Ködnitz (Gemeinde Kals am Großglockner)
| Ködnitz (Dorf) Ortschaft Lesach | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Basisdaten | ||||||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Lienz (LZ), Tirol | |||||
| Pol. Gemeinde | Kals am Großglockner | |||||
| Koordinaten | 47° 0′ 4″ N, 12° 38′ 40″ O
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| Einwohner der Ortschaft | (k. A. Hilfe) | |||||
| Postleitzahl | 9981 Kals am Großglockner | |||||
| Statistische Kennzeichnung | ||||||
| Ortschaftskennziffer | 16802 | |||||
| Zählsprengel/ -bezirk | Kals am Großglockner (70712 000) | |||||
| Bild Ködnitz von Norden | ||||||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Ködnitz, früher auch Könitz, ist ein Dorf sowie eine Ortschaft der Gemeinde Kals am Großglockner. Ködnitz ist der Hauptort der Gemeinde und beherbergt das Gemeindeamt und die Pfarrkirche. Die Ortschaft hat Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft Einwohner (Stand )<ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft QUELLE">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>.
Geographie
Ködnitz liegt im Kalser Tal, dass sich in diesem Bereich stärker aufweitet. Die Ortschaft wird vom Kalserbach im Westen und im Südosten vom Ködnitzbach begrenzt. Benachbarte Ortschaften sind Großdorf im Westen, Unterburg im Norden und Glor-Berg im Nordosten. Im Süden befindet sich die Streusiedlung Pradell der Ortschaft Lesach, im Südwesten Lana. Ködnitz wird von der Kalser Straße erschlossen, die durch den Ort führt und die Gemeinde mit dem Iseltal verbindet. Die Ortschaft umfasste 2025 55 Adressen.
Geschichte und Bevölkerung
Der Ortsname Ködnitz leitet sich vom altslowenischen Wort kotnica (Gegend im Winkel, Winkelbach) ab.<ref>Gemeinde Kals, Sprachschichten & Namen A-Z</ref> Als der Franziszeische Kataster Mitte des 19. Jahrhunderts veröffentlicht wurde, umfasste Ködnitz neben der Pfarrkirche nur wenige Häuser, die sich südlich an diese anschlossen. Nach Süden hin zur Mündung des Ködnitzbaches in den Kalserbach bestanden zudem die Hofstellen Könitz, Hollaus und Unterwirth. Auch am gegenüberliegenden Ufer des Ködnitzbach existierte die mittlerweile verschwundene Hofstelle Arzl.
Ködnitz wurde lange Zeit zur Ortschaft Oberlesach gerechnet. In den Ortsverzeichnissen wird Könitz erstmals 1890 mit 20 Einwohnern und drei Gebäuden genannt, wobei Hofstellen wie Arzl und Holaus zur Ortschaft Oberlesach gerechnet wurden.<ref>k. k. statistische Central-Commission (Hrsg.): Special-Orts-Repertorium von Tirol. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. Wien 1893</ref> Im Jahr 1923 wird Ködnitz mit 50 Einwohnern in 11 Gebäuden genannt,<ref>Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Wien 1930, S. Tir. 5</ref> bis 1951 verdoppelte sich die Anzahl der Gebäude in der Ortschaft auf 23 Gebäude, in denen 124 Menschen wohnten.<ref>Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Juni 1951. Wien 1953, S. 202 Tir.</ref> In der Folge erhöhte sich die Einwohnerzahl 1961 auf 167 Menschen in 30 Gebäuden.<ref>Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961 nach dem Gebietsstand vom 1. Januar 1964. Wien 1965, S. T. 299</ref> Im Jahr 1971 hatte Ködnitz 198 Einwohner in 37 Gebäuden,<ref>Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1981. Tirol. Wien 1984, S. 113</ref> 1981 193 Einwohner in 150 Gebäuden<ref>Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1981. Tirol. Wien 1984, S. 113</ref> und 1991 191 Einwohner in 22 Gebäuden.<ref>Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1991. Tirol. Wien 1993, S. 220</ref> Nach 1991 erlebte Ködnitz einen starken Rückgang der Einwohnerzahlen, die sich zuletzt bei rund 130 Einwohnern wieder stabilisierten. Vorlage:Einwohner B Diagramm
Sehenswürdigkeiten
Ködnitz beherbergt zwei denkmalgeschützte Objekte, die Pfarrkirche Kals am Großglockner mit einem Baukern aus dem Mittelalter und das Widum Kals am Großglockner aus dem späten 15. Jahrhundert. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Kalser Friedhof mit einer Gedenkstelle für am Großglockner verunglückte Bergsteiger. Südlich der Pfarrkirche befinden sich zudem einige bäuerliche Wohn- und Wirtschaftsgebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
Einzelnachweise
<references />
Katastralgemeinde: Kals
Ortschaft/Fraktion: Arnig | Burg | Glor-Berg | Großdorf | Ködnitz | Lana | Lesach | Oberpeischlach | Staniska | Unterburg | Unterpeischlach
Dorf: Großdorf · Ködnitz · Unterburg · Unterpeischlach · Unterlesach
Weiler: Burg · Gasser · Glor · Greil · Oberlesach · Spöttling-Taurer · Staniska Rotte: Arnig · Oberpeischlach Zerstreute Häuser: Berg · Lana · Pradell ·
Einzelsiedlungen: Arzl · Egger · Elleparte · Haslach · Figer · Fritz · Groder · Niederarnig · Rainer · Ranggetin · Rantschner · Rubisoi · Tembler · Tinkl
Sonstige Ortslage: Brenner · Glocknerblick · Glorer Hütte · Kalser Tauernhaus · Kraftwerk Unterpeischlach · Lesacher-Riegel-Hütte · Lesachhütte · Lucknerhaus · Lucknerhütte · Moaalm · Ruine St. Peter · Stüdlhütte
Zählsprengel: Kals am Großglockner