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John Scott (Eishockeyspieler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:John Scott.png

Geburtsdatum 26. September 1982
Geburtsort Edmonton, Alberta, Kanada
Größe 203 cm
Gewicht 118 kg

Position Linker Flügel
Schusshand Links

Karrierestationen

2001–2002 Chicago Freeze
2002–2006 Michigan Technological University
2006–2009 Houston Aeros
2009–2010 Minnesota Wild
2010–2012 Chicago Blackhawks
2012 New York Rangers
2012–2014 Buffalo Sabres
2014–2015 San Jose Sharks
2015–2016 Arizona Coyotes
2016 St. John’s IceCaps

John Howard Scott (* 26. September 1982 in Edmonton, Alberta) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler. Der linke Flügelstürmer absolvierte im Verlauf seiner aktiven Karriere zwischen 2006 und 2016 unter anderem 290 Spiele in der National Hockey League, den Großteil davon für die Minnesota Wild, Chicago Blackhawks und Buffalo Sabres. Besondere Aufmerksamkeit wurde dem Enforcer rund um seine Wahl ins NHL All-Star Game 2016 zuteil.

Karriere

John Scott begann seine Karriere als Eishockeyspieler bei den Chicago Freeze, für die er in der Saison 2001/02 in der US-amerikanischen Juniorenliga North American Hockey League aktiv war. Anschließend spielte der gelernte Verteidiger vier Jahre lang für die Mannschaft der Michigan Technological University, ehe er am 26. September 2006 als Free Agent einen Vertrag bei den Houston Aeros aus der American Hockey League erhielt. Für diese gab er in der Saison 2006/07 sein Debüt im professionellen Eishockey, wobei er in 65 Spielen ein Tor erzielte und fünf Vorlagen gab. Im Dezember 2006 wurde er von Houstons Kooperationspartner Minnesota Wild verpflichtet.

Datei:John Scott.JPG
Scott im Trikot der Minnesota Wild

Nachdem Scott in der Saison 2007/08 erneut ausschließlich in der AHL für die Aeros zum Einsatz gekommen war, lief der Linksschütze in der Saison 2008/09 erstmals in der National Hockey League für die Minnesota Wild auf. Dabei gab er in 20 Spielen eine Vorlage. Für die Saison 2009/10 wurde Scott in den NHL-Kader Minnesotas berufen, wo er einen Stammplatz in der Verteidigung besetzte.

Am 27. Februar 2012 transferierten ihn die Chicago Blackhawks, welche den Verteidiger im Juli 2010 als Free Agent verpflichtet hatten, im Austausch für ein Fünftrunden-Wahlrecht im NHL Entry Draft 2012 zu den New York Rangers. Am 1. Juli 2012 unterschrieb er als Free Agent einen Einjahresvertrag bei den Buffalo Sabres.<ref>Sabres Agree To Terms With Forward John Scott. Buffalo Sabres, 1. Juli 2012, abgerufen am 8. August 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Nach zwei Jahren wurde sein Vertrag in Buffalo nicht verlängert, sodass er im Juli 2014 einen Einjahresvertrag bei den San Jose Sharks unterschrieb.<ref>nhl.com: Scott, Fedun sign one-year contracts with Sharks. 2. Juli 2014, abgerufen am 7. September 2014 (englisch).</ref> Im Anschluss daran schloss er sich den Arizona Coyotes an, ebenfalls mit einem Einjahresvertrag.

NHL All-Star Game 2016

Im Januar 2016 wurde Scott in einer Fan-Abstimmung überraschenderweise zum Mannschaftskapitän beim 61. National Hockey League All-Star Game gewählt. Die Wahl Scotts begründete sich in mehreren erfolgreichen Fan-Kampagnen in sozialen Netzwerken und wurde von medialer Seite als Scherz bzw. als Spott gegenüber dem Management der NHL gewertet. Scott selbst, der als klassischer Enforcer in bisher sieben Jahren und 285 NHL-Spielen auf 11 Scorerpunkte und 542 Strafminuten kam, wollte nach eigener Aussage nicht ins All-Star Team gewählt werden, weil er es nicht verdiene; die Wahl nahm er allerdings (wie zuvor angekündigt) an. Ähnliche Aktionen gab es bereits 2007 um Rory Fitzpatrick sowie im Vorjahr um Zemgus Girgensons, wobei damals wie auch nach der Wahl Scotts Befürchtungen laut wurden, dass die NHL die Fan-Abstimmung komplett abschaffen könnte.<ref>James Mirtle: If fans vote enforcer John Scott into all-star game, NHL says he’s going. theglobeandmail.com, 2. Dezember 2015, abgerufen am 3. Januar 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Pat Iversen: The fan vote campaign to make John Scott an NHL All-Star Game captain actually worked. sbnation.com, 2. Januar 2015, abgerufen am 3. Januar 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Jonathan Willis: Cult of Hockey: Fringe NHL’er John Scott is an All-Star game captain. Good. edmontonjournal.com, 2. Januar 2015, abgerufen am 3. Januar 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Knapp zwei Wochen nach seiner Wahl wurde Scott – ebenso überraschend – im Rahmen eines größeren Tauschgeschäftes innerhalb der Liga zu den Canadiens de Montréal transferiert, bei dem die Coyotes neben Scott auch Victor Bartley abgaben und im Gegenzug Jarred Tinordi und Stefan Fournier erhielten.<ref>Canadiens announced the acquisition of Victor Bartley and John Scott from Arizona. canadiens.nhl.com, 15. Januar 2016, abgerufen am 16. Januar 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Damit wechselte Scott von der Pacific in die Atlantic Division und wurde von den Canadiens außerdem in den Kader ihres Farmteams, der St. John’s IceCaps, versetzt, sodass die Vermutung nahe lag, Scott solle auf diese Weise vom All-Star Game ausgeschlossen werden. Diese Gerüchte wurden bestärkt, als wenige Stunden später aus Insiderkreisen bekannt wurde, dass sowohl die NHL als auch die Coyotes versucht haben sollen, Scott zu einer Absage zu bewegen und dieser sich weigerte; ebenso wurde berichtet, dass die Canadiens den Flügelstürmer nicht verpflichten wollten und stattdessen die Coyotes darauf bestanden, ihn in den Wechsel einzubinden.<ref>Eric Macramalla: Trade of All-Star John Scott Raises Questions As To Motive & A Possible NHLPA Grievance. Forbes Magazine, 17. Januar 2016, abgerufen am 19. Januar 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Dustin Nelson: McKenzie: John Scott Was Asked to Bow Out of ASG, Refused. thehockeywriters.com, 15. Januar 2016, abgerufen am 19. Januar 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Ken Campbell: NHL risks conspiracy theories, grievance with John Scott fiasco. thehockeynews.com, 15. Januar 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Januar 2016; abgerufen am 19. Januar 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Folge war ein Shitstorm in den sozialen Netzwerken, in dessen Folge die NHL vier Tage nach dem Wechsel bekanntgab, dass Scott die Pacific Division trotzdem als Kapitän anführen werde.<ref>John Scott allowed to play in NHL All-Star Game. cbc.ca, 19. Januar 2016, abgerufen am 19. Januar 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am All-Star-Wochenende selbst avancierte Scott erwartungsgemäß zum Publikumsliebling, erzielte zwei Tore im Halbfinale und wurde von den Fans zum wertvollsten Spieler ("MVP") des All-Star Games gewählt. Sein während der Spiele getragener Helm soll ins Museum der Hockey Hall of Fame aufgenommen werden.<ref>Bruce Arthur: All-star MVP John Scott saved hockey, for a day: Arthur. thestar.com, 31. Januar 2016, abgerufen am 1. Februar 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach Scotts Wahl zum MVP änderte die NHL ihre Regeln dahingehend, dass verletzte Spieler oder Spieler aus Minor League Teams nicht mehr an All-Star Spielen teilnehmen durften.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig NHL puts 'John Scott Rule' in place for All-Star fan voting.] In: ESPN.com. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 3. März 2019.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Nach der Saison 2015/16, deren Rest er bis auf einen NHL-Einsatz für die Canadiens bei den St. John’s IceCaps in der AHL verbracht hatte, gab er das Ende seiner aktiven Karriere bekannt. Im Dezember 2016 erschien seine AutobiografieA Guy Like Me: Fighting to Make the Cut“.

Erfolge und Auszeichnungen

Karrierestatistik

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
2001/02 Chicago Freeze NAHL 53 4 8 12 240
2002/03 Michigan Technological University NCAA 31 1 3 4 64
2003/04 Michigan Technological University NCAA 35 1 3 4 100
2004/05 Michigan Technological University NCAA 36 2 4 6 101
2005/06 Michigan Technological University NCAA 24 3 2 5 82
2006/07 Houston Aeros AHL 65 1 5 6 107
2007/08 Houston Aeros AHL 64 3 0 3 184 5 0 0 0 13
2008/09 Minnesota Wild NHL 20 0 1 1 21
2008/09 Houston Aeros AHL 44 2 2 4 111
2009/10 Minnesota Wild NHL 51 1 1 2 90
2010/11 Chicago Blackhawks NHL 40 0 1 1 72 4 0 0 0 22
2011/12 Chicago Blackhawks NHL 29 0 1 1 48
2011/12 New York Rangers NHL 6 0 0 0 5
2012/13 Buffalo Sabres NHL 34 0 0 0 69
2013/14 Buffalo Sabres NHL 56 1 0 1 125
2014/15 San Jose Sharks NHL 38 3 1 4 87
2015/16 Arizona Coyotes NHL 11 0 1 1 25
2015/16 St. John’s IceCaps AHL 27 2 2 4 85
2015/16 Canadiens de Montréal NHL 1 0 0 0 2
NAHL gesamt 53 4 8 12 240
NCAA gesamt 126 7 12 19 347
AHL gesamt 173 6 7 13 402 5 0 0 0 13
NHL gesamt 286 5 6 11 544 4 0 0 0 22

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation; Kursiv: Statistik nicht vollständig)

Veröffentlichungen

  • A Guy Like Me: Fighting to Make the Cut. Howard Books, New York, 2016, ISBN 978-1-5011-5961-9. (mit Brian Cazeneuve)

Persönliches

Scott ist verheiratet und Vater von fünf Töchtern.

Weblinks

Commons: John Scott – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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1962 Shack | 1963 F. Mahovlich | 1964 Béliveau | 1965 Howe | 1966 – | 1967 Richard | 1968 Gamble | 1969 F. Mahovlich | 1970 Bo. Hull | 1971 Bo. Hull | 1972 Orr | 1973 Polis | 1974 Unger | 1975 Apps | 1976 P. Mahovlich | 1977 Martin | 1978 Smith | 1979 – | 1980 Leach | 1981 Liut | 1982 Bossy | 1983 Gretzky | 1984 Maloney | 1985 Lemieux | 1986 Fuhr | 1987 – | 1988 Lemieux | 1989 Gretzky | 1990 Lemieux | 1991 Damphousse | 1992 Br. Hull | 1993 Gartner | 1994 Richter | 1995 – | 1996 Bourque | 1997 Recchi | 1998 Selänne | 1999 Gretzky | 2000 Bure | 2001 Guerin | 2002 Dazé | 2003 Heatley | 2004 Sakic | 2005 – | 2006 – | 2007 Brière | 2008 Staal | 2009 Kowaljow | 2010 – | 2011 Sharp | 2012 Gáborík | 2013 – | 2014 – | 2015 Johansen | 2016 Scott | 2017 Simmonds | 2018 Boeser | 2019 Crosby | 2020 Pastrňák | 2021 – | 2022 Giroux | 2023 Tkachuk | 2024 Matthews

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