Zum Inhalt springen

Kolonie Zollverein III

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Schlaegel und Eisen nach DIN 21800.svg
Schlägel & Eisen, Namensgeber für die Straßen
Datei:Essen-Katernberg Kolonie Zollverein III Schlaegelstrasse.jpg
Blick in die Schlägelstraße
Datei:Essen-Katernberg Kolonie Zollverein III Informationstafel.jpg
Informationstafel der Route der Industriekultur

Die Kolonie Zollverein III (Schlägel & Eisen) ist die jüngste der drei Zechenkolonien im Essener Stadtteil Katernberg. Die beiden anderen sind Hegemannshof und Ottekampshof.

Geschichte

Die Kolonie wurde 1880 zeitgleich mit dem namensgebenden Schacht III der Zeche Zollverein begonnen. Von ihr aus konnten die Arbeiter und Beamten sowohl diesen Schacht als auch die Schächte 1/2 gut erreichen. Sie lag an der Grenze zwischen den damaligen Bauerschaften Katernberg und Schonnebeck an zwei neu angelegten Straßen; der Schlägel- und der Eisenstraße. Diese sind nach den Bergarbeiterwerkzeugen Schlägel und Eisen benannt und werden auch als Synonym für den Siedlungsnamen benutzt.

Arbeiter- und Beamtenhäuser waren streng getrennt, in der Schlägelstraße wurden zunächst acht Arbeiterhäuser errichtet, in der querverlaufenden und leicht erhöhten Ückendorfer Straße vier Beamtenhäuser. Hintergrund war die gewollte Kontrolle der Ordnung auch nach Ende der Arbeitszeit<ref>Zitiert nach der Denkmalliste der Stadt Essen</ref>:

„Für die Aufrechterhaltung der Ordnung in den Kolonien sind besondere Aufseher angestellt, die auch darüber zu wachen haben, dass die in den Mietverträgen enthaltenen Bestimmungen über die Hausordnung befolgt werden.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Robert Hundt, "Bergarbeiter-Wohnungen im Ruhrrevier", 1902

Die Arbeiterwohnungen wurden erstmals nicht nach dem, in den anderen Kolonien benutzten, typischen Kreuzgrundriss ausgestaltet. Zwar waren weiterhin vier Familien unter einem Dach untergebracht, zwei der Wohnungen hatten aber Eingänge von der Frontseite, die beiden äußeren weiterhin Eingänge von der Giebelseite. Alle Wohnungen hatten jeweils zwei Räume im Erdgeschoss und Obergeschoss sowie einen fünften im Dachgeschoss des Anbaus auf der Hofseite. Dieser Anbau für Kleintierhaltung und Abort war nun direkt am Haus angeschlossenen und nicht wie sonst weiter hinten im Nutzgarten platziert, was zu Geruchsbelästigungen führte. Als weiterer Nachteil des neuen Zuschnittes waren die Wohnflächen unterschiedlich groß, da teilweise Platz für Flure verschenkt wurde, was zu Beschwerden der Mieter führte. So wurden zwar die ersten acht Häuser in der Eisenstraße noch nach dem gleichen Grundriss gebaut, nach 1901 die weiteren Häuser aber wieder nach dem bewährten Kreuzgrundriss mit weiter entfernt liegenden Wirtschaftsbauten ausgeführt. Dabei kam eine abwechslungsreichere Fassadengestaltung mit teilweisem Verputz zum Zuge.

Die Beamtenhäuser an der Ückendorfer Straße wurden wie die Arbeiterhäuser in Backsteinbauweise errichtet, hatten allerdings eine größere Grundfläche, mehr Komfort und eine aufwändigere Fassadengestaltung durch Linsen und verschiedene Gesimse. Daneben entstanden um die Jahrhundertwende nochmals zweigeschossige Häuser, diesmal mit aufwändigeren Dächern und kleinen Türmchen, ebenfalls für Beamte der Zeche Zollverein.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Kolonie Zollverein III – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 29′ 24,8″ N, 7° 3′ 27,6″ O

 {{#coordinates:51,490228|7,057664|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-NW
   |type=landmark
  }}

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Besucherzentrum und Ankerpunkte (von West nach Ost): | Zechenpark Friedrich Heinrich | Museum der Deutschen Binnenschifffahrt | Innenhafen Duisburg | LVR-Industriemuseum Oberhausen | Landschaftspark Duisburg-Nord | Gasometer Oberhausen | Aquarius-Wassermuseum | St.-Antony-Hütte | Villa Hügel | Nordsternpark | Welterbe Zeche Zollverein und Kokerei Zollverein | Zeche Ewald | Chemiepark Marl | Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen | Henrichshütte | Jahrhunderthalle Bochum | Umspannwerk Recklinghausen | Deutsches Bergbau-Museum | Zeche Nachtigall | Schiffshebewerk Henrichenburg | DASA | Kokerei Hansa | Zeche Zollern II/IV | Hohenhof | Freilichtmuseum Hagen | Lindenbrauerei Unna | Maximilianpark Hamm

Themenrouten (aufsteigend nach Nummern): 1. Duisburg: Stadt und Hafen | 2. Industrielle Kulturlandschaft Zollverein | 3. Duisburg: Industriekultur am Rhein | 4. Oberhausen: Industrie macht Stadt | 5. Krupp und die Stadt Essen | 6. Dortmund: Dreiklang Kohle, Stahl und Bier | 7. Industriekultur an der Lippe | 8. Erzbahn-Emscherbruch | 9. Industriekultur an Volme und Ennepe | 10. Sole, Dampf und Kohle | 11. Frühe Industrialisierung | 12. Geschichte und Gegenwart der Ruhr | 13. Auf dem Weg zur blauen Emscher | 14. Kanäle und Schifffahrt | 15. Bahnen im Revier | 16. Westfälische Bergbauroute | 17. Rheinische Bergbauroute | 18. Chemie, Glas und Energie | 19. Arbeitersiedlungen | 20. Unternehmervillen | 21. Brot, Korn und Bier | 22. Mythos Ruhrgebiet | 23. Parks und Gärten | 24. Industrienatur | 25. Panoramen und Landmarken | 26. Sakralbauten | 27. Eisen & Stahl | 28. Wasser: Werke, Türme und Turbinen | 29. Bochum – Industriekultur im Herzen des Reviers | 30. Gelsenkirchen | 31. Route Industriekultur und Bauhaus | per Rad

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende