.

1657 wurde Marienthal von den Tataren überfallen und mitsamt der hölzernen Kirche niedergebrannt. 1710 brach in der Gegend die Pest aus, die in Marienthal 13 Menschenleben forderte.<ref name="Piotr">Piotr Skurzyński, Warmia, Mazury, Suwalszczyna, Warschau 2004, S. 195 ISBN 83-7200-631-8</ref>

Als 1874 der Amtsbezirk Fürstenau ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) errichtet wurde, wurde Marienthal eingegliedert. Bis 1945 gehörte er – 1934 allerdings in „Amtsbezirk Drengfurth“ umbenannt – zum Kreis Rastenburg im Regierungsbezirk Königsberg in der preußischen Provinz Ostpreußen.<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Fürstenau/Drengfurth</ref>

Als Folge des Zweiten Weltkrieges kam Marienthal zu Polen und erhielt die polnische Namensform „Kosakowo“. In die Schule des Dorfes gingen im Schuljahr 1949/50 56 Schüler. 1954 wurde Kosakowo Sitz einer Gromada, bis diese 1957 aufgelöst wurde. 1973 wurde Kosakowo Teil der Gemeinde Srokowo (Drengfurth) und zugleich Sitz eines Schulzenamtes (polnisch Sołectwo), dem die Ortschaften Łęsk (Lenzkeim), Lipowo, Wikrowo (Wickerau) sowie Wólka Jankowska (Marienwalde) angehörten. Mit der Auflösung der Woiwodschaft Olsztyn wurde Kosakowo 1999 Teil der neugebildeten Woiwodschaft Ermland-Masuren.

Einwohnerzahlen

Kosakowo verfügte 1785 über 35 Wohngebäude, 1817 über 43, in welchen 223 Menschen lebten. Im Mai 1939 wurden 429 Einwohner gezählt.<ref name="wiki">Marienthal (Landkreis Rastenburg) bei GenWiki</ref> Die Einwohnerzahl war 1970 auf 170 gesunken. Im Jahre 2011 betrug sie 227.<ref>Wieś Kosakowo w liczbach</ref>

Kirche

Datei:Zabytkowa wieża.JPG
Alter Glockenturm in Kosakowo

Bereits in vorreformatorischer Zeit gab es in Marienthal eine Kirche. Sie war dem Archidiakonat Schippenbeil ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) unterstellt. Mit der Reformation wurde die Gemeinde lutherisch.

Evangelisch

Die Kirchengemeinde Marienthal war eigenständig und der Inspektion Rastenburg zugeordnet. Beim Tatareneinfall wurde das Kirchengebäude verwüstet und niedergebrannt und nicht wieder aufgebaut. Ein Granit-Taufbecken und eine Kirchenglocke aus dem 16. Jahrhundert zeugen heute noch von jener Zeit. Die Glocke aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts hängt in einem hölzernen Glockenstuhl.<ref name="Piotr"/> Die Kirchengemeinde Marienthal wurde aufgegeben und der Ort bis 1945 in das Kirchspiel der Pfarrkirche Drengfurth ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) einbezogen.<ref>Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 1, Göttingen 1968, S. 207</ref>

Kosakowo gehört heute zur evangelischen Kirche Sokrowo, einer Filialkirche der Johanneskirche Kęrtzyn in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Katholisch

Bis 1945 war Marienthal in die katholische Pfarrei Rastenburg im damaligen Bistum Ermland eingegliedert.<ref name="wiki"/> Heute gehört Kosakowo zur Pfarrei Srokowo im jetzigen Erzbistum Ermland.

Verkehr

Das Dorf Kosakowo liegt an einer Hauptstraße die von Barciany (Barten) nach Srokowo (Drengfurth) führt und die beiden Woiwodschaftsstraßen 591 (einstige deutsche Reichsstraße 141) und 650 miteinander verbindet. Zwei Nebenstraßen von den Nachbarorten Wilczyny (Wolfshagen) und Wólka Jankowska (Marienwalde) enden in Kosakowo.

Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht. Bis 1945 war Drengfurth die nächste Bahnstation und lag an der nicht reaktivierten Bahnstrecke Rastenburg–Drengfurth der Rastenburger Kleinbahnen.

Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Kaliningrad, welcher sich etwa 90 Kilometer nordwestlich auf russischem Hoheitsgebiet befindet. Der nächste internationale Flughafen auf polnischem Staatsgebiet ist der etwa 195 Kilometer westlich gelegene Lech-Wałęsa-Flughafen Danzig.

Verweise

Weblinks

Commons: Kosakowo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • Tadeusz Swat: Dzieje Wsi. In: Aniela Bałanda u. a.: Kętrzyn. Z dziejów miasta i okolic. Pojezierze, Olsztyn 1978, S. 196–197 (Seria monografii miast Warmii i Mazur).

Einzelnachweise

<references /> Vorlage:Navigationsleiste Gmina Srokowo