Esteban Chaves
| Esteban Chaves (2016) | |
| Esteban Chaves (2016) | |
| Zur Person | |
|---|---|
| Vollständiger Name | Jhoan Esteban Chaves Rubio |
| Geburtsdatum | 17. Januar 1990 (36 Jahre) |
| Nation | Datei:Flag of Colombia.svg Kolumbien |
| Disziplin | Straße |
| Fahrertyp | Bergfahrer |
| Körpergröße | 1,64 m |
| Renngewicht | 54 kg |
| Zum Team | |
| Aktuelles Team | Lua-Fehler: expandTemplate: template "Radsportteam/EF1" does not exist |
| Funktion | Fahrer |
| Verein(e) / Renngemeinschaft(en) | |
| 2009–2011 | 4-72-Colombia |
| Internationale Team(s) | |
| 2012–2013 2014–2021 2022– |
Colombia Orica / BikeExchange EF Education-EasyPost |
| Wichtigste Erfolge | |
| |
| Letzte Aktualisierung: 20. Januar 2025 | |
Jhoan Esteban Chaves Rubio (* 17. Januar 1990 in Bogotá) ist ein kolumbianischer Radrennfahrer. Zu seinen größten Erfolgen zählt der Sieg der Lombardei-Rundfahrt im Jahr 2016, die er als erster nicht-Europäer gewinnen konnte. Zudem war er der erste Kolumbianer der bei einem Monument des Radsports siegte.
Sportliche Laufbahn
Esteban Chaves fuhr ab 2009 für das kolumbianische Radsportteam Colombia es Pasión-Café de Colombia und gewann 2009 eine Etappe bei der Vuelta a Cundinamarca. In der Saison 2011 gewann er einen Tagesabschnitt beim Clásica Club Deportivo Boyacá und die Gesamtwertung der Tour de l’Avenir.
In den Saisons 2012 und 2013 war Chaves beim Team Colombia-Coldeportes unter Vertrag. 2012 gewann er eine Etappe der Vuelta a Burgos und siegte beim Gran Premio Città di Camaiore. Zu Beginn der Saison 2013 stürzte er beim italienischen Eintagesrennen Trofeo Laigueglia schwer. Er erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und eine Amnesie. Später stellte sich noch eine Nervenverletzung heraus, die drohte den rechten Arm zu lähmen, aber durch eine neunstündige Operation und eine monatelange Reha weitgehend behoben werden konnte.<ref>Alsdair Fortheringham: Zurück aus der Versenkung. In: Procycling. Nr. 11, 2015, S. 40–45.</ref>
2014 wechselte Chaves zum UCI WorldTeam Orica GreenEdge. Im ersten Jahr seines Comebacks für das australische UCI WorldTeam gewann er Bergankünfte bei der Kalifornien-Rundfahrt und Tour de Suisse. Außerdem nahm er mit der Vuelta a España 2014 erstmals an einer Grand Tour teil und beendete diese auf Platz 41. Am Ende der Saison gewann er die Nachwuchswertung der Tour of Beijing. Im Jahr darauf fuhr Esteban Chaves den Giro d’Italia 2015, den er als 55. beendete. Zudem konnte er mit seinen Teamkollegen das Mannschaftszeitfahren der 1. Etappe gewinnen. Nach der Tour de Suisse nahm er die Vuelta a España 2015 in Angriff, wo er zwei Etappen gewann und das Rote Trikot des Gesamtführenden insgesamt für sechs Tage trug. Schlussendlich belegte er den fünften Gesamtrang. Nach Platz acht bei der Lombardei-Rundfahrt, gewann er die Bergankunft am Jebel Hafeet und sicherte sich so die Gesamtwertung der Abu Dhabi Tour.
Seine erfolgreichste Saison folgte im Jahr 2016, als er sich zunächst erneut auf den Giro d’Italia fokussierte. Nach einer soliden ersten Woche gewann er die 14. Etappe, die über mehrere Dolomiten-Pässe führte und schob sich in der Gesamtwertung auf den dritten Rang. Nach einem starken Bergzeitfahren auf die Seiser Alm und dem Sturz des Gesamtführenden Steven Kruijswijk übernahm er nach der 19. Etappe die Maglia Rosa, wobei sein Vorsprung auf Vincenzo Nibali vor der letzten Bergetappe 44 Sekunden betrug. Im Anstieg des Col de la Lombarde konnte er dem Italiener jedoch nicht folgen und belegte so den zweiten Gesamtrang. Nachdem er Kolumbien bei den Olympischen Spielen in Rio vertreten hatte, nahm er die Vuelta a España 2016 in Angriff, wo er den Spanier Alberto Contador bei der letzten Bergankunft vom Podium verdrängte und Dritter in der Gesamtwertung wurde. Am Ende der Saison gewann er zunächst den Giro dell’Emilia, ehe er als erster Kolumbianer mit der Lombardei-Rundfahrt ein Monumet des Radsports gewinnen konnte.
Im Jahr 2017 ging Esteban Chaves erstmals bei der Tour de France an den Start, wo er sich die Leader-Rolle mit Simon Yates teilte. Der Kolumbianer konnte jedoch keine Akzente setzen und belegte Rang 62 in der Gesamtwertung. Auch bei der anschließenden Vuelta a España kam er nicht über den elften Gesamtrang hinaus. Im Jahr 2018 fokussiert sich Chaves erneut auf den Giro d’Italia und gewann zu Beginn der Saison die Gesamtwertung der Herald Sun Tour, wo er die einzige Bergankunft für sich entschied. Nachdem er sowohl Paris–Nizza als auch die Katalonien-Rundfahrt aufgeben musste, ging er an der Seite von Simon Yates an den Start des Giro d’Italia 2018. Die beiden Teamkollegen zeigten sich bei der ersten Bergankunft auf dem Ätna in Topform und distanzierten gemeinsam alle anderen Fahrer. Während Esteban Chaves die Etappe gewann, übernahm Simon Yates das Rosa Trikot. Esteban Chaves lag auf dem dritten Gesamtrang, ehe er auf der 10. Etappe unerwartet viel Zeit verlor und schlussendlich Rang 72. belegte. Nach dem Giro d’Italia unterzog sich Esteban Chaves einer Reihe von Untersuchung. Neben einer Herzrhythmusstörung, die operativ entfernt wurde, wurde bei dem Kolumbianer auch das Epstein-Barr-Virus nachgewiesen.<ref>Alex Ballinger: Esteban Chaves will return to racing in February after eight month break due to illness. 3. Dezember 2018, abgerufen am 19. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Esteban Chaves fiel daraufhin für den Rest der Saison aus.
Im Frühjahr des Jahres 2019 konnte Esteban Chaves nicht an seine vorangegangenen Leistungen anschließen. Beim Giro d’Italia 2019 gewann er dennoch die Bergankunft der 19. Etappe in San Martino di Castrozza aus der Ausreißergruppe. Nach dem sechsten Gesamtrang bei der Slowenien-Rundfahrt ging er als Kapitän bei der Vuelta a España 2019 an den Start, belegte jedoch nur den 19. Gesamtrang. Nach einer sieglosen Saison 2020, bei der er auch in den Grand Tours nicht überzeugen konnte, gewann er bei der Katalonien-Rundfahrt 2021 eine Etappe und sicherte sich die Punkte- und Bergwertung. Bei den Ardennen-Klassikern zeigte er mit dem achten Platz beim Flèche Wallonne auf, ehe er 13. bei der Tour de France 2021 wurde. Im Anschluss startete er erneut bei den Olympischen Spielen, wo er im Straßenrennen den 45. Platz belegte.
Im Jahr 2022 wechselte Esteban Chaves zum Team EF Education-EasyPost. Er startete seine Saison mit den Plätzen zwei und drei bei den nationalen Meisterschaften, bestritt mit der Vuelta a España jedoch nur eine Grand Tour, die er im Vorfeld der 16. Etappe aufgab. Im Jahr 2023 wurde Chaves erstmals kolumbianischer Meister im Straßenrennen. Die Tour de France 2023 gab er auf der 14. Etappe auf, ehe er den Giro d’Italia 2024 als 35. beendete.
Erfolge
- 2011
- Gesamtwertung Tour de l’Avenir
- 2012
- eine Etappe Vuelta a Burgos
- Gran Premio Città di Camaiore
- 2014
- eine Etappe Kalifornien-Rundfahrt
- eine Etappe Tour de Suisse
- 2015
- Mannschaftszeitfahren Giro d’Italia
- zwei Etappen Vuelta a España
- Gesamtwertung und eine Etappe Abu Dhabi Tour
- 2016
- eine Etappe Giro d’Italia
- Giro dell’Emilia
- Lombardei-Rundfahrt
- 2018
- Gesamtwertung und eine Etappe Herald Sun Tour
- eine Etappe Giro d’Italia
- 2019
- eine Etappe Giro d’Italia
- 2021
- eine Etappe, Punktewertung und Bergwertung Katalonien-Rundfahrt
- 2023
- Datei:MaillotColombia.PNG Kolumbianischer Meister – Straßenrennen
Wichtige Platzierungen
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Weblinks
- Esteban Chaves in der Datenbank von Radsportseiten.com
- [[[:Vorlage:ProCyclingStats/URL]]/rider.php?id=140071 Esteban Chaves] in der Datenbank von ProCyclingStats.com (englisch)
- Vorlage:FirstCycling
Einzelnachweise
<references />
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Vorlage:Klappleiste/Anfang 1905 Giovanni Gerbi | 1906 Cesare Brambilla | 1907 Gustave Garrigou | 1908 François Faber | 1909 Giovanni Cuniolo | 1910 Giovanni Micheletto | 1911, 1913, 1920 Henri Pélissier | 1912 Carlo Oriani | 1914 Lauro Bordin | 1915, 1918, 1928 Gaetano Belloni | 1916 Leopoldo Torricelli | 1917 Philippe Thys | 1919, 1921, 1922 Costante Girardengo | 1923, 1924 Giovanni Brunero | 1925, 1926, 1927, 1931 Alfredo Binda | 1929 Pietro Fossati | 1930 Michele Mara | 1932 Antonio Negrini | 1933 Domenico Piemontesi | 1934 Learco Guerra | 1935 Enrico Mollo | 1936, 1939, 1940 Gino Bartali | 1937, 1942 Aldo Bini | 1938 Cino Cinelli | 1941, 1945 Mario Ricci | 1943–1944 nicht ausgetragen | 1946, 1947, 1948, 1949, 1954 Fausto Coppi | 1950 Renzo Soldani | 1952 Giuseppe Minardi | 1953 Bruno Landi | 1955 Cleto Maule | 1956 André Darrigade | 1957 Diego Ronchini | 1958 Nino Defilippis | 1959 Rik Van Looy | 1960 Emile Daems | 1961 Vito Taccone | 1962, 1963 Jo de Roo | 1964 Gianni Motta | 1965 Tom Simpson | 1966, 1973 Felice Gimondi | 1967, 1970 Franco Bitossi | 1968 Herman Van Springel | 1969 Jean-Pierre Monseré | 1971, 1972 Eddy Merckx | 1974, 1976 Roger De Vlaeminck | 1975, 1978 Francesco Moser | 1977, 1986 Gianbattista Baronchelli | 1979, 1984 Bernard Hinault | 1980 Alfons De Wolf | 1981 Hennie Kuiper | 1982 Giuseppe Saronni | 1983, 1985, 1991 Sean Kelly | 1987 Moreno Argentin | 1988 Charly Mottet | 1989, 1992 Tony Rominger | 1990 Gilles Delion | 1993 Pascal Richard | 1994 Wladislaw Bobrik | 1995 Gianni Faresin | 1996 Andrea Tafi | 1997 Laurent Jalabert | 1998 Oscar Camenzind | 1999 Mirko Celestino | 2000 Raimondas Rumšas | 2001 Danilo Di Luca | 2002, 2003 Michele Bartoli | 2004, 2007, 2008 Damiano Cunego | 2005, 2006 Paolo Bettini | 2009, 2010 Philippe Gilbert | 2011 Oliver Zaugg | 2012, 2013 Joaquim Rodríguez | 2014 Daniel Martin | 2015, 2017 Vincenzo Nibali | 2016 Esteban Chaves | 2018 Thibaut Pinot | 2019 Bauke Mollema | 2020 Jakob Fuglsang | 2021–2025 Tadej Pogačar Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang
1946 Jaime Gómez | 1947 Óscar Salinas | 1950, 1953–1954, 1958 Efraín Forero | 1955 Jorge Luque | 1960 Aureliano Gallón | 1961 Mario Escobar | 1964 Pablo Hernández | 1965 Martín Emilio Rodríguez | 1966 Aníbal Ricardo | 1967 Luis Alfonso Galvis | 1968 Jairo Grijalba | 1969 Augusto Estrada | 1970 Álvaro Pachón Morales | 1973 Luis Díaz | 1975 Héctor Mayorga | 1976 Luis Enrique Murillo | 1977 Abelardo Ríos | 1978 Juan Morales | 1979 Julio Rubiano | 1981 Carlos Jaramillo | 1984 Néstor Mora | 1985 Fabio Parra | 1986 Abelardo Rondón | 1987–1989 Reynel Montoya | 1990 William Pulido | 1991–1992 Jorge Leon Otálvaro | 1993 Federico Muñoz | 1994 Luis Alberto González | 1995 Efraim Rico Lizarazo | 1996 Celio Roberto Roncancio | 1997 José Castelblanco | 1998 Edward Johny Ruiz | 1999 César Goyeneche Acuna | 2000 Héctor Valenzuela | 2001 Daniel Rincón | 2002 John Freddy García | 2003 Élder Herrera | 2004 Israel Ochoa | 2005, 2013 Walter Pedraza | 2006 Alejandro Cortés | 2007 Fidel Chacón | 2008 Darwin Atapuma | 2009 Óscar Álvarez | 2010 Félix Cárdenas | 2011 Weimar Roldán | 2014 Miguel Ángel Rubiano | 2015 Robinson Chalapud | 2016 Edwin Ávila | 2017, 2018 Sergio Henao | 2019 Óscar Adalberto Quiroz | 2020, 2022 Sergio Higuita | 2021 Aristóbulo Cala | 2023 Esteban Chaves | 2024 Alejandro Osorio | 2025 Egan Bernal
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Chaves, Esteban |
| ALTERNATIVNAMEN | Chaves Rubio, Jhoan Esteban (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | kolumbianischer Straßenradrennfahrer |
| GEBURTSDATUM | 17. Januar 1990 |
| GEBURTSORT | Bogotá |