Kanadisches Zentrum für epigraphische Dokumente
Das Kanadische Zentrum für epigraphische Dokumente (Canadian Centre for Epigraphic Documents, CCED) ist oder war ein Forschungszentrum der University of Toronto auf dem Gebiet der Epigraphik. Es widmet sich der Dokumentation von Inschriften ohne eine feste räumliche Eingrenzung.
Geschichte
Das Zentrum wurde 2010 gegründet.<ref>Ressources – Liens auf der Website der Société française d’études épigraphiques sur Rome et le monde romain, abgerufen am 20. März 2022.</ref> Es war als Non-Profit-Organisation organisiert und hatte seinen Sitz zeitweise am Department of Near and Middle Eastern Civilizations („Abteilung für Kulturen des Nahen und Mittleren Ostens“) der University of Toronto,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Website des Canadian Centre for Epigraphic Documents ( vom 12. August 2018 im Internet Archive)</ref> zeitweise am Department of Classics („Abteilung für Altertumswissenschaften“) derselben Universität.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kontaktangaben auf der Website des Canadian Centre for Epigraphic Documents ( vom 17. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref>
Seit Erscheinen der zweiten Ausgabe des Journals des Zentrums im Jahr 2019 sind keine aktuellen Informationen über das Projekt mehr verfügbar; die angegebene Website führt nur noch auf eine allgemein gehaltene englischsprachige Einführung in die Epigraphik. Somit ist nicht bekannt, ob das Zentrum noch existiert.<ref>Eintrag zum Canadian Centre for Epigraphic Documents im Digital Classicist Wiki, abgerufen am 20. März 2022.</ref>
Tätigkeiten
Das erklärte Ziel des Zentrums ist es, epigraphisches Material zu archivieren, zu katalogisieren und zu digitalisieren. Dazu gehört auch, die Inschriften im Internet zur Verfügung zu stellen und damit der Forschung niedrigschwellig zugänglich zu machen.<ref>Informationen zum Canadian Centre for Epigraphic Documents auf The Ancient World online, abgerufen am 20. März 2022.</ref> Dazu bot das CCED eine mehrsprachige Website an, die auf Englisch, Französisch, Arabisch und Mandarin verfügbar war.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Website des Canadian Centre for Epigraphic Documents ( vom 12. August 2018 im Internet Archive)</ref> Im Journal des Zentrums („Canadian Centre for Epigraphic Documents Journal“), von dem bis 2019 zwei Ausgaben erschienen, wurden zudem englisch- und französischsprachige Beiträge zur Inschriftenforschung im weitesten Sinne veröffentlicht.<ref>Informationen zum Canadian Centre for Epigraphic Documents Journal auf The Ancient World Online, abgerufen am 20. März 2022.</ref>
Den Schwerpunkt des Kanadischen Zentrums für epigraphische Dokumente bilden Inschriften in syrischer Sprache sowie in weiteren Sprachen des Nahen und Mittleren Osten.<ref>Vorstellung des Projekts auf der Facebook-Seite des Canadian Centre for Epigraphic Documents, abgerufen am 20. März 2022.</ref><ref>Kelly Bennett: While ISIS destroys, Hamilton man battles to preserve historic texts. CBC vom 31. August 2014, abgerufen am 20. März 2022.</ref> Daneben ist das CCED im Besitz von über 3000 Abklatschen, von denen manche die einzigen erhaltenen Wiedergaben von beschädigten oder vermissten Inschriften sind. Die Abklatsche stammen hauptsächlich von griechischen Inschriften vom 7. Jahrhundert v. Chr. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Das Kanadische Zentrum für Epigraphische Dokumente ( vom 17. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref> Das Zentrum gehört somit auch zu den größten Kollektionen an epigraphischen Dokumenten Nordamerikas.<ref>Ephraim Lytle: Centre for Epigraphic Documents. In: University of Toronto Classics Newsletter. Band 17, Sommer 2011, S. 4.</ref>
Weblinks
- Website des Canadian Centre for Epigraphic Documents (nicht mehr erreichbar)
Einzelnachweise
<references />