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Kloster Oybin

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Datei:Burg und Kloster Oybin vor dem Jahr 1577.jpg
Kloster Oybin vor dem Jahr 1577
Datei:Blick auf den Berg Oybin in Zittauer Gebirge..2H1A9122WI.jpg
Blick aus dem Norden auf die Ruinen des Klosters Oybin (2017)

Das Kloster Oybin war ein im 13. Jahrhundert gegründetes Cölestinerkloster. Es lag auf dem Oybin im Zittauer Gebirge und ist deshalb mitunter auch als Kloster auf dem Oybin bekannt.

Quellen

Cornelius Gurlitt bezeichnete die Quellenlage zur Bebauung des Oybins als relativ günstig und nannte hierbei die Jahrbücher des Zittauer Stadtschreibers Johann von Guben (14. Jahrhundert) und die Commentarii Rerum Lusaticarum von Christoph Manlius (16. Jahrhundert). Manlius’ Werk lagen die ältesten Zittauer Annalen und das verloren gegangene Chronicon Oybinense als Quellen zugrunde.<ref>Oybin (Burg und Kloster) in: Cornelius Gurlitt: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, Band 29. Dresden 1906. S. 161</ref>

Geschichte

Kaiser Karl IV. besuchte im Jahr 1366 Papst Urban in Avignon und gewann dort das Vertrauen zweier Cölestinermönche. Zuvor hatte er mehrfach die Messe des Klosters gehört. Er lud sie nach Böhmen ein, wo es noch kein Cölestinerkloster gab.<ref>Das Kloster Oybin (1366–1546) in: Alfred Moschkau: Oybin-Chronik. Urkundliche Geschichte von Burg, Cölestinerkloster und Dorf Oybin bei Zittau. Böhmisch Leipa 1844. S. 104</ref><ref name=":0">Oybin (Burg und Kloster) in: Cornelius Gurlitt: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, Band 29. Dresden 1906. S. 164</ref><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Pfingsten 1366 waren sie zu diesem Zweck auf dem Oybin. Auf Geheiß des Kaisers leistete Zittau für den Bau des Klosters Baufuhren und stellte Arbeiter. Auch Erträge der Kuttenberger Bergwerke flossen in die Finanzierung mit ein.<ref name=":0" />

Das neue Kloster wurde auf den Heiligen Paraklet, die Jungfrau Maria, den Heiligen Wenzel und auf den Gründer des Cölestinerordens Petrus Confessor geweiht. Das Kloster wurde für zwölf Mönche eingerichtet, zunächst lebten nur sechs.<ref name=":0" />

Im Jahr 1369 übernachtete Karl IV. eine Nacht im Kloster, nachdem dessen Mönche mit Zittau in Streit geraten waren. Im Jahr 1384 weihte Erzbischof Johann von Jenzenstein die 1366 bis 1384 erbaute Klosterkirche.<ref name=":1">Oybin (Burg und Kloster) in: Cornelius Gurlitt: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, Band 29. Dresden 1906. S. 165</ref>

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1420 und 1429 blieben zwei Belagerungen des Klosters durch die Hussiten erfolglos.<ref name=":1" /> Möglicherweise entstand in dieser Zeit der runde, für Feuerwaffen eingerichtete Turm an der Westseite des Klosters.<ref>Oybin (Burg und Kloster) in: Cornelius Gurlitt: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, Band 29. Dresden 1906. S. 174</ref> Im Jahr 1458 ist durch mehrere Quellen ein Brand überliefert, möglicherweise am Wächterhaus. Im Zusammenhang mit dem Testament (1494) des Priors Andreas Swob („in stubella nova sive refectorio“; deutsch: im neuen Zimmer oder Speisesaal) und der an den Görlitzer Rat gerichteten Bitte der Mönche, ein Vermächtnis für weitere Bauarbeiten am Kloster auszuzahlen, vermutete Gurlitt umfangreiche Bauarbeiten in den genannten Zeiten.<ref name=":2">Oybin (Burg und Kloster) in: Cornelius Gurlitt: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, Band 29. Dresden 1906. S. 166</ref>

Wohl Ende des 15. Jahrhunderts entstand der Vorbau vor der Kirche mit den großen Doppelfenstern und weiten Gewölben. Um 1512 bis 1515 wurde der Friedhof angelegt.<ref name=":2" />

Die Reformation bewirkte den Abgang der Mönche vom Kloster Oybin. Noch im Jahr 1556 vermittelte der Jesuit Canisius zwischen Ferdinand I., Urban Textor und dem Heiligen Ignatius im Zusammenhang mit der Neugründung des Jesuitenklosters in Prag. Canisius überzeugte König Ferdinand, dass Oybin wegen seiner abgelegenen Lage kein geeigneter Ort für das Jesuitenkloster sei. Im Jahr 1559 ging der letzte Mönch des Klosters Oybin nach Zittau. Der König zog den Oybin mit seinen Gütern ein und verwendete die daraus entstandenen finanziellen Mittel für das Jesuitenkloster in Prag. 1574 kaufte die Stadt Zittau das Kloster.<ref name=":2" /><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

1577 ging ein großer Brand über das Kloster einher. Im Jahr 1582 forderten kaiserliche Kommissare den Zittauer Rat auf, unter anderem die Steine, die vom Oybin genommen worden waren, zurückzubringen („von Steinen und andern, was etwan vom Oybin genommen, wiederumb an die Stelle zu bringen“). Gurlitt schloss daraus, dass Zittau die Klosterruine nach dem Brand als Steinbruch verwendet hatte. Im Mai 1682 zerstörte ein großer Felssturz weite Teile der Klosterruine.<ref name=":2" />

Um 1679 besuchte der Gelehrte Balbinus den Oybin und schrieb über die Klosterkirche: „(templum) quod adhuc stat integrum illasumque“ (deutsch: Tempel, der immer noch intakt steht), wenngleich dies als Übertreibung bewertet wurde.<ref name=":2" />

Im Jahr 1803 wurden wieder einige Felsen zu Bausteinen verarbeitet bzw. gesprengt, im Jahr 1829 befreite man das Innere der Kirche von Schutt.<ref>Oybin (Burg und Kloster) in: Cornelius Gurlitt: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, Band 29. Dresden 1906. S. 167</ref> Ein Gemälde der Ruine von Caspar David Friedrich um 1812 zeigt den Zustand vor der Befreiung von der Überwucherung.

Aufbau

Datei:Burg und Kloster Oybin um 1525 Lageplan.jpg
Lageplan des Klosters Oybin um das Jahr 1525

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Das Kloster besteht im Wesentlichen aus dem Westbau, worunter sich auch das Kaiserhaus, das heutige Museum und der wohl in der Hussitenzeit entstandene Turm befindet, und der Kirche im Osten, an deren Fuß der Friedhof angelegt wurde. Das Museum wurde vor dem Jahr 1906 anstelle des im Jahr 1754 entstandenen Pulverhauses erbaut. Das Bergmassiv des Oybins befindet sich im Osten, wohingegen am westlichen Ende des Klosters sich der steile Abhang des Berges anschließt.<ref>Oybin (Burg und Kloster) in: Cornelius Gurlitt: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, Band 29. Dresden 1906. S. 171 ff.</ref>

Literatur

Weblinks

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Einzelnachweise

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