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Kernkraftwerk Susquehanna

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Kernkraftwerk Susquehanna
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Kernkraftwerk Susquehanna
Kernkraftwerk Susquehanna
Lage
Kernkraftwerk Susquehanna (USA)
Kernkraftwerk Susquehanna (USA)
Koordinaten 41° 5′ 31″ N, 76° 8′ 51″ WKoordinaten: 41° 5′ 31″ N, 76° 8′ 51″ W
 {{#coordinates:41,091950109894|−76,147592067719|primary
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Land Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
Daten
Eigentümer Talen Energy (seit 2015)
Pennsylvania Power & Light Co. (bis 2015)
Betreiber Talen Energy
Projektbeginn 1970
Kommerzieller Betrieb 8. Juni 1983

Aktive Reaktoren (Brutto)

2  (2403 MW)
Eingespeiste Energie im Jahr 2010 18.515,58 GWh
Eingespeiste Energie seit Inbetriebnahme 433.903,83 GWh
Stand 9. Juni 2011
Die Datenquelle der jeweiligen Einträge findet sich in der Dokumentation.

Das Kernkraftwerk Susquehanna ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), SSES) liegt am Susquehanna River im Luzerne County im Bundesstaat Pennsylvania der Vereinigten Staaten. Das Kernkraftwerk besteht aus zwei aktiven Siedewasserreaktoren.

Geschichte

Geplant wurde das Kraftwerk ab 1970. Am 2. November 1973 erfolgte der Baubeginn der beiden General Electric-Siedewasserreaktoren von Typ BWR-4 Mark 2.<ref>IAEA - Nuclear Power Reactors in the World - Serie 2 2008 (englisch; PDF-Datei; 1,60 MB)</ref> Baugleiche Reaktoren stehen unter anderem im Kernkraftwerk Limerick. Am 1. September 1982 wurde der erste Block kritisch und nahm am 16. November 1982 den Betrieb auf. Ab dem 8. Juni 1983 fing der Block an, Strom in das öffentliche Stromnetz zu speisen. Block 2 wurde am 8. Mai 1984 das erste Mal kritisch und nahm den Betrieb am 3. Juli 1984 auf, sein kommerzieller Leistungsbetrieb begann am 12. Februar 1985. Das Kraftwerk kostete über 4,1 Milliarden Dollar. Die Betriebslizenz von Block 1 lief ursprünglich 2022 ab und die von Block 2 im Jahr 2024,<ref name="IAEO"/><ref name="RDB WNA"/><ref name="Technisch erkl."/> 2006 beantragte der Betreiber eine Verlängerung der Laufzeiten um 20 Jahre, diese wurde im November 2009 genehmigt.<ref>https://www.world-nuclear-news.org/RS_Susquehanna_gets_20_more_years_2511091.html</ref>

Ursprünglich hatten die Reaktoren eine Nettoleistung von 1100 Megawatt. Der Dampf hat eine Temperatur von 280 °C und die Turbinen der Reaktoren sind 63 Meter lang. Der Kühlmitteldurchsatz beträgt mehr als 817 m³ pro Minute (216.000 Gallonen pro Minute). Die Brennelemente bestehen aus Röhren aus Zirkalloy, in denen Brennstofftabletten stecken, diese sind von 0,71 % bis zu 4,95 % angereichert. Die Kühltürme der Anlage sind 164 Meter hoch.<ref name="Technisch erkl."><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Susquehanna Nuclear Energy Guide (Memento vom 15. Juli 2011 im Internet Archive) (englisch)</ref>

In den Jahren 2003 und 2004 wurden die Turbinen der Anlage modernisiert. Grund war, dass immer öfter Risse in diesem Teil der Anlage auftraten. Durch die Modernisierung konnten 80 Megawatt mehr Leistung produziert werden, so dass man die Reaktoren um 50 Megawatt abfahren konnte, wodurch das Material geschont und der Abbrand etwas verringert wurde. Der Austausch der Turbine erforderte einen Stillstand der Reaktoren von 38 Tagen. Es gibt auch den Plan, die thermische Leistung der Reaktoren um 13 % zu steigern. Durchgeführt werden sollte eine weitere Modernisierung der Turbine in den Jahren 2007 und 2008.

Neben der Anlage sollte ein neues Kernkraftwerk mit dem Namen Bell Bend und einem US-EPR gebaut werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />UniStar Nuclear Energy - Bell Bend NPP (Memento vom 29. September 2008 im Internet Archive) (englisch)</ref> Bis Ende 2008 sollten alle Lizenzen für den Bau eingeholt sein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Power Engineering - PPL to pursue a third Susquehanna nuclear unit (Memento vom 11. Oktober 2008 im Internet Archive) (englisch)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />PPL to Use Areva's Nuclear Reactor Design in Application to NRC (Memento vom 21. Juli 2009 im Internet Archive)</ref> Im März 2015 gab der Kraftwerksbauer Areva bekannt, generell keine neuen Reaktoren mehr bauen zu wollen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Areva baut keine Atomkraftwerke mehr (Memento vom 25. April 2015 im Internet Archive)</ref>

Störungen

  • Am 10. September 2003 mussten beide Reaktoren leicht abgefahren werden, da es zu einem Ölbrand gekommen war. Das Feuer brach an einer der Umwälzpumpen von Block 1 aus.<ref>PPL Susquehanna Reduces Power After Small Fire is Extinguished, firehouse.com (englisch)</ref>
  • Am 28. April 2005 musste Block 2 vom Netz genommen werden, da es ein Problem mit einem Transformator gab.
  • Am 6. Juni 2005 kam es um 12:33 Uhr (EDT) zu einer automatischen Abschaltung von Block 2 aufgrund eines Problemes mit der elektrischen Übertragung in das öffentliche Netz.<ref>Susquehanna Unit 2 Shuts Down Because of Non-Nuclear Problem (englisch)</ref>
  • Am 2. März 2006 lief ein Alarm in der Brandmeldezentrale des Kernkraftwerkes ein, der ein Feuer in Block 2 meldete. Die Werkfeuerwehr stellte fest, dass es kein Feuer gab. Der Reaktor wurde heruntergefahren. Der Vorfall wurde der örtlichen Aufsichtsbehörde mitgeteilt.<ref>'Alert' Ends At PPL's Susquehanna Nuclear Power Plant. Media Operations Center, PPL Susquehanna LLC, 2. März 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. November 2024; abgerufen am 12. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Am 29. April 2006 musste Block 2 wegen eines Wasserlecks heruntergefahren werden. Dieser Vorfall hätte zwar den Betrieb des Blocks nicht beeinträchtigt, da das Leck zu klein war, trotzdem wurde der Reaktor als Vorsichtsmaßnahme abgeschaltet, um das Leck zu reparieren.
  • Am 17. Dezember 2012 wurde Block 2 während eines Routine-Turbinentests automatisch heruntergefahren. Die Ursache wird noch untersucht.<ref>Unit 2 at PPL Susquehanna Nuclear Plant Shuts Down. (englisch)</ref>

Direktstromlieferung an Rechenzentrum

Mit Stand 2024 gehört eine erzeugte Leistung von 2228 MW dem Energieversorgungsunternehmen Talen Energy, das 2015 aus der PPL Corporation ausgegründet wurde. Im November 2024 lehnte die Regulierungsbehörde Federal Energy Regulatory Commission einen vom Übertragungsnetzbetreiber ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) PJM Interconnection vorgelegten Plan ab. Der Plan hätte zwischen dem Übertragungsnetzbetreiber, dem Kernkraftwerksbetreiber und dem Verteilnetzbetreiber PPL Electric Utilities regeln sollen, wie Talen Energy gegenüber einem bestehenden Liefervertrag einen höheren Anteil der elektrischen Energie an ein Rechenzentrum hätte liefern können.<ref name="ud-isaferc202411">Ehan Howland: FERC rejects interconnection pact for Talen-Amazon data center deal at nuclear plant. Order Rejecting Amendments to Interconnection Service Agreement re PJM Interconnection, L.L.C. under ER24-2172. In: Utility Dive. 4. November 2024, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. November 2024; abgerufen am 12. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Filing Description for Accession Number 20241101-3061. In: Federal Energy Regulatory Commission eLibrary. 1. November 2024, abgerufen am 12. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Das Rechenzentrum steht in Berwick (Pennsylvania) auf einem firmeneigenen Gelände in der Nähe des Kernkraftwerks. Die Regulierungsbehörde sieht bei einer Umsetzung des Plans mit dem vorgelegten Inhalt die Möglichkeit von Marktverzerrungen, da andere Unternehmen nicht auf gleiche Weise Großkraftwerk und Großverbraucher nebeneinander setzen können und PJM Interconnection unterschiedlichen Kunden uneinheitliche Vertragskonditionen einräumen könnte. Auch könne die Netzstabilität beeinträchtigt werden, wenn Unternehmen bei Direktstromlieferung keine angemessenen Netznutzungsentgelte an Netzbetreiber zahlen. Die Behörde ging auf Einwände der konkurrierenden Energieunternehmen Exelon und American Electric Power ein.<ref name="ud-isaferc202411" />

Die als Präzedenzfall bewertete behördliche Entscheidung könnte Einfluss auf andere Projekte zur Direktstromlieferung haben, so bei Vistra Energys Gaskraftwerk Moss Landing, auf Public Service Enterprise Groups Kernkraftwerk Hope Creek und auf Constellation Energys Kernkraftwerk Three Mile Island.

Daten der Reaktorblöcke

Reaktorblock<ref name="IAEO">Power Reactor Information System der IAEO: „United States of America: Nuclear Power Reactors“ (englisch)</ref> Reaktortyp Netto-
leistung
Brutto-
leistung
Baubeginn Netzsyn-
chronisation
Kommer-
zieller Betrieb
Abschal-
tung
Susquehanna-1 Siedewasserreaktor 1.135 MW 1.199 MW 02.11.1973 16.11.1982 08.06.1983 (2022 geplant)<ref name="RDB WNA"/>
Susquehanna-2 Siedewasserreaktor 1.140 MW 1.204 MW 02.11.1973 03.07.1984 12.02.1985 (2024 geplant)<ref name="RDB WNA">WNA Reactor Database (englisch)</ref>

Quellen

<references/>

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Planung für Neubau
oder Wiederanfahren

Clinch River • Duane Arnold • Kewaunee • Palisades • Three Mile Island 1

In Betrieb

Arkansas One • Beaver Valley • Braidwood • Browns Ferry • Brunswick • Byron • Callaway • Calvert Cliffs • Catawba • Clinton • Columbia WNP-2 • Comanche Peak • Cooper • Davis Besse • Diablo Canyon • Donald Cook • Dresden 2&3 • Enrico Fermi 2 • Farley • Fitzpatrick • Grand Gulf • H. B. Robinson • Hatch • Hope Creek • Lasalle • Limerick • McGuire • Millstone 2&3 • Monticello • Nine Mile Point • North Anna • Oconee • Palo Verde • Peach Bottom 2&3 • Perry • Point Beach • Prairie Island • Quad Cities • R. E. Ginna • River Bend • Saint Lucie • Salem • Seabrook • Sequoyah • Shearon Harris 1 • South Texas 1&2 • Surry 1&2 • Susquehanna 1&2 • Turkey Point • Virgil C. Summer 1 • Vogtle 1–4 • Waterford • Watts Bar • Wolf Creek

Außer Betrieb
(zumindest teilweise)

BONUS • Crystal River • Dresden 1 • Enrico Fermi 1 • Fort Calhoun 1 • Hallam • Humboldt Bay • Indian Point • La Crosse • Millstone 1 • Oyster Creek • Pathfinder • Peach Bottom 1 • Pilgrim • Piqua • Rancho Seco • San Onofre • Saxton • Shippingport • Shoreham • Three Mile Island 2 • Trojan • Vallecitos • Vermont Yankee • Yankee Rowe • Zion

Abgebaut

Big Rock Point • CVTR • Elk River • Fort St. Vrain • Haddam Neck • Maine Yankee

Nie in Betrieb genommen

Bellefonte 1–4 • Callaway 2 • Clinton 2 • Columbia WNP-1&4 • Davis Besse 2&3 • Fort Calhoun 2 • Grand Gulf 2 • Hope Creek 2 • Marble Hill • North Anna 3&4 • Perry 2 • Satsop • Seabrook 2 • Shearon Harris 2&3 • South Texas 3&4 • Surry 3&4 • Susquehanna 3 • Virgil C. Summer 2&3

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