Joseph Fränkel (Bauunternehmer)
Joseph Fränkel auch Joseph Fraenkel<ref>Vorlage:BerlinerArchitekturwelt</ref> (* 13. Januar 1828<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Document Collection Leo Baeck Institute Jerusalem ( des Vorlage:IconExternal vom 31. Oktober 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> in Beuthen; † 29. September 1906 in Berlin<ref>StA Berlin III, Sterbeurkunde Nr. 977/1906</ref>)<ref>Nachruf. In: Im deutschen Reich, Ausgabe 11/1906, S. 664 und 665 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, abgerufen am 9. November 2012</ref> war ein deutscher, gerichtlich bestellter Bausachverständiger, Bauunternehmer und Privatbaumeister des 19. und 20. Jahrhunderts. Er war in Berlin tätig.
Leben
Nach seiner Maurerlehre besuchte der Jude Fränkel u. a. Venedig und Paris, wo er als Maurergeselle an den Bauarbeiten am Palast Chateau Madrid am Bois de Boulogne beteiligt war. 1860 heiratete Joseph Fränkel Clara Benda – Tochter des Buchhändlers J. Benda – aus deren Ehe die Kinder Max und Alice hervorgingen.<ref>Familienfeiern (PDF; 17,5 MB), abgerufen am 6. November 2012</ref>
Gemeinsam mit Moses Jacob Bodenstein errichtete er 1884 eine Stiftung, die die „Gesellschaft zur Verbreitung der Handwerke und des Ackerbaues unter den Juden im preußischen Staate“ unterstützte.<ref>Jacob Jacobson (Hrsg.): Die Judenbürgerbücher der Stadt Berlin 1809–1851. Mit Ergänzungen für die Jahre 1791–1809. Walter de Gruyter, Berlin 1962, ISBN 3-11-000448-8, S. 415 (Digitalisat)</ref>
Unternehmen
Im Jahre 1859 gründete der damalige Maurermeister und Baumeister in Berlin W 62 sein Bauunternehmen, das in der Folgezeit eigene wie auch die Entwürfe zahlreicher Architekten umsetzte.<ref>Joseph Fraenkel Family Collection (PDF; 4,0 MB), abgerufen am 6. November 2012</ref>
Arbeiten und Entwürfe (Auswahl)
- 1903–1904: Synagoge „Friedenstempel“ mit Religionsschule und Schulbaracke Rykestraße 53 in Berlin nach einem Entwurf von Johann Hoeniger, (Ausführung)<ref>Eintrag 09070254 in der Berliner Landesdenkmalliste, abgerufen am 1. November 2012</ref>
- 1905: Neu- und Umbau der seit 1852 bestehenden Wohnhäuser Sophienstraße 18 für den „Berliner Handwerker Verein“, gemeinsam mit Theodor Kampffmeyer (1856–1913)<ref>Eintrag 09080183 in der Berliner Landesdenkmalliste, abgerufen am 1. November 2012</ref>
- 1907–1908: Haus Westend in Berlin-Westend, Ebereschenallee 16 nach den Plänen des Architekten Bruno Paul (1874–1968), (Ausführung)<ref>Eintrag 09020525 in der Berliner Landesdenkmalliste, abgerufen am 10. November 2012</ref>
- 1908: Landhaus Tanusstraße 7 in Berlin-Grunewald nach den Plänen des Architekten Fritz Behrendt (1877–1967) für den Verleger Hermann Ullstein (1875–1943), (Ausführung)<ref>Eintrag 09046568 in der Berliner Landesdenkmalliste, abgerufen am 10. November 2012</ref>
- 1909–1914: Geschäftshaus Krausenstraße 17 und 18 in Berlin nach den Plänen des Architekten Friedrich Kristeller, (Ausführung)<ref>Eintrag 09080296 in der Berliner Landesdenkmalliste, abgerufen am 1. November 2012</ref>
- 1909–1914: Geschäftshaus Schützenstraße 65 und 66 in Berlin nach den Plänen des Architekten Friedrich Kristeller, (Ausführung)<ref>Eintrag 09080296 in der Berliner Landesdenkmalliste, abgerufen am 1. November 2012</ref>
- 1910–1911: Friedrichstraße 101 und 102 in Berlin 101 und 102 nach den Plänen des Architekten Heinrich Schweitzer (1871–1953), (Ausführung)<ref>Eintrag 09065048 in der Berliner Landesdenkmalliste, abgerufen am 1. November 2012</ref>
- um 1912: Landhaus Rheinbabenallee 33 in Berlin nach einem Entwurf des Architekten Franz Friedenstein, (Ausführung Fa. Joseph Fränkel/Fa. Joseph Fraenkel)
- 1913–1914: Villa „Landhaus Andreae“, Kronberger Straße 7–9 (gelegen auch: Hubertusbader Straße 28 und Reuterstraße 2–4) in Berlin nach den Plänen der Architektensozietät Alfred Breslauer und Paul Salinger (1865–1942), (Ausführung)<ref>Eintrag 09046526 in der Berliner Landesdenkmalliste, abgerufen am 2. November 2012</ref>
- 1915–1923: Preußisches Geheimes Staatsarchiv Archivstraße 11–15 (gelegen auch: Im Winkel und Koserstraße) nach den Plänen des Oberbaurats Eduard Fürstenau (1862–1938), (Ausführung)<ref>Eintrag 09075298 in der Berliner Landesdenkmalliste, abgerufen am 1. November 2012</ref>
- 1916–1920: Erweiterung des Gertrauden–Lyzeum, Im Gehege 6 und 8 in Berlin-Dahlem nach den Plänen des Architekten Heinrich Schweitzer, (Ausführung)<ref>Eintrag 09075356 in der Berliner Landesdenkmalliste, abgerufen am 10. November 2012</ref>
- 1927–1929: "Landhaus Heidemann", Griegstraße 5/7 in Berlin-Grunewald nach den Plänen der Architekten Breslauer & Salinger für den Fabrikanten Siegfried Heidemann, (Ausführung)<ref>Eintrag 09046456 in der Berliner Landesdenkmalliste, abgerufen am 10. November 2012</ref>
- 1928: Umgestaltung der Zuckerwarenfabrik Konrad-Wolf-Straße 82, 83 und 84 (gelegen auch Simon-Bolivar-Straße 1 und 2) nach den Plänen des Architekten Joseph Fraenkel, (Ausführung) Hermann Raebel und Joseph Fraenkel<ref>Eintrag 09045501 in der Berliner Landesdenkmalliste, abgerufen am 1. November 2012</ref>
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fränkel, Joseph |
| ALTERNATIVNAMEN | Fraenkel, Joseph |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Baumeister |
| GEBURTSDATUM | 13. Januar 1828 |
| GEBURTSORT | Beuthen |
| STERBEDATUM | 29. September 1906 |
| STERBEORT | Berlin |
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