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Kalvarienberg (Berchtesgaden)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Kalvarienberg wurde 1760 auf dem Kälberstein (seinerzeit genannt: Georgenberg<ref name="AHelm99">A. Helm, Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Reprint von 1929. Verein für Heimatkunde d. Berchtesgadener Landes. Verlag Berchtesgadener Anzeiger sowie Karl M. Lipp Verlag, München 1973, S. 99.</ref> oder Görgenberg<ref name="BAZ2020">Erst Sommersitz für den Fürstpropst, dann Lehrerheim, Kurzbericht vom 10. März 2020 im Berchtesgadener Anzeiger, online unter berchtesgadener-anzeiger.de</ref>) in Berchtesgaden (Bayern) angelegt. Er verfügt über vier Stationen in Kapellenform sowie über eine größere Hauptkapelle mit der Kreuzigungsszene am Soleleitungsweg und gehört zu Berchtesgadens römisch-katholischer Pfarrei St. Andreas innerhalb der Erzdiözese München und Freising.<ref name="Stift-Kalvarienberg"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Kalvarienberg (Memento vom 31. Oktober 2016 im Internet Archive), ehemalige Homepage der römisch-katholischen Pfarrei St. Andreas in Berchtesgaden, online unter stiftskirche-berchtesgaden.de.</ref>

Gebäude und Geschichte

Den Berchtesgadener Kalvarienberg stattete Fürstpropst Michael Balthasar von Christalnigg wenige Monate vor seinem Tod 1760 mit vier Nebenkapellen und einer Hauptkapelle aus, nachdem er nur zwei Jahre zuvor unweit davon auf halber Höhe des Kälbersteins 1758 auch das Schloss Fürstenstein auf eigene Kosten<ref name="BAZ2020" /> hatte erbauen lassen.<ref name="Feulner182">Manfred Feulner: Berchtesgaden – Geschichte des Landes und seiner Bewohner. S. 182</ref>

Die Stationen des Kalvarienbergs wurden am Wegrand als gemauerte Kapellenhäuschen mit Gesimsen und Pilastern errichtet, die jeweils mit einem nur kurz auslaufenden Knickhelm überdacht sind. Die offenen Seiten der vier Nebenkapellen wurden als geschweifte Nischen errichtet, die mit kunstvoll geschmiedetem Blattwerk sowie Rocaillen verzierten Gittern geschützt sind. Topographisch wie thematisch bildet die Haupt- bzw. Kreuzigungskapelle den Höhepunkt bzw. Abschluss des Kalvarienberg-Ensembles.<ref name="erzbistum">Martina Außermeier: Kalvarienberg von St. Andreas, Berchtesgaden, online unter erzbistum-muenchen.de</ref>

Die Nischen enthalten nahezu lebensgroße, farbig gefasste Holzskulpturen, die die Leidensstationen von Jesus Christus darstellen: Gebet am Ölberg, Geißelung, Dornenkrönung und Kreuztragung. In der Haupt- bzw. Kreuzigungskapelle sind Jesus Christus am Kreuz mit Maria, Johannes und Maria Magdalena zu sehen. Seitlich davon rahmen die Kreuze der Schächer die Szene ein. Die Vorderseite des felsigen Sockels für die Hauptszene erlaubt dank einer Segmentbogen-Öffnung den Blick in die Grabesnische von Jesus Christus.<ref name="erzbistum" />

Auf Initiative von Anna Wurm, der Witwe des ersten „privaten“ Besitzers des Hofbrauhaus Berchtesgaden, wurde 1841 eine Stiftung zum Erhalt des Kalvarienbergs gegründet.<ref name="erzbistum" /> Zuletzt sind zwischen 2011 und 2012 alle Holzfiguren und nicht zuletzt die schwer durch Umwelteinflüsse geschädigte Hauptkapelle restauriert worden.<ref name="stiftskirche"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Kalvarienberg (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) Zum Berchtesgadener Kalvarienberg, mit Bildern der Hauptkapelle vor der Renovierung ab 2011, online unter stiftskirche-berchtesgaden.de</ref><ref name="erzbistum" />

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Kalvarienberg (Berchtesgaden) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Klappleiste/Anfang Pfarrei St. Andreas Berchtesgaden: Stiftskirche St. Peter und Johannes der Täufer | Pfarrkirche St. Andreas | Franziskanerkirche | Hilgerkapelle | Kalvarienberg | Kapelle der Seligpreisungen | Maria am Berg | Wallfahrtskirche Maria Gern

Pfarrei Heilige Familie Au 1): Pfarrkirche Zur Heiligen Familie | Franziskuskirche

Pfarrei Herz Jesu Bischofswiesen 2): Pfarrkirche Herz Jesu (Bischofswiesen) | Wallfahrtskirche Maria Hilf (Loipl)

Pfarrei St. Nikolaus Marktschellenberg 1): Pfarrkirche St. Nikolaus | Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung

Pfarrei St. Michael Strub 2): Pfarrkirche St. Michael

Pfarrei St. Johann Nepomuk Winkl 2): Pfarrkirche St. Johann Nepomuk

1) Ehemals Teil des Pfarrverbandes Marktschellenberg; 2) Teil des Pfarrverbandes Bischofswiesen, von dem derzeit nicht eindeutig nachweisbar ist, ob er noch eigenständig verwaltet wird oder bereits komplett in den Pfarrverband Stiftsland Berchtesgaden aufgegangen ist. Vorlage:Klappleiste/Ende

Koordinaten: 47° 37′ 53,5″ N, 12° 59′ 55,2″ O

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